Erbarmen. dtv- premium, Band 24751
Thriller. Deutsche Erstausgabe
- Erschienen: Oktober 2009
- Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
- ISBN-10: 3-423-24751-7
- EAN: 9783423247511
- Einband: kartoniert/broschiert
- Erschienen bei: dtv
- Seitenzahl: 420
- Gewicht: 495 g
- Reihe: dtv premium
- Sprache(n): Deutsch
- Übersetzt von: Hannes Thiess
- Stilrichtung: Thriller
- Ausstattung: 21 cm
Kostenlose Lieferung ab CHF 75,-
Informationen In-/Ausland
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Bewertung (83 Leser)
Und dann kam die Angst wie ein schleichendes Gift.
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von R¢dby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
Video
beklemmend
Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven!
Merete Lynggaards wird sieben Jahre in einer Druckluftkammer gefangen gehalten, ohne dass sie den Grund kennt. Gleichzeitig stolpert Ermittler Carl Morck über ihren bereits abgeschlossenen Fall. Das Buch hat mich von Anfang an in Atem gehalten und Adler-Olsen hat mit Morck einen wunderbar neuen Krimihelden mit ganz vielen Ecken und Kanten geschaffen. Toll!
Kundenrezensionen
Durchschnitt (83 Leser)
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"Spannend!",
von Tanna aus Bergisch Gladbach (28.07.2010)
Eine super spannende und fesselnde Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist! Aber für Fans von richtigen Thrillern, genau das Richtige! Für mich eine perfekte Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte und direkt auf weitere Romane des Autors wartet.
Auf jeden Fall was für Beckett Fans!
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"Q gross im Kommen?",
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) (27.07.2010)
In dem Buch "Erbarmen" geht es um Carl Morck, einen Ermittler der dänischen Polizei, der neuer Chef des Dezernats Q wird. Sein erster Fall beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Merete Lynggaard. Sie verschwand Spurlos von einer Fähre, auf der sie sich wegen einer Urlaubsreise nach Berlin mit ihrem geistigbehinderten Bruder Uffe befand. Nach dem alle Möglichkeiten - Mord, Selbstmord, Entführung - im Sande verliefen, wurde der Fall zu den Akten gelegt. Fünf Jahre später werden die Ermittlungen neu aufgerollt. Keiner, insbesondere Carls Vorgesetzter Marcus Jacobsen, glaubt an einen Erfolg. Carl bekam die Stelle nur, da er nach einer Schießerei, bei der er einen Kollegen verloren hatte und einer schwer verletzt wurde, zu nichts anderem zu gebrauchen war. Gemeinsam mit Hafez el-Assad, der eigentlich als Mädchen für alles eingestellt wurde, macht er sich an die Ermittlung. Mit verblüffenden Erfolgen...
Der Autor Jussie Adler Olsen kreiert mit seiner Hauptperson Carl Morck einen sehr sympatischen Ermittler. Carl ist wegen der Schießerei mit sich und der Welt im Uneins. Er gibt sich die Schuld und versinkt in einem Strudel aus Selbstmitleid und Antriebslosigkeit. Seine Ehe ist am Ende, der Ziehsohn tanzt ihm auf der Nase rum und keiner setzt mehr Vertrauen in ihn. Häufig steht er sich selbst im Weg mit seiner ruppigen Art, Menschen auf ihre Fehler hinzuweisen. Assad, sein neuer Helfer, wirkt auf ihn wie der rettende Engel. Auch er wird sehr deutlich beschrieben, wie auch andere handelnde Personen.
Das Buch gliedert sich in zwei Geschichten. Auf der einen Seite wird Carls Ermittlungsarbeit geschildert, das Leben jetzt und auf der anderen Seite die Gefangenschaft von Merete über die vergangenen fünf Jahre. Das Heute liest sich wie ein spannender Krimi. Meretes Leidensweg ist düster und beklemmend. Durch diese Einspielungen liest sich das Buch sehr flüssig und die Spannung wird von Anfang an kontinuierlich aufgebaut.
Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch! Durch den Ermittler Carl Morck, der mit seinen Fehlern interessant, lustig und nachdenklich wirkt, haucht der Autor dem Buch Leben ein. Ich freue mich schon auf die weiteren, bestimmt spannenden Fälle des Dezernats Q!
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"Interessanter Schreibstil",
von DarkAngel1985 aus Springe (27.07.2010)
Eine Frage die sich jeder Leser stellen wird und versuchen wird diese zu beantworten ist die Frage die der Politikerin gestellt wird, als sie Geburtstag hat. "Warum bist du hier?". Nicht nur sie weiß keine Antwort darauf. Der Leser findet diese Antwort auch nicht so leicht raus.
Stück für Stück klären sich kleine Teile. Aber bis zur endgültigen Auflösung dauert es einige Zeit. Und auch nach der Auflösung weiß man noch nicht genau wie es weitergeht, was noch passieren wird. Der Spannungsaufbau ist gut gelungen. Man fühlt mit Merete, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Und genau das macht das ganze Buch zu einem Erlebnis. Wobei noch der Tick fehlt, um das Buch wirklich perfekt zu machen. Ich glaub das liegt dran, dass es sich in meinen Augen zum Teil, etwas zu lang hin zieht. Aber das sind nur die wenigsten Stellen.
Ich finde die Charaktere Carl und seinen Assistentin Assad total toll.
Außerdem finde ich es gut, dass ein behinderter junger Mann auch eine Rolle in dem Buch spielt, nämlich der Bruder der Entführten. Nicht so gut find ich es, dass er erst als Tatverdächtiger behandelt wurde.
Aber welche Reaktion er plötzlich zeigt, als Carl ein Experiment mit ihm macht, ist einfach unglaublich. Aber trotzdem noch realistisch. Und genau das find ich an dem Buch gut.
Es spielen Menschen eine Rolle, die in der Gesellschaft sonst meist eher verachtet werden. Und mit meine ich nicht nur Uffe, sondern auch Carl selbst und seinen Assistenten.
Zum Schreibstil: Am Anfang musste ich einige Sätze mehrmals lesen, weil ich nicht sofort mit dem Schreibstil klar kam, aber das hat sich schnell geändert. Und ich fand den Schreibstil der zum Teil doch eher gehoben ist einfach gut. Es war ein klares Deutsch, nur halt kein so einfaches wie in manch anderen Büchern. Es war ein angemessenes Deutsch von der Wortwahl her. Mal wurde sich ein bisschen gehobener ausgedrückt, dann doch eher wieder umgangssprachlich. Diesen Mix fand ich super.
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"Habe Erbarmen",
von einer Kundin/ einem Kunden (11.07.2010)
Klaustrophobisch veranlagt sein, sollte man bei diesem Buch vielleicht nicht gerade, aber allein die Vorstellung, wie Merete Lynggard über Jahre hinweg in einem manchmal dunklen, manchmal taghellen Verlies ihr Dasein fristet, jagt dem Leser Gänsehaut über den Rücken.
Die Geschichte beginnt abwechselnd mit den Beschreibungen der beiden Leben von Merete und des Ermittlers Carl Morck, der einen Assistenten an seiner Seite hat, der einfach unbeschreiblich ist und bei dem sich hohe Intelligenz mit scheinbarer Dummheit abwechselt. Einmal taucht der Leser in die Idee von Morck ein, den Fall Meretes wieder neu aufzurollen. Diese verschwand 2002, nachdem sie mit ihrem Bruder auf einer Fähre fuhr. Sie verschwand spurlos, ist angeblich über Bord gefallen, doch ihre Leiche wurde nie gefunden.
Der Leser aber blickt in das Jahr 2002 zurück, in welchem Merete in einem dunklen Raum aufwacht. Sie hört eine verzerrte Stimme aus einem Lautsprecher, die ihr sagt, dass sie selber auf die Lösung kommen muss, warum man sie festhält. Über Jahre hinweg wird Merete gequält und schikaniert, völlig auf sich alleingelassen, bis sie fast am Ende des Wahnsinns angekommen ist. Im Jahr 2007 macht sich Carl Morck dann auf die Suche der verschollenen Frau und stößt dabei auf grausame Erkenntnisse.
In den ersten Seiten tat ich mich schwer damit, der Geschichte zu folgen. Meiner Meinung nach war die Beschreibung des Carl Morck und der Politikerin Merete und deren Tätigkeiten ein wenig zu langatmig. Richtig spannend wurde es für mich erst, als Meretes Gefängnis ins Spiel kam. Als 'hartgesottene' Thrillerleserin waren die Szenen in dem Kerker gut nachvollziehbar und sehr extrem geschildert. Doch zwischendurch ging es mir dann leider wieder etwas zu langsam und ich fand manche Schilderungen rund um Carl Morck etwas überflüssig.
Rundum ist dieses Buch aber dennoch ein spannender Thriller mit zwischenzeitlichen Ruhepausen, die schnell wieder davon abgelöst werden, dass der Leser auf die Lösung des Falls kommen will.
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"Horror",
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) (02.07.2010)
Ein Szenario,wie man es sich schlimmer nicht vorstellen kann.Eine Frau wird verschleppt,psychisch zermürbt und sie hat keine Hoffnung auf eine Rettung. Nach Jahren wird der Fall eigentlich abgeschlossen,niemand sucht mehr. Außer ein etwas unbequemer Polizist,der mit seinem Leben im Prinzip schon abgeschlossen hat.Er macht sich auf ie Suche und fördert unglaubliches zutage.Ein wirklicher Genuss.
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"Spannung ohne Ende",
von
Ulrike Seine
aus Rheine (30.06.2010)
Carl Morck gilt unter seinen Kollegen, insbesondere aber gegenüber seinen Vorgesetzten als unbequemer aber guter Ermittler. Er bekommt eine Sonderaufgabe und soll nicht gelöste Fälle noch einmal aufrollen. Morck entscheidet sich für einen Fall, der sich unglaublich spannend entwickelt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
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"Krimi de Luxe",
von Michelle Möhle aus Göttingen (20.06.2010)
Gruseliger kann man eine Geschichte kaum beginnen: seit nunmehr 5 Jahren wird die dänische Politikerin Merette Lynggaard in einem verlassenen Fabrikgebäude unter grausamen Umständen festgehalten und gefoltert. Der Fall wurde vor Jahren ohne Auflösung abgeschlossen Lynggaard wurde auch ohne Leichenfund für Tod gehalten.
Fünf Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden Lynggaards wird der zynische und ausgebrannte Kommissar Moerk dem frisch eingerichteten Sonderdezernat Q vorgesetzt, das sich mit bisher ungelösten Fällen beschäftigen soll. Eigentlich will die dänische Polizei den unbequemen Moerk einfach nur los werden genau das aber geht nach hinten los. Moerk nimmt den Fall Lynggaard wieder auf und sucht gemeinsam mit seinem windigen und undurchsichtigen Assistenten Assad nach einer Lösung. Schaurig und spannend inszeniert und Dank des ungewöhnlichen Ermittlerpaares auch versetzt mit viel Ironie. Unbedingt Lesen! Und schon mal auf den nächsten Fall freuen, in dem Carl Moerk die dänische High Society aufmischt.....
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"Unglaublich spannend und fesselnd - zum Glück gibt's bald mehr!",
von Stefanie Schmidt aus Weiterstadt (07.06.2010)
Eine Politikerin verschwindet auf einer Fähre. Die Polizei ermittelt, doch legt denn Fall bald zu den Akten, da sich keine Spuren finden lassen. Die Politikerin und aufopferungsvolle Schwester Merete bleibt unauffindbar.
Niemand ahnt, dass sie entführt wurde.
Doch sie lebt. Noch Jahre nach ihrem geheimnisvollen Verschwinden vegetiert sie, eingepfercht in einen Bunker, grausam gequält und gedemütigt, dahin. Aus dem Lautsprecher ihres Gefängnisses ertönt jedes Jahr an ihrem Geburtstag eine Stimme: "Und, weisst du jetzt, warum du hier sein musst? Hast du darüber nachgedacht??" Das hat sie zwar - aber die Lösung weiss sie nicht. Und ihre Zeit läuft ab!
Der spleenige und ausgesprochen zynische Kommissar Carl Moerck sitzt ebenfalls in einer Art Bunker. Niemand auf seiner Dienststelle kann mit dem Menschenfeind zusammen arbeiten, und so wird er kurzerhand in den Keller zu den "Karteileichen" verbannt. Ungelöste Fälle und kalte Spuren, wohin das Auge blickt. Nichts desto trotz stößt er, dank seiner enervierenden und süffisanten Art, auf neue Hinweise zu dem Fall "Merete". Doch die Uhr tickt unbarmherzig für die Politikerin herunter... Wow! Was für ein Thriller! Ich empfehle ihn am laufenden Band - denn selten habe ich beim Lesen eines Buches soviel mitgezittert. Spitzenmäßige Unterhaltung, von der ersten bis zur letzten Seite! Und wie gesagt: Bald gibt's mehr vom "Sonderdezernat Q!
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"Psychoterror pur!!",
von B. Danielkewitz aus Ludwigsburg (27.05.2010)
"Erbarmen" ist genial. Die Vorstellung so lange Zeit in einem Raum eingesperrt und komplett von anderen Menschen abhängig zu sein ist grauenhaft.
Der Witz kommt allerdings durch "die" Ermittler in den Krimi. Scharfes Essen, ungenießbarer Tee (oder Kaffee?! ;D ), ein Gebetteppich und ein Techniker der keinen Kopierer bedienen kann, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Ganz davon abgesehen, ich liebe die Gestalt von Carl Mörck, dem Vizekriminalkommissar.
Unbedingt reinlesen.
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"Erbarmen",
von Ricarda Cebulla aus Berlin-Alexa (26.05.2010)
Der Ermittler Carl Morck ist ein Einzelgänger. Da niemand mit ihm zusammenarbeiten möchte, er aber trotzdem seinen Job sehr gut macht, bekommt er sein eigenes Dezernat. Das Sonderdezernat Q. Dort ist er der Chef und hat die Aufgabe alte Fälle, die nie gelöst wurden, wieder aufzurollen und aufzuklären. In seinem ersten Fall wird eine Frau schon seit mehreren Jahren vermisst. Man vermutet das sie im Meer ertrunken ist. Da es aber keine Leiche gibt kann man nicht mit genauer Sicherheit sagen das sie tot ist...
Diese Frau lebt wirklich noch. Sie wird seit einigen Jahren in einem dunklen, kalten Bunker gefangen gehalten und gefoltert.
Gute Mischung von Ermittlung und Folter. Die Spannung ebbt nie ab, da die Kapitel zum Ende immer offen gehalten sind, was zum Weiterlesen animiert.
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"Meiner neuer Held: Carl Moerck",
von Sandra Krämer aus Cuxhaven (21.05.2010)
Schon vor dem Zwischenfall, bei dem ein Kollege starb und der andere querschnittsgelähmt wurde, war es nicht leicht mit Carl Moerck. Nun kann keiner mehr mit ihm arbeiten. Zu stark sind seine Schuldgefühle. Flugs wird er zum Abteilungsleiter für ungelöste Fälle befördert und landet mit einem Zivilisten unten im Keller. Super! Nur wiederwillig lässt er sich von dem Arbeitseifer seines neuen "Kollegen" anstecken. Wohin verschwand vor fünf Jahren die Politikerin Merete? Zwichendurch springt die Handlung in Meretes Gefängnis. Man fühlt mit dem Opfer und wünscht sich deren Stärke.
Carl Moerck ist einfach ein Orginal! Ehrlich und hart zu seinen Kollegen. Ein super Kriminalist. Verheiratet, aber ewig auf der Suche nach dem Weiblichen. Er geht halt seinen eigenen Weg...
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"Guter Psycho-Thriller",
von Petra Schanze aus Dresden (18.05.2010)
Die Politikerin Merete Lynggaard gilt seit Jahren als vermisst. Der Fall Merete wurde abgelegt. Es wird ein Sonderdezernat Q eingerichtet, was sich mit ungeklärten Fällen befasst. Leiter des Dezernats wird Spezialermittler Carl Morck. Nach anfänglichem Desinteresse nimmt Carl den Fall Merete wieder auf. Hilfe bekommt er dabei von dem Syrer Assad. Carl`s Ehrgeiz und seine Beharrlichkeit bringen ihn in den Ermittlungen voran. Er gibt nicht eher Ruhe bis der Fall geklärt ist.
Für Fans von Mankell & Co bestens geeignet.
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"Darauf habe ich gewartet",
von melange aus Bonn (17.05.2010)
Zum Inhalt: Nachdem bei einem Einsatz ein Kollege seines Teams stirbt und ein zweiter gelähmt wird, versinkt Carl Morck in Depression und Selbstvorwürfen. Da dieses nicht nur ihm, sondern auch seinen Kollegen an die Substanz geht, sieht sich sein Chef genötigt, ihm die Leitung eines neuen Dezernats zu übertragen, welches sich mit kalten Fällen befassen soll. Teil der genehmigten Ausstattung ist ein Assistent mit unklarer Vergangenheit. Beide beginnen sich mit dem Fall einer vor Jahren auf einer Fährfahrt verschwundenen Abgeordneten zu befassen. Mit der Zeit kommen sie dabei nicht nur dem Täter auf die Spur, sondern Carl erhält Schritt für Schritt ein Stück Lebensfreude und Enthusiasmus zurück.
Zum Cover: Trostlos, rostig, blutig und schonungslos - das Cover spiegelt sehr schön das Gefängnis Meretes wieder.
Mein Eindruck: Endlich ein skandinavischer Krimi, der nicht nur bewölkt, sondern auch heiter ist. Für den Humor sorgt dabei besonders das Umfeld Morcks: Sein neuer Assistent mit Migrationshintergrund, der immer wieder mit ungeahnten Fähigkeiten und dubiosen Freunden verblüfft, dazu ein Untermieter mit Sammelfimmel, ein pubertierender Sohn und eine Ex-Frau, die extravagant die Widrigkeiten des täglichen Lebens übersieht, - sie alle bieten viel Stoff zum Schmunzeln. Des Weiteren eine Geschichte, die Adler-Olsen aus zwei Blickwinkeln erzählt. Die erste Sicht befasst sich mit Meretes Leiden und ihrer Beziehung zu den zuerst unbekannten Peinigern, die zweite widmet sich der Arbeit Morcks. Beide Teilhandlungen nähern sich immer weiter an, bis sie in ein furioses Finale münden. Dass es kein reines Happy-End gibt, passt zu Fall und Ermittlern.
Mein Fazit: Mehr davon, ich freue mich schon auf den zweiten Fall und hoffe, dass sich Adler-Olsen dann genauso viel Mühe mit der Entwicklung seiner Figuren gibt, wie in "Erbarmen".
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"Warum bist Du hier?",
von Bellexr aus Mainz (15.05.2010)
Nachdem Carl Mork bei einem Einsatz verletzt wurde, einer seiner Kollegen starb und ein anderer seitdem schwerstverletzt im Krankenhaus liegt, beginnt er nun seinen Dienst wieder. Allerdings ist Carl zwischenzeitlich noch zynischer geworden und eine Zusammenarbeit mit ihm wird für seine Kollegen immer schwieriger. Und so nutzt sein Chef die Chance und überträgt Carl die Leitung des Sonderdezernats Q, ein neu geschaffenes Dezernat, das sich mit ungeklärten Fällen beschäftigen soll. Aus Platzgründen wird die Einheit in den Keller verlegt und Carl bekommt mit Assad einen Assistenten zur Seite gestellt. Anfangs hat Carl nichts Besseres zu tun, als die Akten von links nach rechts zu schieben, Computerspiele zu spielen und den Tag zu verschlafen. Doch so langsam "erwacht" der Polizist in ihm wieder und bald schon stecken Carl und Assad mitten in den Ermittlungen um das Verschwinden von Merete.
Der gesamte Psychothriller ist atmosphärisch dicht umgesetzt, zu keiner Zeit kommt auch nur der Hauch von Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, man ist von Anfang an gefesselt an die Geschichte. Lange Zeit rätselt man genau wie Merete über das Warum nach. Warum wird sie festgehalten und vor allem, was will der oder die Entführer? Welche Ziele verfolgen sie? Diese Fragen werden im letzten Drittel gelöst, wobei man jedoch nach gut der Hälfte des Thrillers die Lösung erahnen kann. Die Story ist absolut schlüssig umgesetzt, die Erzählstränge wechseln ständig zwischen den Ermittlern und Merete und die Lösung des Falls ist so logisch, dass man sich wundert, nicht gleich zu anfangs schon darauf gekommen zu sein.
Die Beschreibungen von Merete in ihrem isolierten Betonraum sind sehr bedrückend und unvorstellbar grausam. Die Entführer nehmen ihr ihre Würde, indem sie sie rund um die Uhr per Kamera überwachen und ihr somit keine Intimsphäre gestatten wie auch absolut keine hygienischen Möglichkeiten - bis auf einen Toiletteneimer - zur Verfügung stellen. So muss sie während der ganzen Jahre in ein und derselben Kleidung verbringen, hat keine Möglichkeit sich zu waschen oder die Zähne zu putzen. Essen und Trinken erhält sie einmal pro Tag durch eine Schleuse und das war es auch schon. Kommunikation findet nur einmal im Jahr zu ihrem Geburtstag statt. Die Entführer halten sie wie ein Tier und Merete droht mehr als einmal, an ihrer Gefangenschaft zu zerbrechen.
Trotz der beklemmenden Geschichte gelingt es Jussi Adler-Olsen zwischendurch immer wieder, einem zum Schmunzeln und stellenweise sogar zum Auflachen zu bringen. Sein Protagonist Carl ist herrlich zynisch, selbstironisch und ein absoluter Einzelgänger. Ihm zur Seite steht ihm der Syrer Assad, eigentlich nur als Putzmann und "Mädchen für alles" gedacht, entwickelt er sich im Lauf der Story zu einem unverzichtbaren Helfer mit ungeahnten Fähigkeiten. Die Kabbeleien der Beiden sind erfrischend und lockern das Ganze etwas auf. Auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich, lebendig beschrieben und überraschen ein ums andere Mal.
Fazit: Jussi Adler-Olsen ist mit "Erbarmen" ein hervorragender Psychothriller gelungen, der einen von der ersten Seite an fesselt, einen Protagonisten vorzuweisen hat, den man mit seinem Macken einfach mögen muss und einer Story, die einfach nur alptraumhaft ist.
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"Die Zeit läuft...",
von N. Wolf aus Bergisch Gladbach (30.04.2010)
Merete Lynggaard führt ein nach außen hin normales Leben. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Demokratischen Partei und genießt es in der Öffentlichkeit zu stehen. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und setzt sich erfolgreich gegen ihre Gegner durch. Zu Hause schlüpft sie in eine aufopfernde Rolle. Sie kümmert sich um ihren Bruder Uffe, der nach einem Verkehrsunfall nie wieder aus seiner geistigen Starre erwacht ist. Eines Tages verschwindet Merete spurlos. Die Jahre vergehen und die Ermittlungen werden eingestellt. In der Zwischenzeit wird das Sonderdezernat Q eingerichtet, welches sich ausschließlich mit ungelösten Fällen befassen soll. Carl Mørck, Spezialermittler des Dezernates, und sein syrischer Gehilfe Assad nehmen sich Meretes Fall an...und stoßen dabei auf neue Beweise. Was ist damals mit Merete geschehen? Ist es möglich, dass sie nach all den Jahren noch am Leben ist? Finden Sie es heraus. Ein absolutes Muß für alle Jo Nesbø Fans.
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"SEHR spannend!!",
von Brigitte Bräutigam aus Köthen (Anhalt) (25.04.2010)
Erbarmen kommt auf, wenn man diese Geschichte einer Entführung einerseits und des völlig kaputten Ermittlers andererseits liest. Carl Morck, gerade genesen vom letzten Fall, bei dem ein Kollege starb und ein anderer schwer verletzt wurde, wird in ein neugeschaffenes Dezernat für ungeklärte Fälle ( besser: Karteileichen!) hochgelobt - oder sollte man besser sagen, runtergelobt, denn sein Büro befindet sich in einem fensterlosen Kellerraum. Außerdem ist er der einzige, mit Ausnahme seines arabischen Putzmannes und Kaffeekochers. Doch der soll sich noch als schlauer Kopf und große Hilfe erweisen, wenn auch nicht immer mit legalen Mitteln. Den Fall, den die beiden bearbeiten, liegt 5 Jahre zurück. Damals verschwand eine dänische Abgeordnete spurlos von einem Fährschiff. Alles sprach dafür, dass sie einfach über Bord ging, aber wurde überhaupt richtig ermittelt ? Und was hat ihr behinderter Bruder mit dem Fall zu tun?
Carl Morck ist ein skandinavischer Ermittler, wie es Wallander nicht unsympathischer sein könnte. Dennoch fesselt dieser Krimi enorm und ich bin gespannt auf weitere Fälle aus Kopenhagen.
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""... Warum bis Du hier ...?"",
von Bellexr aus Mainz (19.04.2010)
Das ist die alles entscheidende Frage in Merete Lynggaards Leben. Als sie mit ihrem Bruder einen Schiffsausflug macht, wird die junge Politikerin entführt und seitdem in einem betonierten Raum gefangen gehalten. Das erste Jahr muss sie in völliger Dunkelheit leben, dann kommt die alles entscheidende Frage ihrer Entführer, auf die Merete jedoch keine Antwort findet. Darauf folgt ein Jahr im Dauerlicht und wieder wird danach die entscheidende Frage gestellt, deren Antwort Merete auch dieses Mal schuldig bleiben muss. In der Zwischenzeit geht der Rest der Welt davon aus, dass sie bei dem Bootsausflug über Bord gegangen ist. Als im Morddezernat Kopenhagen das Sonderdezernat Q eingerichtet wird und Carl Mork die Leitung übernimmt, rollt dieser den Fall Lynggaard wieder auf und stößt zusammen mit seinem syrischen Assistenten Hafez el-Assad auf einige Ungereimtheiten. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Der gesamte Psychothriller ist atmosphärisch dicht umgesetzt, zu keiner Zeit kommt auch nur der Hauch von Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, man ist von Anfang an gefesselt an die Geschichte. Lange Zeit rätselt man genau wie Merete über das Warum nach. Warum wird sie festgehalten und vor allem, was will der oder die Entführer? Welche Ziele verfolgen sie? Diese Fragen werden im letzten Drittel gelöst, wobei man jedoch nach gut der Hälfte des Thrillers die Lösung erahnen kann. Die Story ist absolut schlüssig umgesetzt, die Erzählstränge wechseln ständig zwischen den Ermittlern und Merete und die Lösung des Falls ist so logisch, dass man sich wundert, nicht gleich zu anfangs schon darauf gekommen zu sein.
Die Beschreibungen von Merete in ihrem isolierten Betonraum sind sehr bedrückend und unvorstellbar grausam. Die Entführer nehmen ihr ihre Würde, indem sie sie rund um die Uhr per Kamera überwachen und ihr somit keine Intimsphäre gestatten wie auch absolut keine hygienischen Möglichkeiten - bis auf einen Toiletteneimer - zur Verfügung stellen. So muss sie während der ganzen Jahre in ein und derselben Kleidung verbringen, hat keine Möglichkeit sich zu waschen oder die Zähne zu putzen. Essen und Trinken erhält sie einmal pro Tag durch eine Schleuse und das war es auch schon. Kommunikation findet nur einmal im Jahr zu ihrem Geburtstag statt. Die Entführer halten sie wie ein Tier und Merete droht mehr als einmal, an ihrer Gefangenschaft zu zerbrechen.
Trotz der beklemmenden Geschichte gelingt es Jussi Adler-Olsen zwischendurch immer wieder, einem zum Schmunzeln und stellenweise sogar zum Auflachen zu bringen. Sein Protagonist Carl ist herrlich zynisch, selbstironisch und ein absoluter Einzelgänger. Ihm zur Seite steht ihm der Syrer Assad, eigentlich nur als Putzmann und "Mädchen für alles" gedacht, entwickelt er sich im Lauf der Story zu einem unverzichtbaren Helfer mit ungeahnten Fähigkeiten. Die Kabbeleien der Beiden sind erfrischend und lockern das Ganze etwas auf. Auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich, lebendig beschrieben und überraschen ein ums andere Mal.
Fazit: Jussi Adler-Olsen ist mit "Erbarmen" ein hervorragender Psychothriller gelungen, der einen von der ersten Seite an fesselt, einen Protagonisten vorzuweisen hat, den man mit seinem Macken einfach mögen muss und einer Story, die einfach nur alptraumhaft ist.
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"super spannend",
von
Blacky
(18.04.2010)
Kurzbeschreibung:
Und dann kam die Angst wie ein schleichendes Gift. Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
Ein Buch, das die Bezeichnung "Thriller" voll verdient hat.
Es ist megaspannend. Der Leser wird einerseits mit der Situation der Gefangenen ab dem Jahr 2002 konfrontiert und andererseits mit den im Jahr 2007 erneut aufgenommenen Ermittlungen in diesem Fall.
Die Handlung selbst ist sehr, sehr spannend, aber auch die Entwicklung des Kommissars ist megr als interressant zu "beobachten.
Es gibt einige Wendungen im Geschehen, mit denen der Leser absolut nicht rechnen kann und die Auflösung ist genial.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiter empfehlen.Es ist das erste Buch um den Ermittler Carl Morck und ich hoffe, dass die anderen genau so spannend sind, denn ich werde sie mitr Sicherheit lesen.
Die Bücher um den Ermittler Carl Morck :
1. Erbarmen
2. Schändung
3. "Flaskepost fra P" (noch nicht auf deutsch erschienen)
4. "Journal Nr. 64" (noch nicht erschienen)
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"Carl Mørcks erster Fall",
von kleinfriedelchen aus Berlin (01.04.2010)
Carl Mørck, dänischer Mordermittler, hat es schon nicht leicht in seinem Leben. Seine Noch-Ehefrau schröpft ihn regelrecht, wenn es um Geld geht und bei einer wenige Wochen zurückliegenden Schießerei starb einer seiner Kollegen, der andere ist seitdem querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Das hinterlässt natürlich Spuren auf Carls sowieso schon nicht sonderlich frohem Gemüt. Gequält von Selbstvorwürfen, die Schießerei nicht verhindert zu haben, und genervt von der scheinbaren Unfähigkeit seiner restlichen Kollegen zieht er sich immer mehr zurück und hat keinen Elan mehr zu arbeiten. Kein einfacher Kollege, wie man sofort merkt.
Als der Chef der Mordkommission da die Gelegenheit sieht, Carl loszuwerden, zögert er nicht. Er ernennt ihn zum Chef des eben erst gegründeten Sonderdezernats Q, welches alte, ungeklärte Fälle wieder aufrollen soll und im Keller untergebracht ist, weit weg von den anderen Mitarbeitern. Anfangs verbringt Carl seine Zeit eher mit Schlafen, bis man ihm Assad, das Mädchen für alles an die Seite stellt. Durch seine Gegenwart nimmt er sich schließlich einen 5 Jahre zurückliegenden Fall vor. Damals verschwand die Politikerin Merete Lynggaard während einer Fährenfahrt spurlos. Die Ermittlungen brachten nichts; man vermutete, dass sie ertrunken sei. Doch Carl findet ein paar Hinweise, die auf etwas anderes deuten...
Während Carl langsam Spuren in der Vergangenheit sucht, erfährt man nach und nach Meretes Schicksal aus ihrer Sicht. Tot ist sie nicht, auch wenn dieses Schicksal vielleicht gnädiger gewesen wäre. Stattdessen wird sie Woche um Woche, Monat um Monat in einem kleinen Raum gefangen gehalten, bis es schließlich schon 5 Jahre sind. Völlig isoliert sitzt sie in ihrer Zelle und hat nur ihre Gedanken als Beschäftigung. Warum man ihr das antut, das weiß sie nicht. Schließlich gibt sie alle Hoffnung auf, jemals wieder befreit zu werden und plant ihren Selbstmord
Wow, das war mal ein spannender Thriller! Nervenzerreißend und keineswegs übertrieben schildert Jussi Adler-Olsen das Schicksal der jungen Frau und Carls verzweifelte Suche nach den damaligen Geschehnissen. Die Charaktere werden dabei glaubhaft beschrieben. Carl entspricht dem tortured hero, der typisch für skandinavische Ermittler zu sein scheint, der seinen Unmut über die schwache Ermittlungsleistung seiner Kollegen nicht versteckt und der von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn getrieben wird. Den Fall fand ich logisch und gut durchdacht. So ist es nicht verwunderlich, dass mich die Handlung von Anfang an in ihren Bann geschlagen hat und mich das Buch kaum aus der Hand hat legen lassen.
Im September 2010 erscheint der nächste Band um den Ermittler Carl Mørck und eins steht jetzt schon fest: ich werde ihn auf jeden Fall lesen.
Mein Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Absolute Leseempfehlung!
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"Carl Mørcks erster Fall",
von kleinfriedelchen aus Berlin (01.04.2010)
Carl Mørck, dänischer Mordermittler, hat es schon nicht leicht in seinem Leben. Seine Noch-Ehefrau schröpft ihn regelrecht, wenn es um Geld geht und bei einer wenige Wochen zurückliegenden Schießerei starb einer seiner Kollegen, der andere ist seitdem querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Das hinterlässt natürlich Spuren auf Carls sowieso schon nicht sonderlich frohem Gemüt. Gequält von Selbstvorwürfen, die Schießerei nicht verhindert zu haben, und genervt von der scheinbaren Unfähigkeit seiner restlichen Kollegen zieht er sich immer mehr zurück und hat keinen Elan mehr zu arbeiten. Kein einfacher Kollege, wie man sofort merkt.
Als der Chef der Mordkommission da die Gelegenheit sieht, Carl loszuwerden, zögert er nicht. Er ernennt ihn zum Chef des eben erst gegründeten Sonderdezernats Q, welches alte, ungeklärte Fälle wieder aufrollen soll und im Keller untergebracht ist, weit weg von den anderen Mitarbeitern. Anfangs verbringt Carl seine Zeit eher mit Schlafen, bis man ihm Assad, das Mädchen für alles an die Seite stellt. Durch seine Gegenwart nimmt er sich schließlich einen 5 Jahre zurückliegenden Fall vor. Damals verschwand die Politikerin Merete Lynggaard während einer Fährenfahrt spurlos. Die Ermittlungen brachten nichts; man vermutete, dass sie ertrunken sei. Doch Carl findet ein paar Hinweise, die auf etwas anderes deuten...
Während Carl langsam Spuren in der Vergangenheit sucht, erfährt man nach und nach Meretes Schicksal aus ihrer Sicht. Tot ist sie nicht, auch wenn dieses Schicksal vielleicht gnädiger gewesen wäre. Stattdessen wird sie Woche um Woche, Monat um Monat in einem kleinen Raum gefangen gehalten, bis es schließlich schon 5 Jahre sind. Völlig isoliert sitzt sie in ihrer Zelle und hat nur ihre Gedanken als Beschäftigung. Warum man ihr das antut, das weiß sie nicht. Schließlich gibt sie alle Hoffnung auf, jemals wieder befreit zu werden und plant ihren Selbstmord
Wow, das war mal ein spannender Thriller! Nervenzerreißend und keineswegs übertrieben schildert Jussi Adler-Olsen das Schicksal der jungen Frau und Carls verzweifelte Suche nach den damaligen Geschehnissen. Die Charaktere werden dabei glaubhaft beschrieben. Carl entspricht dem tortured hero, der typisch für skandinavische Ermittler zu sein scheint, der seinen Unmut über die schwache Ermittlungsleistung seiner Kollegen nicht versteckt und der von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn getrieben wird. Den Fall fand ich logisch und gut durchdacht. So ist es nicht verwunderlich, dass mich die Handlung von Anfang an in ihren Bann geschlagen hat und mich das Buch kaum aus der Hand hat legen lassen.
Im September 2010 erscheint der nächste Band um den Ermittler Carl Mørck und eins steht jetzt schon fest: ich werde ihn auf jeden Fall lesen.
Mein Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Absolute Leseempfehlung!
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