Die Gesänge des Maldoror. rororo Taschenbücher,  Band 23547

Die Gesänge des Maldoror. rororo Taschenbücher, Band 23547

von Lautreamont

Buch

Taschenbuch (255 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

"Meine Dichtkunst wird nur darin bestehen, den Menschen, dieses Raubtier, mit allen Mitteln anzugreifen und mit ihm den Schöpfer, der ihn nicht hätte erzeugen sollen." Dieser radikale Anspruch führte zu der infernalischen Bilderwelt in den "Gesängen des Maldoror" , die alle literarischen Konventionen des 19. Jahrhunderts sprengten. Maldoror (wörtlich: der "Vergolder des Bösen") ist eine mythische Figur. Die Verkörperung des absolut Bösen. Gegenprinzip des Schöpfers, der vor sein eigenes Tribunal gezerrt wird, der seine Ideale der Reinheit und des Lichts nach neunzehnhundert Jahren Christentum besudelt hat. In einer Flut von archaischen, aggressiven Bildern entlädt sich in den sechs Gesängen der Hass auf den selbstherrlichen, die Erde verwüstenden Menschen. Heute erscheinen uns die "Gesänge des Maldoror" als ein Werk der Moderne.

Produktdetails

Verkaufsrang: 78.726
ISBN-10: 3-499-23547-1
EAN: 9783499235474
Originaltitel: Oeuvres Complètes
Erschienen: 02.02.2004
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 255
Gewicht: 215 g
Übersetzer: Ré Soupault
Reihe: rororo Taschenbücher
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Ré Soupault

Ré Soupault (1901-1996) studierte von 1921-1925 am Bauhaus in Weimar. Sie war Fotografin, Modemacherin, Übersetzerin, Essayistin, Journalistin und gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

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Kundenrezensionen

  • Starker Tobak! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Daniel Erni, am 06.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Die Gesänge des Maldoror“ zelebriert das Böse: Der Titelheld rebelliert gegen Gott, Christus wird zum Vergewaltiger und es gibt Phantasien über Sex mit Seeungeheuern. Gewalt, Mord und Zersetzung sind wichtige Themen. Was diesen Vorläufer der surrealistischen Literatur so einmalig macht, ist die Tatsache, wie es Lautréamont gelingt, das Böse und Abstossende derart schön und entzückend erscheinen zu lassen und uns Leser auch rund 150 Jahren nach dem erstmaligen Erscheinen dieses Buches zum Nachdenken über gängige Moralvorstellungen zu motivieren. – Starker Tobak!

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  • Das verbotenste Buch des 19. Jahrhunderts! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Zitronenblau, am 05.10.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lautreamonts einzig vollendetes Werk handelt von den Gesängen des Maldoror... Den Inhalt widerzugeben, sprengt hier eindeutig den Rahmen. Es sei nur soviel gesagt, dass diese Dichtung böser Natur ist... So wandelt die Inkarnation des Bösen umher und zeigt Gott alles Schlechte des Menschen auf, um diesen vors Tribunal der Wahrheit zu stellen, um ihm seinen Schöpfungsfehler vor Augen zu führen. Lautreamont gilt als Urvater des Surrealismus/Symbolismus neben Rimbaud und Baudelaire... Daher darf der Lesende hier ein sehr sprachgewaltiges Epos erwarten, dass von allen Übeln spricht, sodass letztlich zwar eine ästhetisch anmutende Dichtung den diesen umgarnt, ihr Inhalt ihn aber ins Abgrundtiefe zerrt... Leicht ist dieses Buch daher nicht, aber wer beispielsweise die Pervertierung der Dichtung einer Ästhetisierung des Sadistischen zu schätzen weiß - aus rein künstlerischer Perspektive wohlbemerkt - dürfte an diesen Gesängen seine Freude haben...

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