Die Abwracker
von Hans-Olaf Henkel

Die Abwracker

Wie Zocker und Politiker unsere Zukunft verspielen

  • Erschienen: Dezember 2009
  • Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
  • ISBN-10: 3-453-16829-1
  • EAN: 9783453168299
  • Einband: gebunden
  • Erschienen bei: Heyne
  • Seitenzahl: 256
  • Gewicht: 402 g
  • Sprache(n): Deutsch
  • Ausstattung: 22 cm

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Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht


Es war einmal eine Krise. Doch schnell ist der Staat in die Rolle des Retters geschlüpft. Ist nun wieder alles gut?


Die Politik tut so, als habe sie alles im Griff - dabei hat sie weiter keine Idee, als mit vollen Händen das Geld herauszuwerfen: Mit Milliarden wird ein Rettungsschirm aufgespannt über Banken und Unternehmen, als gäbe es kein Morgen. Aber die Folgen dieses Aktionismus werden uns unausweichlich einholen.


Schonungslos beschreibt Hans-Olaf Henkel, wer versagt hat und warum. Und sagt: Höchste Zeit zum Gegensteuern! Denn: Verglichen mit dem Sturm, der uns bevorsteht, war die Finanzkrise nur eine leichte Bö.


Hans-Olaf Henkel
Hans-Olaf Henkel, Jahrgang 1940, arbeitete über dreißig Jahre bei IBM, zuletzt als Europachef. Von 1995 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, heute ist er Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine Autobiografie 'Die Macht der Freiheit' landete auf Platz 3 der Spiegel-Jahresbestsellerliste 2001.§

"Nie würde ich auf die Idee kommen, Investmentbanker auf eine Stufe mit wirklichen Unternehmern zu stellen."Hans-Olaf Henkel"Henkel spricht aus, was deutsche Wirtschaftsführer und Politiker sich nicht zu sagen trauen."FAS"Die Weltwirtschaftskrise wurde nicht durch die Gier oder dieses oder jenes Laster ausgelöst, sondern durch das Gegenteil, den unbedingten Willen zur Tugend, zum Gutmenschentum."Hans-Olaf Henkel

Mit diesem Buch betrete ich Neuland. Ich möchte über die Wirtschaftkrise sprechen, die unser Leben verändern wird wie noch keine zuvor - und zwar aus ganz persönlicher Warte: Ich werde berichten, wie ich die Krise als Privatmann und als Aufsichtsratsmitglied großer Unternehmen erlebt habe. Die subjektive Innenansicht einer Katastrophe.
Damit verlasse ich den objektiven Beobachterposten, den ich in meinen letzten Büchern eingenommen habe. Ich beschreibe das, was ich selbst erlebt oder erfahren habe. Statt minuziös die Abläufe darzustellen, die zum Crash führten, versuche ich, dem Leser die Dramatik des Geschehens zu vermitteln. Nicht nur das, was sich abspielte, will ich schildern, sondern auch, wie Akteure und Betroffene es erlebt haben.
Wir begegnen dabei Menschen, die aus Naivität und Vertrauensseligkeit Milliardenwerte vernichteten. Und anderen, die dies offenen Auges betrieben, die bewährte Finanzstrukturen zerrütteten und die Wirtschaft in Schieflage brachten. Dazu gehören nicht nur die Zocker, die sich nicht an Regeln hielten, sondern auch die Politiker, die ihnen mit falschen Regeln in die Hände spielten. Weil sie Bewährtes, das ihnen anvertraut war, leichtfertig zerstörten, bezeichne ich auch sie als Abwracker.
Aber ich möchte nicht nur beschreiben, was mir während dieser Krise aufgefallen ist. Ihre Ursachen müssen deutlich benannt werden, und - um dies vorweg zu sagen - ich bin auf andere Ursachen gestoßen als jene, die täglich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Und auch der Weg, der nach meiner Überzeugung aus der Krise herausführt, ist ein anderer als der, den die Politiker augenblicklich beschreiten. Sie scheinen auf Zeit zu spielen und übersehen dabei, dass uns keine Zeit mehr bleibt.
Zugegeben, wir haben uns an die Krise gewöhnt. Seit zwei Jahren wissen wir, dass die Weltwirtschaft aus den Fugen geraten ist, und seit über einem Jahr können wir auch bei uns die Folgen beobachten: Firmenpleiten, wachsende Arbeitslosigkeit, ein Schuldenhimalaya, der seine Schatten bis in die fernste Zukunft wirft. Wir haben uns daran gewöhnt, wie an die Erklärung, die uns für die Krise gegeben wird, und an die Maßnahmen, die man dagegen ergreift. Geduldig wie ein Kranker, der auf seinen Arzt vertraut, nehmen wir die tägliche Verschlimmerung unseres Zustandes hin und hoffen, dass uns der Arzt die richtigen Rezepte verschreibt.
Ich bezweifle, dass diese Hoffnung berechtigt ist. Denn im Fall der Wirtschaftskrise gibt es kaum gute Ärzte, die etwas von ihrem Fach verstehen, sondern nur eine Menge Leute, die uns ihre Erklärungen aufschwatzen wollen, damit wir ihnen ihre Rezepte abkaufen: Da sind die Politiker, die sich den Wählern von morgen verpflichtet fühlen, aber auf die Schuldner von übermorgen keinen Gedanken verschwenden. Da sind die Ideologen, die längst widerlegte Patentlösungen anbieten und ihr vorgeprägtes Weltbild auf jede Lage anwenden, ob es nun passt oder nicht. Und da sind die Intellektuellen, die sich in der Rolle der moralischen Instanz gefallen und lieber leidenschaftlich verurteilen als nüchtern beurteilen.
Aber zum Gesundbeten und Salbadern bleibt uns keine Zeit. Die Weltwirtschaft ist krank, schwer krank. Was bisher unternommen wurde, glich allenfalls der Ersten Hilfe, die man einem Unfallopfer gibt: Wie der Notarzt eine Beruhigungsspritze verabreicht, hat man staatliche Garantien gegeben; wie er eine Bluttransfusion vornimmt, hat man den Banken Liquidität zugeführt; und wie er Amputationen durchführt, um den restlichen Körper zu retten, hat man Giftpapiere in Bad Banks ausgelagert. Niemand würde auf die Idee kommen, all dies als echte Therapie zu bezeichnen.
Wer sich nicht mit Valium und Symptombehandlung abspeisen lassen will, der braucht einen guten Arzt. Bevor der überhaupt mit der Behandlung beginnt, wird er untersuchen, unter welcher Krankheit sein Patient leidet und wodurch sie ausgelöst wurde. Er wird eine Anamnese erstellen, also die Vorgeschichte

Erschienen bei: Heyne
Sprache(n): Deutsch

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"Gut gemeint ist nicht gut gemacht",

von Thomas Brinkmann aus Bielefeld (11.02.2010)


Naive amerikanische Politiker und geldgierige deutsche Vorstände haben die Finanzkrise verursacht.
So könnte man Hans-Olaf Henkels Buch sehr verkürzt und polemisch zusammenfassen. In Wirklichkeit schafft es Hans-Olaf Henkel die Ursachen und Auswirkungen der jüngsten Finanzkrise mit selbst erlebten Beispielen anschaulich zu beschreiben. Henkel sucht die Anfänge bereits in den siebziger Jahren in den USA. In der Folge berichtet er aus seinen zahlreichen Aufsichtsrat- und Vorstandsmandaten. Hier erfahren wir welche eklatanten Fehler in Wirtschaft und Politik gemacht wurden. Sein Vorschlag eine "Hall of Shame" zu eröffnen beschließt ein lesenswertes Buch.

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"Die Krise - Grundlagen",

von Karin Harmel Top 100 Rezensent aus Bielefeld (01.02.2010)


Nach dem Lesen des Buches hatte ich das Gefühl, doch einiges mehr über die Gründe der Krise 2009 verstanden zu haben. Henkel schafft es mit sehr persönlichen Beispielen (z.B. den Kauf eines Hauses in Amerika zu Beginn des Immobilienbooms) Ursachen und Fehlentscheidungen, die aus seiner Sicht zur Krise führten, diese dadurch nachvollziehbar zu erklären. Das was mit Amerika begann, kann er dann aus seiner Arbeit in vielen Aufsichtsräten auch für die deutschen Verhältnisse gut erklären - bis hin zu den doch sehr düsteren Aussichten. Denn die Krise ist noch längst nicht vorbei!!! Das Einzige, was ein wenig stört, ist seine häufige Polemik gegen Politiker (die sicher so einiges verbrochen haben) und das allzu häufige Benutzen von Schlagworten wie "Gutmensch", "Gutmenschentum". Das hätte nicht sein müssen.

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"Wirtschaft transparent gemacht",

von einer Kundin/ einem Kunden aus Goldbach (29.12.2009)


Wollten Sie nicht endlich einmal die Finanzkrise verstehen?
Heinz Olaf Henkel beschreibt die internationale Finanzkrise aus seiner Sicht: nüchtern, einfach, plausibel und für jeden verständlich. Er schildert anhand selbst erlebter Ereignisse – teils als Privatmann, der in den USA lebte, teils als Aufsichtsrat verschiedener Konzerne und Organisationen seine Sicht der Dinge. In vielen Fällen berichtet er aus Insidersicht.
Es wird klar, wie Politiker zwar in bester Absicht aber oft ohne Fachwissen gutgläubige Kreditnehmer in die Überschuldung locken, wie gierige Banker versuchen, am amerikanischen Immobilienmarkt Gewinne zu machen und wie Manager durch Großmannssucht groteske Fehlentscheidungen treffen. Dabei bleibt es nicht bei der Schilderung allgemeinen Verhaltens, sondern die Namen und Fakten kommen „auf den Tisch“. So sieht manch bekannter Konzern-Lenker am Ende alt aus.
Viele der in jüngster Zeit bekannt gewordenen Skandale – wie z. B. IKB/KfW, Schaeffler/Conti, Co-Bank/Dresdner-Bank, GM/Opel, Landesbanken und andere werden aus der Sicht eines Beteiligten kritisch bewertet.
Doch Henkel wäre nicht Henkel, wenn er nur anprangern würde. Am Schluss präsentiert der Autor dreizehn konkrete Vorschläge, wie aus den Fehlern der Vergangenheit mit Hilfe der Marktwirtschaft sinnvoll reagiert werden kann – wenn die Entscheider den Mut dazu hätten.
Eine insgesamt sehr lesenswerte Lektüre, an dessen Ende kein Happy End steht, denn die Entscheidungsträger sind dabei, die nächsten Fehler zu machen….

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"Griechen lest Henkel",

von Jens Großkopf aus Braunschweig (Hutfiltern) (18.12.2009)


Was in Griechenland als Staats- und Wirtschaftskrise zur Zeit offenbar wird. Bei Hans-Olaf Henkel kann man es schon nachlesen. Der Visionär und Fachmann Henkel nimmt kein Blatt vor den Mund und redet nichts schön. Hart und unerbittlich wirkt er wie ein Mahner auf die politische Klasse. Hoffentlich reicht es zu mehr, als zu einer Ruck-Rede. Politiker müssen umdenklen!
Gut, dass es in Deutschland solche aufrechten Menschen gibt.Wähler, bildet Euch weiter, mit Henkel.

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