Tagebuch einer Reise mit Alexander von Humboldt

Tagebuch einer Reise mit Alexander von Humboldt

Durch Hessen, die Pfalz, längs des Rheins und durch Westfalen im Herbst 1789

von Konrad Beikircher

Musik

Genre: Pop

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Während in Paris die Revolution tobt, die Menschenrechte ausgerufen werden und der Sturm auf Versailles stattfindet - Ereignisse, die ganz Europa umkrempeln sollten -, reisen der zwanzigjährige Alexander von Humboldt und sein Freund Steven Jan van Geuns (22) im Herbst 1789 sechs Wochen lang durch Deutschland. Während der letzte große Universalgelehrte Europas naturhistorische Interessen verfolgte, war sein Freund, der junge Arzt van Geuns, neben der Wissenschaft an Land und Leuten, kuriosen Persönlichkeiten und Städten interessiert. Er schrieb auf dieser Reise in sein Tagebuch, warum die Studenten in Giessen so viel trinken oder wie abergläubisch, intolerant und faul die Kölner sind. Das alles auf solch anschauliche Weise, dass wir meinen, neben den beiden auf dem Kutschbock zu sitzen. Konrad Beikircher stellt nicht so sehr den wissenschaftlichen Aspekt dieser legendären Reise vor, sondern die Kuriositäten und den außergewöhnlichen Alltag der Menschen in den bereisten Städten.

Produktdetails

EAN: 9783941168459
Erschienen: 09.09.2011
Medium: CD
Spieldauer: 75 Minuten
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Konrad Beikircher

Konrad Beikircher, geboren 1945 in Südtirol, studierte Psychologie und Musikwissenschaften in Bonn. Im ersten Leben Psychologe in einer Jugendstrafanstalt, seit 1986 freiberuflicher Kabarettist, Musiker, Moderator, Regisseur und Autor. Zahlreiche Rundfunk- und TV-Auftritte, CD- und Buchveröffentlichungen.

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  • Ein Holländer am Rhein Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Volker M., am 23.11.2011

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: Hier geht es nicht um Humboldt. Alexander von Humboldt war nur einer von mehreren Reisebegleitern des Jan van Geuns, einem niederländischen Medizinstudenten, der im Sommer des Jahres 1789 eine Deutschlandreise machte und dabei ein überaus interessantes und lebendiges Reisetagebuch schrieb. Ich muss gestehen, dass ich als eingefleischter Humboldianer anfangs etwas enttäuscht war, dass mein Idol nur eine Fußnote in diesem Reisebericht einnimmt, aber diese Enttäuschung war schnell verflogen. Van Geuns ist ein scharfer Beobachter und schreibt mit spitzer Feder, die Scheinheiligkeit und moralischen Defizite der Obrigkeiten genüsslich sezierend. Ob das nun der einem guten Tropfen immer ergebene Universitätsprofessor, ein Landesherr, der seine Untertanen als Soldatensklaven verkauft oder die Kirche ist, die mit ihren Ländereien gute Geschäfte macht, während die Pächter in bitterer Armut leben. In Paris tobt die Revolution. Die in Deutschland wird noch ein halbes Jahrhundert auf sich warten lassen. Noch steht Deutschland erst an der Schwelle zur Neuzeit.
    Ende des 18. Jahrhunderts begann sich die literarische Form der Reiseberichte grundsätzlich zu verändern. Während frühere Schilderungen meist sehr faktenorientiert waren, tritt in der Aufklärung das persönlich Erlebte in den Vordergrund, der Mensch und seine Lebensumstände wird zum Thema. Das lässt sich auch in Jan van Geuns Tagebuch sehr schön beobachten und das ist auch der Grund, warum die Beschreibung so überaus lebendig wirkt - neben dem Umstand, dass Konrad Beikircher mit hörbarer Begeisterung und viel stimmlichem Einsatz liest. Es ist ein absolut empfehlenswertes Hörbuch, auch wenn Alexander von Humboldt hier ausnahmsweise nur eine unbedeutende Randfigur ist.

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    von Volker M., am 23.11.2011

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: Hier geht es nicht um Humboldt. Alexander von Humboldt war nur einer von mehreren Reisebegleitern des Jan van Geuns, einem niederländischen Medizinstudenten, der im Sommer des Jahres 1789 eine Deutschlandreise machte und dabei ein überaus interessantes und lebendiges Reisetagebuch schrieb. Ich muss gestehen, dass ich als eingefleischter Humboldianer anfangs etwas enttäuscht war, dass mein Idol nur eine Fußnote in diesem Reisebericht einnimmt, aber diese Enttäuschung war schnell verflogen. Van Geuns ist ein scharfer Beobachter und schreibt mit spitzer Feder, die Scheinheiligkeit und moralischen Defizite der Obrigkeiten genüsslich sezierend. Ob das nun der einem guten Tropfen immer ergebene Universitätsprofessor, ein Landesherr, der seine Untertanen als Soldatensklaven verkauft oder die Kirche ist, die mit ihren Ländereien gute Geschäfte macht, während die Pächter in bitterer Armut leben. In Paris tobt die Revolution. Die in Deutschland wird noch ein halbes Jahrhundert auf sich warten lassen. Noch steht Deutschland erst an der Schwelle zur Neuzeit.
    Ende des 18. Jahrhunderts begann sich die literarische Form der Reiseberichte grundsätzlich zu verändern. Während frühere Schilderungen meist sehr faktenorientiert waren, tritt in der Aufklärung das persönlich Erlebte in den Vordergrund, der Mensch und seine Lebensumstände wird zum Thema. Das lässt sich auch in Jan van Geuns Tagebuch sehr schön beobachten und das ist auch der Grund, warum die Beschreibung so überaus lebendig wirkt - neben dem Umstand, dass Konrad Beikircher mit hörbarer Begeisterung und viel stimmlichem Einsatz liest. Es ist ein absolut empfehlenswertes Hörbuch, auch wenn Alexander von Humboldt hier ausnahmsweise nur eine unbedeutende Randfigur ist.

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1. Reise von Göttingen nach Kassel, 24. September
2. Von Kassel nach Marburg
3. Aufenthalt in Marburg, den 26. September
4. Abreise nach Giesen und Aufenthalt dort, den 27. September
5. Aufenthalt in Frankfurt am Main, 29. September bis 2. Oktober
6. Aufenthalt in Mannheim, den 9. bis 11. Oktober
7. Aufenthalt in Mainz, den 15.-16. und 17. Oktober
8. Reise auf dem Rein von Mainz nach Bonn, den 18., 19. und 20. Oktober
9. Die Stadt Bacharach...
10. Die Stadt Andernach...
11. Köln und Aufenthalt dort, den 21. und 22. Oktober
12. Schlussbemerkung von Steven Jan van Geuns über einige Züge des Charakters der Deutschen
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