Lumpenroman

Lumpenroman

Roman

von Roberto Bolano

Buch

gebunden (109 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der letzte Roman, den Roberto Bolano vor seinem Tod in Spanien schrieb, gehört zu seinen vollendetsten Werken. Voller Melancholie und Finsternis, ist er eine brillante Satire auf unsere von Trash und Gewalt dominierte Kultur der Gegenwart. Schauplatz ist Rom, wo sich Bianca und ihr Bruder mit den schäbigsten Jobs durchschlagen. Ihre Freizeit verbringen sie mit Pornofilmen und Quizshows - bis eines Tages der Plan reift, den Tresor von Maciste zu knacken, einem erblindeten Bodybuilder und B-Star aus den fünfziger Jahren. Um den Safe auszukundschaften, gibt sich Bianca Nacht für Nacht dem glatzköpfigen Muskelprotz hin. Doch als das Verbrechen vergeblich scheint, dreht sie schließlich den Spieß um. Die erste Auflage des Buches erscheint wieder in bibliophiler Ausstattung.

Produktdetails

ISBN-10: 3-446-23546-9
EAN: 9783446235465
Originaltitel: Una novelita lumpen
Erschienen: 16.08.2010
Verlag: Hanser
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 109
Gewicht: 277 g
Übersetzer: Christian Hansen
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Roberto Bolano

Roberto Bolaño wurde 1953 in Santiago de Chile geboren. Mit 13 zog die Familie nach Mexiko City, wo er das Leben eines wilden Poeten führte. 1973 kehrte nach einer langen Busreise nach Chile zurück, um Allende zu unterstützen, geriet ins Gefängnis und kam erst nach Monaten nach Mexiko zurück. Später beginnt er in Spanien mit dem Schreiben von Romanen, um seine Familie durchzubringen. 2003 starb er, als er auf eine Lebertransplantation wartete und gerade an seinem Meisterwerk 2666 arbeitete.

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Buchhändlertipps

  • kurz und knapp

    von Iren Künzli, am 24.04.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Gallen

    Die Geschichte erzählt das triste Leben und die Träume zweier Geschwister in Rom, die als Waisenkinder ziemlich heruntergekommen leben. Bolaño erzählt in einer knappen und kalten Art, die einerseits eine Traurigkeit hervorruft, jedoch kein Mitleid verspüren lässt.
    Ein sehr kurzer Roman, der den eigenen Gedanken sehr viel Platz überlässt.

Kundenrezensionen

  • lass dich nicht lumpen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bianca Dobler, am 03.12.2011

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    Nach dem tödlichen Unfall der Eltern schlagen sich Bianca und ihr Bruder in Rom mit schäbigen Jobs durch. Wenn die Geschwister nicht arbeiten, sitzen sie in Erwartung besserer Zeiten vor dem Fernseher. Bis eines Tages zwei Kumpane des Bruders einen Plan schmieden: Bianca soll den Tresor des erblindeten Maciste, eines einstigen Bodybuilders und Stars aus alten Gladiatorenfilmen, in seiner Villa ausfindig machen. Eine Nacht nach der anderen gibt sich Bianca dem glatzköpfigen Muskelprotz hin. Doch langsam wächst in ihr der Verdacht, dass dieser Tresor vielleicht gar nicht existiert. Schließlich sinnt Bianca auf Rache und versucht ihre Ausbeuter in eine grausame Falle zu locken ...

    Ein Urteil über Gut oder Schlecht wage ich hier nicht zu fällen, weil schon die unzähligen Diskussionen davon zeugen, wie großartig dieses Buch ist - je nachdem wieviel drüber gestritten wird,....
    Mir hat es gefallen.

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  • Das Leben nimmt, das Leben gibt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Conny Hannesschläger, am 05.10.2010

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    Du bist jung und unschuldig,
    Dem Leben würdig-
    Dann kommt das Schicksal,
    Und das Leben wird Qual.
    Du hattes Träume-
    Jetzt sind sie Schäume.
    Du wolltest lieben und leben-
    Jetzt nur noch aufgeben!
    Trostlos und ausweglos
    Rastlos
    Doch das Schicksal
    Ist nicht immer Qual.
    Das trübste Leben
    Kann dir auch wieder Mut geben...

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  • Ungeschminkt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefanie Strachotta, am 20.09.2010

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    Ein sehr kurzer Roman ohne Höhepunkte. Dennoch bringt Bolaño das Leben in der Krise und die vorherrschende Traurigkeit durch seine eigene Sprache nahe. Das rettet den Roman, aber ein Meisterwerk ist er dadurch trotzdem nicht. Schönes Cover und kurzweilige Unterhaltung.

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  • Es lohnt sich hieinzudenken... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Flemming Behrends, am 01.09.2010

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    Für die Einen eine juvenile Lapalie,
    Für die Anderen das,was zwischen Komma und Punkt das Magische ausmacht.

    Ich wünsche Ihnen das Etwas in diesem Büchlein zu finden.

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  • Vom Warten auf die Tränen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Rudy Sturmer, am 28.07.2010

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    „Ich verzehrte mich. Ich arbeitete, kaufte ein, kochte, sah fern, begleitete meinen Bruder in Videotheken. In manchen Nächten schaute ich aus dem Fenster, und die Nacht strahlte wie heller Tag.“ So zieht das Leben einer jungen Frau, die mit ihrem Bruder zusammen lebt und die Eltern bei einem Autounfall verloren hat, vorbei. Graue Tage, man hat gerade das Nötigste zum Überleben. Und eines Tages bringt der Bruder zwei Männer mit nach Hause, die ein Verbrechen planen, in dem die junge Frau eine nicht unmaßgebliche Rolle spielen soll.
    Man sollte Romanen, die, von Intellektuellen verfasst, in schnellen Bildern vom Leben der Unterprivilegierten und Kriminellen erzählen, immer misstrauen. Unecht und aufgesetzt wirken diese Streifzüge in eine für Außenstehende unwirkliche Welt. Aber dieser Roman ist keine Milieustudie, auch will er nicht für sozial Benachteiligte sprechen. Im Grunde ist es die Geschichte einer Trauer oder Traurigkeit, der die Hauptfigur nichts, vor allem aber keine Tränen, entgegenzusetzen hat.

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