Sire, ich eile

Voltaire bei Friedrich II. Eine Novelle

von Hans Joachim Schädlich

Buch

gebunden (143 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Enttäuscht vom Desinteresse des Versailler Hofes, erschüttert vom Tod seiner geliebten Émilie du Châtelet, gibt Voltaire 1750 dem Drängen des preußischen Königs nach: der 56-Jährige geht an den Hof des um achtzehn Jahre jüngeren Friedrich. Anders als Émilie hält er an der Wunschvorstellung fest, der König sei der Philosoph auf dem Thron. Friedrich, der den berühmten Franzosen seit 1736 in Briefen umwirbt, verspricht sich von Voltaires Aufenthalt in Potsdam und Berlin nicht nur die Mehrung seines Ruhmes. Er hofft auf einen geistvollen Gesprächspartner und auf einen Korrektor seiner eigenen poetischen und philosophischen Schriften. Bald erweist sich, dass Voltaire und Friedrich nach Temperament und Lebensgewohnheiten unverträglich sind. Es kommt zum Bruch.

Voltaire ist in Gefahr, er will fort und macht sich auf die Reise. Die preußischen Beauftragten in der Freien Reichsstadt Frankfurt aber halten ihn auf Befehl Friedrichs fest: Er wird unter Hausarrest gestellt, sein Gepäck wird beschlagnahmt, er erfährt Erniedrigung und Willkür. Friedrich und Voltaire sehen sich nie wieder. Hans Joachim Schädlich führt mit äußerster Verknappung, jedoch historisch präzise, nicht nur die Unvereinbarkeit von freiheitlichem Geist und absolutistischer Macht vor Augen er rückt auch Voltaires berühmte Gefährtin Émilie du Châtelet ins Bild und eine große aufgeklärte Liebe.

Produktdetails

Verkaufsrang: 26.935
ISBN-10: 3-498-06416-9
EAN: 9783498064167
Erschienen: 16.01.2012
Verlag: Rowohlt Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 143
Gewicht: 260 g
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Hans Joachim Schädlich

Hans-Joachim Schädlich, geboren 1935 in Reichenbach (Vogtland), studierte Gemanistik in Berlin und Leipzig und promovierte mit einer Arbeit über "Die Phonologie des Ostvogtländischen" (1966). Von 1959 bis 1976 war er an der Ostberliner Akademie der Wissenschaften tätig, anschließend als freier Übersetzer. In der DDR nicht veröffentlicht und als Unterzeichner der Biermann-Resolution attackiert, konnte Schädlich im Dezember 1976 ausreisen. 1988 Literaturpreis für Kurzprosa, Hamburg, Thomas-Dehler-Preis 1989, 1992 Johannes-Bobrowski-Medaille Berlin und Heinrich-Böll-Preis Köln. 1988 Brüder-Grimm-Gastprofessur an der GHS Kassel. Mitglied der Dt. Akademie für Sprache und Dichtkunst. 2011 wurde Hans-Joachim Schädlich mit dem "Joseph-Breitbach-Preis" für sein literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

  • Die Philosophen undter sich-oder auch nicht!? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Küpper, am 13.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Voltaire hatte sich so sehr einen philosophischen Seelenverwanten gewünscht, doch der vermeindliche Freund entpuppte sich als ... naja, was war Friedrich II ? besitzergreifent, ein bißchen größenwahnsinnig, eitel ? entscheiden Sie selbst :-)

    Der Autor verzichtet in seinem Text auf nahe zu alle Schnörkel und doch ist das Buch so voller Charm.

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