Freiheit

von Vorwort Jonathan Franzen

Buch

gebunden (730 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Patty und Walter Berglund Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbstrenovierten viktorianischen Villa in St. Paul geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug.
In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein großes Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen von Freiheit dem Lebensnerv
der westlichen Kulturen und auch dem Gegenteil von ihr, zeigt er die tragikomischen Verwerfungen zeitgenössischer Liebe und Ehe, Freundschaft und Sexualität. "Freiheit" ist
ein bedeutsames Buch über unser Leben in einer immer unübersichtlicher und fragiler werdenden Welt.

Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 04.10.10
Mit Die Korrekturen hat sich Jonathan Franzen einst auf die Bestsellerlisten der Welt katapultiert. Auch mit dem später veröffentlichten Roman Schweres Beben konnte er begeistern. Und nun hat er mit Freiheit wieder einen großen Wurf gelandet, wie einst mit Die Korrekturen. In Freiheit erschafft Franzen Bilder von Menschen, die so detailliert und ausdrucksstark sind wie große Kunstwerke. Er gewährt intime Einblicke in eine amerikanische Familie der Mittelschicht, die den Leser ans Buch fesseln. Franzen beherrscht dabei die leisen wie die lauten Töne gleichermaßen. Das alles ist eindringlich geschrieben und bestechend scharf beobachtet. Ein Gesellschaftsroman der Extraklasse. Gönnen Sie sich diese Freiheit des Lesens.

Produktdetails

Verkaufsrang: 27.020
ISBN-10: 3-498-02129-X
EAN: 9783498021290
Erschienen: 08.09.2010
Verlag: Rowohlt Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 730
Länge/Breite: 221mm/157mm
Gewicht: 975 g
Übersetzer: Frank Günther (Übersetzung William Shakespeare Das Wintermärchen), Eike Schönfeld, Bettina Abarbanell
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Vorwort Jonathan Franzen

Jonathan Franzen is winner of the 2001 National Book Award for fiction. He lives in New York City.

Eike Schönfeld

Eike Schönfeld, Jahrgang 1949, übersetzt seit rund zwanzig Jahren englischsprachige Literatur, darunter Werke von J. Eugenides, H. Fielding und J.D. Salinger. Für den marebuchverlag hat er zuletzt David Thomsons Seehundgesang ins Deutsche übertragen. 2004 wurde ihm der Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis verliehen. Er lebt in Hamburg.

Bettina Abarbanell

Bettina Abarbanell wurde 1961 geboren. Sie hat Jonathan Franzen, Scott F. Fitzgerald und für den marebuchverlag Denis Johnsons Train Dreams und Kirsty Gunns Der Junge und das Meer ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Potsdam.

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Buchhändlertipps

  • Wieviel Freiheit ist zumutbar? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katrin Schamaun, am 10.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Gallen

    Im Zentrum dieses grossen Romanes stehen Patty und Walter Berglund mit ihren zwei Kindern Jessica und Joey. Eine glückliche, linksliberale Familie, die -zumindest auf den ersten Seiten - das Leben einer perfekten amerikanischen Vorzeigefamilie zu führen scheint.

    Das Familienidyll bekommt aber schnell Risse. Patty setzt sich intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinander, wird depressiv und verfällt dem Alkohol. Umweltaktivist Walter erliegt einem unmoralischen Angebot der Kohleindustrie. Joey, der Sohn, verlässt das Haus im Streit und verstrickt sich später hoffnungslos in dubiose Geschäfte im Irakkrieg.

    Ausserdem gibt es noch Richard, einen unsteten Rockstar, der langjährige Vertraute von Walter und die heimliche Begierde von Patty.

    Ein Buch, das in die Tiefe geht. Ein Buch, für das zehn Minuten Lesezeit pro Tag nicht reichen. Ein Buch, in dem man am liebsten stundenlang versinken möchte.

Kundenrezensionen

  • Lesegenuss! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Johanna Richter, am 14.08.2011

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    Amerika die letzten 30 Jahre geschildert durch Familienschicksale. Im Vordergrund steht die Familie Berglund, nach außen scheint alles in Ordnung. Patty, die Mutter, ehemalige Sportlerin, heiratet den Mann der ihr Sicherheit geben kann, verliebt ist sie aber in den Freund des Mannes, einen Musiker.
    Die Kinder gehen ihre eigenen Wege, die Mutter beginnt später ein Verhältnis mit dem Musiker, der Mann ist politisch & ökologisch engagiert und hat keine Ahnung. Amerika wird mit dieser Familie und den politischen Ereignissen gezeigt, der Drang nach Freiheit auf verschiedene Weise. Genial geschrieben, ein Lesegenuss!

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  • Familienroman und Epochenpanorama Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Hack, am 24.05.2011

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    Im Zentrum des Romans "Freiheit" steht die Familie Berglund, Patty Berglund, eine frustrierte Hausfrau, ihr Ehemann Walter, ein verklemmter Weltverbesserer, ihr Sohn Joey, ein Jung-Karrierist, und der gemeinsame Freund Richard Katz, ein Frauen aufreißender Rockmusiker; “Freiheit” beschreibt ihr Leben über Jahrzehnte hinweg.
    Man wird mit so vielen, teilweise urkomischen, Einzelheiten aus dem Leben der Berglunds und ihrem Umfeld konfrontiert, dass das Buch immer wieder aufs Neue fasziniert.
    "Freiheit" ist aber nicht nur ein Familienroman, sondern befasst sich auch mit Themen wie z.B. dem Missbrauch von Ökoprojekten und dem Zusammenspiel des US-Militärs mit kriminellen Waffenlieferanten.
    Dieses Buch ist eine mitreißende,aufwühlende und sehr unterhaltsame Lektüre; es fiel mir schwer, mich nach 730 Seiten von den Berglunds zu verabschieden.

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  • Blick in die Seelen des Bildungsbürgertums Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.03.2011

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    Jonathan Franzen blickt tief in die Seelen des US-amerikanischen Bildungsbürgertums. Die Personen sind meist keine Sympathieträger, aber irgendwie leidet man doch auch mit ihnen. Ob das versöhnliche, wahlweise kitschige Ende sein musste, bleibt dahingestellt.

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  • Bestes Franzen Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.03.2011

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    Freiheit ist noch einmal besser als sein bereits sehr guter Vorgänger Korrekturen. Die Personen sind exzellent entwickelt und die Geschichte ist sehr unterhaltsam.

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  • Der beste Roman 2010 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 21.03.2011

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    Franzen bietet in seinem neuen Roman ein umfassendes gesellschaftliches Panorama der letzten Jahrzehnte. "Freiheit" steht den "Korrekturen" in nichts nach - ein fantastisches Buch.

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  • Der Pappelwaldsänger schweigt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 20.03.2011

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    oder: Das quälende Bewusstsein der grundlegenden Besch*ssenheit der Welt

    Jonathan Franzen war zu Gast bei Oprah Winfrey, bei den Simpsons und der amerikanische Präsident lässt sich seine Bücher in den Urlaub nachschicken.
    Neun Jahre nach den KORREKTUREN erzählt Franzen wieder einen Familienroman. Diesmal stellt er eine liberale, politisch aufgeklärte, ökologisch engagierte Familie in den Mittelpunkt. Die Geschichte der Familie Berglund. Prototypen der heilen Welt.
    Für Patty ist das Paradies eine Grünanlage, in der sich benachteiligte Kinder aufhalten und auf Staatskosten künstlerisch betätigen können. Man selbst hat ja alles! Sie heiratet den nettesten Mann in Minnesota, bezieht mit ihm ein größeres, schöneres und teureres Haus als irgendwer sonst in der Familie und bekommt möglichst schnell Kinder.
    Ihr Mann Walter, ein Unwelt-Aktivist mit Weltrettungsambitionen und bekennender Feminist, akzeptiert ihr ganzes Heim- und Herdprogramm vorbehaltlos. Er liest anspruchsvolle Romane, ist aber auch in der Lage Tischlerarbeiten auszuführen und Vögel an ihrem Gesang zu erkennen.
    Die wöchentlichen dreißig Minuten sexuellen Stresses stellen eine chronische, aber geringfügige Unannehmlichkeit dar. Frei nach ICH HASSE DICH VERLASS MICH NICHT.
    Und ihre Kinder, Jessica und Joey, scheinen ein normales Leben zu führen.
    Doch hinter der bürgerlichen Fassade lauern unerfüllte Sehnsüchte und Abgründe.
    Patty hatte lange gebraucht, um so alt auszusehen, wie sie war. Ihr Teint ein einziger Chardonnay-Klecks. Es war kein Alkoholismus, sondern Notwehr. Nur noch ein Haufen Nervenzellmasse, selbstmitleidig, depressiv; Patty, die einst erfolgreiche Basketballspielerin.
    Walter tritt zur Gegenseite über und lässt sich mit der Kohleindustrie ein und wird zum wütenden Spinner.


    Jonathan Franzen, sein Stoff ist das Drama der Freiheit und das Drama der Familie, Stoff, aus dem der Alltag besteht. Der Roman deklariert Freiheit in allen möglichen Formen und zeigt uns die Tyrannei zu vieler Möglichkeiten all unserer Freiheiten.
    Franzen seziert das quälende Leben in den Vororten des Mittelstandes. Er führt uns vor. Wir, die Generation Flip-flops, und wir hören unser eigenes Flapp-flapp-Flappen gar nicht, weil wir all unsere Gerätschaften dabeihaben, alle haben wir unsere Kopfhörer im Ohr. Bezahlen mit Karte. Man muss dem Menschen, der einem das Wechselgeld rausgibt, keine Beachtung mehr schenken. Eine weitere Möglichkeit einen winzigen Moment einhundert Prozent cool zu sein. Man überreicht die Karte ungerührt und nimmt sie ungerührt wieder entgegen.
    In glaubhaftesten Charakteren erklärt uns Franzen das Leben. Diese Zerstückelung. Es ist wie das Internet oder das Fernsehprogramm - nirgends gibt es ein Zentrum, es gibt keine gemeinschaftliche Übereinkunft, nur noch Trillionen kleiner Fetzen Lärm, die einen ablenken. Nie können wir uns hinsetzen und ein nachhaltiges Gespräch führen, alles ist wertloser Ramsch und eine Sch**ßentwicklung. Alles Echte, alles Authentische, alles Ehrliche, das stirbt aus. Geistig und kulturell flitzen wir herum wie ziellose Billardkugeln und reagieren ziellos auf die neuesten Reize.

    Groß, wirklich groß!

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  • Irrungen und Verwirrungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Beate Müller-Egberink, am 09.02.2011

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    Wieder ein ganz großer Familien-und Beziehungsroman von Johathan Franzen.
    Von der Liebe und ihrem Scheitern, von Lebenslügen, Freiheit, Enttäuschungen und Leidenschaft, von feinen psychologischen Verästelungen - dieser Roman bietet sie alle: Die ganz großen Gefühle eben,sie werden in allen Höhen und Tiefen ausgelotet. Franzen ist ein exzellenter Beobachter, er seziert die komplexen Strukturen im zwischenmenschlichen Miteinander! Und er zeigt eines: Nicht gelebtes Leben bricht sich irgendwann Bahn mit aller reinigenden und aber auch zerstörerischen Kraft!
    Ganz, ganz großartig, unbedingt lesen!

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  • Würdiger Nachfolger Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.01.2011

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    ...der "Die Korrekturen". Franzen hat sich mit der Fertigstellung seines aktuellen Buchs "Freiheit" viel Zeit gelassen. Darin erzählt er im unverwechselbaren Stil seine Version einer altbekannten Geschichte über um eine amerikanische Familie und deren Probleme.

    Die Berglunds Patty und Walter leben mit ihren beiden Kindern Jessica und Joey in einer Villa in St. Paul. Eingebunden in die Gemeinschaft, erlebet sie ihre Umwelt als die perfekten Nachbarn. Doch plötzlich gerät diese Welt ins Wanken. Der rebellische Sohn bricht mit den liberalen Eltern und zieht bei den republikanischen Nachbarn ein. Der Vater kündigt seine Arbeit und lässt sich in der Hauptstadt mit einem zweilichtigen Industriellen ein, dem es nur vordergründig um den Schutz einer seltenen Vogelart geht. Und der Mutter wird klar, dass sie sich in ihrem Leben und ihrer Ehe selbst belogen hat und immer noch an den besten Freund ihres Mannes denkt, mit dem sie einst eine Affäre hatte.

    Franzen erzählt von den unterschiedlichen Einschnitten und Entscheidungen der einzelnen Mitglieder der Familie Berglund, die allesamt aufgrund persönlicher Freiheit getroffen wurden, in einer unübersichtlichen und neuen Welt zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

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  • Die (Un-)tiefen der menschlichen Seele Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Andrea Dippel, am 13.01.2011

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    Wie unglücklich sich Menschen machen können, wenn sie ihre geheimen Sehnsüchte, Träume und Wünsche unterdrücken, um den schönen Schein zu wahren, um sich Situationen zu entziehen oder den bequemen Weg zu wählen... Davon erzählt Franzen in seinem ihm eigenen schlichten, klaren und ehrlichen Stil, der die Abgründer der menschlichen Seele offenbart wie schon lange niemand mehr. "Freiheit" ist ein Muss für alle, die klare Wort lieben. Unbedingt lesen!

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  • Grandios, wirklich grandios... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Flemming Behrends, am 04.01.2011

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    Tja lieber Leser, ich glaube Sie sind alle zutiefst verstraut mit dem erwärmenden Gefühl, das
    Sich aus einer gewissen Unfassbarkeit speist, wenn man die letzten Zeilen eines Textes
    genossen hat, in dem man viele eigene Erlebnisse und Gedankengänge mitlebt und man
    einfach voll und ganz zufrieden, vielleicht sogar berauscht vom Lauf der Geschichte, das
    Buch zuklappt und erst mal tief durchatmen muss, um beim Ausatmen, mit einem Schmunzeln auf den Lippen, das Gelesene revue passieren lässt.

    Das und kein geringeres Gefühl hatte ich als ich mit Walther und Betty Berglund, ihren kids
    und Richard Katz ihren ganz persönlichen Werdegang in den letzten dreissig Jahren amerikanischer Geschichte durchlebte.

    Eine grobe Inhaltsangabe finden Sie ja an vorheriger Stelle, so möchte ich Sie hier in all meiner Euphorie auf ein Buch aufmerksam machen, an dem man dieses Jahr sowieso nicht vorbei kam, das Sie aber garantiert schon nach einer Hand voll Seiten in seinen Bann zieht und für den Verlauf der nächsten siebenhundert Seiten nicht mehr los lässt.

    OK manchmal möchte man schon gerne in die Geschichte einsteigen um Walther aus seiner orientierungslosen Melancholie auf geradem Wege in Richtung „vorwärts“ zu helfen., was wiederum ein Kompliment an den wunderbar eingängigen Schreibstil Franzens ist.

    Das ganze wird gekrönt von einem, für „große“ Bücher unvorstellbaren happy end.
    Mit diesem Buch wer mal wieder ein leuchtender Beweis erbracht, dass man in diesen Jahren
    Einfach nicht an den großartigen amerikanischen Autoren vorbeikommt.

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  • Freiheit - Lesen, lesen, lesen, .... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Diehl, am 03.01.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Familienidyll der Berglunds, einer mittelständischen amerikanischen Vorzeigefamilie, bekommt plötzlich Risse. Der Sohn flieht zu den proletenhaften Nachbarn, Patty Berglund perfekte Haus- und Ehefrau, verfällt dem Alkohol und lässt sich auf einen Rockmusiker ein, während ihr Mann Walter ein fanatischer Umweltschützer wird.
    Was klingt wie eine Geschichte über eine ganz gewöhnliche amerikanische Familie, entpuppt sich bei Franzen zu einem absoluten Lesehighlight. „Freiheit“ ist ein faszinierender Roman über die letzten dreißig Jahre in Amerika und zeichnet ein großartiges Porträt unserer Gesellschaft. Sprachgewaltig, ein wenig politisch und, vor allem, ein unterhaltsamer Roman, der seine Leser bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau zu fesseln vermag!

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  • Das Land der FreiZeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Rudy Sturmer, am 31.12.2010

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    Franzen schreibt nur, sagt er, wenn er etwas zu erzählen hat. Wenn eine Geschichte etwas Neues hergibt. "Wenn ich etwas zu erzählen habe", sagte er, bei der Frankfurter Buchmesse auf dem blauen Sofa sitzend, "dann schreibe ich es auf." Und das republikanische Lager lieferte in den letzten Jahren ja einiges an Gesprächsstoff. Außerdem hat sich Amerika vom vielzitierten "Land der Freiheit" zum "Land der FreiZeit" gewandelt. Das Buch erzählt auch davon. PS: Sollten Sie auf youtube das Blaue-Sofa-Interview reinbekommen, unbedingt ansehen wie Franzen mit der Stimme aus dem OFF (dem Übersetzer) in, sagen wir, "Beziehung" tritt (Franzen spricht ein recht gutes Deutsch).

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  • Unbedingt lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annette Faber, am 05.12.2010

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    "Franzen, Freiheit"gehört für mich zu den schönsten, geistreichsten und intelligentesten Büchern dieses Jahres. Man lebt und sympathisiert mit den einzelnen Personen, leidet und freut sich mit Ihnen. Wer die "Korrekturen" gern gelesen hat wird auch diesen Roman lieben. Unbedingt lesen!!

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  • Literarisches Meisterwerk über dem Umgang mit Grenzen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mirjam Berle, am 17.11.2010

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    Jonathan Franzen gehört zweifelsohne zu den ganz Großen der Literatur. Mit „Die Korrekturen“ hat er Amerikanische Literaturgeschichte geschrieben, auch ich habe das Buch damals verschlungen. Und nun „der neue Franzen“ – die Erwartungen waren hoch...

    „Freiheit“ ist keine leichte Kost, eignet sich nicht zum nebenher lesen. Man muss eintauchen in diesen Roman, damit er wirken kann – er braucht viel Zeit und Ruhe. Wenn man sich ihm hingibt, wird er zum besonderen (Lese)erlebnis, weil Jonathan Franzen einmal mehr beweist, dass er ein grandioser Beobachter und Erzähler ist. Es steckt so viel darin, daher fällt es mir unglaublich schwer, mich hier kurz zu fassen...

    „Freiheit“ ist (für mich) ein Buch über Grenzen, Grenzüberschreitungen, Grenzerfahrungen – persönliche, soziale, gesellschaftliche, geographische... Manchmal muss man Grenzen überschreiten, ausbrechen, sich Freiheiten nehmen, um weiter zu kommen, um zu erreichen, wovon man träumt. Aber mit Freiheit muss man auch umgehen können, muss dafür kämpfen, bereit sein, sich auf sie einzulassen (trotz aller Ungewissheit, die sie manchmal mit sich bringt) oder sie auch wieder aufgeben können. Und – grenzenlose Freiheit gibt es nie... Wie die Menschen (allen voran Patty) in diesem Buch mit ihren eigenen Grenz(erfahrungen) umgehen, wie sie Freiräume schaffen – für sich und für andere – und wie sie diese gestalten, daran wachsen, macht für mich das Besondere dieses Romans aus.

    „Freiheit“ ist ein grandioser und auch sehr amerikanischer Roman („Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten...“), für alle, die sich auf ein intensives, literarisches und tiefgründiges Buch einlassen möchten. Es lohnt sich!

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  • Ein Meisterwerk Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Romeo Schmidt, am 14.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Walter und Patty Berglund, die beiden Hauptakteure, symbolisieren eine amerikanische
    Mittelschichtfamilie. Sie scheinen eine vorbildliche Ehe zu führen. Doch Sohn Joey zieht
    in das Haus der Nachbarn, zu republikanischen Proleten. Walter verstrickt sich immer mehr
    in seine ökologischen Visionen. Eine Vogelart will er mit Hilfe der Kohleindustrie retten.
    Und Patty, die ehemalige Sportlerin, wird depressiv und flüchtet sich in Sehnsüchte, die
    sich auf Richard Katz, einen Musiker und Freund Ihres Mannes richten. Hier entsteht eine
    klassische Dreiecksgeschichte. Dieser Familienroman ist kein Idyll, sondern ein hochkomplexes
    Spiel aus Enttäuschungen, Hoffnungen, Lebenslügen und Sehnsüchten. Franzen ist ein genialer
    Erzähler. “Freiheit” wird von Kapitel zu Kapitel besser. Je größer das zwischenmenschliche Chaos,
    desto stärker setzt der Autor seine Akzente!

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  • Eine klassische US-Familiengeschichte in der Bush-Aera Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 05.11.2010

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    Walter und Patty Berglund, die sich seit ihrer Collegezeit kennen, haben so ziemlich alles durchgemacht, was eine Ehe zerstören kann. Walter ist fanatscher Umweltschützer, Weltverbesserer und Querulant, Patty eine neurotische Vorstadtmutter mit sprödem Liebreiz. Sie läßt sich auf eine Affaire mit dem drogenabhängigen Rockmusiker Richard, der noch dazu mit Walter befreundet ist, ein und gerät so selbst ins Drogenmillieu. Joey, der Sohn der Berglunds flüchtet aus der Situation ins republikanische Lager und beschäftigt sich während des Irak-Kriegs mit Waffenhandel. Dass sich seine Schwester Jessica stets als das ungeliebte Kind empfunden hat, erschwert die Situation zusätzlich. In dieser Familiengeschichte, die ein wenig an Tolstois "Krieg und Frieden" erinnert, findet Patty nach 30 Jahren heraus, was schon 30 Jahre früher zu wissen gewesen war; dass Walter der Richtige für sie ist.

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  • Freiheit über alles Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von P. Ritter, am 03.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jonathan Franzen zieht uns mit seinem Roman, Freiheit, in die Querelen einer mehr oder weniger, typischen, amerikanischen Familie. Und ich denke genau das ist eine Meisterleistung: im ersten Moment könnte man denken, dass man solche Familien jeden Tag im Fernsehen sieht, und dafür kein Buch mit über 700 Seiten lesen muss. Aber man irrt, den spätestens nach zwanzig Seiten kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

    Trotzdem ist sein Buch leider nicht perfekt. Manche Sachen, die er beschreibt, sind einfach zu schön, um wahr sein zu können. Zum Beispiel ist da Pattys Sohn, der mit neunzehn Jahren einen hoch dotierten Vertrag in einer Firma unterschreibt, die Ersatzteile für Militärfahrzeuge im Irak vertreibt. Später verliebt er sich dann noch in eine Milliardärin, die ihn zu einem Reiturlaub nach Argentinien einlädt, nachdem er von einer Geschäftsreise in die USA zurückgekehrt ist.

    Aber diese kleinen Dinge verzeiht man ihm als Leser gerne, denn die anderen Dinge die er erzählt sind so wunderbar glaubhaft und schön erzählt, dass man sich wünscht, das Buch wäre noch dreihundert Seiten dicker. Zum Beispiel ist da die Geschichte von Pattys Collegefreundin Eliza, die sich im Verlauf der Geschichte als neurotische Stalkerin entpuppt. Dann ist da die Geschichte von Pattys Sportkarriere, die mit einem Beinbruch ein abruptes Ende findet und zuletzt die wunderbare Geschichte ihrer Liebe zu Walter, die sie erstmal entdecken musste und dann fast mit einer Affäre zu Richard beendet. Und, und, und... Ich könnte jetzt noch zwei Stunden weiter schwärmen, aber ich will zum Ende kommen, denn man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist.

    Alles in allem ist Franzens „Freiheit“ eine Art Sight-Seeing-Tour mitten in das Leben der Menschen, die diesen Roman bevölkern und lebhaft machen. Mich hat das Buch mit einem schönen, warmen Gefühl im Magen zurückgelassen!

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  • Was ist aus dem amerikanischen Traum geworden ? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Quarz, am 03.11.2010

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    Über 700 Seiten und ich finde , die sind Jonathan Franzen gelungen...Walter und Patty Berglund begegnen sich in jungen Jahren und tun fortan alles und unterlassen nichts, was ein Paar auseinandertreiben kann und so erleben wir als Leser die letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte, mit allen Trends und Themen, bleiben nicht unverschont von Neurosen , Alkoholkrankheiten und Hysterien, denn Franzen ist ein ausgezeichneter Beobachter , der all diese scheinbar privaten Dinge in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang stellt ! Aber er traut sich auch an ein Happy End , was ich wirklich mutig finde... sehr überzeugend und von Kitsch keine Spur ! Ich wäre auf eine Forsetzung gespannt ...

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  • Uneingeschränkte Empfehlung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Armin Rosenberg, am 02.11.2010

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    Wenn gefühlte hundert Zeitungen, Fernsehsender, Websites, Schriftsteller und sonstige Kommentatoren eine Neuerscheinung praktisch im Gleichklang feiern und als Meisterwerk bezeichnen, meldet sich oft der Querulant in mir, selbst wenn ich - wie in diesem Fall - schon den Verdacht habe, das Urteil unterschreiben zu können. Es ist mir dann auch nicht gelungen, das Haar in der Suppe zu finden. "Freiheit" ist ein Meisterwerk.

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  • Ene ganz gewöhnliche amerikanische Familie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sabine Rößler, am 02.11.2010

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    sind die Berglunds. Mit all ihren Wünschen, Ängsten und Eigenheiten.Man hat gewisse Ideale die man leben möchte, und ja, Freiheiten.Eigentlich ein ganz netter Familienroman könnt man meinen, wäre der Autor nicht Johnathan Franzen.
    Ihm gelingt es großartig, ganz gewöhnliche Dinge ungewöhnlich gut darzustellen.
    Und so wird aus Freiheit auch ein Roman der amerikanischen Gesellschaft der letzten 30 Jahre. Großartig.

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