Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn

Roman

von André Kubiczek

Buch

gebunden (480 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
0
0
0
0
0

Fr. 32.90

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • tolino shine
  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Bookeen HD FrontLight
  • Thalia eReading App (erhältlich im App-Store)
Diese Geräte unterstützen den Adobe Kopierschutz
  • tolino
  • alle Thalia eReader
  • Kobo, Sony Reader, andere eReader
  • Thalia eReading App für Android und iOS
  • Windows PC und Mac
  • Kindle und Linux unterstützen den Adobe Kopierschutz nicht
  • Kostenlose Lieferung ab
    Fr. 75
  • Lieferung zur Abholung in Ihre Thalia Filiale möglich

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Der Genosse, die Prinzessin..." kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Was geschieht, wenn sich eine laotische Prinzessin in einen DDR-Arbeitersohn verliebt? Sie gründen in Potsdam eine Familie. Im sozialistischen Einheitsparadies kann das nicht ohne Folgen bleiben. André Kubiczek erzählt davon präzise, klug und mit feinem Humor.
"Ich weiß es noch genau. Es war an einem Freitag, als mein Bruder starb, und ich kann mich nur deshalb so gut erinnern, weil immer freitags der große Wochenputz stattfand." 1987, die letzten Monate der DDR brechen an, und die Rekruten nehmen ihren Dienst mit Galgenhumor. Der tragische und auf seltsame Weise auch erlösende Tod seines Bruders ist für den jungen Ich-Erzähler der Moment, sich an seine exotische Familie zu erinnern. Und ihr Leben in einem Land, das alles andere als exotisch sein wollte. Denn sein Vater aus der ostdeutschen Provinz hatte in Moskau eine laotische Prinzessin kennengelernt. "Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn" erzählt mehr als eine außergewöhnliche Familiengeschichte: es erzählt die Geschichte Ostdeutschlands, wie es keiner kennt

Pressestimmen:

"Kubiczek erzählt präzise vom Scheitern, vom Lieben, vom Sterben, vom Weitermachen. Großartig.", B.Z. am Sonntag, 15.04.2012

Produktdetails

ISBN-10: 3-492-05234-7
EAN: 9783492052344
Erschienen: 08.03.2012
Verlag: Piper
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 480
Länge/Breite: 210mm/136mm
Gewicht: 589 g
Nach oben

André Kubiczek

Andre Kubiczek, geb. 1969 in Potsdam, lebt er heute nach seinem Studium der Germanistik in Leipzig und Bonn als freier Autor in Berlin. 1997 erhielt er das Arbeitsstipendium Brandenburg, 1998 das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Exotik in der DDR (und noch viel mehr) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 17.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Da gibt es Katharina, die mit den Zöpfen. Eine der wichtigen Personen aus der Jugend des Ich-Erzählers dieses ausgereiften Romans von Andre Kubiczek. Die aber hat er seit Schulzeiten nicht mehr gesehen. Anders als „Kupfer“, mit dem er ebenfalls aufgewachsen ist, damals, am Hubertusdamm. Kupfer, der bis vor kurzem sein Chef war, als er noch als Küchenchef gearbeitet hat. Das hat er aber mittlerweile gelassen und sich ans andere Ende der Welt begeben.

    Zu Beginn des Buches trifft der Leser ihn in Lao an. Der damalige Junge aus der DDR und jetzige fast 40jährige Mann begibt sich auf Spurensuche nach seiner Großmutter. Welche Geburtstag feiert in diesen Tagen. Aber lebt sie noch? Und kann diese Reise auch zu dem werden, was seit 20 Jahren aufgeschoben im Raum steht? Eine Auseinandersetzung, eine Rekonstruktion und Erinnerung des Lebens seiner jung verstorbenen Mutter?

    Einer Mutter übrigens, die freiwillig und aus Überzeugung, wie sie es von ihrem Vater gelernt hat, das Leben in der DDR für sich ausgewählt hat. Mit ihrem Mann aus dem Harz, mit einem Teil ihrer Verwandten, mit ihren bald zwei Kindern, von denen das eine nicht alt werden wird.

    Exotische Menschen in einer miefigen, kleinbürgerlichen, misstrauisch geprägten Atmosphäre eines sich mehr und mehr abschottenden Landes. Was der Ich-Erzählende Sohn am deutlichsten für sich zu spüren bekommt, mit seinen geschlitzten Augen, mit seiner exotischen Mutter, den häufigen Verwandtenbesuchen ebenso exotischer Onkel, Cousins und anderer Verwandter. Mit dem Schicksal seines Bruders. Ganz besonders perfide fast wird die Situation, die der zentrale Protagonist des Buches im nachhinein betrachtet, als die Mutter erkrankt und zwar die engste Familie der festen Überzeugung ist, dass er der Mutter gut tun würde, hier und da in ihre alte Heimat zurückkehren zu können zum „Auftanken der Kräfte“, was aber natürlich nicht gestattet wird. Eine, die freiwillig die Staatsbürgerschaft der DDR angenommen hatte und nun nicht hier und da ausreisen darf, schon dies allein zeigt auf, wie sich das System selbst auf den Kopf stellte.

    Was aber für den Erzähler der Geschichte alles nur zweitrangig ist, denn er möchte eigentlich nur im ruhigen Fahrwasser ankommen, wirklich dazugehören und findet doch nicht wirklich zur Ruhe in seinem Aufwachsen. In einer Mischung aus gegenwärtiger Suche in Laos und Rückblicken in das eigene Leben von Kindheit an gestaltet Andre Kubiczek diese interessant und sprachlich hervorragend umgesetzte Geschichte. Immer in einem ruhigen, warmen Sprachstil, der sich dabei nicht in den Vordergrund drängt, sondern dem Erzählfluss jeweils bestens dient. In einer Geschichte, die durchaus sich von der eigenen Familiengeschichte inspirieren lässt und daher um so persönlicher gestaltet ist.

    Das Buch ist nicht nur ein „Blick zurück“ in nicht sonderlich glückliche DDR Zeiten, sondern thematisch vor allem eine Aufarbeitung des Umgangs mit schweren Abschieden im Leben, die, das merkt man dem Protagonisten an, immer auch ein Trauma hinterlassen, teilweise lange ruhen müssen (20 Jahre hat er die Aufzeichnungen seiner Mutter nicht geöffnet) und doch letztlich einen Weg zu einem konstruktiven Umgang suchen und finden.

    Ein berührendes und sprachlich hervorragend umgesetztes Buch.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein