Krankheit als Weg

Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder

von Ruediger Dahlke, Thorwald Dethlefsen

Buch

gebunden (379 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der Psychologe Thorwald Dethlefsen, und der Mediziner Ruediger Dahlke vermitteln in diesem bahnbrechenden Werk eine Alternative zur Schulmedizin und wecken ein tieferes Verständnis von Krankheit. Die Autoren zeigen, dass alle psychischen und physischen Leiden letztendlich wertvolle Botschaften der Seele sind. Indem wir sie entschlüsseln und den tieferen Sinn hinter Krankheitsbildern sehen, eröffnet sich für jeden von uns ein neuer, besserer Weg, sich selbst zu finden.


Produktdetails

Verkaufsrang: 3.169
ISBN-10: 3-8094-2377-7
EAN: 9783809423775
Erschienen: 14.07.2008
Verlag: Bassermann
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 379
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 496 g
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Ruediger Dahlke

Dr. med. Rüdiger Dahlke, Jahrgang 1951, studierte Medizin in München. Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen, in Psychotherapie und Homöopathie. Seit 1978 ist er als Psychotherapeut, Fasten-Arzt und Seminarleiter tätig. Als Autor und Referent ist er eine Instanz im Bereich der Psychosomatischen Medizin und Gesundheitsbewegung. Im Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen/Niederbayern wird seine Arbeit seit 15 Jahren in die Praxis umgesetzt. Seine Fasten-Seminare "Körper - Tempel der Seele" (für Einsteiger) und "Fasten - Schweigen & Meditieren" (für Fortgeschrittene) erfreuen sich regen Zuspruchs.

Thorwald Dethlefsen

Thorwald Dethlefsen, geb. 1946, ist Diplompsychologe, Psychotherapeut und einer der bekanntesten Vertreter der esoterischen Psychologie. Seine Bücher erschienen in Millionenauflagen und sind in die wichtigsten Sprachen übersetzt. Der Autor lebt in München.

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Kundenrezensionen

  • ABSOLUT GENIAL!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Exitus, am 20.07.2010

    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist ein absolutes Pionierwerk im Bereich der Psychosomatik und hat trotz seines Alters nichts an Gültigkeit verloren.Im ersten Teil des Buches wird der Leser mit der ganzheitlichen Sicht auf Gesundheit und Krankheit vertraut gemacht.Danach werden die einzelnen Krankheitsbilder und deren Be-deutung erklärt.Dieses Buch ist echt ein Meilenstein und viele Autoren haben daraus zitiert oder abgeschrieben.Das Buch ist für medizinische Laien und Leute vom Fach wichtig und wertvoll,einfach für jeden der ein wenig seinen Horizont ausdehnen will.Betroffene können die wahren Ursachen ihrer Krankheiten ermitteln und diese somit besser verstehen.Auch nach Jahren schaut man immer wieder gerne nach und ist jedesmal erstaunt wie gut und präzise die Deutungen zutreffen.Die Fortsetzung "Krankheit als Sprache der Seele" ist ebenfalls sehr empfehlenswert.Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für Personen im medizinischen Bereich sein!FAZIT:Unbedingt kaufen und die verborgenen Botschaften von Krankheiten verstehen!Es gibt kein besseres Buch über Psychosomatik!

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    ja nein

Dieses Buch ist unbequem, denn es entzieht dem Menschen die Krankheit als Alibi für seine ungelösten Probleme. Wir wollen zeigen, daß der Kranke nicht unschuldiges Opfer irgendwelcher Unvollkommenheiten der Natur, sondern auch der Täter selbst ist. Dabei denken wir nicht an Schadstoffe der Umwelt, Zivilisation, ungesundes Leben oder ähnliche bekannte »Schuldige«, sondern wir möchten den metaphysischen Aspekt des Krankseins in den Vordergrund rücken. Symptome zeigen sich unter diesem Blickwinkel als körperliche Ausdrucksformen psychischer Konflikte und sind durch ihre Symbolik in der Lage, das jeweilige Problem des Patienten zu entlarven.
Im ersten Teil dieses Buches werden die theoretischen Voraussetzungen und eine Philosophie der Krankheit dargestellt.
Wir empfehlen nachdrücklich, diesen ersten Teil sorgfältig und genau, eventuell mehrmals zu lesen, bevor man sich dem zweiten Teil zuwendet. Dieses Buch könnte man als Fortsetzung oder auch Exegese meines letzten Buches »Schicksal als Chance« bezeichnen, obwohl wir uns bemüht haben, diesem neuen Buch seine eigene Geschlossenheit zu verleihen. Dennoch halten wir die Lektüre von »Schicksal als Chance« für eine gute Voraussetzung oder Ergänzung - besonders dann, wenn der theoretische Teil Schwierigkeiten bereiten sollte.
Im zweiten Teil werden die häufigsten Krankheitssymptome in ihrer symbolischen Aussage dargestellt und als Ausdrucksformen psychischer Probleme gedeutet. Ein Register der einzelnen Symptome am Ende des Buches ermöglicht es dem Leser, bei Bedarf ein bestimmtes Symptom schnell wiederzufinden. Dennoch ist es primär unsere Absicht, durch die Deutungen den Leser eine neue Sichtweise zu lehren, die es ihm ermöglicht, selbst Deutung und Bedeutung der Symptome erkennen und erschließen zu können.
Gleichzeitig haben wir das Thema der Krankheit als Aufhänger für viele weltanschauliche und esoterische Themen benützt, deren Gültigkeit den engeren Rahmen der Krankheit sprengt. Dieses Buch ist nicht schwierig, aber es ist auch nicht so einfach oder banal, wie es jenen erscheinen mag, die unser Konzept nicht verstehen. Dieses Buch ist nicht »wissenschaftlich«, denn ihm fehlt die Vorsicht der »wissenschaftlichen Darstellung«. Es wurde für Menschen geschrieben, die bereit sind, einen Weg zu gehen, anstatt am Wegrand zu sitzen und sich die Zeit mit dem Jonglieren von unverbindlichen Floskeln zu vertreiben. Menschen, deren Ziel Erleuchtung ist, haben keine Zeit für Wissenschaft - sie brauchen Wissen. Dieses Buch wird auf sehr viel Widerstand stoßen - doch wir hoffen gleichzeitig, daß es auch zu den (wenigen oder vielen) Menschen gelangt, die es als ein Hilfsmittel auf ihrem Weg benützen wollen. Allein für diese Menschen haben wir es geschrieben!
München, im Februar 1983Die Verfasser


I.TEIL


Theoretische Voraussetzungen
zum Verständnis von Krankheit und Heilung
Krankheit und Symptome


Des Menschen Verstand Kann die wahre Unterweisung nicht erfassen. Doch wenn ihr zweifelt Und nicht versteht, Könnt ihr gern darüber mit mir Diskutieren.
Yoka Daishi »Shodoka«


Wir leben in einer Zeit, in der die moderne Medizin ständig neue Zeugnisse ihrer ans Wunderbare grenzenden Möglichkeiten und Fähigkeiten dem staunenden Laien präsentiert. Gleichzeitig werden jedoch auch die Stimmen derer immer lauter, die ihr grundsätzliches Mißtrauen dieser - fast alles könnenden - modernen Medizin gegenüber formulieren. Immer größer wird die Zahl derer, die den teils sehr alten, teils auch modernen Methoden der Naturheilkunde oder auch der homöopathischen Heilkunst wesentlich mehr Vertrauen entgegenbringen als den Methoden unserer hochwissenschaftlichen Schulmedizin. Da gibt es vielfältige Ansatzpunkte für Kritik - Nebenwirkungen, Symptomverschiebung, fehlende Menschlichkeit, Kostenexplosion und vieles andere mehr -, doch wesentlich interessanter als die Gegenstände der Kritik ist das Aufkommen der Kritik an sich, denn bevor man die Kritik rational dingfest macht, entspringt sie einem diffusen Gefühl, daß irgend etwas nicht mehr in Ordnung sei und der eingeschlagene Weg trotz oder gerade wegen seiner konsequenten Verwirklichung nicht zum erhofften Ziel führe. Dieses Unbehagen an der Medizin wird von sehr vielen Menschen - einschließlich vieler junger Ärzte - gemeinsam empfunden. Doch die Gemeinsamkeit geht schnell verloren, wenn man beginnt, neue, alternative Lösungswege aufzuzeigen. Da sehen die einen das Heil in der Sozialisierung der Medizin, die anderen in dem Ersatz der Chemotherapeutika durch natürliche und pflanzliche Arzneimittel. Während die einen die Lösung aller Probleme in der Erforschung der Erdstrahlen sehen, schwören die anderen auf die Homöopathie. Akupunkteure und Herdforscher fordern, den medizinischen Blick weg von der morphologischen Ebene und hin zur energetischen

Ebene des Körpergeschehens zu wenden. Faßt man alle außerschulischen Bestrebungen und Methoden zusammen, so spricht man gerne von einer holistischen Medizin und artikuliert damit das Bestreben, neben einer Offenheit für die Methodenvielfalt vor allem den ganzen Menschen als eine leibseelische Einheit nicht aus dem Auge zu verlieren. Daß die Schulmedizin den Menschen aus dem Auge verloren hat, ist inzwischen fast jedem erkennbar geworden. Die hohe Spezialisierung und die Analyse als Grundkonzepte des Forschens haben zwangsläufig parallel zur immer größeren und exakteren Erkenntnis des Details die Ganzheit aus dem Auge verloren.
Betrachtet man die recht erfrischende Diskussion und Bewegung in der Medizin, so fällt bald auf, wie sehr sich die Diskussion auf die verschiedenen Methoden und deren Funktionieren beschränkt und wie wenig bisher über die Theorie bzw. Philosophie der Medizin gesprochen wird. Zwar lebt die Medizin im hohen Maße vom konkreten, praktischen Handeln, doch in jeder Handlung drückt sich - bewußt oder unbewußt - die dahinterliegende Philosophie aus. Die moderne Medizin scheitert gerade nicht an den Möglichkeiten ihres Handelns, sondern sie scheitert an dem Weltbild, auf das sie - oft stillschweigend und unreflektiert - ihr Handeln aufgebaut hat. Die Medizin scheitert an ihrer Philosophie - oder genauer formuliert - am Fehlen einer Philosophie. Medizinisches Handeln orientierte sich bisher nur an der Funktionalität und Wirksamkeit; das Fehlen aller inhaltlichen Aspekte bringt ihr schließlich die Kritik ein, »unmenschlich« zu sein. Zwar äußert sich diese Unmenschlichkeit in vielen konkreten, äußerlichen Situationen, aber das Problem ist nicht durch weitere funktionale Veränderungen dieser Situation lösbar. Viele Symptome zeigen, daß die Medizin krank ist. Genausowenig wie jeder andere Patient läßt sich auch der »Patient Medizin« nicht durch das Herumdoktern an den Symptomen heilen. Doch die meisten Kritiker der Schulmedizin und Verfechter alternativer Heilweisen übernehmen mit absoluter Selbstverständlichkeit das Weltbild und die Zielsetzung der Schulmedizin und setzen ihre ganze Energie lediglich auf die Veränderung der Formen (Methoden).
In diesem Buch wollen wir uns neu mit dem Problem von Krankheit und Heilung auseinandersetzen.

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