Rezensent im Portrait

aus St.Johann

Gesamte Rezensionen
33 (ansehen)
Über mich
bin des Wahnsinns knusprige Beute
Alter
25 Jahre
Im Beruf seit
August 2006

Meine Rezensionen

  • (Un)glück der Sucht
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    Im Sog der Sucht
    Rezension vom 30.08.2010
    Der renommierte Psychiater und Psychotherapeut Dr. Reinhard Haller geht in seinem Werk auf die verschiedenen Erscheinungen der Sucht ein, wie etwa: Kaufsucht, Putzsucht, Spielsucht. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Volksdroge Nummer 1, dem Alkohol. Haller versteht es brilliant das Buch in Sachbuch einerseits und Erfahrungsberichten andererseits zu unterteilen, somit lässt es sich flüssig lesen. Der Rezipient wird aufgeklärt und teilweise ernüchtert, womit Haller ein einzigartiges, in seiner Sprache jedem verständlich dargebotenes Werk gelungen ist.Der Psychiater ist unter anderem Chefarzt des Krankenhauses Maria Ebene, eines Behandlungszentrums für Suchtkranke in Vorarlberg.
  • Star(r)
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    Guillain-Barre-Syndrom
    Rezension vom 30.08.2010
    Das Buch beschreibt die faszinierende Geschichte eines vorrübergehend gelähmten Jungen. Vom Vater angetrieben und motiviert, entwickelt Dane den unbezähmbaren Ergeiz alles zu erreichen, was er oder sein Vater von ihm verlangen. Durch dieses Verhalten und auch aufgrund seines guten Aussehens wird sein Charakter von vielen egoistischen Eigenschaften untermalt. Doch als Dane eines Morgens keinen seiner Muskeln mehr bewegen kann gerät sein Leben aus den Fugen. Es wird das Guillain-Barre-Syndrom diagnostiziert und für den jungen Sportler bedeutet das eine sehr, sehr lange Zeit in einer Reha-Klinik....
  • Totalschaden
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    Trauma wegen Einstein
    Rezension vom 21.08.2010
    Der junge Protagonist im Erstlingswerk der deutsch-asiatischen Autorin fristet sein Dasein in einem Studentenwohnheim. Als eines Tages seine Nachbarin klopft um sich seinen Staubsauger auszuleihen eskaliert die Situation... Er stürmt auf ihr Bett und reisst in einer unheimlichen Manie das über dem Bett befestigte Poster entzwei... Es ist ein Poster von Albert Einstein.... Als Patrick 10 Jahre alt war, kam sein Vater bei einem Autounfall ums Leben. Seine Mutter griff ihm ins Lenkrad, da Einstein ihr erschien...
    Durch geschickte Dialoge und spitzzüngige Gespräche kämft der Hauptdarsteller nun mit einem Trauma, welches zu bewältigen, große emotionale Stärke verlangt...
  • Die Wand
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    back to the roots
    Rezension vom 21.08.2010
    Haushofers Hauptwerk erläutert die Geschichte einer Frau die aufgrund einer abstrusen Begebenheit in einem gebirgigen Gebiet das mehrere Jagdreviere umfasst, festsitzt. Die Ich-Erzählerin und Protagonistin findet sich eines Morgens umschlossen von einer unsichtbaren Wand, welche sie nicht zu durchbrechen fähig ist. Ihr einziger Begleiter ist zu Beginn der Hund der Freunde, die am Abend vor der Wand noch ins Dorf gegangen sind und wohl dort erstarrt sind, wie die vereinzelten Menschen, die die Hauptdarstellerin durch die Wand erblickt. Von diesem neuen Umstand überrumpelt und um ihr Überleben zu sichern, beginnt die Frau sich den Gegebenheiten anzupassen, was ihr durchwegs gut gelingt. Das Werk brilliert durch seine Darstellung der Frau als starkes Geschlecht.
  • Die Legende vom heiligen Trinker
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    Alkohol - zerstörerisches Suchtmittel
    Rezension vom 21.08.2010
    Joseph Roths Novelle bespricht die Lebensumstände des Obdachlosen Andreas, der unter einer Brücke an der Pariser Seine zu schlafen pflegt. Roth selbst starb 1939 an den Folgen seiner Alkoholsucht, ergo spiegelt die Erzählung das Leben des Autors wider. Durch das zufällige Zusammentreffen mit einem wohlhabenden Herren, der im 200 Francs schenkt, mit der einzigen Bitte, diese der heiligen Theresa in einer bestimmten Kirche zurückzugeben gerät sein Leben etwas aus den Fugen. Es beginnt eine Odyssee der Abhängigkeit... Aufgrund seines unbändigen Verlangens immer und immer wieder Alkohol zu trinken, ist es ihm ein unmögliches Unterfangen, das Geld in die Kirche zu bringen....
  • Herr der Fliegen
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    instinktive Gewaltbereitschaft
    Rezension vom 21.08.2010
    Aufgrund einses Flugzeugabsturzes befindet sich nun eine Gruppe englischer Schuljungen auf einer unbevölkerten Insel mitten im Pazifik. Das Geschehen spitzt sich rapide zu, als die Kinder beginnen instinktiv zu handeln und somit, wie jeder Mensch, völlig irrelevant welchen Alters, leichter zu Gewalttaten fähig sind. Es bilden sich zwei rivalisierende Banden und somit beginnt ein Kampf ums Überleben.
    Bei diesem Titel handelt es sich um den 1954 erschienenen Roman des britischen Schriftstellers William Golding, der 1983 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichenet wurde. Das Werk entpuppt sich als "Robinsonade", worunter man in verschiedenen Kunstformen die Isolation auf einer einsamen, paradiesähnlichen Insel bezeichnet. Weiters wird die Gewaltbereitschaft des Menschen in Krisensituationen dargestellt, welches sich als Hauptthematik des Werkes anbietet.
  • Die Elixiere des Teufels
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    liquide Verführung des Widersachers..
    Rezension vom 24.04.2010
    Der 334 Seiten umfassende Roman erzählt die Geschichte des Kapuzinermönchs Medardus, chronologisch aufgelistet und in Form einer "Autobiographie" dargeboten. Der von seiner Geburt an in religiösen Kreisen erzogene, und stets spirituell extraordinäre Kapuziner, erhält eines Tages die ehrenvolle Aufgabe, mit hingebungsvoller Demut über die heiligen Reliquien des Klosters zu walten. Eine dieser geweihten Reliquien entpuppt sich als eine vom Widersacher selbst an den heiligen Antonius übergebene Weinflasche, welche sich als eines der ruchlosen Elixiere des Teufels erweist. Medardus kann der Versuchung nicht widerstehen von diesem diabolischen Gebräu zu kosten. Somit löst er einen kaum entwirrbaren Fluch aus, der sich über mehrere Generationen hinwegzieht.....

    Hoffmann versteht es galant mit den reißerischen Motiven der "Gothic Novel" zu jonglieren und wird somit zum Meister der unheimlichen Erzählkunst.
  • Schlaf
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    unbeirrbare Insomnie
    Rezension vom 22.04.2010
    Murakamis kurze Erzählung bietet einen Einblick in die Gefühlswelt der an Schlaflosigkeit leidenden Protagonistin. Aufgrund der unermüdlichen Wachheit gleitet die Gedankenwelt doch mehr und mehr ins Abstruse ab. Dessen ungeachtet strotzt die Hauptdarstellerin paradoxerweise weiterhin vor Energie und arrangiert ihren Alltag problemlos wie eh und je. Des Autors Erzählung verlockt den Rezipienten durch seine auserordentliche Empathie, zur Identifikation mit der vom Schicksal gebeutelten Schlaflosen.

    Eine vorzügliche Lektüre für alle von Morpheus Vergessenen.
  • Schopenhauer
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    Es lebe die Misanthropie!
    Rezension vom 17.04.2010
    Diese Buch stellt einerseits eine auf das Wesentliche konzentrierte Biographie über den deutschen Philosophen dar, andererseits dient es als Einführung in die Gedankenwelt Schopenhauers. Er galt als Einzelgänger, der stets menschenfeindliche Verhaltensweisen an den Tag legte, da er die Menschheit grundsätzlich als unvernüftig erachtete. Dadurch gelangte er zu der Erkenntnis, dass die Menschen keine rationale Weltanschauung erwerben können. Schopenhauer selbst bezog sich immer wieder auf die Lehren Immanuel Kants und sah sich somit als dessen Nachfolger. Der Autor Böhmer hat selbst unter Anderem Philosophie studiert weshalb die Lektüre sehr gut recherchiert ist und eine Authentizität darbietet.