Melitta von Stauffenberg

Ein deutsches Leben

von Thomas Medicus

Buch

gebunden (412 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

Fr. 32.90

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • tolino shine
  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Bookeen HD FrontLight
  • Thalia eReading App (erhältlich im App-Store)
Diese Geräte unterstützen den Adobe Kopierschutz
  • tolino
  • alle Thalia eReader
  • Kobo, Sony Reader, andere eReader
  • Thalia eReading App für Android und iOS
  • Windows PC und Mac
  • Kindle und Linux unterstützen den Adobe Kopierschutz nicht
  • Kostenlose Lieferung ab
    Fr. 75
  • Lieferung zur Abholung in Ihre Thalia Filiale möglich

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Melitta von Stauffenberg" kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen



Als Melitta von Stauffenberg im Januar 1943 von Hermann Göring höchstpersönlich das Eiserne Kreuz II. Klasse erhält, ist dies der vorläufige Höhepunkt einer fast unglaublichen Karriere. Nicht nur beherrscht sie als Testfliegerin und Ingenieurpilotin alle damals bekannten Flugzeugtypen, hat sagenhafte zweitausend Sturzflüge absolviert, selbst ausgewertet und so den Bombenkrieg der Luftwaffe perfektioniert - sie bewahrt auch ein Geheimnis: "Flugkapitän Gräfin Stauffenberg" ist nach den Kriterien der Nazis eine "Halbjüdin". Nur mit Hilfe von ganz oben gelingt es ihr, den Fängen der Rassenjustiz zu entkommen - bis zum 20. Juli 1944. Enkelin eines jüdischen Textilhändlers aus Odessa, Schwägerin des späteren Hitler-Attentäters, Flugpionierin, tragische Himmelsstürmerin: Melitta von Stauffenbergs Geschichte erscheint fast wie ein Spiegelbild des 20. Jahrhunderts, das Eric Hobsbawn das "Zeitalter der Extreme" genannt hat. Ihre Liebe zum feingeistigen Althistoriker Alexander von Stauffenberg war genauso bedingungslos wie ihre Hingabe zur Fliegerei, die ihr am Ende zum Verhängnis wird. Thomas Medicus beschreibt auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen dieses ebenso faszinierende wie radikale Leben. Ein einzigartiges Frauenschicksal - und ein dramatisches Kapitel deutscher Geschichte.


Produktdetails

ISBN-10: 3-87134-649-7
EAN: 9783871346491
Erschienen: 09.03.2012
Verlag: Rowohlt Berlin
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 412
Länge/Breite: 220mm/152mm
Gewicht: 660 g
Nach oben

Thomas Medicus

Thomas Medicus geb. 1953 in Mittelfranken, war nach dem Studium der Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg/Lahn zunächst freier Journalist, dann Redakteur in verschiedenen Tageszeitungen. Seit September 2003 ist er Feuilleton-Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin. Seit Mitte der achtziger Jahre unternimmt er ausgedehnte Reisen in Ostmitteleuropa.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Befremdlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 19.07.2012

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für das Buch von Medicus haben meiner Ansicht nach zwei Autoren geschrieben. Denn der Klappentext wurde wohl unabhängig vom Inhalt formuliert. Dort wird auf ein faszinierendes und einzigartiges Leben hingewiesen. Das klingt positiv und interessant.
    Ich erwartete eine möglichst sachliche und möglichst wahrheitsgetreue Biografie. Ein Muss dabei ist, dass sich der Biograf sozusagen in das Leben derjenigen Person hineinversetzt, über die er schreibt. Nur dann kann eine Biografie glaubhaft werden. Das ist dem Autor Thomas Medicus gründlich misslungen. Er gibt selbst zu, dass die Quellenlage über Melitta von Stauffenberg dürftig war und dass das Buch nur durch detektivischen Spürsinn und Kombinationsvermögen zu realisieren war. Was macht Medicus also? Er nimmt Fotografien von Melitta von Stauffenberg als Ausgangsbasis und "kombiniert" daraus den Charakter und die Lebenseinstellung von Melitta. Aber nichts von faszinierend, Melitta wird von ihm niedergemacht und zwar von Beginn an. Formulierungen wie "tiefgezeichnete Grenzlandjugendliche", "Antipathos der heroischen Tat", "seelische Labilität heroisch zu kompensieren", "Krotoschiner Landpomeranze", "Vorliebe für selbstexperimentelle Rollenspiele", "radikale Rolle der Garconne", "selbstverliebter Androgyn", "als wolle sie in das schattenvertreibende Licht einer höheren Erkenntnis eingehen", "jetzt galt es, eine Maske aufzusetzen, die innere Brüche und äußere Störungen in eine über alle Nervositäten erhabene glasklare Form goss", und noch weitere solch befremdlich formulierten Beschreibungen benutzt Medicus im ganzen Buch.
    Offensichtlich hatte Medicus auch Zugang zu Kalender mit Tagebuchnotizen von Melitta von Stauffenberg. Auch hier "kombiniert" er teilweise sehr befremdlich: "Die beiden Kalender liefern psychogrammatische Daten, die von dem Bemühen Zeugnis ablegen, einem drohenden Selbstverlust entgegenzuwirken". Der Autor schreibt dabei selbst kurz vorher: "vor allzu vertraulichen Mitteilungen hat sich Melitta gehütet". Er deutet aber "Psychogrammatik" (was für ein Wort!) in die Notizen von Melitta hinein.
    Natürlich darf auch ein Seitensprung nicht fehlen, den Medicus wahrscheinlich ebenfalls "kombiniert" hat.
    Seitenlang schreibt er über die jüdische Seite von Melitta. Ihr Vater, der aber als junger Mann bereits evangelisch wurde, war natürlich im Dritten Reich ein Risiko für Melitta. Der Autor wirft Melitta und ihrer Familie jedoch vor "die jüdische Herkunft mal wieder unter den Tisch fallen zu lassen". Fast könnte man, wäre man Medicus, daraus kombinieren "dass sich in dieser Formulierung eine antisemitische Tendenz erkennen lässt".
    Auch dies zeigt, wie wenig einfühlsam Medicus mit den Lebensumständen im Dritten Reich in seinem Buch über Melitta von Stauffenberg umgeht.
    Ein Buch, das ich nicht als Biografie bezeichnen kann. Wie zu erfahren war, wird in Kürze die Biografie von Gerhard Bracke über Melitta von Stauffenberg neu aufgelegt, die erstmals im Frühjahr 1990 erschienen war. Wer an einer objektiven und historisch einwandfreien Beschreibung von Melittas Leben interessiert ist, sollte auf diese Neuauflage warten.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Eine mutige Frau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sylvia Donath, am 10.04.2012

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Thomas Medicus läßt in seiner Biografie über Melitta von Stauffenberg viele Facetten dieses aussergewöhnlichen Frauenlebens zu Tage treten. Als Halbjüdin wäre sie eigentlich eine "unerwünschte" Person im Dritten Reich, aber als Fliegerin hat sie sich in der Entwicklung und bei vielen Einsätzen den Respekt und die Anerkennung der Reichsführung erworben. Ihre Rolle beim Attentat am 20.Juli 1944 ist bis heute ungeklärt. Eine lesenwerte Biografie, die nicht alle Fragen beantworten kann, aber auch nicht muss.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Das Leben einer Fliegerin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dorothee Jaschke, am 05.04.2012

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ungewöhnlich, was diese Frau in ihrer Zeit auf die Beine gestellt hat. Als Halbjüdin unterstützte sie mit ihrer Fliegerei und ihrer Forschung die Nazis im 2. Weltkrieg. Vieles in ihrem Leben scheint unvereinbar und unbegreiflich. Viele Fragen sind immer noch nicht beantwortet, aber Thomas Medicus liefert mit diesem Buch, auf Grundlage bisher unbekannter Quellen, einige neue Puzzleteilchen im Leben von Melitta von Stauffenberg.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein