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Im Schatten des Vaters

Roman

von David Vann

Buch

gebunden (184 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine abgelegene Insel im südlichen Alaska, die nur per Boot oder Wasserflugzeug zu erreichen ist, mit nichts in Sicht außer wilden Wäldern und schroffen Bergen. Hier hat Jim eine Holzhütte gekauft, um dort ein Jahr mit seinem dreizehnjährigen Sohn Roy, den er kaum kennt, alleine zu leben. Aber Jim ist jämmerlich unvorbereitet auf das Leben in der Wildnis: auf Bären, peitschenden Regen und Schnee und vor allem auf die Einsamkeit. Nachts muß der zunehmend verschreckte Roy das verzweifelte Schluchzen seines Vaters mitanhören. Roy will nichts als fort von der Insel, aber er fürchtet sich vor dem, was passiert, wenn er geht. Und so bleibt er, bis das Schicksal des Vaters und sein eigenes mit einem erschütternden Ereignis besiegelt ist. Mit dieser unvergeßlichen Geschichte über ein verheerendes Abenteuer tief in der Wildnis von Alaska ist David Vann eine bemerkenswert scharfsichtige Darstellung der komplizierten und spannungsgeladenen Beziehung zwischen Vätern und Söhnen gelungen. Er hat sich damit einen festen Platz unter den besten jungen amerikanischen Autoren erobert. Sein Roman wurde unter anderem mit dem Grace Paley Prize, dem California Book Award, dem Prix des Lecteurs de L'Express, und dem Prix Medicis Étranger ausgezeichnet.

Pressestimmen:

"... David Vann [schießt] den Weg frei für einen der radikalsten Perspektivwechsel der jüngeren Literaturgeschichte - man kommt nicht los von diesem Buch. Und will in diesen Moment - so ist das eben mit manchen Albträumen - doch gleich wieder von vorne anfangen." (Elmar Krekeler, welt.de)

Produktdetails

ISBN-10: 3-518-42229-4
EAN: 9783518422298
Originaltitel: "Sukkwan Island" in Legend of a Suicide
Erschienen: 15.02.2011
Verlag: Suhrkamp Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 184
Länge/Breite: 205mm/128mm
Gewicht: 314 g
Übersetzer: Miriam Mandelkow
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Miriam Mandelkow

Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, arbeitet als Lektorin und Übersetzerin. Sie lebt in Hamburg und in Arkadien, Griechenland.

David Vann

David Vann wurde 1966 auf Adak Island/Alaska geboren. Seine Romane sind vielfach preisgekrönt und erschienen bisher in 22 Ländern. Vann lebt mit seiner Frau in Kalifornien und ist derzeit Professor an der University of Warwick in England.

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Kundenrezensionen

  • Psychogramm, das sich nur schwer bewerten und noch schwieriger empfehlen lässt.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Moritz Revermann, am 28.02.2012

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    Es gibt viele literarisch anspruchsvolle Bücher, die den Leser - aus welchen Beweggründen auch immer - beglückt, berührt, nachdenklich aber auf jeden Fall intellektgekitzelt zurücklassen. Anfangs erinnerte mich dieser Stoff an "Winter in Maine". Doch im Gegensatz zu diesem Roman gab es da Momente der Schönheit, der Reinheit und der logischen Konsequenz.

    David Vanns 'Im Schatten des Vaters' ist in seiner Stringenz mit das erbarmungsloseste Buch, das ich jemals gelesen habe. Und so nüchtern, distanziert und bar jeder offensichtlichen moralischen Bewertung Vann diese Geschichte erzählt, so groß ist, wird und bleibt die Frage, was ihn zu diesem Roman bewegt hat. Es liest sich wie eine Abrechnung, - ich vermag nur nicht zu sagen, womit?!

    Dieses Buch liest sich wie ein eiskalter Gebirgsfluß, intravenös eingeflösst, denn so sehr ich zwischendurch aufhören wollte, das Buch wegzulegen wünschte, es ging nicht. Wie gelähmt erwartete ich das Ende.

    Noch immer bin ich ratlos, fassungslos aber andererseits sehr berührt. Irgendwo zwischen Verdammen und dem Versuch, in irgendeiner Form, Verständnis aufzubringen. Beides gelingt nicht. Vielleicht ist sie manchmal so, die Welt, da draußen. Ich weiß es nicht.

    Und so sollte der Buchdeckel mit einem Aufkleber versehen werden: "Lesen auf eigene Gefahr". Nur eines kann ich garantieren, vergessen kann man diese Geschichte nicht!

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  • IRREVERSIBEL Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 21.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.




    Jim, ein erfolgreicher Zahnarzt, verkauft Praxis und Haus und statt dessen eine kleine wilde Insel mitsamt Hütte. Für ein Jahr, will er sein privilegiertes Leben in Kalifornien gegen eines in der Wildnis tauschen, gemeinsam mit seinem dreizehnjährigen Sohn Roy.
    Eine Einraumhütte im Niemandsland, nur zu erreichen mit Boot und Wasserflugzeug, Nachbarn gibt es keine, nicht einmal Anzeichen menschlicher Existenz.
    Tags: Erkundungstouren, jagen, Privatunterricht, Karten spielen, lesen. Nachts weint der Vater wimmernd und schluchzend, während Roy sich schlafend stellt, wie gelähmt, ihn hasst und fürchtet.
    Was anfänglich nach einer harmlosen Vater-Sohn-Kiste mit abenteuerlichem Vorhaben aussieht, zeigt sich rasch spannungsgeladen. Die Gespräche sind sparsam, harsch und einsilbig.
    Schon bald wird klar, dass sie für das Leben in der Wildnis nicht vorbereitet sind. Sie haben kein Werkzeug, zu wenig Nahrung, die falsche Kleidung.
    Und schließlich gipfelt der Konflikt in einem katastrophalen, irreversiblen Schlussakt der Verzweiflung. In aller Härte und Konsequenz.

    Ein schmales aber gewaltiges Buch, das sämtliche menschlichen Emotionen im Dunkelbereich sensibilisiert. Zutiefst bewegend, erschütternd und verstörend. IM SCHATTEN DES VATERS schwillt langsam, aber stetig, zu einem unerträglich lauten Klangteppich an, verstummt plötzlich ohne Vorwarnung, zu bestürzender Stille, dass nur noch der eigene Atem zu hören ist.

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  • ungewöhnlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2011

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    Ich bin unentschieden: Sprachlich und von der zeitlichen Abfolge her ist der Roman zweitweise etwas schwierig zu verfolgen. Die story an sich ist reichlich verstörend, in ihrer Darstellung menschlichen Schicksals abgrundtief traurig und aufs Innerste anrührend. So etwas liest man nicht alle Tage!

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  • Beklemmend und erschütternd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ulrike Seine, am 03.09.2011

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    Geplant sind ein Jahr in der abgelegenen Wildnis Alaskas. Nur zwei Menschen, einander auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, ein psychisch instabiler Vater und sein dreizehnjähriger Sohn Roy.
    Roy bemerkt die Probleme seines Vaters sehr rasch. Eigentlich möchte er wieder nach Hause, wagt diesen Ausbruch aber nicht. Er spürt die Schwächen des Vaters, erlebt sich selbst als stärker, ohne es sich einzugestehen. Ein Drama nimmt seinen Lauf. Ich war und bin schockiert.

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  • Im Schatten des Vaters Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.08.2011

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    Ich fand den ersten Teil der Erzählung trotz mancher logischer Mängel beeindruckend dicht und beklemmend erzählt. Während zu Beginn die Umwelt als feindliches Element wahrgenommen wird, verlagert sich die Ursache der Gefahr mehr und mehr auf die Instabilität des Vaters. Leider flacht die Geschichte in der zweiten Hälfte extrem ab. Jims Abdriften in den Wahnsinn fand ich uninteressant und sehr langatmig.

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  • Beklemmendes Szenario Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Verena Gwosdz, am 20.07.2011

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    Vater und Sohn ziehen sich für ein Jahr auf eine entlegene Insel Alaskas zurück. Nur sie beide, eine Hütte und erbarmungslose Wildnis...
    Ein erschütternder, atmosphärisch dichter und richtig beklemmender Roman. Tolles Debüt!

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  • Nicht zu viel erzählen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jens Paller, am 21.05.2011

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    Zwei Menschen, Vater und Sohn, völlig isoliert und zurückgezogen für ein Jahr in der menschenleeren Wildnis von Alaska. Es fällt beiden schwer sich an die neue Sitauation zu gewöhnen, die Versorgung sicherzustellen, nur alle paar Monate kommt Nachschub mit dem Wichtigsten per Flugzeug.
    Nachts hört der dreizehnjährige Sohn Roy zunehmend seinen Vater schluchzen, was ihn weiter verstört.
    Was dann weiter geschieht, sollte man keinem möglichen, weiteren Leser /-in berichten, Nerven, Anspannung, Schaudern und Kälte sind garantiert....

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  • EINE VATERFIGUR, DIE ZORNIG MACHT! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Walter Fürhacker, am 20.04.2011

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    Um seinen gescheiterten Beziehungen zu entfliehen, kauft sich Jim auf einer abgelegenen Insel im Süden Alaskas eine Holzhütte. Er will, zusammen mit seinem Sohn Roy, in der einsamen Wildnis seine eigene Einsamkeit, sein verkorkstes Leben auf den Prüfstand stellen, sein Dasein auf das Überleben in absoluter Abgeschiedenheit reduzieren. Sie wissen dabei nicht, daß sie sich auf ein verheerendes Abenteuer einlassen, bei dem mehr und mehr die inneren Kämpfe Oberhand gewinnen. Die mühsame Entflechtung der missglückten Vergangenheit scheitert schließlich und endet in einer Katastrophe.

    Die erbärmliche Schwäche dieser Vaterfigur macht zornig.
    Sie erstickt den starken Lebenswillen seines Sohnes.
    Roys Aufbäumen, das Entrinnen aus dem mächtigen Schatten seines Vaters wird im kläglichen Kummer dieser gescheiterten Existenz ertränkt.

    Vonn legt viel Kraft in die Beschreibung problematischer und spannungsgeladener Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen. Dabei schreibt er in knappen, einfachen Sätzen, ohne sich in komplizierten Details zu verlieren. Dies verleiht dem kurzen Roman eine manchmal ungeheuerliche Sachlichkeit, die der Geschichte bei aller Grausamkeit gut tut.

    Eine Leseerlebnis der besonderen Art.

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  • Ein verheerendes Abenteuer Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helga Ebenkofler, am 06.04.2011

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    Es hätten schön und abenteuerlich werden können. Ein Vater und sein 13jähriger Sohn planen, ein Jahr lang in der Wildnis Alaskas zu verbringen. Was gedacht war als Annäherung, entwickelt sich jedoch als Geschichte des Scheiterns.Das Leben auf der Insel ist anders als erwartet. Nicht nur, dass erst gelernt werden muss, wie man Vorräte anlegt und sich vor wilden Tieren schützt, bedeutsamer und konsequentenreicher ist die seltsame Distanz zwischen den beiden. Der Vater ist für Roy nicht greifbar, er überfordert den Jungen mit seiner Schwäche und seinen Frauengeschichten. Manchmal fühlt er sich als „Teil einer großen Verzweiflung, die überall dort lebte, wo sein Vater hinging“.
    Der Sohn dagegen ist für den Vater nur Teil einer Notlösung, Teil einer Flucht aus einem ziemlich gescheiterten Leben. Und irgendwann kommt es zur großen Katastrophe, mit der eine geradezu irreale Reise beginnt. Mehr soll nicht verraten werden, sowohl Buch wie Autor sind es allemal wert entdeckt zu werden. Nüchtern, emotionslos, alles Überflüssige weglassend erzählt Vann von inneren Dämonen, von menschlicher Getriebenheit und der permanenten Überforderung. Die Unzulänglichkeit des Vaters wird jedoch nicht vorgeführt, das Tragische ist einfach nur tragisch, aus dem es kein Entkommen im Sinne einer Katharsis gibt. Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Verzweiflung sind die vorherrschenden Gefühle, denen die distanzierte Sprache noch einmal mehr an Gewicht verleiht.
    Ein Buch, das beeindruckt und verstört, das Bilder im Kopf entstehen lässt, die man nicht so schnell wieder los wird. Ein Buch auch, das viele Fragen aufwirft, ohne dass der Autor, der selbst als 13jähriger den Selbstmord seines Vaters miterlebt hat, sie beantworten kann oder will.

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  • hart Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 11.03.2011

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    Ein Vater beschließt mit seinem dreizehnjährigen Sohn ein Jahr auf einer abgelegenen, unbewohnten Insel irgendwo in Alaska zu verbringen.
    Pflichtgefühl und Liebe zu seinem Vater lassen Roy diesem Vorhaben zustimmen.
    Schon kurz nach der Ankunft erkennt er aber das Unvermögen seines Vaters, mit dieser extremen Situation fertig zu werden. Roy will nur mehr weg. Er will nach Hause zu seiner Mutter und seiner Schwester...........

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  • Romandebüt von David Vann Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Evelyn Röwekamp, am 23.02.2011

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    Es liest sich wie eine Shakespeare-Tragödie; selten nur hat mich ein Buch so aufgewühlt.

    Die Geschichte von Vater und Sohn, die ein Jahr allein auf sich gestellt auf einer unbewohnten uns sehr entlegenen Insel leben wollen, beginnt schon zeitig mit dem Sich-nicht-wohlfühlen des Sohnes. Auf die Wildnis nicht vorbereitet, versetzt ihn sein eigener Vater in Überlebensängste und er will am liebsten einfach nur weg.

    Unaufhaltsam steuern beide Protagonisten dem dramatischen Höhepunkt entgegen.

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