Der Medicus

Roman

von Noah Gordon

Buch

Taschenbuch (845 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.


Produktdetails

Verkaufsrang: 2.611
ISBN-10: 3-453-47109-1
EAN: 9783453471092
Originaltitel: The Physician
Erschienen: 11.04.2011
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 845
Länge/Breite: 188mm/120mm
Gewicht: 505 g
Übersetzer: Klaus Aus d. Englischen Timmermann, Ulrike Wasel, Wilhelm Thaler
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Noah Gordon

Am 11.November des Jahres 1926 kam Noah Gordon, als zweites Kind von Robert und Rose, in einer kleinen Wohnung in Worcester, Massachusetts, als Hausgeburt zur Welt. Sein Name ist zum Gedenken an seinen Großvater Noah Melnikoff, der kurz vor seiner Geburt verstarb. Seine Witwe, Noahs Großmutter, lebte fortan für die nächsten 35 Jahre bei der jungen Familie. Für Noah Gordon selbst war sie wie eine zweite Mutter. Als er 1945 die High School abschloss, herrschte noch Krieg. Obgleich er eine Brille trug und Farbenblind war, wollte er der Armee dienen, um später der Navy beitreten zu können. Doch als der Krieg dann für ihn plötzlich vorüber war, leistete er seinen restlichen Dienst auf einem Posten in San Francisco ab. Danach gab Noah Gordon dem Druck seiner Familie nach und studierte Medizin. Seine Familie sah darin eine finanzielle Absicherung und eine Chance auf hohen Lebensstandart, den sie selbst nie erreichen konnten. Doch schnell entschied sich Noah Gordon um und wählte für sich den Schritt Journalismus zu studieren, vorerst ohne das Wissen seiner Eltern. 1950 erhielt er seinen Bachelor in Journalismus und machte dann auch seinen Master in Englisch und Creative Writing an der Boston Universität. Wenig später heiratete Noah Gordon Lorraine Seay, die er während seiner Ausbildung kennenlernte. Für ein paar Jahre wohnten sie in New York, wo Noah Gordon einige Jobs als Journalist bekam. Als sie jedoch ihr erstes Kind bekamen verschlug es sie zurück nach Massachusetts. Dort arbeitete er lange Jahre für den Boston Herald, bis er anfing als freier Schriftsteller zu arbeiten. An seiner Seite unterstützte Noah Gordon stets seine Frau, mit der er drei Kinder bekam. Zusammen besaßen sie den Glauben an Erfolg und der stellte sich mit seinem Roman "Der Rabbi" ein. Der Durchbruch als Schriftsteller war gemacht und der weltweite Erfolg kam mit "Der Medicus".
Nachdem Noah Gordon als Bestsellerautor schon bekannt war zog es ihn mit seiner Frau zurück in die ländliche Idylle Massachusetts. Dort bewohnten sie einige Jahre eine Farm, verkauften sie jedoch wieder, weil es ein zu großer Zeitaufwand war, dem sie nicht gerecht werden konnten. Sie bevorzugten wieder die Stadt und wohnen seitdem in Boston. Noah Gordon sagt von sich, es sei eine Herausforderung in seinem hohen Alter das Gleichgewicht zwischen harter Arbeit, Familie genießen und an Rosen riechen, zu finden. Noah Gordon gewann sowohl in Amerika, wie auch in Europa mehrere Awards für seine Bücher.

Meinung der Redaktion
Noah Gordon vermag es, einer Story Saft und Kraft zu geben.

Klaus Aus d. Englischen Timmermann

Klaus Timmermann, geboren 1955, arbeitet als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf.

Ulrike Wasel

Ulrike Wasel, geboren 1955, arbeitet als Übersetzerin angloamerikanischer Literatur.

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Kundenrezensionen

  • Sprachlich ein Genuss!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Sallmayer, am 25.01.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als der 9-Jährige Rob J. Cole die Hand seiner kranken Mutter hält bemerkt er, dass er spüren kann wie das Leben aus ihr herausfließt. Kurz nach dem Tod der Mutter erkrankt auch der Vater. Auch bei ihm spürt Rob den nahenden Tod. Als Vollwaise ohne Verwandte wird Rob von einem fahrenden Bader (Heilkundiger) als Lehrjunge aufgenommen. Als sein Lehrherr von seiner Gabe erfährt glaubt er im zunächst nicht, doch dann ermutigt er ihn seine Gabe anzunehmen. Jahre später beschließt Rob nach Persien zu reisen um ein echter Medicus zu werden. Ein anspruchsvoller und vielschichtiger Roman, der das abenteuerliche Leben eines ehrgeizigen Jungen aus dem frühen Mittelalter beschreibt.

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  • Wunderbares Kopfkino ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat und das man(n oder Frau ) nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Dieser historische Roman verdient es gelesen zu werden. Der Leser wird in die bunte Welt des Mittelalters entführt und man hat immer das Gefühl direkt dabei zu sein. Ein Klassiker und ein absolutes Muss nicht nur für Fans historischer Romane. Gerade Medizininteressierte werden hier umfangreich und umfassend bedient und es ist erstaunlich mit welchen Mitteln und Methoden und unter welchen Umständen hier Erfolge zu verzeichnen sind.

    Es ist das beste Buch, was ich bisher lesen durfte - also daher unbedingte Kaufempfehlung !

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  • Ein Klassiker des historischen Romans Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Heidsiek, am 28.02.2012

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Vorneweg: Wer Tolkiens „Herr der Ringe“ bereits nach wenigen Seiten gelangweilt abgebrochen hat, der wird höchstwahrscheinlich auch an Gordons „Medicus“ (zumindest anfangs) kaum Gefallen finden, denn wie beim großen Fantasywerk, so nimmt auch hier das Umherreisen reichlich viel Platz innerhalb der Handlung ein. Und wie Tolkien, so nutzt auch Gordon diesen Platz, um seine Protagonisten näher auszuarbeiten und im weiteren Verlauf die Unterschiede der verschiedenen Kulturen, Religionen und Landschaften ausführlicher zu skizzieren. Das wird bei Freunden geradliniger Bücher vielleicht für nur wenig Begeisterung sorgen. Fakt ist aber: Noah Gordon gelingt damit die Wiederbelebung der schillernden Welt des Mittelalters, welche der Leser Seite um Seite mit einem ähnlich kindlichen Staunen betrachtet wie der junge Rob Jeremy Cole. Bader und Gaukler, marodierende Ritter, reisende Kaufleute, pilgernde Christen, Pest, Hungersnöte und blinder religiöser Fanatismus. Der Autor hat in „Der Medicus“ eine einfach stimmige Mischung auf Papier gebracht, welche zwar nur auf wenigen überlieferten Fakten beruht (Gordon gibt dazu im Nachwort eine aufschlussreiche Erklärung ab), dafür jedoch die persönliche Geschichte von Jeremy Cole schlichtweg passend in die damalige Zeit einbettet.

    Und dieser ist ohne Frage das Zugpferd der gesamten Geschichte. An seinem Schicksal nimmt man, nicht zuletzt wegen seiner nachvollziehbaren, menschlichen Art, ziemlich früh Anteil. Man betrauert familiäre Verluste und berufliche Rückschläge, fiebert beim Werdegang des Waisenjungen mit. Stets in der Hoffnung, er möge eines Tages sein Ziel erreichen und als ausgebildeter Medicus nach England zurückkehren. Bis dahin ist es für Cole und den Leser ein weiter, aber lohnenswerter Weg, an dessen Rand man immer wieder Neues entdecken kann. Für Zartbesaitete könnte dieser Weg allerdings mitunter beschwerlich sein, schildert doch Gordon medizinische Eingriffe und Operationen nicht selten bis in kleinste, blutige Detail (Die blumige Ausdrucksweise dürfte für den konservativen Iny-Lorentz-Leser nur schwer zu verkraften sein). Auch die lange Feindschaft zwischen den Christen und den Juden wird intensiv beleuchtet, wobei hier Gordon (selbst Jude) ein großes Lob für die äußerst moralfreie Betrachtung dieser Thematik auszusprechen ist. Das die differenzierte Darstellung der kulturellen Gegensätze trotzdem bis zum heutigen Tag noch aktuell ist, ist weniger Gordon, als vielmehr der gesamten Menschheit anzulasten, auf welche folgender Ausspruch wohl immer noch am besten passt: „Aus der Geschichte lernen wir, dass wir nichts aus der Geschichte lernen.“

    Nach mehr als 700 Seiten schließt das Buch dann mit einem unerwarteten und unkonventionellem Ende, das allerdings gerade deswegen so befriedigend ist und dazu nochmals den Eindruck verstärkt, mit Gordons „Medicus“ ein ganz besonderes Buch gelesen zu haben.

    Insgesamt ist „Der Medicus“ ein farbenprächtiges und lebendiges Historien-Epos, das Unterhaltung und Tiefgang sehr bemerkenswert in Einklang bringt und dabei sogar die eigene Wissbegierde weckt. Ein Klassiker des Genres, der auch nach fast einem Vierteljahrhundert immer noch seinen Platz in den Regalen der Buchhandlungen sicher hat und durch zwei weitere Bände zu einer Trilogie komplettiert wurde.

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  • Tolle Geschichte mit Fortsetzung !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Layan, am 26.12.2011

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    Der Medicus ist eines der ersten Erwachsenen Bücher die ich mal vor ca. 12 Jahren gelsen habe und jetzt habe ich diese Reihe nochmal gelesen. Und ich muß mal wieder sagen, es hat mich wie beim ersten mal total beigeistert. Das Buch hat eine super Geschichte und spielt an super Schauplätzen. Dieses Buch ist ein muß für jeden Fan von historischen Büchern. Auch noch nach sovielen Jahren.

    Toll!!!!

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  • Das Buch ist einfach nur spannend und interessant Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.10.2011

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    Für Geschichte und das Mittelalter interessiere ich mich nicht wirklich aber dieses Buch hat es geschafft, mir das Leben in dieser Zeit so interessant und lesenswert darzustellen, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
    Es gehört in jedem Fall zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es blind weiterempfehlen!!!
    Ein faszinierendes Buch, was zudem noch Geschichte interessant verpackt!

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