Glennkill

Ein Schafskrimi. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2006 für das beste Debut

von Leonie Swann

Buch

Taschenbuch (384 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Schafe, und wie sie die Welt sehen: »Glennkill« ist warmherzig und witzig, spannend und ironisch, tiefsinnig und voller Überraschungen!

Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde, bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären ...

Das Aufsehen erregende Debüt einer jungen deutschen Autorin, eine der zauberhaftesten und ungewöhnlichsten Entdeckungen der letzten Jahre.

Produktdetails

Verkaufsrang: 8.134
ISBN-10: 3-570-40084-0
EAN: 9783570400845
Erschienen: 18.07.2011
Verlag: Cbj
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 384
Länge/Breite: 186mm/123mm
Gewicht: 409 g
Altersempfehlung: 12 - 99
Reihe: cbj Taschenbücher
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Leonie Swann

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Die Idee zu ihrem Buch entstand während eines Aufenthaltes in Paris, als sie plötzlich eine große Sehnsucht nach dem Landleben überkam - und nach Schafen, mit denen sie auf einer Irlandreise Bekanntschaft geschlossen hatte. Ihr Debüt-Roman sorgte auf Anhieb auch international für Furore.

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Kundenrezensionen

  • Schafslogik Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Buch, welches es zu 100% wert ist. Eine Schafsherde versucht, den Mörder ihres Schäfers Gerorge Glenn zu finden. Daher beginnen die Schafe zu ermitteln. Es folgt eine spannende, humorvolle und zum nachdenken anregende Geschichte, welche einen Einblick in die Gedanken der Schafe bietet.

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  • Tierisch spanndend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Marx, am 16.09.2011

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    Die Schafe von Glennkill sind ganz besondere Schafe. Sie grasen nicht einfach nur so durch ihr Leben. Nein, sie ermitteln auch. Und zwar den Tod ihres Schäfers. Den finden sie nämlich eines Tages auf ihrer Weide. Zum Glück hat jedes Schaf eine besondere Begabung und so wird der Mord an dem Schäfer von den Schafen aufgeklärt.
    Extrem witzig und trotzdem spannend! Für Teens ab 12

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  • Gewiefte Schafe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Herrlich, dieses Buch - es war für mich die ideale Ferienlektüre. Neben dem kriminellen Thema steckt so viel Hintergründiges darin -z.b. wie ein Schaf in der Kirche ein Kreuz mit einer Jesusfigur interpretiert. Die tierischen Sichtweisen der Schafe lassen manches Menschliches in anderem Licht erscheinen.

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Gestern war er noch gesund", sagte Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
"Das sagt gar nichts", entgegnete Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde, "er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit."
Der Schäfer lag neben dem Heuschuppen unweit des Feldweges im grünen irischen Gras und rührte sich nicht. Eine einzelne Krähe hatte sich auf seinem wollenen Norwegerpullover niedergelassen und äugte mit professionellem Interesse in sein Innenleben. Neben ihm saß ein sehr zufriedenes Kaninchen.
Etwas entfernter, nahe der Steilküste, tagte die Konferenz der Schafe.
Sie hatten Ruhe bewahrt, als sie ihren Schäfer an diesem Morgen so ungewohnt kalt und leblos vorgefunden hatten, und sie waren sehr stolz darauf. Natürlich hatte es im ersten Schrecken ein paar unüberlegte Rufe gegeben: "Wer bringt uns jetzt Heu?" etwa, oder "Ein Wolf! Ein Wolf!"
Aber Miss Maple hatte schnell dafür gesorgt, dass keine Panik ausbrach. Sie erklärte, dass mitten im Sommer auf der grünsten und fettesten Weide Irlands sowieso nur Dummköpfe Heu fressen würden und dass selbst die raffiniertesten Wölfe ihren Opfern keinen Spaten durch den Leib jagten. Und ein solches Gerät ragte ganz zweifellos aus den morgenfeuchten Innereien des Schäfers.
Miss Maple war das klügste Schaf von ganz Glennkill. Manche behaupteten sogar, sie sei das klügste Schaf der Welt. Doch niemand konnte das nachweisen. Es gab zwar einen jährlichen Smartest-Sheep-of-Glennkill-Contest, doch Maples außerordentliche Intelligenz erwies sich gerade darin, dass sie an solchen Wettbewerben nicht teilnahm.
Der Gewinner verbrachte nach seiner Krönung mit einem Kranz aus Klee (den er anschließend fressen durfte) mehrere Tage auf einer Tournee durch die Pubs der angrenzenden Orte. Dort musste er immer wieder das Kunststück aufführen, das ihm irrtümlich seinen Titel eingebracht hatte, blinzelte in den Tabaksqualm, bis ihm die Augen tränten, und wurde von den Menschen so lange mit Guinness abgefüllt, bis er nicht mehr richtig stehen konnte. Außerdem machte ihn von da an sein Schäfer für jeden Schabernack verantwortlich, der auf der Weide geschah: Der Schlauste war immer der Hauptverdächtige.
George Glenn würde nie wieder ein Schaf für etwas verantwortlich machen. Er lag aufgepfählt nahe des Feldwegs, und seine Schafe beratschlagten, was nun zu tun sei. Sie standen zwischen dem wasserblauen Himmel und dem himmelblauen Meer an der Steilküste, wo man das Blut nicht riechen konnte, und fühlten sich verantwortlich.
"Er war kein besonders guter Schäfer", sagte Heide, die noch fast ein Lamm war und die nicht vergessen konnte, dass George nach dem Winter ihren stattlichen Lämmerschwanz kupiert hatte.
"Genau!" Das war Cloud, das wolligste und prächtigste Schaf, das man sich vorstellen konnte. "Er hat unsere Arbeit nicht geschätzt. Die norwegischen Schafe machen es besser! Die norwegischen Schafe haben mehr Wolle! Er hat sich Pullover von fremden Schafen aus Norwegen schicken lassen eine Schande, welcher andere Schäfer hätte seine Herde so gekränkt!"
Es entspann sich eine längere Diskussion zwischen Heide, Cloud und Mopple the Whale. Mopple the Whale bestand darauf, dass die Güte eines Schäfers sich schließlich an Futtermenge und -qualität erweisen würde und dass es hier nichts, aber auch gar nichts gegen George Glenn zu sagen gäbe. Schließlich einigte man sich darauf, dass der ein guter Schäfer sei, der niemals den Lämmern die Schwänze kupiert, keinen Schäferhund einstellt, Futter in Hülle und Fülle verabreicht, vor allem Brot und Zucker, aber auch gesunde Sachen wie Kräuter, Kraftfutter und Rüben (ja, sie waren alle sehr vernünftig) und sich ganz und gar in die Produkte seiner eigenen Herde kleidet, etwa mit einem Ganzkörperfell aus gesponnener Schafswolle.
Das würde dann sehr schön aussehen, beinahe so, als sei er auch ein Schaf. Natürlich war allen klar, dass ein solch vollkommenes Wesen auf der

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