Buch
Taschenbuch (587 Seiten)
7. Auflage
Sprache: Deutsch
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von Markus Zusak
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Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf - für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an - in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.
Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns ...
»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.
Ab sofort (8. Aufl.) mit zusätzlichem Bonusmaterial für Ihren Lesekreis: Thesen, Fragen und Diskussionsanregungen und ein Interview mit dem Autor!
| Verkaufsrang: | 2.773 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-442-37395-6 |
| EAN: | 9783442373956 |
| Originaltitel: | The Book Thief |
| Erschienen: | 07.09.2009 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 7. Auflage |
| Seitenzahl: | 587 |
| Gewicht: | 512 g |
| Übersetzer: | Alexandra Ernst |
| Reihe: | Blanvalet Taschenbücher |
Der australische Schriftsteller Markus Zusak wurde als jüngster von vier Geschwistern am 23.Juni 1975 in Sydney geboren. Sein Vater stammte aus Österreich und war Maler, seine Mutter kam aus Deutschland. Von ihnen erfuhr Markus Zusak schon als Kind die Geschichten aus dem 2.Weltkrieg, die ihn inspirierten "Die Bücherdiebin" zu schreiben. Sein vorläufiger Kindheitstraum war wie sein Vater Maler zu werden, doch schnell resignierte Markus Zusak und entdeckte eher sein Talent zum Schreiben. Für seinen Jugendroman "The Underdog" aus dem Jahr 1999 erhielt Markus Zusak seine ersten Auszeichnungen. Bekannt wurde der Autor aber vor allem durch sein 2002 veröffentlichtes Buch "Der Joker ? The Messenger", welches 2007 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gewürdigt wurde. Der letztendliche Durchbruch gelang Markus Zusak mit "Die Bücherdiebin". Der Zeithistorische Roman wurde zahlreich geehrt und mit Preisen überschüttet. Durch die Erzählungen seiner Eltern wollte Markus Zusak das damalige Nazi-Deutschland unter den Aspekten der Gegenwehr aufzeigen, welches ihm so gut gelang, dass er einen Bestseller schrieb. Inzwischen sind seine Romane in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Neben seiner Tätigkeit als Autor, lehrt Markus Zusak noch gelegentlich Englisch an einer High School. Seine Freizeit verbringt er mit seiner Familie, geht surfen oder ins Kino. Markus Zusak ist verheiratet und Vater einer Tochter. Wohnhaft ist er mit seiner Familie in Sydney.
Meinung der Redaktion
Markus Zusak hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben.
von Denny Engel, am 30.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Bern
von Bianca Schiller, am 12.01.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Schaffhausen
von einer Kundin/einem Kunden, am 24.04.2012
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von Rita, am 12.04.2012
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von Christiane Hibbe, am 13.03.2012
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von Maria Vaclavicek, am 23.02.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 31.01.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 24.01.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 31.12.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 31.10.2011
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von Kai Aline Hula, am 12.10.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 13.09.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 12.09.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 28.08.2011
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von Verena Brodde, am 07.08.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 29.07.2011
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von Maren Oberwelland, am 17.06.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 14.06.2011
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von Antje Christel, am 27.05.2011
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von Magdalena Berger, am 13.05.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 04.04.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 14.03.2011
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Ich bin nach Kräften bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fröhlich sein. Ich kann angenehm sein. Amüsant. Achtsam. Andächtig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben "A". Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir völlig fremd.
REAKTIONEN AUF DIE OBEN GENANNTE TATSACHE
Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inständig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.
Was fehlt?
Natürlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
Ich könnte mich ganz förmlich vorstellen, aber das ist gar nicht nötig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das hängt von einer Reihe von Umständen ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich über euch allen stehen, so freundlich, wie es mir möglich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen Körper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tröpfelt zu Boden. Die einzigen Geräusche, die ich danach hören werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erzählen?
Ich persönlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Schärfe. Und es hilft mir, mich zu entspannen.
EINE KURZE ZWISCHENBEMERKUNG
Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbtönen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbesprühtes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Geschäft habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.
Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese Tätigkeit schon ausübe. Das Problem ist: Wer könnte mich ersetzen? Wer könnte für mich einspringen, während ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
Dennoch fragt ihr euch möglicherweise, warum ich überhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
Was mich zum nächsten Punkt bringt.
Es sind die übrig gebliebenen Menschen.
Die Überlebenden.
Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bemühen, sie nicht anzusehen, versage ich häufig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die Überlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zurückbleibenden zwischen den Puzzlestücken der Erkenntnis, Überraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben zerschlagene Lungen.
Was mich wiederum zu dem Thema bringt, über das ich heute Abend - oder heute Mittag, oder welche Stunde und Farbe es auch immer gerade sein mag - mit euch reden will. Es ist die Geschichte von einer beständig Überlebenden - von einer Expertin im Zurückbleiben.
Es ist eigentlich nur eine kleine Geschichte, und sie handelt unter anderem von:
- einem Mädchen
- ein paar Worten
- einem Akkordeonspieler
- ein paar fanatischen Deutschen
- einem jüdischen Faustkämpfer
- und einer ganzen Menge Diebstählen
Ich sah die Bücherdiebin drei Mal.
NEBEN DEN BAHNGLEISEN
Das erste Mal war es weiß. Gleißend.
Einige von euch werden wahrscheinlich denken, dass Weiß gar keine Farbe ist. Völliger Blödsinn. Das stimmt nicht. Weiß ist zweifellos eine Farbe, und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr mit mir streiten wollt.
Cissd EIN WORT ZUR BESÄNFTIGUNG
Bitte bleibt ruhig, trotz dieser offenkundigen Drohung. Ich tue nur so. Ich bin nicht gewalttätig. Ich bin nicht bösartig. Ich bin das Ergebnis.
Ja, es war weiß.
Es war so, als ob der ganze Erdball in Schnee gekleidet wäre. Als ob er ihn angelegt hätte, so wie ihr einen Pullover anzieht. Neben der Bahnstrecke verliefen Fußspuren, eingesunken bis zum Schienbein. Die Bäume trugen Decken aus Eis.
Wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, war jemand gestorben.
Sie konnten ihn nicht einfach auf dem Boden liegen lassen. Im Augenblick wäre das kein Problem gewesen, aber schon bald würde das Gleis geräumt sein, und der Zug würde weiterfahren.
Da waren zwei Wachmänner.
Da waren eine Mutter und ihre Tochter.
Und eine Leiche.
Die Mutter, die Tochter und die Leiche verharrten, hartnäckig und still.
"Was willst du denn von mir?"
Die Wachmänner waren groß und klein. Der Große sprach stets zuerst, obwohl er nicht das Kommando führte. Er sah den rundlichen Kleinen an. Den mit dem feuchtroten Gesicht.
"Nun", lautete die Erwiderung, "wir können ihn doch wohl nicht einfach hier liegen lassen?"
Der Große verlor die Geduld. "Und warum nicht?"
Der Kleinere explodierte beinahe. Er schaute zu dem Kinn des Großen auf und schrie: "Spinnst du?" Die Abscheu auf seinen Wangen wuchs mit jedem Moment. Seine Haut weitete sich. "Komm", sagte er und stapfte durch den Schnee. "Wir tragen sie alle drei zurück, wenn es sein muss. Und wir melden es der nächsten Station."
von Martin Suter
von Uwe Tellkamp