schneller Spaß für jeden Spieleabend
von
einer Kundin/einem Kunden, am 04.06.2011
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Beim Spieleabend alle Spieler totenstill so nah wie möglich an den Spielturm gebeugt sitzen zu sehen, muss für einen Außenstehenden doch sehr verwirrend sein. Nachdem die "Spuren" und "Opfer" aber im Arosa verteilt sind, beginnt das lautstarke beschuldigen, wer wo Spuren hinterlassen hat und wo sich die Opfer befinden. So wird der Täter im Arosa gefunden und der Krimi gelöst.
In dem würfelförmigen Karton befindet sich matrjoschka-artig der Spielturm. In umgekehrter Reihenfolge aufgebaut ergibt sich ein Turm mit acht Etagen in denen jeweils in der Mitte ein kleines Loch ist. Durch das Loch im obersten Stock werden die Opfer und Spuren jeweils in Form von kleinen, quadratischen, farbigen Spielsteine in den Turm geworfen. Anhand der Dauer und der unterschiedlichen Frequenz der Geräusche gilt es die Lage der Spielsteine zu erhöhren! Reihum müssen zuerst die Opfer gefunden werden. Anschließend gilt es Spuren der Mitspieler zu finden oder eigene Spuren wieder zu beseitigen.
Wurden von einem Spieler zu viele Spuren gefunden, wird der Täter ermittelt - schließlich ist eine Spur direkt im Stockwerk der Opfer sehr viel verdächtiger als am anderen Ende des Hotelturms.
Der Reiz des Spiels liegt definitiv in den sich abwechselnden Phasen: gespanntes zuhören und beschuldigen. Natürlich hat man beim Hineinwerfen der eigenen Spuren ein begründetes Interesse möglichst "ungehört" vorzugehen - mit zum Teil abenteuerlichen Ablenkungsmanövern.
Hier kommt es also auch mal auf das Gehör drauf an. Eine sehr gelungene Abwechslung zu anderen Spielen. Neben dem guten Gehör ist aber ein gutes Gedächtnis (bei 6 Spielern sind zu Beginn bereits 14 Spielsteine im Turm - und es werden immer mehr!) und eine ruhige Hand auch von Vorteil (um die Beschuldigungen zu überprüfen muss der Turm ab dem jeweiligen Stockwerk angehoben werden ohne die darüber liegenden Stockwerke/Spielsteine zu verändern).
Die Teile des Turms sind - dafür das sie nur aus Pappe bestehen - sehr stabil und solide verarbeitet - nicht perfekt, aber bei dem Spiel verschmerzbar.
Die Spielsteine sind zwar aus Holz - was man positiv anrechnen sollte - dafür aber mit den damit verbundenen Problemen: Die Wenigsten sind wirklich quadratisch (was man hinsichtlich des Spiels aber fast noch als Absicht durchgehen lassen kann). Insgesamt sollen für 6 Spieler je 20 Steine + 2 Opfersteine enthalten sein. Bei mir waren es bei einer Farbe 22 (wovon 2 aber total verstummelt waren - aufgrund des Zuviel aber egal), bei einer Farbe 21 bei einer dritten Farbe aber nur 19 Steine. Steine zuviel ist ja egal, aber der eine fehlende ist etwas ärgerlich - alles in allem aber innerhalb der Tolleranz (zumal ich ja noch einen zum umlackieren hab).
Alles in Allem: Ein ungewöhnliches Spiel, das schnell erklärt und schnell gespielt ist.