Am Ende war die Tat. Goldmanns Taschenbücher, Band 47132

Roman

von Elizabeth George

Buch

Taschenbuch (670 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Chief Inspector Lynleys Frau Helen und sein ungeborenes Kind sind einem willkürlichen Akt sinnloser Gewalt zum Opfer gefallen. Doch was hat einen erst Zwölfjährigen zu dieser schrecklichen Bluttat getrieben? Die Anatomie eines Mordes: Meisterhaft erzählt Elizabeth George die Geschichte des Jungen Joel, der sich im verzweifelten Versuch, sein Leben am Rande der Gesellschaft zu meistern, auf einen Pakt mit dem Teufel einlässt ...


Produktdetails

Verkaufsrang: 2.656
ISBN-10: 3-442-47132-X
EAN: 9783442471324
Originaltitel: What Came Before He Shot Her
Erschienen: 02.11.2009
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 670
Gewicht: 577 g
Übersetzer: Michael J. Müschen
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Elizabeth George

Die Amerikanerin Elizabeth George hatte von Jugend an ein ausgeprägtes Faible für die britische Krimitradition. Psychologische Raffinesse, präziser Spannungsaufbau und ein unfehlbarer Sinn für Dramatik charakterisieren ihre Bücher. Ausgezeichnet mit dem Anthony Award, dem Agatha Award und dem Grand Prix de Litérature Policière. Die Autorin lebt in Huntington Beach/Kalifornien.

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Kundenrezensionen

  • Am Ende war die Tat Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Britta Bachert, am 12.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine überaus spannende Milieustudie aus einem Londoner Stadtteil – ein sozialer Brennpunkt. Die drei Halbwaisen Joel, Ness und Toby werden innerhalb der Familie herumgereicht und versuchen immer aufs Neue sich zurechtzufinden.
    Mit voller Wucht trifft sie die Kriminalität ihres Umfeldes. Verzweifelte Versuche sich zu behaupten und vor noch Schlimmerem zu bewahren schlagen fehl. So endet alles in einer Tragödie.
    Lesen Sie selbst – brilliant!

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  • Ein etwas anderer Roman von Elizabeth George Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monalena, am 21.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mich hat dieses Buch sehr aufgewühlt. Obwohl des Ende der Geschichte feststand, konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen vor Spannung. Wie Joel, eigentlich ein kluger und verantwortungsbewusster Junge, durch seine Lebensumstände immer tiefer in den Abgrund gerissen wird, ist hier ebenso glaubhaft dargestellt wie die Angst einer Familie, am unteren Ende der sozialen Leiter, vor Polizei und Jugendfürsorge und das daraus resultierende Unvermögen dieser Menschen, Hilfe anzunehmen.

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  • Furchtbar langweilig und langfädig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.10.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe jeden Band von Elizabeth George in der chronologischen Reihenfolge gelesen.
    Jedes dieser Bücher hat mir gefallen und mich süchtig nach mehr gemacht.
    Umso mehr war ich enttäuscht von diesem Buch `Am Ende war die Tat`.
    Diese Geschichte ist furchtbar langweilig, von der 1. Seite an vorhersehbar und so langfädig.....
    Auf dieses Buch kann man getrost verzichten.

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  • Gänsehaut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 09.08.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch mußte so geschrieben werden.Eine Sozialstudie über die vergessenen Kinder am Rande der Gesellschaft,die nur etwas Normalität suchen und dann hoffnungslos an den Umständen scheitern.Es wird genau offengelegt,wie diese unfassbare Tat,mit der das letzte Buch endete,passieren konnte.Ein eindringlicher Blick auf die andere Seite der Ermittlungsarbeit. Gekonnt umgesetzt.

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  • Ein tolles Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.04.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jeder muß sich darüber im klaren sein, dieses ist kein Lynley-Roman!! Aber hervorangend geschrieben. Ein Buch das nachdenklich macht. In der Mitte des Buches wird es etwas langatmig, aber Elizabeth George schafft es die Spannung wieder aufzubauen.
    Auf jeden Fall lesenswert, ich gebe fünf Sterne.

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  • Herbe Enttäuschung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kayla, am 05.02.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Serie um Lynley und Havers begann brillant und macht süchtig.
    Der vorliegende Band jedoch tanzt aus der Reihe: Zäher plot, pseudopsychologische Deutungsmuster . Spannung kommt nicht wirklich auf. Schade.

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  • enttäuschend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 16.01.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung
    Die Innenansicht eines Mordes
    Inspector Lynleys Frau und sein ungeborenes Kind fielen einem willkürlichen Akt sinnloser Gewalt zum Opfer. Doch was hat einen gerade erst 12-Jährigen zu dieser schrecklichen Tat getrieben?
    Elizabeth George nimmt den Leser mit auf eine brisante Spurensuche, die noch lange nachwirkt.
    Nur wenige Straßen trennen das noble Kensington, wo Chief Inspector Lynley und seine Frau Helen wohnen, von North Kensington. Dort sind der kleine Joel und seine Geschwister bei ihrer Tante Kendra untergeschlüpft. Kendra tut für die elternlosen Kinder, was sie kann, ist aber überfordert mit Ness, die die Schule schwänzt, Drogen nimmt und sich auf eine Affäre mit dem Drogendealer Blade einlässt. Als Ness merkt, dass Blade sie betrügt, macht sie ihm auf offener Straße eine Szene – eine Schmach, die Blade nicht auf sich sitzen lässt. Joel bemüht sich nach Kräften, die häusliche Situation unter Kontrolle zu halten und seinen kleinen Bruder Toby vor den Übergriffen grausamer Jugendlicher zu behüten. Als Joel erkennt, dass nur Blade die Macht hat, Toby zu schützen, schließt er einen Pakt mit dem Teufel – und sowohl Joel selbst als auch Lady Helen werden dessen Opfer sein ...
    Elizabeth George erzählt die Geschichte des 12-jährigen Joel, der unausweichlich an der Gewalttätigkeit seines Umfelds scheitert. Die große Schriftstellerin auf dem Höhepunkt ihres Schaffens – ein beeindruckendes, ergreifendes Psychogramm!

    Bevor ich dieses Buch gekauft hatte war mir nicht klar, dass es ohne Lynley und Havers auskommt. Hat mit Krimi nichts zu tun und ist auch nicht die Elizabeth George, deren Bücher ich so gern lese.

    Reihenfolge der "Inspecor Lynley" Bücher:
    01. Mein ist die Rache
    02. Gott schütze dieses Haus
    03. Keiner werfe den ersten Stein
    04. Auf Ehre und Gewissen
    05. Denn bitter ist der Tod
    06. Denn keiner ist ohne Schuld
    07. Asche zu Asche
    08. Im Angesicht des Feindes
    09. Denn sie betrügt man nicht
    10. Undank ist der Väter Lohn
    11. Nie sollst du vergessen
    12. Wer die Wahrheit sucht
    13. Wo kein Zeuge ist
    14. Am Ende war die Tat (ohne Inspector Lynley)
    15. Doch die Sünde ist scharlachrot
    16. Wer dem Tode geweiht

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  • Ein mitreißendes Buch, das beim Lesen süchtig macht... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.12.2009

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Endlich, nach langem Warten wieder ein gelungener Krimi von der großen Meisterin!
    Für Fans sicherlich ein tolles Weihnachtsgeschenk!!! Mit atmosphärischer Dichte siehen einen die Geschichte und die Figuren in ihren Bann...

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Für Joel Campbell, elf Jahre alt, begann der Abstieg mit einer Busfahrt. Es war ein neuerer Bus, keiner dieser älteren Doppeldecker, er trug die Nummer 70 und bediente die Du Cane Road in East Acton - nur ein kurzes Stück auf dem nördlichen Abschnitt der Busroute, auf der es nicht sonderlich viel Bemerkenswertes zu sehen gab. Der südliche Abschnitt war ansehnlicher, führte am Victoria and Albert Museum und an den stattlichen weißen Gebäuden von Queen's Gate in South Kensington vorbei. Im Norden jedoch lagen Stationen, die sich wie eine Liste zu meidender Örtlichkeiten in London lasen: die Swift Wash Laundry an der North Pole Road, H. J. Bent Bestattungsinstitut (Einäscherung und Bestattung) auf der Old Oak Common Lane, das unsägliche Gewirr von Läden an der turbulenten Kreuzung, wo die Western Avenue zum Western Way- wird und Autos und Lastwagen dem Stadtzentrum zustreben. Drohend über all dem, fast wie Charles Dickens' Feder entsprungen, ragt Wormwood Scrubs auf: nicht das von Bahnlinien begrenzte Stück Land namens Wormwood Scrubs, sondern das gleichnamige Gefängnis, das halb wie eine Festung, halb wie eine Klinik aussieht und ein Ort nicht enden wollender düsterer Realitäten ist.
Doch an diesem Januartag nahm Joel Campbell nichts von alledem zur Kenntnis, was draußen vor den Busfenstern vorüberglitt. Er war in Begleitung dreier weiterer Personen und spürte eine vage Hoffnung, dass sein Leben im Begriff war, sich zum Positiven zu wenden. Bis jetzt hatten East Acton und ein winziges Reihenhaus an der Henchman Street seine Lebensumstände umrissen: ein schäbiges Wohnzimmer und eine schmierige Küche im Erdgeschoss, drei Schlafzimmer oben und ein Fleckchen Grün vor dem Eingang, um welches die Gebäude sich hufeisenförmig drängten wie Kriegerwitwen um ein Grab. Vor fünfzig Jahren mochte die Siedlung einmal hübsch gewesen sein, doch eine jede Generation ihrer Bewohner hatte Spuren hinterlassen, und die Spuren der derzeitigen Bewohner bestanden vornehmlich aus Müll vor den Haustüren, zerbrochenem Spielzeug auf dem Gehweg, der die Gebäude miteinander verband, Plastikschneemännern und pummeligen Nikoläusen und Rentieren, die von November bis Mai auf den Dächern der Erkerfenster residierten, und einer Schlammpfütze inmitten des Rasens, die sich dort acht Monate des Jahres hielt und in der es wimmelte wie in dem Labor eines Insektenforschers. Joel war froh, diesen Ort hinter sich zu lassen, auch wenn sein Abschied eine lange Flugreise und ein neues Leben auf einer Insel mit sich brachte, die vollkommen anders war als die einzige Insel, die er bislang kannte.
"Jamaika." Seine Großmutter sagte das Wort nicht, sie intonierte es vielmehr. Glory Campbell zog das "mai" in die Länge, bis es sich wie eine warme Brise anhörte, einladend und lau und verheißungsvoll. "Was sagt ihr dazu, ihr drei? Jamaika."
"Ihr drei" waren die Campbell-Kinder - Opfer einer Tragödie, die sich eines Samstagvormittags auf der Old Oak Common Lane zugetragen hatte. Glorys ältester Sohn, der Vater der Kinder, war inzwischen ebenso tot wie ihr zweitältester, wenn auch unter völlig anderen Umständen. Die Kinder hießen Joel, Ness und Toby. Oder "arm' klein' Dinger", wie Glory sie gern nannte, seit ihr Freund, George Gilbert, seinen Ausweisungsbescheid bekommen hatte und sie ahnte, worauf sein Leben fortan hinauslaufen würde.
"Arm' klein' Dinger" - diese Ausdrucksweise war neu und ungewohnt für Glorys. Seit die Campbell-Kinder bei ihr lebten - was seit gut drei Jahren der Fall war und zum Dauerzustand zu werden schien -, hatte sie stets größten Wert auf eine korrekte Sprache gelegt. Auf der katholischen Mädchenschule von Kingston hatte sie selbst vor langer Zeit gelernt, Englisch zu sprechen wie die Queen. Das hatte ihr zwar nicht annähernd so viel genützt, wie sie gehofft hatte, als sie nach England emigrierte, aber sie konnte ihr Hochenglisch immer noch aus dem Hut zaubern, wenn etwa eine Verkäuferin zurechtgestutzt werden musste, und sie wollte, dass auch ihre Enkelkinder die Fähigkeit erwarben, Leute zurechtzustutzen, wenn es sich je als notwendig erweisen sollte.
Doch als Georges Ausweisungsbescheid eintraf - nachdem der dicke Umschlag geöffnet worden war und sein Inhalt gelesen, verdaut und verstanden und nachdem alle juristischen Schritte, das Unvermeidliche wenigstens aufzuschieben, wenn schon nicht zu verhindern, sich als ergebnislos erwiesen hatten -, legte Glory ihren englischen Patriotismus von einer Sekunde zur nächsten ab. Wenn ihr George sich auf den Weg nach Jamaika machte, dann würde sie das auch tun. Dort brauchte man kein königlich-makelloses Englisch. Vielmehr konnte es dort sogar ein Hindernis sein.
Also wandelten sich Tonfall, Satzmelodie und Syntax von Glorys charmant antiquiert wirkender Hochsprache zum honigweichen Karibischen. Sie wurde wieder zur "Eingeborenen", wie ihre Nachbarn sagten.
George Gilbert hatte London bereits verlassen. Beamte der Einwanderungsbehörde hatten ihn nach Heathrow eskortiert, um das Versprechen des Premierministers einzulösen, etwas gegen jene Besucher zu unternehmen, die ihr Visum "überstrapazierten". Sie waren in einem Zivilfahrzeug gekommen und hatten unablässig auf ihre Uhren geschaut, während George sich ausführlich von Glory verabschiedete - angenehm beflügelt von jamaikanischem Red-Stripe-Bier, auf das er angesichts der bevorstehenden Rückkehr zu seinen Wurzeln umgestiegen war. "Kommen Sie, Mr. Gilbert", hatten sie gesagt und ihn an den Armen gepackt. Einer hatte die Hand in die Tasche gesteckt, als wolle er Handschellen hervorziehen für den Fall, dass George nicht kooperierte.
Aber George hatte keine Einwände dagegen, sie zu begleiten. Nichts war in Glorys Haushalt mehr so wie früher, seit die Enkel dort aufgeschlagen waren wie drei menschliche Meteoriten aus einer Galaxie, die er nie so recht begriffen hatte. "Die seh'n echt komisch aus, Glory", hatte er manchmal gesagt, wenn er glaubte, die Kinder hörten es nicht. "Die Jungs jedenfalls, das Mädchen geht ja noch."
"Bist du wohl still", lautete Glorys Antwort dann immer. Schon das Blut ihrer eigenen Kinder war ein wildes Durcheinander, aber es war nichts im Vergleich zu dem Blut ihrer Enkel - und sie ließ nicht zu, dass irgendjemand sich über eine Tatsache mokierte, die ohnehin so unübersehbar war wie verbrannter Toast im Schnee. Außerdem war gemischtes Blut heutzutage keine Schande mehr wie in vergangenen Jahrhunderten. Es brandmarkte niemanden mehr.
Aber George schürzte die Lippen. Dann saugte er an den Zähnen, musterte die Campbell-Kinder aus dem Augenwinkel und bemerkte: "Die passen nicht nach Jamaika."

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