Darwin
Leseprobe

Darwin

Das Abenteuer des Lebens

von Jürgen Neffe

Buch

gebunden (527 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
0
0
0
0
0

Fr. 39.90

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • Windows PC und Mac OS (mit der kostenlosen Software "Adobe Digital Editions")
  • Mobilgeräte mit Android (z.B. mit der kostenlosen OYO App von Thalia)
  • Mobilgeräte mit Apple iOS (z.B. mit der kostenlosen App "Bluefire Reader")
  • eReader (z.B. OYO, Sony Reader)
  • Kindle unterstützt aktuell leider kein Adobe DRM.
  • Linux unterstützt derzeit leider kein Adobe DRM.
  • Kostenlose Lieferung ab
    Fr. 75
  • Lieferung zur Abholung in Ihre Thalia Filiale möglich

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Darwin" kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Das Darwin-Buch zum Jubiläumsjahr
Biografie, Reisebericht und Wissenschaftsreport in einem


Fünf Jahre erkundete Charles Darwin ab 1831 auf einem Segelschiff, der Beagle, die Erde und revolutionierte mit seinen dabei gewonnenen Erkenntnissen das Bild vom Leben. Er ging als Gottesgläubiger und kehrte als Begründer der Evolutionstheorie zurück. Zum Darwin-Jahr 2009 reist Jürgen Neffe auf Darwins Spuren zu abgelegenen Inseln, durchstreift Urwälder, trifft Indianer, Naturschützer und Genforscher. Immer im Sog der Grundfrage nach dem Geheimnis des Lebens. Da lässt sich am Strand von Rio über sexuelle Auslese nachdenken oder bei einem Ritt durch Patagonien über die natürliche Zuchtwahl. Ein Roadmovie über die Erforschung des Lebendigen - gesättigt von Erkenntnislust und Abenteuer, aufregend und im Bann jener Kraft, die das Leben dereinst auf den Weg brachte und die wir bis heute nicht zureichend kennen.


Produktdetails

ISBN-10: 3-570-01091-0
EAN: 9783570010914
Erschienen: 06.10.2008
Verlag: Bertelsmann Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 527
Gewicht: 806 g
Nach oben

Jürgen Neffe

Jahrgang 1956, Studium zunächst der Physik, dann der Biologie, biochemische Promotion. Zwanzig Jahre Journalist, als Redakteur und Autor bei GEO, als Reporter, Kolumnist und Korrespondent (in New York) beim SPIEGEL. Danach Aufbau und Leitung des Hauptstadtbüros der Max-Planck-Gesellschaft und Mitarbeit im Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Lebt als freier Publizist bei Berlin. Mehrfach preisgekrönt, ausgezeichnet unter anderem mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Unbedingt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Braunschweiger, am 12.08.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein gelungenes Buch über das Wirken Darwins.Die Zusammenhänge der Evolution; des Lebens werden mit der Person Darwin anschaulich verknüpft und geben Einblick in die Entstehung unserer Welt.

    Kurzweilig und immer wieder interessnat.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannender Reisebericht auf Darwins Spuren Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Bär, am 31.03.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Journalist Jürgen Neffe, studierter Physiker und Biologe und für seine Reportagen in „Geo“ und dem „Spiegel“ u. a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet, hat sich auf die Spuren von Charles Darwin begeben: in sechs Monaten ist er um den Globus gereist, um die berühmte Fahrt der „Beagle“ nachzuvollziehen. Entstanden ist ein spannender Reisebericht: Neffe erlebt auf seiner Reise einiges, lernt Wissenschafter und ganz einfache Leute kennen und schätzen, erlebt große Gastfreundschaft in den ärmsten Gegenden. Gleichzeitig beschreibt Neffe auch Darwins Fahrt mit den Forschungsschiff „Beagle“, zitiert aus seinem Reisetagebuch. So erfahren wir zum Beispiel, dass Darwin schwer seekrank war; bei einer Seereise, die fünf Jahre dauern sollte, schon ein Problem. Durch die gekonnte Verflechtung von eigenem Erleben und den Berichten Darwins entsteht eine große Nähe zu Darwins Reise, man ist sozusagen „live“ dabei, lernt gleichzeitig einiges über Darwins Erkenntnisse zur Evolutionsbiologie.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sehr lesenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lena Waider, am 22.03.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Lektüre dieses Buches hat mir viel Freude bereitet. Jürgen Neffe folgte 7 Monate lang (Neid!) dem Weg Darwins bei seiner damaligen Weltumsegelung mit der Beagle. Und dabei vermittelt er nicht nur die Erlebnisse Darwins und den Weg zu seiner Evolutionstheorie, sondern auch eigene Eindrücke und Erkenntnisse. Man erfährt zum Beispiel einiges darüber, was sich überall auf der Welt seit den Zeiten Darwins verändert hat - oder auch nicht. Auch seine Erläuterung des Prinzips der natürlichen Selektion (im Abschnitt 14: Südchile, ab Seite 215) ist geradezu vorbildlich.

    Wer eine möglichst genaue Darstellung der Biografie Darwins sucht, ist mit Neffes Buch falsch aufgehoben, denn das ist eher ein Roadmovie auf den Spuren Darwins. Auch wenn manche Überlegungen des Autors vielleicht etwas spekulativ sein dürften, ist das Buch für Darwin- und Evolutionsinteressierte absolut zu empfehlen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

Sie haben mir die Lotsenkabine zugewiesen, steuerbord Raum 408, auf Deck 3 der Alianca Pampas: ein Containerschiff, knapp hundertfünfzig Meter lang und nicht mal fünfundzwanzig Meter breit — ein kleiner Zubringer nur für die Riesen, die sich andernorts durch die sieben Meere arbeiten. Drei auf drei Meter Behaglichkeit made in China, nicht gerade hübsch, aber praktisch eingerichtet. Die härteste Matratze meines Lebens, aber zwei Luken gen Westen, wo vorhin die Sonne nach ihrer üblichen Nordrunde ein glutrot loderndes Gemälde hinterließ.
Warum nicht hier beginnen, auf dem Wasser, im südlichen Atlantik, der uns so klein macht in seinem dunklen Unmaß? In einem Moment, da uns alle auf diesem Planeten etwas verbindet, das älter ist als das Leben selbst. Heute begehen wir Equinox, den Tag der gleich langen Nacht, in Grönland wie in Feuerland, im Tropengürtel wie daheim in Europa. Oder hier, wo meine Kerze gerade brennt, ungefähr fünfzig Meilen vor der Küste Patagoniens, ein paar Glockenschläge vor Mitternacht. Zweimal im Jahr nur vereint uns der Gleichtakt von Tag und Nacht, zwölf Stunden Sonnenlicht für jeden Ort auf Erden. Eine kindliche Gefühlslage aus Stolz, Heimweh und Gerechtigkeitsfreude hat mich ein Licht in mein Kabinenfenster stellen lassen.
Wir fahren von Montevideo Richtung Süden nach Puerto Deseado, zum Hafen der Sehnsucht, etwa auf gleicher Breite wie Le Havre im Norden. Siebzehneinhalb Knoten, Kurs 217 Südwest. Dort warten Tiefkühlcontainer, mit Fisch und Shrimps und anderem gefrorenen Meeresgetier gefüllt, jeder mehr als dreißig Tonnen schwer. Fischfang im Süden, Kaufkraft im Norden — eine dürre Linie im dichten Netzwerk der Handelswege zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Die Menschheitsmaschine versorgt sich mit Nahrung. Vierzig Tonnen Diesel pro Fahrtag für ein Sonderangebot beim Discounter in Deutschland oder North Dakota.
Sieben beindicke Kolben, fast das einzige Deutsche auf diesem Schiff einer deutschen Reederei, haben meinen Knochen längst ihre Schlagfolge beigebracht. Jetzt suchen sie mein Gemüt, wo schon das sanfte Rollen der Alianca Pampas seinen Platz gefunden hat. Das Pendeln des Kalenders an der Wand folgt lässig dem leichten Auf und Ab des Horizonts. In den hiesigen Breiten fängt heute der Frühling an, mein heimisches Jahrbuch verzeichnet Herbstbeginn. Wasser wirbelt hier rechtsherum durch den Abfluss des Waschbeckens, und die Sonne steht mittags im Norden. Wäre die Uhr auf der Südhalbkugel erfunden worden, liefen ihre Zeiger andersherum. Und der Globus daheim stünde auf dem Kopf.
»Half moon, calm sea«, hat Petro Khokhlov versprochen, und der Halbmond ist dem Wort des Kapitäns bislang nachgekommen. Eben ist er im Westen der Sonne gefolgt, die See zeigt sich weiterhin magenfreundlich und der Schiffsführer entspannt. Ruhiges Wetter und reibungslose Fahrt erlebt der Master als leichteren Dienst mit zufriedener Mannschaft. Die Crew-Liste führt achtzehn Mann. Fast alle haben sich erst hier auf dem Schiff kennengelernt. Unter Khokhlov, mit seinen fünfundfünfzig Jahren Ältester an Bord, rangieren fünf weitere Ukrainer, dann zwei Russen. Alle einfachen Arbeiten erledigen die Filipinos der Deckmannschaft.
Der Dritte Offizier und Benjamin heißt Yuriy Kovalchuk, kommt aus der Ukraine, ist größer, als er wirkt, und wirkt kräftiger, als er ist. Äußert er sich dienstlich, dann spricht er, als fülle er gerade ein Formular aus. Privat lässt er sich zu Geständnissen hinreißen, die kein anderer Offizier so machen würde. Mit seinen zweiundzwanzig Jahren ist Yuriy genauso jung, wie Charles Darwin war, als er im Dezember 1831 an Bord eines Vermessungsschiffs namens Beagle — Spürhund — von Plymouth aus England verließ. Es gibt kein Bild des jungen Abenteurers aus dieser Zeit. Das nächstbeste zeigt ihn vier Jahre nach seiner Heimkehr als gereiften Mann von über dreißig.
Doch ein Stück weit wie Yuriy will ich mir den jungen Charles vorstellen, als sich ihm überraschend die Chance seines Lebens bietet: ein wenig milchgesichtig, mit der nebelblassen Haut der Nordeuropäer, im Eifer leicht rotwangig, mitunter schüchtern und verträumt, dabei aber schlau, hungrig, neugierig und lernwillig. Einer, der alles richtig machen möchte und weiß, was er will, ohne genau zu wissen, was das ist.
An diesem Tag vergangenes Jahr kam ich von Nordwales nach Hause und hörte erstmals von dieser Reise, vertraut Darwin vor fast genau 175 Jahren seinem Tagebuch an, ungefähr in derselben Position, die wir gerade durchlaufen. Während der vergangenen Woche hat es mich oft bewegt, wie anders als heute meine Lage und meine Ansichten damals waren: Es amüsiert mich, mir meine Überraschung vorzustellen, hätte mir damals in den Bergen von Wales irgendjemand ins Ohr geflüstert: An diesem Tag nächstes Jahr wirst du vor der Küste Patagoniens kreuzen.


Mir geht es im Moment nicht viel anders. Vor gut einem Jahr stand ich im Museum für Naturgeschichte in New York vor einer wandgroßen Reproduktion jener Weltkarte, die mit feinen Linien die Route von Darwins Reise nachzeichnet und sich heute im Kleinformat in meinem Gepäck befindet. Hätte mir damals jemand anvertraut, ich würde sechzehn Monate später vor den Gestaden Argentiniens auf einem Containerschiff durch den nächtlichen Atlantik fahren, hätte ich nicht minder überrascht reagiert als der junge Reisende in der Fantasie seiner Rückblende.
Doch dann, im kühlen Museum, geschieht etwas Unerwartetes, eine jener scheinbar nebensächlichen Begebenheiten, die dem Lebensweg urplötzlich eine neue Richtung geben. Eine zierliche Frau mit zusammengebundenem weißem Haar und schwarzem Hängekleid, eine von denen, deren Schönheit auch im Alter nicht vergeht, führt eine Gruppe Jugendlicher vor die Karte mit Darwins Route. Keine tobende Meute, sondern eine lauschende Schar, so hält die kleine Dame ihre Begleiter in Bann. Sie gibt ihnen lange Zeit zum Schauen, dann sagt sie einen einzigen Satz in die andächtige Stille: »Hier könnt ihr sehen, wo die Natur zu ihm gesprochen hat.«
In diesem Moment habe ich meinen Entschluss gefasst. Als Biologe ist mir Darwins Evolutionslehre vertraut, als Wissenschaftshistoriker auch seine Lebensgeschichte mit der Weltumrundung als frühzeitigem Höhepunkt. Doch was ist auf der Reise, der einzigen seines Lebens, mit ihm passiert und was in ihm? Wie hat sich der Amateur unter den Naturkundlern, ein junger Mann ohne jede formale Ausbildung, während der fünf Jahre in einen Forscher verwandelt, der bald alle anderen überragen würde? Wie der angehende Priester in einen rationalen Denker, der sich später von Gott abwenden und das kalt wirkende Bild einer Entwicklung ohne Plan zeichnen würde, einer sich selbst überlassenen Schöpfung?
Was hat ihn als weisen Alten, längst zur Ikone gereift, in seinen Erinnerungen schreiben lassen: Die Reise der>Beagle< ist das bei weitem bedeutungsvollste Ereignis in meinem Leben gewesen?

Nach oben

Zuletzt angesehene Produkte

  • Buch

    Charles Darwin, Die Entstehung der Arten. dtv-Taschenbücher,  Band 34433

    Charles Darwin, Die Entstehung der Arten....

    von Janet Browne

    In den Warenkorb legen
    Charles Darwin,...

    Fr. 17.90

  • Film

    Bad Teacher

    Bad Teacher

    mit Cameron Diaz

    In den Warenkorb legen
    Bad Teacher

    Fr. 22.90

  • Musik

    Wait For Me

    Wait For Me

    von Moby

    In den Warenkorb legen
    Wait For Me
    von Moby

    Fr. 19.40

  • Musik

    Viva Club Rotation Vol.42

    Viva Club Rotation Vol.42

     

    In den Warenkorb legen
    Viva Club Rotation...
     

    Fr. 12.90

  • Musik

    Trance: The Vocal Session 2010

    Trance: The Vocal Session 2010

     

    In den Warenkorb legen
    Trance: The Vocal...
     

    Fr. 6.40