Eins wollt ich dir noch sagen

Roman

von Louisa Young

Buch

gebunden (425 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Nadine und Riley lernen sich als Kinder kennen. Sie, Tochter aus reichem Hause, und er ein Kind des Arbeiterviertels. Als sie sich verlieben, hintertreibt ihre Mutter die nicht standesgemäße Beziehung. Verzweifelt meldet sich Riley freiwillig an die Front. Und findet sich wieder im alles zermalmenden Wahnsinn des Krieges. Nur die Briefe von Nadine halten ihn am Leben. Dann wird Riley verwundet, und unter einem Vorwand löst er die Verlobung. Die am Boden zerstörte Nadine lässt sich als Lazarettschwester nach Frankreich versetzen und hofft, Riley dort zu vergessen. Was beide nicht wissen: Jemand ist überzeugt, dass sie eine zweite Chance verdienen.


Pressestimmen:

"Anrührend schön." LEA 12.11.2011 "Fesselnder Roman über eine Liebe in Zeiten des Krieges....geschildert mit großer erzählerischer Kraft und Gespür für Emotionen ohne Pathos." NDR1, 22.11.11 "Lisa Youngs Roman beginnt heiter, fast etwas märchenhaft ... umso erschütternder ist der zweite Teil, in dem die Verwüstungen des Krieges im Leben der Menschen in aller Dramatik geschildert werden." dpa, 29.11.11

Produktdetails

ISBN-10: 3-471-35047-0
EAN: 9783471350478
Originaltitel: My Dear I Wanted to Tell You
Erschienen: 10.10.2011
Verlag: List
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 425
Länge/Breite: 212mm/138mm
Gewicht: 510 g
Übersetzer: Claudia Feldmann
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Claudia Feldmann

Claudia Feldmann, geboren 1966, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seit mehr als zehn Jahren aus dem Englischen und Französischen. Unter anderem hat sie Eoin Colfer und Ewan Morrison ins Deutsche übertragen.

Louisa Young

Louisa Young hat jahrelang als Journalistin gearbeitet, u. a. für Marie Claire und Guardian. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Komponisten Robert Lockhart, und ihrer Tochter in London.

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Kundenrezensionen

  • Liebe in Zeiten des Krieges Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Meike Spekker, am 07.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Da ich historische Romane liebe, habe ich schon viele Bücher über die Zeit des 1. Weltkrieges gelesen, doch dieses ist ein besonderes.
    Riley, ein Junge aus des Arbeiterklasse und Nadine, geboren in der Oberschicht, lernen sich als Kinder kennen und bald lieben. Nadines Mutter versucht die Beziehung zu unterbinden und so meldet sich Riley aus einer frustrierten Laune heraus freiwillig zur Front. Trotzdem verloben sie sich heimlich während eines Heimaturlaubes, doch als Riley durch eine Verwundung im Gesicht entstellt wird, kann er Nadine nicht mehr unter die Augen treten und trennt sich unter falschem Vorwand von ihr. Fassungslos und voller Schmerz geht Nadine als Lazarettschwester nach Frankreich....
    Neben Riley und Nadine erzählt der Roman die Geschichte von Riley´s Captain Peter Locke, seiner Frau Julia und der Lazarettschwester Rose. Fünf junge Menschen, die alle durch ihre eigene ganz unterschiedliche Hölle während des Krieges gehen, denn nichts ist mehr wie es mal war. In absolut mitreißender Art und Weise nimmt man als Leser an den Schicksalen der einzelnen Protagonisten teil und fühlt einmal mehr nach, mit welcher Sinnlosigkeit der Krieg Menschen kaputt macht.

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  • Eins wollt ich dir noch sagen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Erik Marschall, am 16.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist Weihnachten 1907. Ein Schneeball wirft Riley Purefoy aus der Bahn, direkt in die Arme der schönen Nadine Waveney, einem Mädchen aus gutem Hause. Anders als Riley. Schon bald wird der Sohn einer Arbeiterfamilie ein gern gesehener Gast im Künstlerhaushalt. Er freundet sich mit Sir Alfred an, ein begnadeter Maler und Freund der Familie Waveney. Riley zieht bei ihm ein und genießt das Künstlerleben. Über Jahre entwickelt sich aus der Kinderfreundschaft zwischen Nadine und Riley tiefe Liebe, doch der unterschiedliche Stand sorgt für Schwierigkeiten. Der Druck, der auf der Liebe lastet, ist enorm und lässt Riley eine folgenschwere Entscheidung treffen. Der erste Weltkrieg fegt über Europa und er meldet sich freiwillig für den Dienst.
    An der Front erlebt Riley die unendliche Grausamkeit des Krieges. Liebgewonnene Kameraden fallen wie Fliegen. Die Nerven drohen am Erlebten zu zerreißen. Bei einem kurzen Heimurlaub verloben sich Nadine und Riley, doch der Krieg gibt keine Ruhe. Ihre Briefe sind sein einziger Halt in dieser obskuren Welt des Krieges. Doch dann wird Riley schwer verletzt.
    Louisa Young schrieb mit „Eins wollt ich dir noch sagen“ einen bewegend ehrlichen und dramatischen Roman über die Liebe und den Krieg. Ihre Beschreibungen sind direkt und unverblümt, doch voller schöner Momente. Leser, die einen mitreißenden Roman aus einer Zeit enger gesellschaftlicher Konventionen und eines sinnlosen Krieges lesen möchten, sind hier genau richtig.

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  • Gutes Buch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anke Schnöpel, am 08.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine fesselnde Geschichte im und über den Ersten Weltkrieg
    und seine Schrecken und eine Liebesgeschichte erschütternd und emotional geschildert.
    Erzählt wird aus verschiedenen Blickwinkeln,
    einmal aus der Sicht zweier Frauen, zu Hause, in England und zweier Männer in Frankreich,
    wobei es natürlich hauptsächlich um die Liebesgeschichte von Nadine und Riley geht.
    Der Roman verdeutlicht einmal mehr die Unsinnigkeit des Krieges, aufwühlend und eindringlich geschrieben.

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  • Beeindruckende Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die bewegende Geschichte von Nadine und Riley beginnt bereits in ihren Kindertagen. Riley bricht ins Eis ein und kommt durch diesen Unfall so in das Haus der Waveney`s. Für ihn eine erste kurze Begegnung mit Nadine und einer völlig anderen, ihm unbekannten Welt; entstammt er doch einfachen, eher ärmlichen Verhältnissen. Und genau diese verbieten ihm die nähere Bekanntschaft und Liebe zu Nadine. Noch Jahre später vermittelt ihm ihre Mutter dies ganz unverblümt und unmissverständlich.

    Zu gleicher Zeit nimmt ihn jedoch Alfred, ein Maler bei sich auf. Riley`s Faszination am Malen und der Kunst wächst. Gleichermaßen ermöglicht ihm dies Einblicke in die feinere Gesellschaft. Auch Nadine teilt mit ihm die Freude und Begeisterung für die Kunst. Mit der Zeit wird Riley jedoch immer klarer, dass seine Liebe zu Nadine an gesellschaftlichen Konventionen scheitert. Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsklassen scheinen nicht füreinander bestimmt zu sein. Offene Ablehnung und Verzweiflung treiben ihn dazu, sich freiwillig zum Dienst im ersten Weltkrieg zu melden. Eigentlich will er sich nur eine kurze Zeit zurückziehen und von der Bildoberfläche verschwinden. Doch es beginnen Jahre voller Entbehrungen. Riley sieht viele Kameraden qualvoll sterben, schreckliche Kriegsereignisse, die die Menschen prägen. Zu vergessen scheint ihm nicht zu gelingen, vor allem nicht die Liebe zu Nadine. Eines Tages wird er selbst schwer verwundet. Er muss Nadine aus seinem Leben verbannen, will ihr so nicht mehr begegnen....

    "Eins wollte ich dir noch sagen", ein Buch voller Gefühle vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges. Eine besondere Liebe, die absurde Wege begeht. Menschen, die nicht zueinander finden dürfen, weil es ihre Herkunft verbietet. Die Geschichte zeigt zudem authentisch historische Bilder, die aufwühlend und auch grausam erscheinen. Kriegsszenerien, in denen Menschen schmerzvoll zugrunde gehen. Und mittendrin die Menschen, um deren Leben es geht. Liebe und Leidenschaft sind hier ganz dicht mit Leid und Verlorenheit gepaart. Die Charaktere und Bildnisse der einzelnen Personen sind detailreich und eindrucksvoll gezeichnet. Ein wahrhaft gelungenes Buch, welches die Facetten von wunderschön bis tieftraurig beeindruckend vereint.

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  • Verschiedene Sichtweisen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von buchina, am 13.01.2012

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    Auch zu Beginn des 20. Jh. ist die Klassentrennung in England noch deutlich zu spüren. Riley, sohn einer typischen Arbeiterfamilie, durch Zufall lernt er die wohlhabdene Familie Waveney kennen. Sie erkennen seinen Wissensdurst und fördern ihn. Dann entdecken Nadine Waveney und Riley ihre Zuneigung füreinander. Die Mutter Nadines versucht mit allen Mitteln eine Beziehung zu verhindern. Dadurch und wegen seiner eigenen Selbstzweifel meldet sich Riley freiwillig für den Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. Der Kontakt zwischem ihm und Nadine bricht trotzdem nicht ab und sie schreiben sich. Bis durch ein Unglück Riley den jeglichen Kontakt zu ihr abbricht.

    Der Roman ist nicht nur ein Liebesroman, sondern auch ein Antikriegsroman, der die Schrecken und die Sinnlosigkeit durch die Augen des jungen Riley noch einmal deutlich macht. Gleichzeitig zeigt er die Emanzipation der Frauen im Krieg.

    Während ich zu Beginn des Roman einige Probleme mit den Charakteren hatte und die Handlung für mich so dahin plätscherte. Nahm der Roman mit Rileys Eintritt in den Krieg deutlich an Fahrt zu. Nun nahmen auch die Charakter mehr Kontur an.Nicht nur die Kriegsdarstellungen machen den Roman lesenswert, herausragend für mich war viel mehr die Beschreibung der Arbeit der Frauen in den Krankenhäusern oder an der Front und auch die Haltlosigkeit mancher ohne ihren Mann zu Hause auf sich gestellt zu sein.

    "Eins wollte ich dir noch sagen" liefert ein anschauliches Bild des Lebens während dem Ersten Weltkrieg, nicht nur an der Front, sondern auch vom "normalen" Leben in England.

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  • Herzzerreißend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Linda Degler, am 17.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Riley und Nadine lieben sich. Doch wie lange kann diese Liebe halten, wie viel kann diese Liebe überstehen? Sie lernen sich kennen, sie freunden sich an, doch ein kleiner Augenblick erweckt die Gefühle der Liebe zwischen den beiden. Sie ist die Tochter der Oberschicht, er der Sohn der Unterschicht. Wie soll diese Liebe funktionieren? Am Anfang des 20. Jahrhunderts war dies noch nicht akzeptabel. Nadines Mutter versucht diese Liebe zu untersagen und Riley passiert etwas, was er sich wahrscheinlich nie verzeihen kann. Auf Grund dieses Ereignisses meldet sich Riley freiwillig für den Krieg. Er geht und Nadine bleibt verletzt zurück. Doch Ihre Liebe zueinander lässt sie unglaubliches überstehen. Sie schreiben sich Briefe, doch sie erzählen dem anderen nie, wie es wirklich ist. Riley erzählt nicht, wie schlimm der Krieg wirklich ist. Nadine erzählt nicht, wie schlimm die Ereignisse für sie sind. Er kann ihr doch nicht schreiben, dass er seine Kameraden sterben und leiden sieht. Dass er sie liegen lassen muss, um sein eigenes Leben zu retten. Doch auch er wird nicht verschont vom Krieg und wird angeschossen. Dies nimmt ihm sämtliche Kraft zu leben, aber nicht zu lieben. Aus Liebe zu Nadine, um sie zu schonen, ihr diesen Anblick zu ersparen, schreibt er ihr, dass er die Bindung zwischen den beiden löst und er sich in eine andere verliebt hat. Nadine wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Sie verliert den einzigen Halt, den sie noch hat. Sie meldet sich als freiwillige Krankenschwester.

    Dieses Buch zeigt, welche Wunden der 1. Weltkrieg hinterlässt. Was er aus den Menschen macht und wie viel Macht die Liebe auch in diesen schlimmen Zeiten hat.

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  • Herzzerreißend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Linda Degler, am 16.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Leben von Riley und Nadine soll keinen gemeinsamen Weg haben. Sie sind Freunde, sie beginnen sich zu lieben und niemand kann den anderen je vergessen. Doch ihre Liebe darf nicht sein. Sie ist die Tochter einer Familie der Oberklasse und er der Sohn aus der Unterschicht. Als Nadine Ihre Mutter mitbekommt, dass Riley und Nadine Gefühle füreinander haben, versucht sie dies zu unterbinden. Doch der erste Weltkrieg bricht aus und Riley geht an die Front. Nur die Briefe zwischen Nadine und ihm halten ihn am Leben, lassen ihn diese grauenvollen Dinge rundherum vergessen. Er sieht wie seine Kameraden sterben, muss sie leiden und liegen lassen. Er versucht Nadine nie zu schreiben, wie schlimm es wirklich da Draußen ist, er will sie nicht beunruhigen, ihr nicht unnötige Sorgen bereiten. Doch auch er wird nicht von dem Krieg verschont. Er wird angeschossen und ein Teil seines Gesichts wird beschädigt. In einer Klinik wird versucht sein Gesicht wiederherzustellen. Er will nicht, dass Nadine ihn so sieht. Er will weder ihr Mitleid, noch ihre Liebe. Er will sie beschützen und trennt sich deshalb von ihr. Doch die Liebe geht meist andere Wege.

    Dieses Buch zeigt, dass Liebe auch die schlimmsten Dinge überlebt und übersteht. Das auch der Krieg nichts gegen die Macht der Gefühle tun kann und, dass das Schicksal meist andere Wege vorhat, als man sich selbst wünscht.

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  • Krieg und Liebe. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kate, am 08.12.2011

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    Nadine, ein Mädchen aus der Oberschicht und Riley, ein Junge aus der Arbeiterschicht. Zwei Menschen, die aus der Sicht der Gesellschaft nicht unterschiedlicher sein können - und doch verlieben sie sich, gegen jede Widrigkeit. Doch es gibt Menschen, die mit allen Mitteln dagegen kämpfen, dass diese gerade erst begonnenen Liebe nicht gelebt werden soll.
    Aus Verzweiflung meldet sich Riley freiwillig als Soldat und zieht in den Krieg. Der Krieg verändert. Menschen sind nicht mehr die, die sie mal waren und doch gibt es etwas, dass die Menschen davon abhält dem Wahnsinn zu verfallen - Liebe. Aus Liebe zu Nadine hält Riley weiter durch und bei einem Urlaub gestehen sich die Beiden gegenseitig ihre Liebe. Eine Zeit des Hoffens und Bangens beginnt. Doch dann wird Riley schwer verwundet und wird in ein Krankenhaus gebracht. Nichts ist so, wie es mal war und Riley trifft eine folgenschwere Entscheidung.

    Was für ein unglaubliches Buch. Schon von der ersten Seite an, war ich gefesselt von dieser Geschichte.
    Louisa Young schafft es so klare Bilder entstehen zu lassen, dass ich mittendrin war. Ich habe mit Riley und Nadine gelitten, geliebt, gelacht und geweint. War mit ihnen zusammen im Krieg, habe die Ängste durch gestanden, die sie durchgestanden haben. Habe ebenfalls den Geruch nach Tod, Schmerz, Angst und Leid gerochen.
    Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, trotz des schwierigem Themas. Louisa Young verschönert nichts und doch verzaubert sie.
    Jeder einzelne Charaktere war liebevoll herausgearbeitet - war voller Farben und Schatten.
    Ich habe schon viele Bücher gelesen, die den Krieg als Schauplatz hatten und doch hat mich dieses Buch sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Fast so als hätte ich das aller erste Mal darüber gelesen.

    Ich hatte sehr schöne, bewegende und aufregende Lesestunde und kann das Buch aus vollstem Herzen weiter empfehlen. Ich werde sicherlich noch einige Bücher von Louisa Young lesen!

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  • Schmöker oder Anklage gegen den Krieg? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 22.11.2011

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    An diesem Buch hat mich zu allererst das wunderschöne Cover angesprochen, auch wenn es nicht ganz der Epoche des Buches entspricht. Der Klappentext lässt dann einen mehr oder weniger schmökerige Liebesgeschichte á la Judith Lennox oder Victoria Hislop vermuten. Doch ob dies für Sie einen Schmöker darstellt oder doch mehr ist, müssen Sie selber entscheiden. Ich finde, dieses Buch hat durchaus mehr zu bieten als nur eine spannende Liebesgeschichte!

    Dieser Roman hat alles was ein Schmöker braucht. Ein junger Mann aus der Arbeiterklasse, der den Aufstieg schaffen kann. Eine junge Frau aus einer wohlhabenden, künstlerischen Familie, eine selbstlose Krankenschwester, ein in seiner Gesellschaftschicht gefangener Offizier und seine junge, unsichere Frau. Es gibt die große Liebe und viel Leid. Und trotzdem ist dieser Roman auch eine Anklage gegen die Sinnlosigkeit des Krieges. Louisa Young erzählt die Geschichte dieser 5 jungen Menschen in der Zeit von 1907 bis 1918. Sie teilt das Buch in drei Teile. Im ersten Teil lernen wir Riley und Nadine kennen und erleben die Kindheit und Jugend von ihnen. Es ist eine entspannte, unkonventionelle Welt in den Künstlerkreisen Londons. Diese Zeitspanne liest sich ganz entspannt wie eine Geschichte von Judith Lennox oder Kate Morton. Doch dann beginnt der zweite. Teil und das Buch ändert sich komplett! Riley verpflichtet sich freiwillig und geht mit der englischen Armee nach Belgien und später Frankreich. Die Autorin beschreibt die Gräuel dieses Krieges sehr genau und detailliert. Aber neben der Front beschreibt sie auch das Leben in England, wo die Menschen mit der neuen Situation umzugehen lernen müssen. Dieser Teil ist für mich eine totale Anklage gegen den Krieg und gegen die Menschen, die ihn zu verantworten haben. Im dritten Teil wird es wieder mehr wie ein Schmöker. Wie schon aus dem Klappentext hervorgeht, wird Riley schwer verletzt und löst unter einem Vorwand seine Verlobung mit Nadine. Nadine ihrerseits sucht das Vergessen als Krankenschwester in Frankreich.

    Dieser Roman trifft den gesellschaftlichen Umbruch dieser Zeit sehr gut. Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich in den künstlerischen Kreisen die gesellschaftlichen Normen bereits etwas gelockert. Doch während des 1. Weltkrieges geht ein Riss durch die Gesellschaft. Die Älteren erstarren in den herkömmlichen Traditionen während die jungen Menschen sich zwangsläufig durch den Krieg verändern, denn auch vielen Frauen aus wohlhabenden Familien gewinnen als Krankenschwestern, Krankenwagenfahrerinnen und Fabrikarbeiterinnen ganz neue Freiheiten, die sie z.T. nach dem 1. Weltkrieg wieder verlieren. Fasziniert hat mich, was die Medizin in dieser Zeit schon zu leisten vermochte. Und sehr interessant ist die Frage, wie viel Leid und Elend Liebe verträgt.

    Entscheiden Sie selbst – Schmöker und/oder Anklage gegen Kriege. Mich hat dieses Buch auf jeden Fall sehr beeindruckt!

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  • Eins wollt ich dir noch sagen - berührend bis zum Schluss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Nadine Waveneys und Riley Purefoy treffen sich in den Kensington Gardens, als Nadine’s Vetter Riley mit einem verirrten Schneeball in den Round Pound befördert. Nadine’s Familie beginnt den auf den ersten Blick intelligenten Jungen zu fördern und eröffnet ihm Eintritt in eine Welt, die Riley aufgrund seines Geburtshauses verwehrt bleiben würde.

    Ihr Standesunterschied ist Nadine und Riley lange nicht bewusst, erst als sich die ersten zarten Gefühle regen und Nadine’s Mutter den Kontakt unterbindet, werden sie sich sowohl ihrer Zuneigung zueinander als auch der scheinbaren Unmöglichkeit ihrer Beziehung bewusst.

    Zeitgleich bricht in Europa der erste Weltkrieg aus. Riley wurde durch das Zusammentreffen mit Nadine’s Familie das seltene Glück zuteil eine gute Schulbildung zu erhalten. Noch bevor er sich genau überlegt, was er mit der gewonnen Bildung anfangen könnte, entscheidet er sich spontan für den Krieg.

    Nadine und Riley schreiben sich. Erst zögerlich, dann voller Liebe und Verständnis füreinander. Sie treffen sich in London als Riley Heimaturlaub hat und versichern sich ihre Gefühle füreinander. Es scheint klar, dass sie nach dem Krieg, den Standesunterschieden zum Trotz zusammen bleiben möchten.

    Doch dem Krieg kann scheinbar niemand entrinnen. Riley wird schwer verwundet und die Beziehung auf eine vielleicht unüberwindbare Probe gestellt.

    Ein Buch das recht leichtfüßig begann, nimmt alsbald eine recht dramatische Wendung, die einerseits das Weiterlesen beinahe unmöglich macht und es andererseits auch unmöglich macht, das Buch weg zu legen.

    Erzählt wird in zwei Hauptsträngen, dabei geht es um die Entwicklung zwischen Nadine und Riley, sowie das Ehepaar Julia und Peter Locke, deren Schicksale alsbald unauflöslich miteinander verknüpft werden.

    Ich habe Stunden um Stunden gelesen und dabei Bäche von Tränen vergossen. Dabei hat „Eins wollt ich Dir noch sagen“ ganz viele unterschiedliche Emotionen und Erinnerungen in mir ausgelöst.

    Ich habe eine neue Sicht auf Kriege gewonnen, eine Sicht die ich gänzlich ausgeblendet habe, denn ich habe verdrängt, wie desaströs sich Kriegsgeschehen auf das Seelenheil von Menschen auswirkt. In den vergangenen Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht an meine beiden Großväter zu denken, von denen einer viele Bilder von Kriegsgeschehen aufgenommen hat. Obwohl mir alle Bilder mehr oder weniger bekannt waren, habe ich sie nun noch einmal mit anderen Augen gesehen.

    Ein berührendes Buch, streckenweise sehr anspruchsvoll zu lesen.

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  • Krieg verändert alles! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 07.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nadine ist aus gutem Haus, Riley aus der Arbeiterschicht. Riley hilft einem Maler der Nadine unterricht gibt. Von einem Tag auf dem anderen, darf Nadine nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Riley wird sich bewusst, dass Nadine etwas Besseres verdient hat und zieht in den Ersten Weltkrieg. Auf Heimaturlaub trifft sich Riley mit Nadine und beide gestehen sich ihre Liebe zueinander. Riley muss wieder zurück an die Front und erlebt die Gräuel aus erster Hand, doch auch Nadine erfährt was es bedeutet, wenn ein Land Krieg führt.
    An der Front wird Riley sehr schwer verwundet und zur Genesung nach England zurückgeschickt. Er lässt Nadine glauben, er hätte eine leichte Verwundung, doch als Riley sich bewusst wird, wie stark er für das Leben gekennzeichnet sein wird, schreibt er Nadine einen Brief, in dem er die Liebe zu ihr für null und nichtig erklärt. Nadine ist am Boden zerstört.


    Vom Klappentext her habe ich mir bei dem Buch ein bisschen etwas anderes erwartet. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass man liest, wie die Mutter von Nadine die Beziehung hintertreibt. Jedoch kommt darüber kaum etwas vor, sie hält zwar einmal einen Brief zurück, doch so richtig entspricht es nicht dem Klappentext. Ebenso entfaltet sich die Beziehung zwischen Nadine erst, als Riley schon im Krieg ist. Zuvor gab es nur den einen kurzen prickelnden Moment. Als Leser bleibt einem aber der Liebesschmerz etwas verborgen. Am Anfang wird auch viel Augenmerk auf Riley gelegt und Nadine kommt kaum wirklich vor. Hier hätte ich mir vielleicht schon mehr über die beginnende Beziehung gewünscht und natürlich die Intrigen, die ich mir vom Klappentext her versprochen hatte. Der richtige Herzschmerz kommt bei mir erst, als sich Riley per Brief von Nadine trennt und ich kann richtig merken, wie sich die beiden fühlen. Was die Gefühlswelt betrifft, wird der Leser sehr gut von der Autorin angesprochen und ich konnte mich gut in die Welt des Krieges einfühlen.

    Die Autorin schreibt ohne Effekthascherei und kann dennoch auch die Gräuel des Krieges und dem ganzen Drumherum eingehen. Sehr stimmungsvoll zeichnet sie die Personen, keine bleibt blass und jeder fügt sich nahtlos in das Geschehen ein. Besonders gut kann sie die Stimmung zur Kriegszeit einfangen ohne aber mit dem gehobenen Finger auf moralische Grundsätze einzugehen. Es wird über die Gefühle, das Denken und das Handeln der Personen geschrieben und sie kann sehr einfühlsam mit dem Thema umgehen. Das Buch ist in der dritten Personen geschrieben, kann aber durch die kursiv geschriebenen Gedanken einen besseren Bezug zu den Darstellern liefern.

    Nicht nur über Riley und Nadine wird geschrieben sondern auch über ein Ehepaar. Der Mann ist im Krieg mit Riley, die Frau versucht eine gute Ehefrau zu sein und scheint hilflos in ihrer Rolle gefangen.

    Ich hätte mir bisschen mehr von Riley und Nadine gewünscht. Zumindest was den Beginn ihrer Liebe betrifft, so wurde ich erst im letzten Drittel mit dem Herzschmerz berührt. Deshalb reicht es bei mir nicht zu einer Topbewertung.

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  • Liebe in Zeiten des Krieges Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Gerda Keinprecht, am 31.10.2011

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    Eine Liebe in Zeiten des Krieges, eine Liebe die einfach nicht bestehen darf.
    Die wunderschön verfasste Sprache macht die vielen tragischen Momente der Liebesgeschichte erträglicher!

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  • Eins wollt ich dir noch sagen - gib mir ein Stück Zeit dafür. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brilli, am 22.10.2011

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    Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Winter des Jahres 1907, als sich Nadine Waveney und Riley Purefoy als Kinder im Park kennenlernen. Die aufkeimenden Gefühle zwischen den Beiden werden von Nadines Mutter wegen der gesellschaftlichen Unterschiede, die zur Arbeiterfamilie Purefoy bestehen, nicht akzeptiert und auf erfolgreiche Weise boykottiert. Der Weg der jungen Leute driftet auseinander.

    Nach einem Zeitsprung von 10 Jahren werden wir wieder Zeuge ihres weiteren Lebensverlaufs. Riley hat sich inzwischen, enttäuscht von unerfüllter Lebensliebe, freiwillig an die Front des gerade entbrannten ersten Weltkrieges gemeldet, und Nadine arbeitet in einem Lazarett als Krankenschwester. Keiner weiß vom Anderen, ihr Leben wurde von einem Augenblick zum nächsten in eine entsetzliche Parallelität geschoben, der vorher normal verlaufende Weg ist durch die Grausamkeit des Krieges ein Zerrbild geworden, das alles verändert, zerstört, beschmutzt und entblößt, was einmal heil, sauber und in Reinheit verborgen war - es ist ein Strudel, der alle Menschen und Umstände in sich einsaugt und irgendwie verstümmelt wieder ausspeiht.

    Auch Riley erleidet eine schwere Verletzung, die ihn für immer von der Front heimbringt, innerlich und äußerlich ein Krüppel, ohne Hoffnung und Lebenswillen. Er glaubt, dort angekommen zu sein, wo viele sind, denen der Krieg das Leben nur gelassen hat, damit sie erkennen, wie groß die Verwüstung ist, die er angerichtet hat. Er scheint zu einem Leben ohne Hoffnung verurteilt zu sein, ohne einen Funken von Glauben - so wie es einmal in der Geschichte heißt - im Schatten einer Kathedrale, deren Herr nicht mehr existiert. Kann es sein, dass aus dieser Finsternis noch einmal ein Licht entsteht, das die Verzweiflung vergessen läßt?

    Louisa Young zeichnet Gestalten und Gegebenheiten mit schöner klarer Spache. Sie bringt die Unterschiede zwischen Normalität und Kriegszustand, Heimat und Front mit eindringlicher Gewalt in unsere Gefühle. Sie zieht den Leser in ihren Bann, man muss ihr folgen, ganz gleich, ob ihre Worte ein Menuett beschreiben oder einen Todesreigen - ein facettenreiches, faszinierendes Leserlebnis.

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    von Brilli, am 21.10.2011

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    Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Winter des Jahres 1907, als sich Nadine Waveney und Riley Purefoy als Kinder im Park kennenlernen. Die aufkeimenden Gefühle zwischen den Beiden werden von Nadines Mutter wegen der gesellschaftlichen Unterschiede, die zur Arbeiterfamilie Purefoy bestehen, nicht akzeptiert und auf erfolgreiche Weise boykottiert. Der Weg der jungen Leute driftet auseinander.

    Nach einem Zeitsprung von 10 Jahren werden wir wieder Zeuge ihres weiteren Lebensverlaufs. Riley hat sich inzwischen, enttäuscht von unerfüllter Lebensliebe, freiwillig an die Front des gerade entbrannten ersten Weltkrieges gemeldet, und Nadine arbeitet in einem Lazarett als Krankenschwester. Keiner weiß vom Anderen, ihr Leben wurde von einem Augenblick zum nächsten in eine entsetzliche Parallelität geschoben, der vorher normal verlaufende Weg ist durch die Grausamkeit des Krieges ein Zerrbild geworden, das alles verändert, zerstört, beschmutzt und entblößt, was einmal heil, sauber und in Reinheit verborgen war - es ist ein Strudel, der alle Menschen und Umstände in sich einsaugt und irgendwie verstümmelt wieder ausspeiht.

    Auch Riley erleidet eine schwere Verletzung, die ihn für immer von der Front heimbringt, innerlich und äußerlich ein Krüppel, ohne Hoffnung und Lebenswillen. Er glaubt, dort angekommen zu sein, wo viele sind, denen der Krieg das Leben nur gelassen hat, damit sie erkennen, wie groß die Verwüstung ist, die er angerichtet hat. Er scheint zu einem Leben ohne Hoffnung verurteilt zu sein, ohne einen Funken von Glauben - so wie es einmal in der Geschichte heißt - im Schatten einer Kathedrale, deren Herr nicht mehr existiert.

    Louisa Young zeichnet Gestalten und Gegebenheiten mit schöner klarer Spache. Sie bringt die Unterschiede zwischen Normalität und Kriegszustand, Heimat und Front mit eindringlicher Gewalt in unsere Gefühle. Sie zieht den Leser in ihren Bann, man muss ihr folgen, ganz gleich, ob ihre Worte ein Menuett beschreiben oder einen Todesreigen - ein facettenreiches, faszinierendes Leserlebnis.

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  • Seufz... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von CabotCove, am 18.10.2011

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    Ich bin eigentlich gar kein Fan von Liebesromanen, welchen Hintergrundes auch immer, aber Louisa Young hat mit „Eins wollt ich Dir noch sagen“ einen so schönen Roman geschaffen, dass ich mich beim Lesen mehrfach beim Seufzen erwischt habe.
    Die Geschichte um Nadine Waveney und Riley Purefoy beginnt im Jahr 1907, als beide noch Kinder sind. Sie lernen sich in London kurz vor Weihnachten quasi beim Spielen kennen. Nadine´s Vater bemerkt, dass Sir Alfred, ein Freund der Familie, Riley gern malen und ihn dafür auch entlohnen würde und Riley willigt ein. Dabei entdeckt Sir Alfred, dass Riley auch begabt ist, ebenso wie Nadine. Diese kommt eines Tages nicht mehr und Riley wird gesagt, dass diese sich einem Gentleman zutun wird – der er nicht ist, aber gern wäre. Geknickt meldet sich Riley freiwillig für den Kriegsdienst – im Alter von 11 Jahren...
    Die Autorin erzählt aber auch über andere Personen, was die Geschichte nicht starr einseitig, sondern noch lebendiger erscheinen lässt.
    Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Schreibstil anfangs, aber das legte sich rasch und dann konnte ich die schöne Geschichte auch richtig genießen.
    Ich habe regelrecht mit Nadine mitgefiebert, die sich so große Mühe gibt, Riley wiederzufinden. Sie kann ihn einfach nicht vergessen und die Autorin bringt diese Sehnsucht sehr schön rüber, so dass man als Leser viel nachempfinden kann, auch wenn man natürlich selbst diese Kriegszeiten nicht miterlebt hat (ebensowenig wie die Autorin selbst). Aber ihre schön und sorgsam gewählten Worte führen einen quasi direkt in diese Zeit mit all ihren Entbehrungen und Sehnsüchten.
    Mein Fazit: ein schlichtweg schöner Roman, für den man sich Zeit nehmen sollte, denn so ein in Kriegszeiten spielendes Buch ist nichts für „mal eben zwischendurch“.

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  • Liebe und Verzweiflung im Ersten Weltkrieg Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von alphacia, am 17.10.2011

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    Nadine Waveney und Riley Purefoy lernen sich als Kinder kennen und freunden sich an. Der Standesunterschied zwischen ihnen ist groß. Nadine ist die Tochter reicher Eltern, Riley kommt aus einer Arbeiterfamilie. Ein paar Jahre später wird aus Freundschaft Liebe, aber Nadines Mutter findet Riley als Eheman unpassend und unterbindet die Beziehung. Riley meldet sich verzweifelt als Soldat und wird an die Front geschickt. Die beiden Liebenden schreiben sich wunderschöne Briefe und verloben sich sogar heimlich. Aber Riley droht an der schrecklichen Wucht des Krieges zu zerbrechen.

    Louisa Young hat ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Es ist kein klassisches Liebesdrama, wie man es vielleicht vom Titel vermutet. Es beinhaltet auch eine Menge schrecklicher Grausamkeiten des 1. Weltkriegs und die Verzweiflung der Soldaten, die tagtäglich ihr Leben an der Front riskierten. Ich fand es sehr erschreckend zu lesen mit welchen Mitteln einige Soldaten versuchten, Heimaturlaub zu bekommen. Paraffinspritzen, Kordit kauen oder mit Kondensmilch angebliche Geschlechtskrankheiten vorzutäuschen waren Methoden, die sehr verbreitet waren. Die Hilflosigkeit und Verzweiflung einiger Soldaten waren spürbar und sehr beklemmend beschrieben. Auch Riley wurde in die zerstörerische Wucht des Krieges hineingezogen und drohte an ihr zu zerbrechen. Seine physischen und körperlichen Schäden stürzten ihn in Selbstzweifel und raubten ihm jeglichen Lebenswillen. Seine innere Zerrissenheit hat die Autorin sehr berührend beschrieben. Ich habe mit ihm mitgefühlt und mitgelitten. Auch Nadine, Peter Locke und seine Frau Julia sind Opfer diesen furchtbaren Krieges und ihre Schicksale gingen mir sehr zu Herzen. Dass dieser grausame Krieg nicht nur körperliche sondern auch seelische Wracks hervorbrachte, war gerade am Beispiel von Peter sehr aufwühlend dargestellt.

    Was mir auch noch sehr gut gefiel, war der Einblick in die Schönheits- und plastische Gesichtschirurgie. Major Gillies, ein damaliger Chirurg in einem Krankenhaus in Sidcup, hat für damalige Verhältnisse wahre Wunder vollbracht. Ich fand es sehr interessant zu erfahren wie in der damaligen Zeit Gesichter rekonstruiert wurden und Major Gillies versuchte den Soldaten ein Stück Lebensfreude zurückzugeben. Seine unerschütterliche Entschlossenheit hat mir sehr gut gefallen.

    In diesem Buch stimmte einfach alles. Die Sprache war wunderschön, gespickt mit vielen Adjektive, die die Geschichte sehr lebendig machten. Ich fühlte mich mitten Geschehen und leidete mit den Protagonisten mit. Ich konnte es kaum erwarten, weiterzulesen und war regelrecht verzaubert von einer wundervollen und sehr berührenden Liebe. Für mich ist dieses Buch ein Geheimtipp und bekommt auch die volle Punktzahl!

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  • Eine Liebe wider den Umständen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.10.2011

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    Nadine und Riley lernen sich bereits als Kinder kennen. Aus der kindlichen Freuntschaft wird später echte Liebe, doch Nadines Mutter ist gegen diese Verbindung. Rileys Familie ist in ihren Augen nicht standesgemäß. Damit einer standesgemäßen Beziehung nichts im Wege steht, meldet sich Riley freiwillig zum Kriegsdienst an der Front. Der 1. Weltkrieg ist ausgebrochen, fordert unzählige Opfer. Düstere Zeiten im Graben. Tod, Verwundung, Hoffnungslosigkeit. Doch die beiden Liebenden bleiben in Kontakt. Sie schreiben sich - bis Riley schwer verwundert wird. Man hat ihm den Unterkiefer weggeschossen. Riley kommt zurück nach England, ist lange im Krankenhaus und will seinen Anblick seiner großen Liebe Nadine nicht zumuten. Er scheint an seinem Zustand fast zu zerbrechen. Unter einem Vorwand trennt er sich von Nadine. Diese meldet sich nun tief verletzt als Krankenschwester zum Kriegsdienst nach Frankreich. Dort lernt sie Peter kennen, Rileys Kommandeur, der dem Alkohol verfallen ist und sich nicht um seine schöne Frau kümmern kann, die wiederum nichts anderes zu tun hat, als sich um ihren Garten und das Aufschütteln ihrer Kissen im Haus zu kümmern. Die Schicksale der einzelnen Personen sind miteinander verwoen und plötzlich gibt es ein Wiedersehen zwischen Nadine und Riley.

    Eine außergewöhnliche Geschichte, die mitten im 1. Weltkrieg mit all seinen Grausamkeiten spielt. Man leidet mit den Personen mit, wundert sich über die Dekadenz der Reichen, die kaum etwas vom Krieg mitbekommen (wollen) und man freut sich doch mit den Liebenden. Die Autorin versteht es, den Leser in die Zeit der Handlung zu versetzen. Nicht immer ganz einfach zu lesen und trotzdem für mich persönlich ein kleines literarisches Meisterwerk!

    Erwähnenswert ist auch das wunderschöne Cover, welches sehr gut zum Roman passt.

    Ein Roman, den man unbedingt lesen, für den man sich aber auch Zeit nehmen sollte.

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  • Eine Liebe wider den Umständen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.10.2011

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    Nadine und Riley lernen sich bereits als Kinder kennen. Aus der kindlichen Freuntschaft wird später echte Liebe, doch Nadines Mutter ist gegen diese Verbindung. Rileys Familie ist in ihren Augen nicht standesgemäß. Damit einer standesgemäßen Beziehung nichts im Wege steht, meldet sich Riley freiwillig zum Kriegsdienst an der Front. Der 1. Weltkrieg ist ausgebrochen, fordert unzählige Opfer. Düstere Zeiten im Graben. Tod, Verwundung, Hoffnungslosigkeit. Doch die beiden Liebenden bleiben in Kontakt. Sie schreiben sich - bis Riley schwer verwundert wird. Man hat ihm den Unterkiefer weggeschossen. Riley kommt zurück nach England, ist lange im Krankenhaus und will seinen Anblick seiner großen Liebe Nadine nicht zumuten. Er scheint an seinem Zustand fast zu zerbrechen. Unter einem Vorwand trennt er sich von Nadine. Diese meldet sich nun tief verletzt als Krankenschwester zum Kriegsdienst nach Frankreich. Dort lernt sie Peter kennen, Rileys Kommandeur, der dem Alkohol verfallen ist und sich nicht um seine schöne Frau kümmern kann, die wiederum nichts anderes zu tun hat, als sich um ihren Garten und das Aufschütteln ihrer Kissen im Haus zu kümmern. Die Schicksale der einzelnen Personen sind miteinander verwoen und plötzlich gibt es ein Wiedersehen zwischen Nadine und Riley.


    Eine außergewöhnliche Geschichte, die mitten im 1. Weltkrieg mit all seinen Grausamkeiten spielt. Man leidet mit den Personen mit, wundert sich über die Dekadenz der Reichen, die kaum etwas vom Krieg mitbekommen (wollen) und man freut sich doch mit den Liebenden. Die Autorin versteht es, den Leser in die Zeit der Handlung zu versetzen. Nicht immer ganz einfach zu lesen und trotzdem für mich persönlich ein kleines literarisches Meisterwerk!

    Erwähnenswert ist auch das wunderschöne Cover, welches sehr gut zum Roman passt.

    Ein Roman, den man unbedingt lesen, für den man sich aber auch Zeit nehmen sollte.

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  • Die Kunst, die Liebe, das Töten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Carolin, am 15.10.2011

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    Nadine Waveney ist ein hübsches, unbeschwertes, junges Mädchen aus gutem Hause. Riley Purefoy ist ein gutaussehender, lebenslustiger Junge aus einer Arbeiterfamilie. Sie verbringen viele glückliche Tage ihrer Kindheit und Jugend zusammen, nicht nur im Atelier von Sir Alfred...und dann bricht der erste Weltkrieg aus. Ein Zwischenfall veranlasst Riley, sich freiwillig zu melden und in den Krieg an die Westfront zu ziehen. Die Waveneys sind überzeugt davon, dass er nicht gut genug für ihre Tochter sei. Doch Riley steigt aufgrund seines Mutes, seiner Tapferkeit und Treue schnell in der Hierarchie auf. Und Nadine meldet sich als freiwillige Hilfskrankenschwester. Beide erleben sie Schreckliches, Unvergessliches, das Grauen des Krieges. Dann wird der junge Capatain schwer verletzt und bricht den Kontakt zu seiner großen Liebe ab...

    Julia Locke ist eine wunderhübsche Frau. Peter Locke ein adretter Gentleman. Sie haben bereits zueinander gefunden und führen ein harmonisches Eheleben...und dann bricht der erste Weltkrieg aus. Peter entschließt sich sogleich, sich freiwillig zu melden, um sein Land zu verteidigen. Julia weiß nun nichts mehr mit sich anzufangen. Sie lebt nur noch dafür, alles bereit zu halten für Peters Rückkehr. Doch während eines Heimaturlaubes leben sie beide in zwei ganz unterschiedlichen, doch gleich grausamen Welten. Peter flüchtet sich in Bordelle und das Trinken, Julia flüchtet sich in einen Schönheitswahn...

    Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und verbindet ein Kriegsdrama mit einem Liebesroman und Elementen des Romance-Genres, die sich aber stark in Grenzen halten. Die beiden Liebesgeschichten und Schicksale der Protagonisten sind miteinander verwoben, sodass eine in sich geschlossene Handlungsfolge beschrieben wird, die sich spannend fortsetzt und mich sehr fesseln konnte, sodass das Buch dann rasch gelesen war. Die einzelnen Kapitel waren teils sehr gegensätzlich: Die zarte, zerbrechliche Liebe der beiden Paare und die grausamen Tage an der Front bzw. im Lazarett. Die Autorin versteht es, die Leserin emotional zu berühren, an anderer Stelle aber auch immens zu schockieren (an einer Stelle wurde mir regelrecht übel) und bedient sich dabei eines sehr poetischen Schreibstils. Meine Lieblingsszene war die im Haus der Ainsworths...sooowas von rührend! :) Und doch werde ich keine 5 Punkte vergeben, da ich mir gewünscht hätte, dass einige der Charaktere intensiver ausgearbeitet seien...Riley und Julia wurden in meinen Augen sehr intensiv "bearbeitet", aber gerade bei Nadine, die am Anfang so real wirkte, hatte ich später das Gefühl einer fehlenden Persönlichkeit.

    Es war ein sehr schönes und empfehlenswertes Buch, dass die Grauen des ersten Weltkrieges, eine große Liebe und den Kampf mit sich selbst, das Verlebte irgendwie zu verarbeiten, vereint.

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  • Liebe in Zeiten des Krieges Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.10.2011

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    Eine Liebe die nicht sein darf und von den Wirrungen des Krieges getrennt,- ist ja eigentlich kein neues Thema,- aber immer wieder rührend.

    Nadine Waveny und Riley lernen sich als Kinder kennen. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie und er ist Sohn einer Arbeiterfamilie. Ihm ist der Standesunterschied bewußt und er hat das Glück bei den Wavenys ein und ausgehen zu dürfen und die Sprache und Gepflogenheiten der "besseren Leute" kennenzulernen.

    Es ist wunderschön mitzuerleben wie sich aus der Freundschaft der beiden eine Liebe entwickelt. Nadines Mutter ist diese Entwicklung allerdings gar nicht recht. Sie unterbindet den Kontakt der beiden. Riley will dem Glück der Frau die er liebt nicht im Wege stehen und beschließt Hals über Kopf in den Krieg zu ziehen.

    Nun folgen die düsteren Szenarien des ersten Weltkrieges. Louisa Young beschreibt die Schrecken und Auswirkungen die die Erlebnisse des Krieges mit sich bringen sehr einfühlsam. Angst und Kriegsneurosen. Die Menschen verändern sich. Nichts ist mehr so wie es war.

    Als sich Riley nach einer Verwundung von Nadine trennt sind mir die Tränen gekommen weil mich diese Szene so mitgenommen hat und von da ab habe ich gefiebert,- ob nicht doch noch alles gut wird..

    Dieser Roman erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte,- man fühlt mit den Protagonisten mit,- mit Riley, Nadine,- Captain Locke,- seine Frau Julia und der Krankenschwester Rose. Die Charaktere und Begebenheiten sind nicht alle erfunden.

    Für mich war es es wunderschön-trauriges Leseerlebnis bei dem die Hoffnung niemals stirbt.

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