Fr. 9.90
Originaltitel: The Vanished Man
Originalverlag: Simon & Schuster 2003
Aus dem Amerikanischen von Thomas Haufschild
Jeffery Deavers geniales Ermittlerpaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs löst seinen fünften – und mit Abstand spannendsten – Fall: auf den Spuren eines Mörders, dessen Metier das Unmögliche ist ...
Qualvoll stirbt ein junges Mädchen in einer New Yorker Musikschule. Der Täter flieht in einen fensterlosen Probenraum. Drinnen fällt ein Schuss, bevor die Polizei das Zimmer stürmen kann. Es ist leer... Für Lincoln Rhyme, den gelähmten Ermittler, und seine ambitionierte Partnerin Amelia Sachs ist sofort klar: Es war nicht der letzte Mord dieses Täters. Zu demonstrativ und lustvoll missbraucht er die Tricks großer Magier wie Houdini oder wie David Copperfield, zu schlau sind seine Ablenkungsmanöver. Und schon nach wenigen Stunden schlägt der Mörder tatsächlich ein zweites Mal zu. Wieder liefert er einen beeindruckenden Beweis seiner Täuschungskunst und lässt die Ermittler ratlos zurück: Was ist Trick, was ist Wirklichkeit? Die junge Magierin Kara wird als Beraterin hinzugezogen und klärt Lincoln Rhyme über die psychologischen Hintergründe der Illusionswirkung und die Tricks der großen Könner auf: Rhyme und Sachs müssen zuerst den perfiden Plan hinter den vordergründigen Effekten entschlüsseln, um einen letzten grausigen Racheakt zu verhindern. Den akribisch geplanten Höhepunkt in der mörderischen Glanzvorstellung eines psychopathischen Magiers...
"Jeffery Deaver ist brillant!" Minette Walters
"Perfekt recherchiert und spannend erzählt. Dieser Thriller vereint alle Elemente hervorragender Spannungsliteratur - ein Volltreffer!" Booklist
| Verkaufsrang: | 17.150 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-89480-842-X |
| EAN: | 9783894808426 |
| Originaltitel: | The Vanished Man |
| Erschienen: | 22.12.2004 |
| Verlag: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 480 |
| Übersetzer: | Thomas Haufschild |
| Erschienen bei: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Übersetzt von: | Thomas Haufschild |
| Spieldauer: | 664 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingetragen.Die kongeniale Verfilmung seines Romans 'Die Assistentin' unter dem Titel 'Der Knochenjäger' (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.
...Sieben (S. 69-70)
»Ich habe hier die Liste einiger Gegenstände, die wir am Tatort sichergestellt haben«, sagte Amelia Sachs. »Wurden die eventuell bei Ihnen gekauft?«
Balzac nahm den Zettel, den sie ihm reichte. Während er las, ließ Sachs den Blick durch das Smoke & Mirrors schweifen. Der schwarz gestrichene, höhlenartige Laden im Fotobezirk, einem Teil von Manhattans Chelsea-Viertel, roch nach Schimmel, Chemikalien und Kunststoff – Letzteres vor allem infolge der Ausdünstungen der vielen hundert Kostüme, die wie schlaffe Gestalten an langen Kleiderstangen hingen. Die schmutzigen Glasvitrinen, zur Hälfte beschädigt und mit Klebestreifen geflickt, enthielten zahllose Kartenspiele, Zauberstäbe, falsche Münzen und verstaubte Kartons mit jeweils allen Utensilien für eine bestimmte Vorführung. In einer Ecke stand eine lebensgroße Kopie des Ungeheuers aus den Alien-Filmen unmittelbar neben einer Puppe mit Lady-Diana-Maske und -Kleid. (Sei die Prinzessin der Party!, lautete das dazugehörige Schild, als würde hier niemand wissen, dass die Frau seit Jahren tot war.)
Balzac wies auf die Liste und nickte in Richtung der Vitrinen. »Ich glaube nicht, dass ich helfen kann. Sicher, manches davon gibt es bei uns zu kaufen. Aber das gilt auch für jeden anderen Laden dieser Art im ganzen Land und außerdem für viele Spielwarengeschäfte.«
Sachs war nicht entgangen, dass er allenfalls ein paar Sekunden auf das Blatt geschaut hatte. »Was ist hiermit?« Sie zeigte ihm ein Foto der alten Handschellen.
Er warf einen kurzen Blick darauf. »Mit Entfesselungstricks kenne ich mich nicht aus.«
War das eine Antwort? »Heißt das, Sie erkennen die Fesseln nicht wieder?«
»Nein.«
»Es ist sehr wichtig«, ließ Sachs nicht locker.
Die junge Frau mit den bemerkenswert blauen Augen und den schwarzen Fingernägeln sah sich das Bild an. »Das sind Darbys«, sagte sie. Der Mann bedachte sie mit einem frostigen Blick, und sie verstummte kurz. »Im neunzehnten Jahrhundert waren Handschellen wie diese bei Scotland Yard gebräuchlich«, fuhr sie dann fort. »Viele Entfesselungskünstler benutzen sie. Auch Houdini hat dieses Modell bevorzugt.«
»Woher könnten die stammen?«
Balzac lehnte sich ungehalten auf seinem Bürostuhl zurück. »Keine Ahnung. Wie ich schon sagte, auf dem Gebiet können wir keinerlei Erfahrung vorweisen.« Die Frau nickte zustimmend. »Es gibt vermutlich Museen mit entsprechenden Ausstellungsstücken. Vielleicht sollten Sie dort mal nachfragen. «