Die Tochter des Papstes. Ein Renaissance-Schicksal
Leseprobe

Die Tochter des Papstes. Ein Renaissance-Schicksal

von Joe J. Heydecker

eBook

Medium: PDF

mehr zum Inhalt

Sofort per Download lieferbar.

Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

Fr. 12.90

Download

Auf den Merkzettel

  • Als Download verfügbar [?] Offen für alle Geräte, die den Adobe Kopiershutz (DRM) unterstützen
  • tolino shine
  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Bookeen HD FrontLight
  • Thalia eReading App (erhältlich im App-Store)
Diese Geräte unterstützen den Adobe Kopierschutz
  • tolino
  • alle Thalia eReader
  • Kobo, Sony Reader, andere eReader
  • Thalia eReading App für Android und iOS
  • Windows PC und Mac
  • Kindle und Linux unterstützen den Adobe Kopierschutz nicht
Die Tochter des Papstes. Ein Renaissance-Schicksal

Die Tochter des Papstes. Ein Renaissance-Schicksal

von Joe J. Heydecker

EAN: 9783200019348

Fr. 12.90 *

* Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile sind enthalten

Sie möchten den Artikel jetzt herunterladen?

Download

Einfach bestellen und downloaden

1

Wunschtitel wählen

Legen Sie Ihren Wunschartikel in den Warenkorb.

2

Kaufen

Gehen Sie zur Kasse und folgen Sie dem üblichen Bestellprozess.

3

Downloaden

Alle Ihre eBook-Bestellungen können Sie unter "Mein Konto" im Bereich "eBook-Downloads" einsehen.



Andere Kunden, die "Die Tochter des Papstes...." kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Die Lebensbeschreibung der Lucretia Borgia, sorgfältig recherchiert und mit eigenem Bildmaterial des Autors versehen, liest sich wie ein Roman. Sie wendet sich weniger an Fachgelehrte, als an historisch interessierte Leser. Es wurden Atmosphäre und Sitten der Zeit - auch im Hinblick auf die zu Lebzeiten Lucrezias herrschenden Päpste und ihres Anhangs - ohne Prüderie betrachtet, sodass man von einer Studie ohne Feigenblatt sprechen kann.

Produktdetails

ISBN-10: 3-200-01934-4
EAN: 9783200019348
Erschienen: 01.01.2010
Verlag: Mara Kraus
Einband: PDF
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 199
Erschienen bei: Mara Kraus
Spieldauer: 1764 KB
Kapitel: 0
Medium: PDF
Nach oben

Joe J. Heydecker

Joe J. Heydecker (1916 - 1997) war Journalist und Berichterstatter während des gesamten Nürnberger Prozesses, er lebte bis zu seinem Tod in Wien.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

Die Herzogin (S. 99-100)
Am 1. September 1501 schlossen Prokuratoren im Schloss Belfiore zu Ferrara den Ehekontrakt zwischen Alfonso d'Este und Lucrezia Borgia. Als die Nachricht in Rom eintraf, liess der Papst sogleich den Vatikan illuminieren und die Kanonen auf der Engelsburg Salut schiessen, um aller Welt das grosse Ereignis kund zu tun. Tags darauf zog eine gewaltige Prozession zur römischen Kirche der Spanier, Santa Maria del Popolo, um der Himmelskönigin für das glückliche Zustandekommen der fürstlichen Ehe zu danken. Nach dem Gottesdienst kippte die feierliche Prozession sofort in einen Karnevalszug um. Auf den Strassen wurde getanzt, gesungen und Schabernack getrieben.
Lucrezia hatte sich in der Sakristei umgezogen und ihr goldgewirktes Kleid ihrem Hofnarren geschenkt, der nun damit durch die Stadt ritt, es wie eine Fahne schwenkte und obszöne Reime dazu in die jubelnde Menge rief. Schwierige Vorbereitungen Trotz Volksfest und Salutschüssen erwiesen sich die realen Verhandlungen als äusserst zäh. Der Herzog von Ferrara hatte zwei hochrangige nach Rom geschickt, damit es über keinen Punkt "mündliche Vereinbarungen" gäbe, sondern nur schriftliche. Lange Sitzungen zwischen ferrarischen und vatikanischen Rechtsgelehrten fanden im Beisein des Papstes statt.
Die auswärtigen Teilnehmer berichteten ihrem Chef in Ferrara erstaunt, dass es vor allem Lucrezia war, die sich jedes Schriftstück vornahm, es las, beurteilte, auf zweifelhafte Formulierungen hinwies und Änderungen durchsetzte. Die Herren hoben in ihren Mitteilungen überhaupt die führende Rolle der jungen Braut hervor, ihre Sicherheit, ihren Kenntnisreichtum und ihre unerschütterliche Liebenswürdigkeit. Einer der beiden meinte in seinem Bericht sogar, Madonna Lucrezia sei "mehr an Geschäften interessiert als an Vergnügungen."
Sie ging bei ihrem Vater ein und aus, wie sie wollte, bestimmte, welche Kardinäle oder auswärtige Botschafter vorgelassen wurden oder zu warten hätten. Sie spielte, nach heutigen Kriterien, die Rolle einer Chefsekretärin und Beraterin zugleich. Der alternde Alexander hatte sich schon so sehr an ihre Allgegenwart und Dienstfertigkeit gewöhnt, dass es ihm nur allzu lieb schien, wenn sich ihre Abreise noch verzögerte. Ein langwieriges Hin und Her zwischen Rom und Ferrara gab es über das Ehrengeleit, das Ercole entsenden sollte, um die Braut einzuholen, sowie über das Ehrengeleit, das der Brautvater seiner Tochter nach Ferrara mitzugeben gedachte. Listen der Teilnehmer wurden ausgetauscht, verbessert und abermals ausgetauscht, bis beide Seiten zufrieden waren.

Nach oben