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Ihre große Sturmzeit-Trilogie - jetzt im Blanvalet-Taschenbuch!
Deutschland in den 1970er Jahren. Die junge Alexandra Marty hat viel von ihrer Großmutter Felicia geerbt - vor allem deren Realitätssinn und die Fähigkeit zu pragmatischem Handeln. Als sie jedoch gegen ihren Willen das Erbe Felicias antreten muss, setzt sie alles auf eine Karte - und verliert ...
Charlotte Link ist Deutschlands erfolgreichste Autorin.
| Verkaufsrang: | 478 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-05185-1 |
| EAN: | 9783641051853 |
| Erschienen: | 20.06.2011 |
| Verlag: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 544 |
| Erschienen bei: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Spieldauer: | 1022 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.
Meinung der Redaktion
Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.
von einer Kundin/einem Kunden, am 02.01.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 02.01.2012
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"IV. BUCH 1988-1991 (S. 318-319)
1
Chris hatte vor langer Zeit aufgehört, in jeder Frau, die sein Interesse weckte, nach Simone zu suchen. Er wußte, daß er sich nicht für den Rest des Lebens auf diese Weise blockieren durfte, und versuchte, Unbefangenheit und Offenheit wiederzufinden. Es fiel ihm unendlich schwer. Dieses Mädchen aber, das ihm da gegenübersaß, hatte wirklich etwas von Simone. Dieselbe kleine, zierliche Figur, das spitze, blasse Gesicht, eine Fülle langer, dichter Haare - dunkelbraun allerdings, nicht blond. Auch die Art zu sprechen erinnerte Chris an Simone; sehr schnell, begleitet von einer ausgeprägten Mimik und lebhaften Gestik.
Das Mädchen trug Jeans, Turnschuhe und ein blau-weiß gestreiftes Sweatshirt. Die Sekretärin hatte sie als Laura Marelli angemeldet. Chris schätzte Laura auf höchstens achtzehn Jahre. »Das Problem ist«, sagte sie gerade, »daß wir kaum Geld haben. Sagen Sie es also lieber gleich, wenn Sie vorhaben, horrende Honorarforderungen zu stellen.« Chris lachte. »Wer immer Ihnen meine Adresse genannt hat, er hat Ihnen sicher auch gesagt, daß ich für beinahe nichts arbeite, wenn ich hinter einer Sache stehe und der Klient Zahlungsprobleme hat.« Laura nickte. »Ja. Aber das könnte sich geändert haben inzwischen.«
»Ich hätte es jedenfalls dringend nötig, das zu ändern«, gab Chris zu, »wissen Sie, ich arbeite etwa sechzehn Stunden am Tag, einschließlich Wochenende, und komme trotzdem nur gerade so über die Runden.« »Dafür können Sie von sich sagen, daß Sie Ihre Überzeugung nie verraten haben. Sie sind der Anwalt von Umweltschützern, Grünen und Linken. Wie viele in Ihrem Alter sind das noch? Die meisten sind längst korrumpiert - von Geld und Macht und der Sehnsucht nach dem guten Leben!«
»Aber sie haben ein paar Sorgen weniger als ich«, sagte Chris. Manchmal war er es leid, sich immer nur das Nötigste leisten zu können. Er hatte sehr gute Examen gemacht und früh promoviert, und es wäre ihm ein leichtes gewesen, sich in einer reichen und renommierten Frankfurter Kanzlei zu etablieren. Statt dessen machte er sein eigenes Büro auf, mietete eine Vierzimmerwohnung im Westend, trennte zwei Zimmer ab und richtete sich dort als Anwalt ein.
Obwohl die Wohnung ziemlich heruntergekommen war, verlangte der Besitzer eine gesalzene Miete. Chris hatte daher zuerst versucht, eine Sekretärin einzusparen, aber die Arbeit war ihm so über den Kopf gewachsen, daß er schließlich im Durchschnitt auf knapp zwei Stunden Schlaf pro Nacht kam. Es war nur eine Frage der Zeit, wann er zusammenklappen würde. Also hatte er Birgit eingestellt, eine atemberaubend häßliche Frau von vierzig Jahren, die ihren Beruf zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht hatte. Sie arbeitete zuverlässig, schnell und emsig, und für ihren Chef hätte sie sich zerreißen lassen.
Was sie anging, war Chris seinem Schicksal von Herzen dankbar, aber ansonsten hatte er das Gefühl, nicht mehr lange so weitermachen zu können. Er verteidigte hauptsächlich Leute aus der grünen Szene, viele Umweltschützer, Leute, mit deren Überzeugung er sympathisierte. Die meisten konnten jedoch so gut wie nichts bezahlen. Er hatte einen monatelangen, aufwendigen Prozeß geführt, in dem er Gegner des Baus der Startbahn West am Rhein-Main-Flughafen vertrat, und am Ende hatte er achthundert Mark dafür bekommen. Das deckte kaum die Unkosten. In diesem Spätsommer 1988 war Chris fast fünfunddreißig Jahre alt, und er fragte sich immer öfter, ob er mit vierzig auch noch so dasitzen würde wie heute."