Das Artefakt
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Das Artefakt

von Andreas Brandhorst

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Das Artefakt

Das Artefakt

von Andreas Brandhorst

EAN: 9783641066949

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Dies ist die letzte Chance der Menschheit: Nachdem sie eine interstellare Katastrophe verursacht haben, die nur durch das Eingreifen der Hohen Mächte eingedämmt werden konnte, müssen die Menschen innerhalb von 600 Jahren beweisen, dass sie zu dauerhaftem Frieden fähig sind. Und das Vorhaben der Menschen scheint unter einem guten Stern zu stehen: Der Planet Heraklon wird zum Zentrum des Friedens und der Diplomatie. Doch dann taucht ein uraltes Artefakt auf, so mächtig, dass es den Technologien der Hohen Mächte ebenbürtig ist - und der Krieg beginnt aufs Neue ...
Andreas Brandhorst, 1956 in Norddeutschland geboren, schrieb bereits in jungen Jahren phantastische Erzählungen für deutsche Verlage. Aufsehen erregte er mit der aus 6 Bänden bestehenden Kantaki-Saga (die Diamant-Trilogie: 'Diamant', 'Der Metamorph' und 'Der Zeitkrieg', und die Graken-Trilogie: 'Feuervögel', 'Feuerstürme' und 'Feuerträume') und dem 2009 erschienenen Mystery-Thriller 'Äon', der zu einem großen Publikumserfolg wurde. 'Die Stadt' ist sein zweiter großer Mystery-Roman. Andreas Brandhorst lebt als freier Autor in Norditalien.

Produktdetails

Verkaufsrang: 971
ISBN-10: 3-641-06694-8
EAN: 9783641066949
Erschienen: 09.01.2012
Verlag: Heyne
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 656
Erschienen bei: Heyne
Spieldauer: 1024 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst, 1956 im norddeutschen Sielhorst geboren, schrieb bereits in jungen Jahren phantastische Erzählungen für deutsche Verlage. Es folgten zahlreiche Heftromane - unter anderem für die legendäre Terranauten-Serie - sowie Fantasy- und Science-Fiction-Taschenbücher. Im Kantaki-Zyklus, zu dem "Feuerstürme" gehört, sind bereits die Romane "Diamant", "Der Metamorph" sowie "Der Zeitkrieg" erschienen. Andreas Brandhorst lebt als freier Autor und Übersetzer in Norditalien.

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Kundenrezensionen

  • Galaktisch gut! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Damian Wischnewsky, am 07.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Brandhorst entführt den Leser in eine ungeheuer komplexe Weltenschöpfung, deren detaillierte Hintergrundgeschichte das sechzehn Seiten lange Glossar am Ende des Buches mehr als rechtfertigt. Dennoch kommt bei der Lektüre keinerlei Desorientierung auf, denn der Autor versteht es, den Leser bei der Hand zu nehmen und ihn mittels fesselnder Erzählkunst und eines äußerst spannenden Plots durch seine Geschichte zu führen. Eine Geschichte, die sich um eine äußerst gelungene Hauptfigur aufbaut, deren innere Konflikte mit Identität, Vergangenheit und den eigenen Motiven vielschichtig dargestellt werden und sich in größerem Maßstab auch in den gesellschaftlichen Strukturen und den Beziehungen zwischen den zahlreichen Spezies in Brandhorsts Universum wiederfinden. Wahrheit und Lüge, Macht und Verantwortung werden in interessanten Schattierungen dargestellt und nicht zuletzt wird - wie es sich für gute Science-Fiction-Literatur gehört - die Frage aufgeworfen: was ist eigentlich Zivilisation?

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Tiefer Fall 18 (S. 133-134)
Rahil blinzelte im hellen Licht und begriff, dass er zum ersten Mal in seinem neuen Leben Sonnenschein auf einem Planeten sah. Er schmerzte in den Augen, brannte darin fast wie das Feuer, das der Transit ohne Kompensatoren in seinen Zellen entzündet hatte. Er kniff die Augen zu, aber das Gleißen kam, nur wenig gedämpft, durch die Lider, begleitet von zahlreichen Geräuschen, die zu einem akustischen Chaos verschmolzen – selbst das leiseste Geräusch, das Summen von Insektenflügeln, tönte laut wie das Dröhnen von Trommeln.
Reizüberflutung, dachte Rahil und schickte der Rüstung einen gedanklichen Befehl, der ihre Sensoren deaktivierte und die zerebralen Schaltkreise in den Bereitschaftsmodus schaltete. Dann versuchte er aufzustehen und reduzierte auch die von den Femtomaschinen gesteuerte Sensibilisierung seiner Sinne. Er schwankte auf Beinen weich wie Gummi, hob die Lider und sah auf Sammaccan hinab, beziehungsweise auf das, was aus dem jungen Polymorphen geworden war.
Ein rostroter Gewebeklumpen lag im Empfangsbereich des sich hinter ihnen wölbenden Kickins, fleischig und feucht auf der einen Seite, borkig und wie vernarbt auf der anderen. Rechts und links ragten Gliedmaßen daraus hervor, halb geformt, die Arme nicht von den Beinen zu unterscheiden; der Kopf war ein Buckel ohne Augen, die Nase sah aus wie ein mehrfach gebrochener langer Schnabel. Leises Wimmern kam von dem zitternden Etwas, das den Eindruck machte, von einem Dislokator getroffen worden zu sein. Hatte der Ascar mit einer solchen Waffe auf Sammaccan geschossen? Oder war das gegenwärtige Erscheinungsbild des Polymorphen das Ergebnis des Transitschocks, der seine Körperstruktur durcheinandergebracht hatte?
Von einer Maint gesteuerte Drohnen waren damit beschäftigt gewesen, Frachtbehälter in Empfang zu nehmen oder für den Transit vorzubereiten. Sie rührten sich nicht mehr, bis auf eine, die mit mehrgelenkigen Beinen heranstapfte. Bei jedem Schritt spiegelte sich Sonnenschein auf ihrem Leib aus Synthmetall. »Bitte bewegen Sie sich nicht«, sagte die Drohne. »Das medizinische Zentrum ist bereits verständigt.« »Das Kickin«, brachte Rahil hervor. »Es muss geschlossen werden.«
Der Ascar durfte keine Gelegenheit erhalten, ihm nach Eckrote zu folgen. »Ich bin nicht befugt, das Frachtfraktal stillzulegen, solange keine Gefahr für diese Anlage besteht«, antwortete die Maint mit der Stimme der Drohne. »Eine solche Entscheidung kann nur der zuständige Volontär treffen. Er ist ebenfalls verständigt.« Das große, spinnenartige Geschöpf aus Synthmetall und Polymeren aktivierte einen Formspeicher, und einer seiner langen Greifarme, die auch die Funktion von Beinen erfüllen konnten, verwandelte sich in einen Stuhl.
»Bitte nehmen Sie Platz und schonen Sie sich.« Rahil schlug nach einem bunt schillernden Insekt, das dicht vor seinem Gesicht schwebte und rasend schnell mit winzigen, durchsichtigen Flügeln schlug. Er fragte sich kurz, ob es diese Flügel gewesen waren, deren Summen er zuvor als Trommelschlag gehört hatte. Stimmen erklangen, von Menschen und einem Chormiki, und eilige Schritte näherten sich, aber Rahil achtete nicht darauf und schaute dem Insekt nach, das seiner Hand ausgewichen war und nach oben flog, dem Gitter entgegen, das sich über dem noch immer aktiven Kickin spannte – es diente als Schild, der den Transitbereich vor elektromagnetischen Störsignalen schützte, insbesondere vor den elektrischen Entladungen, zu denen es manchmal bei Unwettern kam.

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