Die Bücherdiebin
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Die Bücherdiebin

von Markus Zusak

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Weitere Artikelinformationen

Selbst der Tod hat ein Herz ...
Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf - für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an - in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.
'Die Bücherdiebin' ist eine Liebesgeschichte, eine Hommage an Bücher und Worte und eine Erinnerung an die Macht der Sprache, die im Roman von Markus Zusak viele Facetten zeigt: den lakonisch-distanzierten Ton des Erzählers, Poesie und Zuversicht - und die reduzierte Sprache der Nazipropaganda.
Markus Zusak, 1975 geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für 'Der Joker' wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. Sein Roman 'Die Bücherdiebin' stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht und wurde 2009 ebenfalls mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.592
ISBN-10: 3-89480-427-0
EAN: 9783894804275
Originaltitel: The Book Thief
Erschienen: 04.12.2008
Verlag: Cbj
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 592
Altersempfehlung: ab 12
Übersetzer: Alexandra Ernst
Erschienen bei: Cbj
Übersetzt von: Alexandra Ernst
Spieldauer: 4849 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Markus Zusak

Der australische Schriftsteller Markus Zusak wurde als jüngster von vier Geschwistern am 23.Juni 1975 in Sydney geboren. Sein Vater stammte aus Österreich und war Maler, seine Mutter kam aus Deutschland. Von ihnen erfuhr Markus Zusak schon als Kind die Geschichten aus dem 2.Weltkrieg, die ihn inspirierten "Die Bücherdiebin" zu schreiben. Sein vorläufiger Kindheitstraum war wie sein Vater Maler zu werden, doch schnell resignierte Markus Zusak und entdeckte eher sein Talent zum Schreiben. Für seinen Jugendroman "The Underdog" aus dem Jahr 1999 erhielt Markus Zusak seine ersten Auszeichnungen. Bekannt wurde der Autor aber vor allem durch sein 2002 veröffentlichtes Buch "Der Joker ? The Messenger", welches 2007 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gewürdigt wurde. Der letztendliche Durchbruch gelang Markus Zusak mit "Die Bücherdiebin". Der Zeithistorische Roman wurde zahlreich geehrt und mit Preisen überschüttet. Durch die Erzählungen seiner Eltern wollte Markus Zusak das damalige Nazi-Deutschland unter den Aspekten der Gegenwehr aufzeigen, welches ihm so gut gelang, dass er einen Bestseller schrieb. Inzwischen sind seine Romane in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Neben seiner Tätigkeit als Autor, lehrt Markus Zusak noch gelegentlich Englisch an einer High School. Seine Freizeit verbringt er mit seiner Familie, geht surfen oder ins Kino. Markus Zusak ist verheiratet und Vater einer Tochter. Wohnhaft ist er mit seiner Familie in Sydney.

Meinung der Redaktion
Markus Zusak hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben.

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Buchhändlertipps

  • Genial!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Désirée Hasler, am 17.01.2013 aus der Thalia-Buchhandlung in Schönbühl

    Als Liesels Bruder stirbt, stiehlt sie ihr erstes Buch, sodass sie eine letztes Erinnerungsstück an ihn hat.
    Liesel wird in der Nazizeit in eine Pflegefamilie gegeben. Die Pflegemutter nennt sie dauernd "Saumensch" was Anfangs seltsam klingen mag. Mit der Zeit merkt man aber wie sehr Liesel geliebt wird. Später versteckt die Familie einen Juden im Keller.

    Es ist eine megaspannende Geschichte die Sie nicht aus der legen können! Es ist anrührend, komisch, spannend und traurig zugleich. Mein Tipp? Dieses Buch müssen Sie gelesen haben!
    Weiterer Clou: Das Buch wird vom Tod persönlich erzählt...

Kundenrezensionen

  • Tröstlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maren Oberwelland, am 10.04.2013

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    Die neunjährige Liesel wird 1939 von Pflegeeltern in der Nähe von München aufgenommen. Bei den Hubermanns erfährt das kleine Mädchen den Zweiten Weltkrieg als etwas schönes und etwas schreckliches zugleich. Ihre Freundschaft zu dem Nachbarjungen Rudi und dem Juden Max, der sich im Keller der Familie versteckt hält, lassen sie immer wieder Angst und Trauer vergessen. Was kaum einer weiß, das kleine Mädchen ist eine Diebin. Sie klaut Bücher, um endlich lesen zu lernen und sie klaut Herzen; die Herzen von Mama Rosa und Papa Hans, von Rudi und Max und – das Herz des Todes, der in diesen Tagen mehr zu tun hat als ihm lieb ist. Ihre kindlich naive Sicht auf die Dinge und ihre Kämpfernatur bewegen ihn dazu ihre Geschichte zu erzählen. Er schildert, wie Liesel ihren Bruder verliert, wie sie ihr erstes Buch im Schnee findet und das zweite aus der Asche klaut; er beschreibt ihre Liebe zu Rudi und zu den Büchern und ihre Freundschaft zu Max. Und immer wieder berichtet der Tod, wie die Welt um die Himmelsstraße langsam zusammenbricht, bis zu dem Tag, an dem auch die Himmelsstraße zusammenbricht.
    Am Ende bleibt man allein zurück – mit einem lachenden und einem weinenden Auge und mit den Erinnerungen.

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  • Kriegsgeschichte aus Sicht des Todes Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jacqueline Opitz, am 09.04.2013

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    Dieses Buch fängt schon recht außergewöhnlich an: die Geschichte wird nämlich aus der Sicht des Todes erzählt!
    Und wie wir alle wissen, hat dieser zu Kriegszeiten leider ziemlich viel zu tun.

    Der Tod erzählt vom Leben der kleinen Liesel Meminger, und wie er ihr mehrere Male begegnet, ohne sie zu sich zu rufen.

    Liesel ist neun Jahre alt, als ihr Leben total durcheinander gewürfelt wird. Die Mutter kann sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern, und gibt Liesel und ihren Bruder zu Adoptiveltern. Der kleine Werner überlebt die Reise im kalten Winter jedoch nicht! Einer der Totengräber verliert sein Handbuch im Schnee, welches Liesel, nachdem sie am Boden zerstört hinterhertrottet, an sich nimmt. Noch kann sie zwar nicht lesen, aber wenigstens hat sie etwas, an dem sie sich festhalten kann auf dem Weg in ihr neues Leben. Dies ist das erste gestohlene Buch der Liesel Meminger!
    Diese Geschichte hat natürlich keinen schönen Hintergrund, und so fröhlich man manchmal gestimmt ist, weil Liesels Leben doch noch eine angenehme Wendung bringt, so wird man doch auch mit der harten Wirklichkeit des Krieges konfrontiert. Gutherzige Menschen bekommen enorme Schwierigkeiten oder bringen sich gar in Lebensgefahr, wenn sie einem Juden helfen. Die Hungersnot ist so groß, dass über eine Woche lang nur dünne Suppe gegessen wird, da es ohnehin schon für nichts reicht.

    Und über der ganzen Szenerie schwebt der Tod, der die kleine Liesel in sein Herz geschlossen hat, und es sehr bedauert, ihres so oft brechen zu müssen.

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  • Außergewöhnlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.04.2012

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    Erzählt wird das Leben von Liesel Meminger 10 Jahre alt - während des zweiten Weltkriegs bis zu ihrem Tod im fernen Australien und zwar von einem außergewöhnlichen Erzähler - dem Tod höchstpersönlich!
    Das ist das ungewöhnlichste Buch, das ich in letzer Zeit gelesen habe. Ich hätte mir zu meiner Schulzeit solch eine Geschichte gewünscht, zum besseren Verständnis des Nationalsozialismus.
    Kann ich nur empfehlen für Erwachsene und Jugendliche.

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  • Ein bewegendes Buch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 30.12.2011

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    Viele meiner Freunde haben mir dieses Buch schon öfters ans Herz gelegt, doch irgendwie schreckte mich der Gedanke, dass der Tod selbst diese Geschichte erzählt, immer wieder ab. Der Gedanke an den Sensenmann ist tief verankert...

    Umso mehr begeistert mich die Erzählweise; der Tod hat Humor und seine Art, alles in Farben zu messen, ist eine ausgefallene Idee! Auch der Aufbau der Geschichte ist unbeschreiblich; hier und da eine Randbemerkung usw.

    Als ich das Buch las, musste ich genauso viel weinen wie lachen. Man kann es nicht aus der Hand legen!

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  • Grandios... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Judith Fekete, am 19.07.2011

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    Dieses Buch gibt es wirklich kein zweites Mal...

    Der Tod erzählt die rührende, erschreckende Geschichte der Liesel Meminger. Diese stiehlt ein Buch nach dem anderen und alle Menschen in ihrem Umfeld schließen sie in ihr Herz. Ein wundervoller Roman, der mich zum lachen und weinen bringt...

    Dieser Roman darf in keinem OYO-Bücherregal fehlen ;-)

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  • LESEN! LESEN! LESEN! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Hermes, am 29.05.2011

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    Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich empfehle es unheimlich gerne weiter und hoffe, dass es wirklich jeder einmal irgendwann lesen wird. Sowohl für ältere Jugendliche als auch für alle Erwachsenen ist dieses Buch Lesegenuss auf höchstem Niveau. Sprachlich einmalig toll geschrieben und in seinen Bildern sehr intensiv entführt uns die "Bücherdiebin" Liesl Memminger in das Deutschland in Zeiten kurz vor dem 2. Weltkrieg. Das Buch selbst ist aus Sicht des Todes persönlich geschrieben, ungewöhnlich zwar, dafür aber auch einmalig.

    Lassen Sie sich auf dieses Buch ein und sie werden nicht enttäuscht sein!

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  • Seltene Erzählkraft Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Winkler, am 15.12.2010

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    Häufig ist über die Kriegszeit berichtet und erzählt worden - viele Leser winken inzwischen dankend ab, wenn es um die Thematik geht. Ein großer Fehler in diesem Fall! "Die Bücherdiebin" entwickelt eine seltene erzählerische Kraft, die ihresgleichen sucht.
    Der Tod höchstselbst berichtet vom Lebensweg des kleinen deutschen Mädchens Liesel durch die Wirren ihrer Zeit. Von kleinen Freuden in einer ach so glücklosen Zeit ebenso wie von kleinen und großen Verlusten. Vor allem aber erfahren wir etwas über das überbordende Glück des Wiederfindens.
    Unbedingt Lesen!

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  • Die Bücherdiebin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Drisch, am 25.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zugegeben, die ersten 30 Seiten dieses außergewöhnlichen Romans waren für mich etwas gewöhnungsbedürftig.
    Gewöhnungsbedürftig deshalb, weil der Erzähler dieser Geschichte der Tod persönlich ist. Da wir uns im Deutschland des Jahres 1939 befinden, ist der Tod neben seiner Erzählertätigkeit auch in seinem "Hauptberuf" komplett ausgelastet: Die ersten Deportationen beginnen, viel zu viele Menschen verlieren ihr Leben. Fast zufällig lernen wir da Liesel Meminger kennen, ein 10jähriges Mädchen, das vor allem eines liebt: Bücher....
    "Die Bücherdiebin" ist sowohl ein großartiger Jugendroman als auch eine eindringliche Geschichte für Erwachsene. Vor allem aber ist dieses Buch wunderschön, tief bewegend und traurig zugleich. Unbedingt lesen!!

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  • Dem Tod ein Schnippchen schlagen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michelle Rößner, am 24.10.2010

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    Wie es einem Mädchen gelingt, durch ihre Zuneigung zur Literatur, in einer grausigen Zeit dem Tod beständig auszuweichen, davon handelt Zusaks „Die Bücherdiebin“.
    Als ihr jüngerer Bruder 1939 auf dem Weg zu den Pflegeeltern stirbt, findet Liesel ihr erstes Buch. Mit Hilfe ihres Pflegevaters lernt das Mädchen lesen und stielt fortan immer wieder Bücher, mit deren Hilfe sie aus der Realität fliehen kann und die ihr nicht nur Hoffnung, sondern auch das Leben schenken. Als die Pflegefamilie in dem kleinen Vorort von München einen Juden versteckt und der Krieg mit seinen Bombennächten immer näher kommt, werden die Bücher immer wichtiger....
    Erzählt wird die Geschichte der Bücherdiebin vom Tod höchstselbst, der den Anblick von Überlebenden nach eigenen Angaben nicht ertragen kann; der aber Liesel derart ins Herz geschlossen hat, dass er sie mehrfach entkommen lässt.
    Zeitdokument und Überlebensgeschichte – toll und spannend, dabei mit leichter Ironie erzählt. Kriegt 5 Sterne – ich würde auch zehn geben, wenn ich könnte!

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  • Die Bücherdiebin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Pickard, am 20.10.2010

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    Es ist nicht leicht zu erklären, warum die Bücherdiebin ein so unglaublich gutes Buch ist. Man könnte erwähnen, dass der Autor Markus Zusak nicht nur für „Die Bücherdiebin“, sondern auch bereits für „Der Joker“ mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Man könnte auch darauf hinweisen, dass es um wichtige Themen wie Nationalsozialismus und Judenverfolgung geht. Und jedem Menschen, der Bücher liebt, kann man dann noch sagen, dass Zusak hier eine wunderschöne Liebeserklärung an die Magie von Geschichten geschrieben hat. Doch die Bücherdiebin kann noch viel mehr. Denn dieses Buch ist durch und durch lebensbejahend. Es handelt von Freundschaft und von Liebe. Von Fürsorge und von Mut. Es erzählt vom Guten im Menschen und davon, wie es möglich ist, dieses Gute auch in den schrecklichsten Zeiten zu bewahren. Und es lässt uns am Lebensweg eines außergewöhnlichen Mädchens teilhaben, einem Lebensweg voller widriger Umstände, der so spannend und mitreißend ist, dass der Tod selber sich bemüßigt fühlt, uns davon zu berichten. Glauben Sie mir, das macht er verdammt gut.

    Sie werden das Buch nach der letzten Seite mit einer Mischung aus Bedauern und Glück zur Seite legen. Bedauern darüber, dass Sie die wunderbaren Protagonisten nun verlassen müssen. Und das Glück wird sich ganz von selber einstellen, denn dieses Buch macht einfach glücklich.

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  • Ein bewegendes Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Silvia Gonther, am 20.10.2010

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    Dieses Buch ist aus der Sicht des Todes geschrieben. Es beginnt 1939 bei München. Liesel wird zu Pflegeeltern gebracht. Sie fügt sich schnell ein und hat auch bald einen Freund, Rudi. Mit ihm erlebt sie all die schrecklichen Kriegserfahrungen. Nur eines darf Rudi nicht wissen, die Pflegeeltern verstecken einen Juden. Für diesen Juden wird Liesel zur Bücherdiebin.
    Dieses Buch ist eines der besten Bücher die ich je gelesen habe. Markus Zusak hat genau die richtige Erzählperspektive gewählt. Der Tod ist immer mittendrin aber er hat auch die nötige Distanz. Dieses Buch ist für Jung und Alt. Es wird genauso wichtig werden wie das Tagebuch von Anne Frank. Auch ist es die wahre Geschichte der Mutter von Markus Zusak. Sehr empfehlenswert.

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TOD UND SCHOKOLADE
Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.
EINE KURZE BEMERKUNG AM RANDE
Ihr werdet sterben.
Ich bin nach Kräften bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fröhlich sein. Ich kann angenehm sein. Amüsant. Achtsam. Andächtig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben »A«. Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir völlig fremd.
REAKTIONEN AUF DIE OBEN GENANNTE TATSACHE
Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inständig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.
Was fehlt?
Natürlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
Ich könnte mich ganz förmlich vorstellen, aber das ist gar nicht nötig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das hängt von einer Reihe von Umständen ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich über euch allen stehen, so freundlich, wie es mir möglich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen Körper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tröpfelt zu Boden. Die einzigen Geräusche, die ich danach hören werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erzählen?
Ich persönlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Schärfe. Und es hilft mir, mich zu entspannen.
EINE KURZE ZWISCHENBEMERKUNG
Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbtönen und Schattierungen,
und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbesprühtes Blau. Schlammige Dunkelheit.
In meinem Geschäft habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.
Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese Tätigkeit schon ausübe. Das Problem ist: Wer könnte mich ersetzen? Wer könnte für mich einspringen, während ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
Dennoch fragt ihr euch möglicherweise, warum ich überhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
Was mich zum nächsten Punkt bringt.
Es sind die übrig gebliebenen Menschen.
Die Überlebenden.
Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bemühen, sie nicht anzusehen, versage ich häufig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die Überlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zurückbleibenden zwischen den Puzzlestücken der Erkenntnis, Überraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben zerschlagene Lungen.
Was mich wiederum zu dem Thema bringt, über das ich heute Abend - oder heute Mittag, oder welche Stunde und Farbe es auch immer gerade sein mag - mit euch reden will. Es ist die Geschichte von einer beständig Überlebenden - von einer Expertin im Zurückbleiben.
Es ist eigentlich nur eine kleine Geschichte, und sie handelt unter anderem von:
- einem Mädchen
- ein paar Worten
- einem Akkordeonspieler
- ein paar fanatischen Deutschen
- einem jüdischen Faustkämpfer
- und einer ganzen Menge Diebstählen
Ich sah die Bücherdiebin drei Mal.
NEBEN DEN BAHNGLEISEN
Das erste Mal war es weiß. Gleißend.
Einige von euch werden wahrscheinlich denken, dass Weiß gar keine Farbe ist. Völliger Blödsinn. Das stimmt nicht. Weiß ist zweifellos eine Farbe, und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr mit mir streiten wollt.
EIN WORT ZUR BESÄNFTIGUNG
Bitte bleibt ruhig, trotz dieser offenkundigen Drohung. Ich tue nur so. Ich bin nicht gewalttätig. Ich bin nicht bösartig. Ich bin das Ergebnis.
Ja, es war weiß.
Es war so, als ob der ganze Erdball in Schnee gekleidet wäre. Als ob er ihn angelegt hätte, so wie ihr einen Pullover anzieht. Neben der Bahnstrecke verliefen Fußspuren, eingesunken bis zum Schienbein. Die Bäume trugen Decken aus Eis.
Wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, war jemand gestorben.
Sie konnten ihn nicht einfach auf dem Boden liegen lassen. Im Augenblick wäre das kein Problem gewesen, aber schon bald würde das Gleis geräumt sein, und der Zug würde weiterfahren.
Da waren zwei Wachmänner.
Da waren eine Mutter und ihre Tochter.
Und eine Leiche.
Die Mutter, die Tochter und die Leiche verharrten, hartnäckig und still.
»Was willst du denn von mir?«
Die Wachmänner waren groß und klein. Der Große sprach stets zuerst, obwohl er nicht das Kommando führte. Er sah den rundlichen Kleinen an. Den mit dem feuchtroten Gesicht.
»Nun«, lautete die Erwiderung, »wir können ihn doch wohl nicht einfach hier liegen lassen?«
Der Große verlor die Geduld. »Und warum nicht?«
Der Kleinere explodierte beinahe. Er schaute zu dem Kinn des Großen auf und schrie: »Spinnst du?« Die Abscheu auf seinen Wangen wuchs mit jedem Moment. Seine Haut weitete sich. »Komm«, sagte er und stapfte durch den Schnee. »Wir tragen sie alle drei zurück, wenn es sein muss. Und wir melden es der nächsten Station.«

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