Irgendwann werden wir uns alles erzählen

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von Daniela Krien

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Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

von Daniela Krien

EAN: 9783843700832

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Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. In ihrem literarischen Debüt schildert Daniela Krien eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existentielles auf zwingende Weise miteinander verschränkt.Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof. Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den 'Spinnenzimmern' unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den 'Brüdern Karamasow' als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt? Die sommerlichen Weizenfelder, die vom Heu und den Mückenstichen juckenden Beine, das Summen des Kühlschranks in der Küche? Eine allgegenwärtige Sinnlichkeit beherrscht diesen intensiven Text, der eine ländliche, ebenso schöne wie düstere Welt entstehen lässt und einen Sog entwickelt, der bis zum dramatischen Ende alles mit sich reißt.

Produktdetails

Verkaufsrang: 5.083
ISBN-10: 3-8437-0083-4
EAN: 9783843700832
Erschienen: 09.2011
Verlag: Ullstein
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 240
Erschienen bei: Ullstein
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Daniela Krien

Daniela Krien, geboren 1975 in Mecklenburg-Vorpommern, aufgewachsen in einem Dorf im Vogtland (Sachsen), lebt mit Mann und zwei Töchtern in Leipzig. Sie studierte Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaften und arbeitete unter anderem als Drehbuchautorin und Cutterin.

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Kundenrezensionen

  • Eine tragische Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jutta Mudder, am 02.11.2011

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    Das 17jährige Mädchen Maria lebt 1990 in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt, wo das Leben weitgehend unbeeindruckt von der Wendezeit, von der Landwirtschaft bestimmt wird. Mit Johannes verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Dann jedoch lernt sie den 40jährigen Henner aus dem Nachbardorf kennen, der durch seine tragische Vergangenheit und sein Alkoholproblem zum Außenseiter wurde.
    Maria beginnt mit ihm eine leidenschaftliche und dramatische Affäre.

    Diese Buch ist toll geschrieben und zieht einen sofort in seinen Bann.

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  • faszinierendes Debüt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 24.10.2011

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    Es ist Sommer und es ist das Jahr 1990. Maria ist zu ihrem Freund Johannes auf den Bauernhof gezogen.Sie ist 16 Jahre alt und ein zartes, verschlossenes Mädchen. Die Schulbesuche werden selten. Auch an der Arbeit auf dem Hof beteiligt sie sich nur gelegentlich. Am liebsten hält sie sich in ihrem Zimmer im Dachgeschoss auf - mit den "Brüdern Karamasow" als Gesellschaft.
    Als sie eines Tages Henner, dem charismatischen Besitzer des Nachbarhofes begegnet, schlittert sie in eine dramatische Affäre.
    Ein faszinierendes Debüt.

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  • Eine tragische Liebesgeschichte großartig erzählt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michelle Rößner, am 17.10.2011

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    Ein wahrhaftig gewaltiges Debüt, geradezu eine Novelle im Goetheschen Sinne: in einem kleinen Ort nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze ereignet sich eine unerhörte Begebenheit! Die sechszehnjährige Maria lebt mit ihrem Freund Johannes auf dem Hof seiner Eltern. Statt in die Schule zu gehen, steckt sie ihre Nase lieber in Dostojewskis „Die Brüder Karamasoff“. Die leidenschaftlichen Träumereien werden real, als sie sich in den vierzigjährigen Henner vom Nachbarhof verliebt, dessen düstere und gewaltsame Aura Maria unaufhaltsam in seinen Bann ziehen. Derart mit sich selbst beschäftigt, geraten die historischen Umbrüche des Sommers 1990 nahezu zur Nebensächlichkeit, denn unerhört ist diese Begebebenheit nicht nur im Sinne von unmoralisch- sie darf in dem kleinen Ort auch schlichtweg nicht gehört werden...

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  • eine großartige Geschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annegrit Fehringer, am 05.10.2011

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    Ein deutsches Dorf irgendwo im Osten, 1990, wo die DDR gerade aufhört zu sein. Eine Großfamilie auf einem Bauernhof, die die junge siebzehnjährige Maria aufnimmt, Jahre alten Henner vom Nachbarshof verliebt. Es entwickelt sich eine stürmische und archaische Liebesgeschichte. Dieser erste Roman von Daniela Krien zieht einen sofort in seinen Bann! Sehr berührend und von großer Atmosphäre!

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  • Wende und Neubeginn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von manitou, am 17.09.2011

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    Der Titel des Romans Irgendwann werden wir uns alles erzählen ist ein Zitat aus Dostojewskijs Roman Die Brüder Karamasow. Zitate aus diesem Roman begleiten die gesamte Erzählung von Daniela Krien.
    Die sechzehnjährige Maria erlebt einen Sommer auf dem Land zur Zeit der Wende 1989. Ihr literarisches Seelenfutter ist dieser Roman. Er trägt sie durch diesen Sommer, in dem sie hin und her gerissen ist zwischen dem Familienleben auf dem Hof ihrer Pflegefamilie, zwischen ihrer Mutter - die in der Nähe wohnt-, ihrem Freund Johannes und ihrem alternden Liebhaber Henner. Als ob das alles noch nicht genug wäre, wird in genau dieser Zeit die Mauer niedergerissen, die Deutschland einst teilte. Das heißt auch, Abschied nehmen von alten bekannten, zwar nicht geliebten, aber vertrauten Lebensmustern.
    Maria steht wie Gruschenka bei Dostojewskij zwischen zwei Männern aus verschiedenen Generationen. Ist es bei den Karamsows der Vater und der Sohn, die um Gruschenka buhlen, so ist es bei Krien ihr Freund Johannes, der in ihrem Alter ist und der 40-jährigen Henner, der der Generation der Väter angehört.
    Henner steht hier für das Alte, die alten Strukturen, die Einen mit all ihrer Macht halten wollen, die Einen nicht aus ihrer Umklammerung lassen wollen, von denen man sich aus Bequemlichkeit abhängig gemacht hat.
    Marias leibliche Mutter will nach der Wende wieder in ihre Heimat zurück und bittet Maria, sie zu begleiten; doch Maria will dort bleiben, wo sie sich eingerichtet hat, bei ihrer Pflegefamilie.
    Für Maria ist dieser Sommer so etwas wie eine Initiation. Sie wird vom Mädchen zur Frau, die eigene Entscheidungen für ihr Leben treffen muss.
    Die Sprache dieses Romans kommt ganz lapidar daher; unterstützt durch die Wahl der Ich-Perspektive und die Form des Präsens. Dies führt außerdem dazu, dass sich die Geschichte ganz dicht vor dem Leser entfaltet.
    Im Vordergrund steht hier nicht die politische Wende von `89, sondern die Liebesgeschichte eines Sommers, die alles verändert.
    Sehr empfehlenswert.

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