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Elisabeth schwebt auf Wolke sieben. Aber je näher die geplante Traumhochzeit rückt und je weiter der Bau des Traumhauses fortschreitet, desto größer werden ihre Zweifel, ob Alex wirklich der Traummann ist, für den sie ihn bisher gehalten
hat. Während er als Architekt in einer anderen Stadt arbeitet, muss sie sich allein mit den Hochzeitsvorbereitungen, den Schwiegereltern und diversen Schwangerschaftstests herumschlagen.Als sie dann mit eigenen Augen ssieht, dass er außer
der Großbaustelle vor allem seine blonde Praktikantin betreut, beschließt sie, den Ablauf der Traumhochzeit leicht zu verändern ...
| Verkaufsrang: | 896 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0065-1 |
| EAN: | 9783838700656 |
| Erschienen: | 03.2009 |
| Verlag: | Lübbe Digital |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 5 |
| Seitenzahl: | 208 |
| Erschienen bei: | Lübbe Digital |
| Spieldauer: | 1695 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.
von Asti, am 06.05.2012
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von Blacky, am 20.06.2010
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"(S. 183-184)
AN MEINEM HOCHZEITSTAG schien die Sonne. Der Himmel war leuchtend blau, die jungen Blätter an Blumen und Büschen wirkten wie frisch gewaschen. Für das Wetter hatte Kassandra gesorgt; es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, sagte sie. Sie hätte gern auch für schönes Wetter bei unserer standesamtlichen Trauung am Vortag gesorgt, aber dafür sei mehr Energie notwendig gewesen als die einer einzigen zauberkräftigen Person von einem anderen Planeten.
Bei unserer standesamtlichen Trauung hatte es deshalb Bindfäden geregnet. Als Alex Donnerstagabend aus Karlsruhe kam, genervt, aber immerhin mit drei Tagen Urlaub im Gepäck, regnete es auch schon. Nur wenige Stunden vorher war ich mit dem nötigsten Gepäck wieder in unsere gemeinsame Wohnung eingezogen, meinem Waschzeug, etwas Unterwäsche und den Kleidern, die ich in den nächsten zwei Tagen brauchen würde. Meine persönlichen Gegenstände hatte ich längst entfernt, Bücher, Schneekugelsammlung, Buchsbaumkugeln und -spiralen, diverse Küchenutensilien, unter anderem meine Knoblauchpresse, eine vergleichbare gab es nirgends mehr zu kaufen, mein Besteck und meine silbernen Sektkelche, alles war in Kisten verpackt und vorerst in Hannas Keller untergebracht worden.
Ich fand, dass die Wohnung erschreckend kahl wirkte, aber Alex schien keinen Unterschied zu merken. »Wie schön, mal wieder zu Hause zu sein«, sagte er. »Gut siehst du aus. Irgendwie dünner.« »Ich habe vier Kilo abgenommen«, sagte ich wahrheitsgemäß. »Damit du ins Brautkleid passt, was?« Alex warf seine Reisetasche in die Ecke. Am Schrank hing sein Hochzeitsanzug, Weste, Hose, Sakko und Vatermörderhemd, alles vom Feinsten, mit Hildes Dampfbügeleisen in Hochform gebracht.
Es fehlte nur noch die cremefarbene Rose im Knopfloch, aber die würde er am Samstagmittag frisch angesteckt bekommen. Es war eigenartig, mit Alex an einem Tisch zu sitzen und zu essen. Ich hatte nur eine Tiefkühlpizza für ihn in den Ofen geschoben und knabberte selber an rohen Möhren. »Ich hatte so wenig Zeit«, sagte ich entschuldigend. Alex lächelte trotzdem. »Was gibt es zum Nachtisch?« »Ich könnte eine Dose Pfirsiche aufmachen«, sagte ich. »Oder?« Ich schaute unschuldig zu ihm hinüber. »Oder nichts. Sonst haben wir absolut nichts im Haus.« Jetzt seufzte Alex. »Ich habe dich so vermisst«, sagte er. »Diese Nächte im Hotelzimmer waren die reinste Hölle.« »Ach ja?«, fragte ich spöttisch und musterte ihn scharf. Aber Alex zeigte nicht die geringste Spur von Verlegenheit."