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von Lynn Raven
EAN: 9783641046798
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Achtung Suchtgefahr! Der neue Fantasyschmöker von Bestsellerautorin Lynn Raven. Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen. Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung ...
| Verkaufsrang: | 2.154 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-04679-3 |
| EAN: | 9783641046798 |
| Erschienen: | 27.07.2010 |
| Verlag: | E-Books der Verlagsgruppe Random House |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 608 |
| Altersempfehlung: | ab 12 |
| Erschienen bei: | E-Books der Verlagsgruppe Random House |
| Spieldauer: | 731 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten, und ist unter den Namen Lynn Raven und Alex Morrin erfolgreich.
von einer Kundin/einem Kunden, am 25.05.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 22.08.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"17 (S. 307-308)
Langsam stieg er die gewundene Treppe hinauf. Sein Atem rasselte. Immer wieder musste er schnaufend innehalten. Die beiden Kessanan wahrten ehrerbietig Abstand zu ihm. Der Husten explodierte unvermittelt zwischen seinen Rippen, eilig presste er ein Tuch vor den Mund, seine Knie gaben nach, schwer sank er auf die kalten Steinstufen, kämpfte gegen die Angst zu ersticken - als der Anfall vorbei war und er das Tuch herunternahm, war es blutbefeckt. Er bemühte sich, langsam zu atmen, während er kraftlos an der Mauer lehnte. In letzter Zeit hustete er immer öfter Blut. Seine Heiler sagten, dass die Krankheit ihn mehr und mehr verzehrte, dass sie ihn mit jedem Tag weiter schwächte.
Früher war er ein Krieger gewesen, der Stolz seines Clans - bald würde ihn die Krankheit wie einen nutzlosen Greis ans Bett fesseln, und das, obwohl er noch nicht einmal sechzig Winter gesehen hatte. Das Heilungsritual, das Ladakh mithilfe der Nivard-Heilerin an ihm vollziehen wollte, war seine letzte Hoffnung. Es war Hexerei, er wusste es, verbotene Hathenan-Zauberei - aber es war ihm gleich. Er wollte leben! Mühsam richtete er sich an den Mauersteinen entlang auf und stieg die Stufen zu den Turmgemächern weiter hinauf. ›Macht Euren Frieden mit Eurer Gemahlin‹, hatte Ladakh ihm am Morgen geraten. ›Ihre wohlwollende Anwesenheit bei dem Ritual würde die Kraft der Heilung noch verstärken.‹ Stunde um Stunde hatte er mit sich gerungen und inzwischen hing die Sonne schon wieder tief über den Nebelklippen.
Zwei Kessanan standen vor der schweren Bohlentür, hinter der sich die Gemächer seiner Frau befanden. Ihre Blicke gingen weiter starr geradeaus, während er zwischen ihnen hindurchschritt. Ihre Befehle waren eindeutig. Außer ihm durfte niemand diese Räume betreten. Alles, was seine Gemahlin benötigte, wurde hier an dieser Tür von den beiden stummen Mägden, die er ihr als Dienerinnen überlassen hatte, entgegengenommen. Die jungen Frauen warfen sich auf die Knie, sobald sie ihn bemerkten.
Obwohl sie gekleidet waren wie Edelmägde, offenbarte der eiserne Ring an ihrem Hals, was sie tatsächlich waren. Verächtlich blickte er auf sie hinab. Seine Gemahlin war schon immer zu weich mit dieser Unfreien-Brut umgegangen. Sie hatte ihren Stand sogar abschaffen und ihnen die Rechte von Leibeigenen geben wollen - ebenso wie sie Frieden mit den Nivard hatte schließen wollen. Seine barsche Frage, wo seine Gattin sich befand, wurde mit einer hastigen Geste zur Decke hin beantwortet, ohne dass die Unfreie es gewagt hätte aufzusehen. Seine Frau war also auf dem Dach.
Dort oben hatten sie sich vor ihrer Vermählung häufig getroffen und in den ersten Tagen danach hatten sie den kleinen Eiszedernhain, der auf der Plattform angelegt war, kaum verlassen. An seiner Wange zuckte ein Muskel. Dort oben hatte sie ihm mit ihrem Buhlen Hörner aufgesetzt. Durch eine Mauer und eine dicke Tür von den eigentlichen Gemächern getrennt, führte die steile Treppe zum Dach. Er stieg die Stufen langsam hinauf. Was er am wenigsten wollte, war, vor seiner Gemahlin von einem Anfall geplagt zu werden. Ein kleiner Pavillon war über dem Aufgang errichtet, um zu verhindern, dass Schnee und Eis sich während der kalten Zeit bis in die Gemächer darunter stahlen. Im Winter glitzerten die Mauersteine wie Diamanten, überzogen mit einer Kruste aus Eiskristallen. Im Sommer waren sie überwachsen mit gelb und rot blühenden Flechten, auf denen sich herrliche Schmetterlinge tummelten."
von Ingo Siegner
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