Die Blumen der Zeit
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Die Blumen der Zeit

von Andrea Schacht

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Die Blumen der Zeit

Die Blumen der Zeit

von Andrea Schacht

EAN: 9783838706825

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Weitere Artikelinformationen

Köln im Jahr des Herrn 1378: Die 14-jährige Päckelchesträgerin Mirte soll dem Ratsherrn eine Nachricht überbringen. Vom Teufelchen Neugier gepackt, liest sie heimlich den Brief. Darin befindet sich eine Warnung der Buchbinderin Alena: Am
Abend soll ein Feuer ausbrechen! Und tatsächlich: Der Blitz schlägt ein und das Viertel geht in Flammen auf. Alena und Mirte retten in letzter Sekunde den Ratsherrn, der wiederum seinen Sohn Laurens retten wollte. Dank Alenas Warnung werden
nur wenige Menschen verletzt, doch Misstrauen macht sich breit. Woher wusste sie von dem Brand? Ist die Buchbinderin etwa eine Zaubersche, steht sie mit dunklen Mächten in Verbindung? Mirte und Laurens wollen helfen. Nach und nach entdecken
sie ein ungeheuerliches Geheimnis. Alena ist eine Zeitreisende, sie entstammt der Zukunft. Um zurückkehren zu können, benötigt sie einen besonderen Weihrauch - und die Blumen der Zeit ... Mit viel Tempo, Spannung und Witz entführt
Bestseller-Autorin Andrea Schacht in die farbenprächtige Welt des mittelalterlichen Köln. Die liebenswerten Heldinnen wird der Leser sofort ins Herz schließen.

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.347
ISBN-10: 3-8387-0682-X
EAN: 9783838706825
Erschienen: 12.2010
Verlag: Lübbe
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 288
Altersempfehlung: ab 12
Erschienen bei: Lübbe
Spieldauer: 2369 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Andrea Schacht

Andrea Schacht, Jahrgang 1956, war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart haben auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern erobert. Andrea Schacht lebt mit ihrem Mann und zwei anspruchsvollen Katzen, Mira und MouMou, in der Nähe von Bonn.

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Kundenrezensionen

  • Zeitreise ins Köln 1378 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maja Günther, am 26.11.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Jugendbuch, angesiedelt im beliebten Kölner Mittelalter, das Andrea Schacht mit Vorliebe und Können in ihren Romanen lebendig werden lässt.
    Ein Zeitreisen-Roman im Gewand eines mittelalterlichen Abenteuers - rund ums Feuerinferno, dass Köln in dieser Zeit heimsuchte.
    Besonders liebevoll gezeichnet, lassen die Hauptakteure dem Leser nichts weiter übrig, als sie ins ins Herz zu schließen und mit ihnen zu fiebern, zu bangen, zu hoffen.

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11 Anschuldigungen 2. September 1378 (S. 79-80)
Die Sommersonne schien unvermindert heiß auf die Stadt, in den Straßen wirbelte der Staub unter den Schuhen auf, der Rhein legte seine kiesigen Ufer frei, Mensch und Tier suchten die schattigen Plätze auf. Mirte hatte nach einem vormittäglichen Unterricht einen kühlen Ort gefunden, an dem sie für eine Weile innere Einkehr halten wollte. In der kleinen Kapelle, die zu dem Geviert gehörte, das die Beginen am Eigelstein bewohnten, drang das Sonnenlicht lediglich durch die farbenprächtige Rosette über dem Altar und malte bunte Lichter auf den glänzend gewachsten Holzboden.
Wie jedes Mal, wenn sie sich in diesem stillen Raum der Andacht aufhielt, versank Mirte in Betrachtung der beiden Schnitzwerke – dem einzigen Schmuck in dem ansonsten weiß gekalkten Innenraum. Auf dem Altar beugte sich, aus dunklem Ebenholz gearbeitet, die heilige Anna, Mariens Mutter, über ihre Tochter aus hellem Lindenholz, um sie aus einem aufgeschlagenen Buch die Schrift zu lehren.
Ein Lamm zu ihren Füßen wies auf das, was kommen sollte. Es war schlichte Schönheit, die dieses Paar ausstrahlte, Liebe, Fürsorglichkeit und Verantwortung sprachen aus der Skulptur. Es war ein überaus passender Schmuck für die Kapelle lehrender und sorgender Beginen. Die andere Figur aber fand Mirte bei Weitem faszinierender. Aus dem knorrigen Stück einer Eschenwurzel war unter den Händen des Künstlers eine grauenvolle Gestalt gewachsen. Ein ausgezehrtes Weib lehnte an einem Baumstumpf, verfilzt und zottig ihre Haare, zerstört ihr Gesicht, Fetzen von Lumpen umhüllten ihren grindigen Leib. Und aus den Falten lugten überall Ratten hervor.
Es war das Mahnmal der Vergänglichkeit, der Nichtigkeit äußeren Scheins. Dennoch hatte es etwas Anrührendes, denn die Kreaturen waren einander nicht feind. Die Ratten blieben die letzten und einzigen Freunde der Verlorenen. Mirte war dankbar dafür, dass ihr eigenes Schicksal nicht dem der Dargestellten glich. Mochte auch ihr Heim zerstört, sie selbst zur Waise geworden sein, so gab es doch Menschen, die mit Freundlichkeit für sie sorgten.
Die Beginen, zu denen sie auf Frau Alenas Anweisung nun wieder regelmäßig ging, hatten für sie zwei Cotten, knöchellange Untergewänder, genäht. Aus dem festen grauen Leinen, aus dem auch ihre Tracht bestand, hatten sie ihr einen Kittel angefertigt, und bei dem kostbaren Wollstoff des Ratsherrn hatten sie ihr geholfen, einen Surkot, ein vornehmes Obergewand, zu schneidern. Ein paar lederne Bundschuhe hatten sich auch gefunden. Eigentlich war sie nun feiner gekleidet als je zuvor in ihrem Leben.
Sie bekam auch satt zu essen, hatte sogar ein eigenes, sauberes Kämmerchen und brauchte nicht mehr für zwei hungrige Kinder und einen jähzornigen, immer schlecht gelaunten Vater zu kochen und zu waschen. Vor allem aber war da Frau Alena. Für deren Sicherheit und Glück betete Mirte höchst inniglich.

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