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von Thomas A. Barron
EAN: 9783423408783
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"Ein Junge wird an die Küste von Wales gespült, ohne Erinnerungen und Namen, an der Seite einer Frau mit saphirblauen Augen, die behauptet seine Mutter zu sein. Branwen, so nennt sie sich, und Emrys, so nennt sie den Jungen, finden Unterschlupf in einer kärglichen Hütte, weit ab vom Dorf, wo man Branwen für eine Hexe hält. In aller Zurückgezogenheit lehrt Branwen ihrem Sohn die Sagen der Griechen und das Wissen der keltischen Druiden ... doch über seine eigene Vergangenheit schweigt sie. Als Emrys an seinem Namen zu zweifeln beginnt und nach und nach seine übernatürlichen Fähigkeiten und deren dunkle Seite entdeckt, läuft er davon, um seine Wurzeln und das Geheimnis seiner magischen Kräfte zu ergründen. ""Ich will wissen, wer ich wirklich bin.""
Abermals überlässt er sich den Wellen und gelangt so an einen nebligen Ort in der ""Zwischenwelt"": ""Fincayra. Ein Ort vieler Wunder, von Barden vieler Zungen besungen. Sie sagen, es liegt auf halbem Weg zwischen unserer Welt und der Welt des Geist es - nicht ganz auf der Erde und nicht ganz im Himmel, sondern als eine Brücke, die beide verbindet."" Berauscht taucht Emrys ein in die faszinierende Duft- und Farbenwelt Fincayras. Doch bald muss er entdecken, dass die geheimnisvolle Schönheit der Insel mit all ihren Fabelwesen von den bösen Mächten des Königs Stangmar bedroht wird. Und es scheint, als halte er, Emrys, den Schlüssel zur Rettung Fincayras in Händen!
Farbenreich, poetisch und mit überbordender Fantasie schildert Thomas A. Barron die Jugend des weisen Zauberers und Lehrers Merlin. Tastend lässt er den Jungen seine Gedanken und Gefühle schildern, seine Haltlosigkeit und Verlorenheit, die staunende Freude über seine magischen Kräften und die Zweifel, sie umsichtig gebrauchen zu können.
Über den Autor:
T(homas) A. Barron wuchs in Massachussetts auf. Er studierte in Princeton und Oxford Philosophie, Politik und Wirtschaftswissenschaften, war Manager in einer New Yorker Anlagefirma und anschließend selbstständiger Unternehmer. Seit 1990 ist er freier Autor und lebt mit seiner Familie in Boulder, Colorado.
Irmela Brender, geb. 1935 in Mannheim, ist freie Autorin und Übersetzerin. 1980 erhielt sie den Stuttgarter Literaturpreis."
| Verkaufsrang: | 9.654 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-423-40878-2 |
| EAN: | 9783423408783 |
| Erschienen: | 07.2011 |
| Verlag: | dtv |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 392 |
| Altersempfehlung: | 13 - 15 |
| Übersetzer: | Irmela Brender |
| Illustrator: | Ian Schoenherr |
| Erschienen bei: | dtv |
| Übersetzt von: | Irmela Brender |
| Spieldauer: | 893 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
T(homas) A. Barron wuchs in Massachussetts auf. Er studierte in Princeton und Oxford Philosophie, Politik und Wirtschaftswissenschaften, war Manager in einer New Yorker Anlagefirma und anschließend selbstständiger Unternehmer. Seit 1990 ist er freier Autor und lebt mit seiner Familie in Boulder, Colorado.
Irmela Brender, geb. 1935 in Mannheim, ist freie Autorin und Übersetzerin. 1980 erhielt sie den Stuttgarter Literaturpreis.
"XXV Ein Stock und eine Schaufel (S. 231-232)
Stundenlang folgten wir dem unaufhörlichen Fluss, stiegen über glatte Steine und tief hängende Äste. Schließlich bog der Fluss nach Süden und wir erreichten den Ostrand des Drumawaldes. Durch den lichter werdenden Wald sah ich das helle Band des Flusses und dahinter die beschatteten Ebenen des verdorbenen Landes. Von diesem Aussichtspunkt betrachtet gab es keinen Zweifel, dass der funkelnde Wasserweg, den ich an meinem ersten Tag auf Fincayra von der Düne aus gesehen hatte, der unaufhörliche Fluss gewesen war. Stromabwärts konnte ich in einiger Entfernung eine Gruppe eiförmiger Felsen erkennen.
Sie lagen zu beiden Seiten im Wasser und mindestens einer war in der Mitte des Flusses, der hier breiter und flacher zu sein schien. Wenn das stimmte, wäre es eine gute Stelle zum Überqueren. Auf dem anderen Ufer waren Bäume in parallelen Reihen gepflanzt wie in einem Obstgarten. Doch falls das wirklich ein Obstgarten war, hatte ich noch nie einen armseligeren gesehen. Hinter mir knackten Zweige. Ich fuhr herum und sah Shim mühsam durch den hohen Farn stapfen. Grüne Arme wanden sich um seine kurzen Beine. Wie er da im Farn sprang und sich drehte, glich er mit seinem weiten gelben Hemd, den haarigen Beinen und der knubbeligen Nase mehr einer schlecht angezogenen Marionette als einem Menschen.
Doch sein struppiges braunes Haar (immer noch mit Honig, Schmutz und Zweigen verklebt) und erst recht die wilden rosa Augen zeigten eindeutig, dass er lebte. Und wütend war. »Wahnsinn«, murmelte er, als er sich endlich aus dem Farn herausgekämpft hatte. »Das ist Wahnsinn!« »Kehr um, wenn du willst«, schlug ich vor. Shim zuckte mit der dicken Nase. »Ich wissen, was du denken! Du wollen nicht, dass ich mitgehen!« Er richtete sich auf und reichte jetzt nur ein bisschen höher als mein Knie. »Nun, ich gehen mit. Ich gehen mit sie retten.« »Du weißt, es wird nicht leicht sein.« Der kleine Riese verschränkte die Arme und schaute mich stirnrunzelnd an. Ich konzentrierte mein zweites Gesicht erneut auf das Land jenseits des Flusses.
Es fiel mir auf, dass alles, auch die Bäume im Obstgarten, fahlere Farben hatte, als ich sie aus der Druma kannte. Was dieser Teil von Fincayra meiner Sehkraft an Intensität gegeben hatte, würde verschwinden, sobald wir den Fluss überquerten. Ich hatte mich an die leuchtenderen Farben im Wald gewöhnt und sogar gehofft, dass mein Sehvermögen sich gebessert hatte. Aber jetzt erfuhr ich die Wahrheit. Mein zweites Gesicht war so blass wie früher, so blass wie die Landschaft vor mir. Und wie zuvor waren die Ebenen am anderen Ufer von einem merkwürdigen Rotbraun. Das ganze östliche Land bis auf die schwarzen Hügel in der Ferne war von der Farbe, die Rhia als getrocknetes Blut bezeichnet hatte."
von Michael Jordan
von Thorsten Peter
von Michael Morpurgo