Am seidenen Faden
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Am seidenen Faden

von Joy Fielding

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Weitere Artikelinformationen

Die Familientherapeutin Kate Sinclair war sich bisher ihres erfüllten Familienlebens gewiß. Doch daß ihre siebzehnjährige Tochter zu rebellieren beginnt, ihre Mutter die Umwelt im Alterswahn terrorisiert und Kates Ehe kriselt, ist erst der Anfang einer wahren Höllenfahrt. Denn eines Tages verkündet ihre Halbschwester Jo Lynn, daß sie heiraten wird - einen Mann, der wegen Mordes an 13 Frauen vor Gericht steht. Kate und ihre Familie werden in das dunkle Spiel des Psychopathen hineingezogen, bis das Schicksal aller an einem seidenen Faden hängt...

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.134
ISBN-10: 3-641-05410-9
EAN: 9783641054106
Originaltitel: Missing Pieces
Erschienen: 12.11.2010
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 416
Übersetzer: Mechtild Sandberg-Ciletti
Erschienen bei: Goldmann
Übersetzt von: Mechtild Sandberg-Ciletti
Spieldauer: 595 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Joy Fielding

Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren - was sie allerdings scherzhaft bezweifelt, weil sie sich noch nicht so alt fühlt, wie sie von der Jahreszahl her zu sein hätte. Schon seit Jahren zählt Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Ihre Thriller und Psychothriller spielen immer wieder mit den Abgründen der Gesellschaft und der Gewalt, die sich in ihr wiederfindet. Die Hauptfiguren sind meist Frauen, die gut ausgebildet und in einer scheinbar perfekten Welt mit toller Beziehung in amerikanischen Großstädten leben. Scheinbar harmlose Ereignisse fördern dann alte Geheimnisse oder Sehnsüchte der Figuren ans Licht, die das vorher perfekte Leben komplett zerlegen.
Beruflich machte Joy Fielding ein paar Umwege, obwohl ihr schon früh klar war, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Als Achtjährige begann sie, Entwürfe an Zeitschriften zu schicken, die aber abgelehnt wurden, genauso wie ihre Geschichten, die sie im Teenageralter schrieb. Einen leichten Hang zur blutigen Feder lässt sich allerdings schon zu dieser Zeit entdecken: Ein Drehbuch handelte von einem Mädchen, dass seine Eltern umbringt. Während ihres Literaturstudiums ab 1963 in Toronto spielte Joy Fielding in mehreren Studentenfilmen mit und verwarf den Plan, Schriftstellerin zu werden. Stattdessen wollte sie Schauspielerin werden und zog nach dem Studium nach L.A. Nach einigen kleinen Rollen, aber ohne großen Durchbruch, begann Joy Fielding wieder zu schreiben. Anfang der 1970er Jahre kehrte sie nach Toronto zurück, finanzierte sich durch das Mitspielen in TV- Spots und schrieb nebenher an ihren Romanen, bis sie damit genug zum Überleben verdiente. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1991 mit dem Roman "Lauf, Jane, lauf", der 1,8 Mio. Mal verkauft wurde. Die Autorin Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada und in Palm Beach, Florida.

Meinung der Redaktion
Einmal Joy Fielding - immer Joy Fielding! Ihre Romane sind fesselnd, spielen mit den Abgründen der Gesellschaft und zeigen, dass jeder zwei Seiten hat. Pointiert und manchmal brutal schildert Fielding, wie sich Menschen ändern können und wie sie sich in Ausnahmesituationen verhalten. Einfach nur spannend und eine Lesedroge.

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  • Spannung pur... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 13.02.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Kate Sinclair hat einen tollen Mann, zwei gelungene Töchter, ein wunderbares Haus in Florida und eine gut gehende Praxis als Therapeutin. Jedenfalls von außen betrachtet. Hinter der schönen Fassade begehren ihre Töchter auf, die Ehe kriselt - und ihre Schwester Jo Lynn will den Häftling Colin Friendly heiraten. Der ist des Mordes an 13 Frauen angeklagt. Und beginnt ein psychologisch perfides Spiel mit den beiden Schwestern.

    Die Handlung ist sehr komplex.
    Sie bietet einerseits Spannung pur, bis zum fulminanten Finale und andererseits lernt man eine Frau und ihr facettenreiches Innenleben kennen - ohne das es langweilig wird.
    Joy Fielding gibt hier keine Wertung ab, sie beschreibt nur - und das absolut glaubwürdig.

    Unbedingt empfehlenswert.

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"12 (S. 127-128)
Wir bemühten uns, kein Aufhebens von Saras Frisur zu machen, da wir überzeugt waren, jede negative Bemerkung würde sie nur weiter in die Opposition treiben, und jedes positive Wort würde falsch ausgelegt werden. Ich wagte ein kleinlautes: »Und, was ist es für ein Gefühl, blond zu sein?« Larry brummte irgend etwas davon, daß jeder hin und wieder ein bißchen Abwechslung brauche. Es blieb wie üblich Michelle überlassen, rundheraus die Wahrheit zu sagen. »Mensch, was hast du denn mit deinen Haaren gemacht?« schrie sie, sobald sie ihre Schwester sah. »Das sieht ja scheußlich aus.«
Aber so scheußlich sah es gar nicht aus. Man mußte sich nur daran gewöhnen, und im Lauf der nächsten Wochen versuchten wir das aufrichtig. Aber Sara machte einem niemals etwas leicht, und sie war abwechselnd unzugänglich, unfreundlich, aggressiv und feindselig. Alles andere als reuig oder zerknirscht. Es fiel ihr nicht ein, sich dafür zu entschuldigen, daß sie uns eine Nacht voller Angst und Sorge bereitet hatte; es fiel ihr nicht ein, uns zu versprechen, daß sie so etwas nie wieder tun würde.
Eine Zeitlang versuchte ich so zu tun, als wäre sie eine Figur in einem Theaterstück, die vorübergehend in unsere Welt eingeführt worden war, um für dringend notwendige Entspannung durch Komik zu sorgen. Aber auf die Dauer fiel es schwer, sie komisch zu finden. Interessanterweise schrieb sie tatsächlich, genau wie Jo Lynn vorausgesagt hatte, einen Aufsatz über ihren Tag bei Gericht.
Und natürlich bekam sie ein A. Dies zu den Konsequenzen. Etwa um diese Zeit begann Larrys allmählicher Rückzug aus der Familie. Anfangs mied er nur Sara. Je weniger Kontakt mit ihr, sagte er sich, desto geringer die Gefahr offenen Konflikts und neuen Kummers. Er sorgte also dafür, daß er nicht da war, wenn Sara zu Hause war. Seine Arbeitstage wurden länger, seine Verabredungen zum Golfspiel häufiger.
Die Folge davon war natürlich, daß auch Michelle und ich ihn weit seltener zu Gesicht bekamen, doch in diesen Wochen vor Thanksgiving blieb diese langsame Abkehr von uns größtenteils unbemerkt. Ich hatte selbst ziemlich viel zu tun. Die Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen sind nicht, wie man uns glauben machen will, eine Zeit des Friedens und der Freude. Ganz im Gegenteil. Das bezeugte mein Terminkalender in der Praxis, der bis zum Ende des Jahres voll war."

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