Warhammer 40 000 Horus: Brennende Galaxis

Deutsche Erstausgabe

von Ben Counter

Buch

Taschenbuch (372 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Das Imperium steht am Rande eines Bürgerkriegs: Kriegsmeister Horus führt die imperialen Truppen in einen blutigen Feldzug gegen die Rebellen. Doch schließlich wird der Verrat des Kriegsmeisters selbst offenbar - als seine Space Marines ihren eigenen Truppen in den Rücken fallen. Der Untergang der Menschheit rückt unerbittlich näher ...


Produktdetails

Verkaufsrang: 18.717
ISBN-10: 3-453-52642-2
EAN: 9783453526426
Originaltitel: Galaxy in Flames
Erschienen: 01.12.2009
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 372
Gewicht: 295 g
Übersetzer: Ralph Sander
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Kundenrezensionen

  • Ich war begeistert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mit Spannung habe ich auf die Fortsetzung des "Der große Bruderkrieg" - Zyklus von Warhammer 40.000 gewartet und bin auch diesmal nicht enttäuscht worden.

    Das Buch setzt nahtlos am 2. Teil (Falsche Götter)an und hat mich auf ganzer Linie begeistert. Es ist schon bemerkenswert wie ein Zyklus, der von verschiedenen Schriftstellern geschrieben wird, sich so harmonisch zusammenfügt. Da mit Ben Counter und seinen "Seelentrinkern" meine Begeisterung für die Warhammer 40.000 Romane anfing und ich seinen Schreibstil sehr schätze, ist "Brennende Galaxis" für mich bisher der Beste der bis jetzt auf Deutsch erschienenen "Der große Bruderkrieg"-Romane, wenn man überhaupt einen favorisieren kann.

    Zum Inhalt:

    Ich will nicht allzuviel verraten, nur soviel: Auf dem Planeten "Isstvan III" will sich Kriegsmeister Horus und drei andere Primarchen unter dem Vorwand eine Rebellion gegen das Imperium niederzuschlagen, von denjenigen Ordensbrüdern entledigen, von denen sie denken, dass sie ihnen nicht folgen werden. Die Schlacht ist erbarmungslos und zu meinem Leid mußte ich mich von einigen liebgewordenen Charakteren trennen.

    Was mir an dem Subzyklus "Der große Bruderkrieg" besonders gefällt ist, dass sich nicht endlose Kapitel des Nahkampfes aneinanderreihen sondern sehr gut erzählte Story und "Action" im ausgewogenen Maß zueinander gefunden haben.

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  • Klagen auf hohem Niveau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marvin Kuhn, am 09.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen der Serie schneidet dieser Titel merklich schlechter ab:
    Zum einen auf der sprachlichen Ebene. Sicherlich ist dies im Gros auf die Übersetzung zurückzuführen, aber auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf das Original, zumindest, was die Wortwahl anbelangt. Auch die Beschreibungen der Charaktere und das Verhältnis zwischen ihnen wirkt redundant unter der Voraussetzung, dass diese bereits in den vorangegangenen Teilen zu lesen waren. Zum anderen auf der inhaltlichen Ebene. Manche Abschnitte wirken zu sehr konstruiert und - zumindest für einen Spieler der Chaos Space Marines bei Warhammer 40.000 - nur wenig nachvollziehbar (Stichwort: Lucius).
    Andererseits sind diese Kritikpunkte ein "Klagen auf hohem Niveau", da das Werk von Ben Counter ebenfalls in der Lage ist, die Stimmung des 40.000-Universums gut einzufangen.

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    ja nein

"ICH WAR DA", sagte Titus Cassar, dessen zitternde Stimme kaum bis in den hinteren Teil des Raums vordrang. "Ich war da an dem Tag, als sich Horus vom Imperator abwandte."
Seine Worte ließen die Versammlung der Lectitio Divinitatus gemeinschaftlich seufzen, und bei diesem fürchterlichen Gedanken senkten alle wie ein Mann die Köpfe. Aus dem rückwärtigen Teil des Raums, einem aufgegebenen Munitionsdepot in den Unterdecks der Rächender Geist, dem Flaggschiff des Kriegsmeisters, beobachtete Kyril Sindermann das Geschehen und wand sich innerlich, während er Cassars unbeholfenen Vortrag mit anhörte. Der Mann war kein Iterator, so viel stand fest, aber in seinen Worten schwangen die Überzeugung und Gewissheit eines Mannes mit, der an das glaubte, was er sagte.
Sindermann beneidete ihn um diese Überzeugung.
Es war viele Monate her, seit er zum letzten Mal etwas verspürt hatte, das auch nur an Gewissheit heranreichte.
Als Erster Iterator der 63. Expedition war es Kyril Sindermanns Aufgabe, die Imperiale Wahrheit des Großen Kreuzzugs zu verkünden und jene Welten zu erleuchten, die sich der Herrschaft des Imperators und dem Ruhm des Imperiums unterstellt hatten. Das Licht der Vernunft und der säkularen Wahrheit bis in die entlegensten Regionen des sich immer weiter ausbreitenden Menschheitsimperiums zu tragen, war eine noble Aufgabe gewesen.
Doch irgendwann war dabei etwas schiefgegangen.
Sindermann war nicht sicher, wann es geschehen sein mochte. Auf Xenobia? Auf Davin? Auf Aureus? Oder auf einer anderen von einem Dutzend Welten, die sie unterworfen hatten?
Einst war er als der Erzprophet der säkularen Wahrheit bekannt gewesen, doch die Zeiten hatten sich geändert, und er begann an seinen Sahlonum zu denken, jenen sumaturischen Philosophen, der darüber gegrübelt hatte, warum das Licht der neuen Wissenschaft nicht so weit zu reichen schien wie vor ihm das der alten Hexenkünste.
Titus Cassar setzte seine monotone Predigt fort, und Sindermann lenkte seine Aufmerksamkeit zurück auf den Mann. Cassar, ein großer Mann mit kantiger Statur, trug die Uniform eines Moderati Primus, eines Seniorkommandanten des Dies Irae, seines Zeichens ein Titan der Imperator-Klasse. Sindermann vermutete, dass es dieser Dienstgrad und die frühere Freundschaft zu Euphrati Keeler waren, die ihm diesen Status innerhalb der Lectitio Divinitatus garantierte. Einen Status, der ihn eindeutig überforderte.
Euphrati Keeler: Imagologin, Evangelistin ...
... Heilige.
Er erinnerte sich noch gut an seine Begegnung mit der lebhaften und extrem selbstbewussten Euphrati auf dem Hangardeck, unmittelbar vor der Abreise zur Oberfläche von Dreiundsechzig-Neunzehn, nicht ahnend, von welchem Entsetzen sie in den Tiefen des Gebirges mit Namen Flüsterspitzen Zeuge werden sollten.
Gemeinsam mit Hauptmann Loken hatten sie die im Warp entstandene Monstrosität zu Gesicht bekommen, in die Xavyer Jubal verwandelt worden war. Sindermann hatte versucht, das Gesehene zu begreifen, indem er sich in seine Bücher vertiefte, um verstehen zu lernen, was dort vorgefallen war. Euphrati kannte keine solche Zuflucht, also wandte sie sich dem um sich greifenden Kult Lectitio Divinitatus zu.
Dieser Kult, der den Imperator als ein göttliches Wesen verehrte, war nach bescheidenen Anfängen zu einer Bewegung herangewachsen, die in allen Expeditionsflotten der Galaxis weiter Verbreitung fand - sehr zum Zorn des Kriegsmeisters. Hatte dem Kult bis dahin ein Ziel gefehlt, so fand er in Euphrati Keeler seine erste Märtyrerin und Heilige.
Sindermann dachte zurück an die Zeit, als er Zeuge davon wurde, wie Euphrati Keeler jenseits der Tore des Empyrean vor einem alptraumhaften Schrecken stand und ihn dorthin zurückschleuderte, woher er gekommen war. Er hatte gesehen, wie sie in tödliches Feuer gehüllt wurde und unversehrt daraus hervortrat, wobei ein gleißender Lichtstrahl aus ihrer ausgestreckten Hand austrat, in der sie einen silbernen Imperiumsadler gehalten hatte.
Andere waren ebenfalls Zeuge dieses Vorfalls gewesen: Ing Mae Sing, Meisterin der Astropathie der Flotte, und ein Dutzend Besatzungsmitglieder des Schiffs. In Windeseile sprach sich das Beobachtete herum, und über Nacht war Euphrati in den Augen der Gläubigen zu einer Heiligen geworden, einer Symbolfigur, an die man sich entlang der Grenzen des Weltalls klammern konnte.
Warum er zu diesem Treffen - nein, kein Treffen, korrigierte er sich prompt, sondern ein Gottesdienst, eine Predigt - gekommen war, wusste er gar nicht so genau, bestand doch die Gefahr, erkannt zu werden. Die Mitgliedschaft in der Lectitio Divinitatus war verboten, und wenn man ihn entdeckte, würde es das Ende seiner Karriere als Iterator bedeuten.
"Nun werden wir über das Wort des Imperators nachdenken", fuhr Cassar fort, der aus einem kleinen ledernen Büchlein vorlas. Sindermann musste dabei an das Bondsman Nummer 7 denken, in dem der mittlerweile verstorbene Ignace Karkasy seine skandalösen Gedichte niedergeschrieben hatte. Gedichte, die zu seiner Ermordung geführt hatten, falls Mersadie Oliton mit ihrem Verdacht richtig lag.
Sindermann fand, dass die Schriften der Lectitio Divinitatus kaum ungefährlicher waren.
"Heute sind einige neue Gläubige unter uns", sagte Cassar, und Sindermann spürte, wie sich die Augen aller Anwesenden auf ihn richteten. Obwohl er daran gewöhnt war, vor Publikum zu treten, das einen ganzen Kontinent füllen konnte, machten ihn die wachsamen Blicke der Umstehenden verlegen.
"Für diejenigen, die sich erstmalig zur Bewunderung des Imperators hingezogen fühlen, ist es ganz natürlich, wenn sie Fragen auf dem Herzen haben", fuhr Cassar fort. "Sie wissen, der Imperator muss ein Gott sein, besitzt er doch gottgleiche Macht über die menschliche Spezies, doch darüber hinaus sind sie unwissend."
Zumindest in dem Punkt konnte Sindermann ihm zustimmen.
"Die wichtigste Frage für sie lautet:>Wenn der Imperator tatsächlich ein Gott ist, was fängt er dann mit seiner göttlichen Macht an? Wir sehen nicht, wie er mit seiner Hand vom Himmel herabreicht, und nur wenige von uns sind mit seinen Visionen gesegnet. Sollte es etwa möglich sein, dass ihn die Mehrheit seiner Untergebenen nicht kümmert?

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