Rezensent im Portrait
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ein würdiger Abschluss mit fantastischen WendungenRezension vom 13.05.2013Meinung:
Der Vorgänger Starters war zwar schon eine ganze Weile her, aber bereits während der ersten Seiten vergegenwärtigte mir Callie ihre bisherige Geschichte und ich befand mich wieder mitten in ihrem Leben: Einem Leben nach der Körperübernahme, ein Leben als reiche Starter, die ihre Zeit genießen könnte. Dennoch kümmert sie sich um ein paar Straßenkids, die nicht so viel Glück hatten wie sie selbst. Von ihnen erfuhr sie auch den Namen, den man den Spendern gegeben hatte: Metallos, wegen dem Chip in ihrem Kopf. Und dieser lässt sie nach wie vor nicht los. Der Old Man braucht Callie, um ihren Chip genauer untersuchen zu können. Und ihm ist jedes Mittel recht. Aus Liebe geht Callie auf die Erpressung ein, was aber danach alles geschieht ist ein Gefühlsauf- und ab und eine wahres Feuerwerk an Überraschungen.
Callie sinniert nach wie vor über die Worte ihres Vaters, die das Ende von Starters bildeten. Oder war er eine Einbildung oder gar eine Lüge des Old Man? Der Mann ist schließlich zu allem fähig. Callie findet Unterstützung für ihren Kampf in Hyden, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt.
Hyden hasst seinen Vater mehr als alles andere. Mit seiner Intelligenz stellt er auch dessen größten Feind dar. Auf Hydens Seite steht ebenfalls ein alter Bekannter, der meinen ersten unentschlossenen Eindruck schnell widerlegte. Dennoch konnte man sich bei Hyden niemals sicher sein, auf welcher Seite er steht. Er hat viele Geheimisse. Welche Pläne verfolgt er wirklich? Warum darf man ihn nicht berühren?
Die Folgen dieser Tatsache in Sachen zwischenmenschliche Beziehung sind verstörend vor allem für Callie.
Die Romanze zwischen den beiden wirkte nicht übertrieben oder aufdringlich, sondern durch den Hinderungsgrund erfrischend anders und regt durchaus zum Nachdenken an.
Das Ende fand ich wie auch die Entwicklungen und den Showdown davor sehr gut gelungen. Für einen abschließenden zweiten Band findet alles zu einem zufriedenstellenden Ende, lässt aber durchaus etwas Raum für eigene Gedanken.
Urteil:
Enders kann seinem Vorgänger Starters durchaus das Wasser reichen. Nach einem leichten Einstieg und einer kurzen Ruhephase fällt man in einen Sog aus Spannung, Hoffnung, Nervenkitzel, Emotionen und fantastischen Überraschungsmomenten. Eine kleine Romanze webt sich zart in dieses Gebilde ein und lässt daher auch die Herzen höher schlagen. Ein krönender Abschluss der Dilogie um die Körperspenderin Callie, der es trotz des für mich schleppenden Einstiegs dank seiner Antworten und überraschenden Wendungen auf die Höchstwertung schafft. Daher knappe 5 Bücher für Lissa Price Enders.
Wer von Callies Geschichte als Körperspenderin begeistert war, darf sich ihren Kampf gegen den Kopf von Prime nicht entgehen lassen! Ihr werdet nach Enders so vieles mit anderen Augen sehen! Lasst euch überraschen!
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"einzigartiger" Trilogie-Auftakt mit besonderer AtmosphäreRezension vom 30.04.2013Meinung:
2083, Zukunft, unzählige Verbote und Einschränkungen, sogar eine verbotene Liebe der Klappentext klingt nach einer vielversprechenden Dystopie. Dazu das Flair von Gangstern, Mafia oder Prohibition. Perfekt!
So war es mir nicht möglich, an Bitterzart vorbeizukommen.
Nach einem verwirrenden Einstieg (die russisch (?) angehauchten Namen, die Dominanz von fremdländischen Begriffen zur Erläuterung des Settings) trugen ihren Teil dazu bei - was aber sofort auffiel, war der besondere Stil der Autorin oder vielmehr die Perspektive:
Die Protagonistin Anya erzählt ihre Geschichte in Ich-Perspektive in Vergangenheitsform. WIE sie diese aber erzählt, ist so speziell, dass ich überlegen musste, an was dies denn liegt. Anfangs hatte ich das Gefühl, eine alte Anya sitzt in ihrem Sessel und erzählt aus ihrem Leben (damals, als ich 16 war, zu der Zeit, als ). Dann wurde die Form greifbarer und ich fand mich praktisch in den Memoiren von ihr wieder: Ich verzichte lieber darauf, eine lange Liste von Beleidigungen runterzutippen. (S.31)
Dieser Stil macht eindeutig das Besondere an dem Buch aus, trifft aber vermutlich nicht jedermanns Geschmack. Vieles wird dadurch vorweg genommen, was ich sehr schade fand.
Trotz der erwähnten Ich-Perspektive bekam ich keinen richtigen Draht zur Protagonistin Anya. [...]
Win war mir von der ersten Sekunde an sympathisch.[...]
Es gab keine wirklich emotionalen Momente, nicht das große Drama, das ich aufgrund des Klappentextes erwartet hatte. Die Beziehung war da. Punkt.
Genau wie diese Tatsache war auch vieles andere einfach da, wurde nicht erklärt, es gesellten sich zu meinen anfänglichen immer mehr Fragen, ein roter Faden war oftmals nicht ersichtlich.
Nichtsdestotrotz fand ich das Setting, das Frau Zevin erschaffen hat, fantastisch: Eine Welt ohne Schokolade, bzw. deren illegaler Beschaffung. Illegaler Kaffeekonsum in zwielichtigen Mondscheincafés, der oftmals zu folgenschweren Konsequenzen führt. Auch wenn ich nur einen Hauch Mafia-Flair schnuppern durfte, gefiel mir die Prohibitions-Atmosphäre sehr gut.
Gegen Ende hin hat sich das gesamte Niveau des Buches für mich verändert. Anya wirkt plötzlich stark und erwachsen, trifft echte Entscheidungen und stellt sich Konsequenzen. Zu ihnen gehören Überlegungen über die Zukunft, die mich sehr neugierig machen.
Daher werde ich um Zartherb nicht herum kommen.
Urteil:
Bitterzart ist anders, einzigartig, genau wie es der Klappentext verspricht. Doch die hohen Erwartungen, die dieser heraufbeschwört, konnten meinem Empfinden nach nicht gehalten werden. Bitterzart ist meiner Meinung nach KEINE Dystopie, lediglich die Jahreszahl deutet auf die Zukunft hin. Für mich hatte die Geschichte zu viele Baustellen, zu viele Dinge, die Frau Zevin uns mitteilen wollte, sodass der rote Faden beinahe verlorenging. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, in Anyas Leben einzutauchen und ich hatte unterhaltsame Lesestunden, die mich auf jeden Fall neugierig auf mehr gemacht haben. Diese belohne ich mit sehr guten 3 Büchern.
Wer das Flair des Verbotenen liebt, sollte sich durchaus mit den Memoiren der Mafia-Tochter Anya auseinandersetzen. Lest in die Leseprobe wenn sie euch überzeugt, gefällt euch auch der Rest.
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Spannung, Action, eine große Portion Humor und überraschende WendungenRezension vom 29.04.2013Meinung:
Dem Trilogie-Abschluss der Macht der Seelen habe ich schon entgegen gefiebert. War in Finding Sky die Welt der Savants noch so neu und musste ich mich mit der Protagonistin auf die Suche nach Antworten machen, spielten in Saving Phoenix die Savants schon eine wesentlich größere Rolle und waren von Anfang an kein Geheimnis.
So ist es auch in dem letzten Band Calling Crystal der Fall. Nur dass Joss Stirling in dieses letzte Abenteuer der Benedicts große Dramatik eingebaut hat für die gesamte Familie. Ich wurde schon auf den ersten Seiten mit dem Seelenspiegel-Kontakt von Diamond konfrontiert. Wie wir von den vorhergegangenen Bänden wissen, ist es aber immer die Ich-erzählende Protagonistin, die nach ihrer besseren Hälfte sucht. Was im Falle von Crystal nicht ganz so unproblematisch läuft wie bei ihrer Schwester Diamond.
Ich war gespannt darauf, welchen Hintergrund Joss Stirling ihrer letzten Protagonistin gibt. Beinahe hatte ich befürchtet, eine Kopie eines der beiden Vorgänger geliefert zu bekommen. Aber ich wurde sowas von überrascht.
Natürlich war von Anfang an klar, dass Crystal ihren Seelenspiegel finden muss. Ebenso lag die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Gegenstück um einen der Benedicts handelt, recht schnell war auch klar, welcher der Brüder der Auserwählte sein wird. Darum war dieses Buch anders: Nicht Wann finden sich die Seelenspiegel? war hier die Frage, sondern: Wann und unter welchen Umständen finden sie es heraus?. Und mit diesem und dem weiteren überraschenden Verlauf der Geschichte konnte mich die Autorin überzeugen.
Joss Stirlings Sprache ist weiterhin sehr einfach gehalten und orientiert sich an der jugendlichen Protagonistin Crystal, die in Ich-Perspektive/Vergangenheit erzählt. Im Gegensatz zu Band 2 ist das Niveau etwas höher, was mit der besseren Herkunft von Crystal erklärt werden kann. Die Autorin arbeitet viel mit lockerer wörtlicher Rede, was das Lesetempo enorm steigert.
Auch das Setting hat mir sehr gefallen. Der Hauptteil der Geschichte spielt in Venedig und so schwingt gleich eine romantische Atmosphäre mit, die dem gesamten Seelenspiegel-Thema das besondere Etwas gibt.
Das letzte Buch einer Trilogie sollte zu einem für den Leser zufriedenstellenden Ergebnis führen. Frau Stirling hat es geschafft, meine im Vorfeld aufgetretenen Bedenken bezüglich des Rests des Benedict-Clans zu zerstreuen und führt die gesamte Familienbande zu einem besonders zufriedenstellenden Ende.
Urteil:
Calling Crystal gibt noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Savants und die Seelenspiegel, ein Einblick, der mir sehr gut gefallen hat. Spannung, Action, eine große Portion Humor und überraschende Wendungen machen das locker-leichte Leseerlebnis beinahe perfekt. So sind Xav und Crystal zu meinen Lieblingen der Reihe geworden und erhalten sehr gute 4 Bücher von mir.
Ein würdiger Abschluss der Trilogie und ein absolutes Must-Read für Fans der ersten Teile, denn für mich war Calling Crystal besser als seine Vorgänger.
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Mehr Dämonen, mehr Action, mehr Emotionen!Rezension vom 27.04.2013Frau Oliver hat in diesem Band nicht nur die Anzahl ihrer höllischen Brut vervielfacht und einen besonderen Gegner erschaffen, sondern trotz auch ruhigeren Passagen die Spannung stets aufrecht erhalten. Ich musste weiterlesen ich wollte Antworten, ich bangte und hoffte mit Riley.
Die Protagonistin ist auf der Flucht vor so ziemlich alles und jedem. Nur ihr (toter) Vater, Mort und Peter stehen auf ihrer Seite. Selbst als Peter es ihr direkt ins Gesicht sagt, glaubt Riley nicht, dass Beck sie nicht hassen würde. Sie kann die Vergangenheit und die Abweisung einfach nicht hinter sich lassen.
Doch je mehr sie über Beck erfährt, je mehr private Dinge sich ihr offenbaren, desto mehr versteht sie, warum er so tickt.
Rileys Entwicklung in Höllenflüstern ist schwer zu beschreiben. Im einen Moment spürt man, dass sie stärker und erwachsener ist, im anderen benimmt sie sich wie ein Kindergartenkind, dann zeigt sie wieder wahre Größe. Ein ewiges Auf und Ab.
Aber was wäre denn, wenn in dieser Sache alles glattgehen würde?
Beck ist vor allem zu Beginn des Buches ganz der alte: Er macht sich Vorwürfe ohne Ende und sein eingeredeter Hass auf Riley (eigentlich ja auf Ori) wird immer größer. Ausgerechnet Meister Stewart redet Klartext mit ihm. Aber was bringt es, wenn man seine wahren Gefühle erkennt? In Becks Vergangenheit gibt es Dämonen, die besser ein Geheimnis bleiben
Frau Oliver erzählt die Geschichte weiterhin im personalen Stil aus den Perspektiven von Riley und Beck. Aus ihrem Blickwinkel heraus ist für den Leser quälend ersichtlich, dass sich die zwei kriegen sollten und das Gefühl, beide zu schütteln, um sie zur Vernunft zu bringen war lange Zeit übermächtig.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und locker, gefühlsmäßig hätte ich auch auf eine Reduzierung der Umgangssprache getippt, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen.
Die Autorin erklärt aber nicht nur, was es mit Becks Verhalten auf sich hat und warum er so kompliziert ist. Neben dieser Tatsache erfahren wir endlich mehr Details über die Dämonenjäger und auch die gesamten Hintergründe des ewigen Krieges. Denn wie der Klappentext so schön verrät: der Tag der Abrechnung kommt.
Der Showdown in Höllenflüstern war dämonischer, höllischer und actionreicher als jemals zuvor und beschert Riley eine neue Aufgabe. Es gibt da etwas, dessen Hintergründe näher untersucht werden müssen. Für mich ist Band 4 daher ein klares Muss und ich freue mich auf Herbst 2013 und den finalen Band "Engelsfeuer".
Urteil:
Mit Höllenflüstern konnte Jana Oliver mich wieder von der ersten Seite in ihren Bann ziehen. Mehr Dämonen, mehr Action, mehr Emotionen! Letztere waren leider nicht immer ganz nachvollziehbar. Daher ist der dritte Band der Dämonenfängerin nur knapp an der Höchstpunktzahl vorbeigeschrammt. Höllisch gute 4 Bücher für Riley Blackthorne!
Ein Muss für die Fans der ersten Bände. Wer wie ich nach Band 2 fürchtete, dass die Reihe einem Abwärtstrend folgt, denn kann ich beruhigen: Riley ist wieder auf der Höhe und ich fiebere mit ihr einem gigantischen Showdown entgegen.
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eine toll illustrierte, geräuschvolle und musikalische WeltreiseRezension vom 26.04.2013Inhalt:
Die ganze Welt in einem Buch: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika/Arktis, Südamerika, Astralien/Ozeanien/Antarktis.
Die Besonderheiten des Landes werden erklärt, die typischen Tiere oder berühmte Bauwerke sind für Kinder wunderbar illustriert und werden von dem tiptoi-Stift mit über 1500 Geräuschen, Liedern und Spielen untermalt.
Meinung:
In den letzten Wochen sind zahlreiche neue tiptoi -Bücher bei uns eingezogen. Klarer Favorit unter ihnen ist Mein großer Weltatlas.
Kindgerecht werden die einzelnen Kontinente kurz in Textform erklärt, den man sich mittels tiptoi -Stift auch vorlesen lassen kann.
Dann geht es auf Entdeckungsreise rund um die Welt, wie das tolle Musikstück auf der ersten Seite bereits vorschlägt. Kleinere Kinder fixieren sich vermutlich in erster Linie auf die Tiere und ihre Geräusche, wissbegierige Ältere werden aber auch von den berühmten Gebäuden wie magisch angezogen werden. Und selbst Erwachsene können durchaus noch etwas lernen.
Jede Doppelseite, die immer einen Kontinent erfasst, enthält nicht nur eine farbige Karte sondern und die Zuordnung des entsprechenden Kontinents auf dem Globus, sondern auch ein paar gesonderte Illustrationen zu den Besonderheiten des Kontinents. In Europa beispielsweise gibt es den Kölner Dom und den Karneval, den Eiffelturm und Istanbul mit einer Moschee.
Die Spiele sind im Großen Weltatlas auf unterschiedliche Weise vorhanden und bieten so schier unerschöpfliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Teils auf mehreren Leveln kann der junge Leser/Betrachter Quizspiele verschiedenster Art, Sammel- und Suchspiele oder Richtig/Falsch-Entscheidungsrunden durchspielen.
Die Illustrationen sind wunderbar detailliert und auch für die kleinsten Kinder gut erkennbar. Die Vielzahl an verschiedenen Spiel-/Betrachtungsmodi werden vollends ausgenutzt.
Urteil:
Mein großer Weltatlas verbindet viele andere Bücher zu einem: Tiere, Atlanten, Bücher über andere Länder und Sitten. Abgerundet mit tollen Illustrationen, Geräuschen, Lauten und Liedern vergeben wir natürlich volle 5 Spielsachen.
Ein Muss für alle tiptoi -Liebhaber.
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Eine spannende Dystopie mit liebenswürdigen Charakteren, die viele Überraschungen bereithältRezension vom 17.04.2013Meinung:
Der Klappentext von Taken machte mich neugierig, ich befürchtete aber, dass er mir wie so oft viel zu viel verrät Doch es kam ganz anders als erwartet. Denn die Welt von Claysoot, in der der Protagonist Gray lebt, ist nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte und so konnte mich die Autorin mehr als einmal überraschen.
Ihr Setting ist fantastisch. Die von ihr erschaffene dystopische Welt weist wie bereits erwähnt mehr als Grays Heimatdorf auf. Wie der Serientitel bereits vermuten lässt, gibt es für diesen Ort eine Erklärung.
Ohne zu viel verraten zu wollen, ist es schwer, mehr zu erzählen. Aber die Autorin hat mit dem Umweg über Claysoot einen völlig anderen Einstieg in ihre Zukunftsvision geschaffen. Auf diese Weise gab sie ihren Protagonisten besondere Charaktereigenschaften, die den Charme des Buches ausmachen.
Claysoot ist primitiv, besitzt weder Strom noch fließendes Wasser. Durch den Raub sind Jungen keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft, weil sie mit 18 sowieso nicht mehr da sind. Es gibt Schriftrollen im Dorf, die von früher erzählen, aber Wissensanreicherung oder gar Forschung wird in Claysoot nicht praktiziert.
So ist es nicht verwunderlich, dass der Protagonist Gray, aus unserer Perspektive gesehen, etwas naiv wirkt. Er weiß, was er für seinen Job, die Jagd, wissen muss. Nur ab und zu schleichen sich Gedanken über das Dorf und dessen Grundsätze in seine Gedanken. Ist der Raub wirklich unumgänglich? Müssen die Menschen ihn wirklich als Teil des Lebens betrachten? Oder ist er wirklich so unnatürlich, wie er sich anfühlt. Die Gespräche mit Emma schüren die Zweifel, der Brief seiner Mutter gleicht dem Zuschütten von Benzin in diese Flamme.
Gray erzählt uns die Geschichte in Ich-Perspektive im Präsens, der Leser ist mittendrin, erlebt seine Reaktionen und Gefühle hautnah mit. Seine einfache Art wirkt sich auf den Schreibstil aus: Einfach, leicht, ohne ausschweifende oder tiefergehende Beschreibungen. Stellenweise wirkt das Buch bzw. Gray sehr naiv, Das machte die Geschichte für mich aber charmant. Er ist auf niedliche, süße Art primitiv. Dies ändert sich aber, als er über sich hinauswachsen und die Rolle wechseln muss.
Die kindliche Naivität sorgt für die besondere Stimmung im Buch. Gray und Emma sind von ihrem Wissensstand, Wortschatz und Verständnis eher mit um einiges Jüngeren vergleichbar und müssen sehr schnell erwachsen werden. Ihre Gedanken über für uns alltägliche Dinge zeigen auf, wie viel Magie uns doch zur Verfügung steht.
Das Buch findet zu einem zufriedenstellenden Abschluss, die Autorin weiß aber durchaus auf die Fortsetzung vorzubereiten, die ich definitiv lesen werde.
Urteil:
Mit Taken Das Laicos-Projekt 1 hat Frau Bowman eine Welt in der Welt erschaffen. Wer den Klappentext liest, erfährt nur einen kleinen Teil ihrer Zukunftsvision. Die charmant-naive Art des Protagonisten Gray schafft schnell eine Beziehung, die den Leser mitfiebern lässt und mitreißt. Ich hatte sehr viel Spaß an dem Buch, das zahlreiche überraschende Momente bereithielt. Daher gibt es von mir knappe 5 Bücher.
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eine schockierende Dystopie, die durch die Seiten rasen lässt und den Leser stets überraschen kannRezension vom 16.04.2013Meinung:
Artikel 5 hat mich nicht nur von der Optik, sondern auch von dem ziemlich im Nachhinein - treffenden Klappentext förmlich angezogen. Dieser beinhaltet die Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn man die Statuten liest, läuft einem schon förmlich die Gänsehaut über den Rücken. Zu sehr sind wir in der heutigen Zeit von der von Presse und Rundfunk geprägten Kultur der Schamlosigkeit und scheinbaren Freiheit integriert. Und nun liest man DAS. Die Gemeinschaft kann nur noch aufrechterhalten werden, wenn strenge moralische Grundsätze, die mit aller Macht verteidigt werden, gelten. Ein ums andere Mal fühlte ich beim Lesen tiefe Kälte in mir in Anbetracht der beschriebenen Situationen.
Den Schreibstil von Kristen Simmons kann man durchaus auf der einen Seite als kühl, andererseits jedoch wieder emotional bezeichnen. Die Verquickung dieser beiden Gegensätze ist ihr einfach richtig gut gelungen. Frau Simmons hat mich förmlich in ihre Welt hineingeworfen. Geschickt lässt die Autorin Ember aus ihrer Perspektive in Vergangenheitsform erzählen, bringt aber auch die Gefühle und Handlungen der anderen Protagonisten hautnah an den Leser. Die Szenerie ist nicht künstlich aufgebauscht. Frau Simmons verrät uns genau die Details, die man wissen muss, um der Geschichte gespannt folgen zu können.
So hatte ich nie das Gefühl, mit Emotionen oder zu ausufernden Beschreibungen überfrachtet zu werden. Ich erfuhr die Einzelheiten Stück für Stück, genau so viel Informationen, wie ich als Leser gerade benötige, um an der Geschichte dran zu bleiben. Da kann ich nur sagen: hervorragend inszeniert!
Kristen Simmons ist es mehr oder weniger gelungen, mich wirklich an das Buch zu fesseln. Kaum bin ich in die mehr oder weniger vertraute Welt von Ember eingedrungen, wird diese auch schon durch gewisse Ereignisse verändert und teilweise blieb mir aufgrund der vorherrschenden Grundspannung sogar die Luft weg!
Ihre Protagonisten hat Kristen Simmons punktgenau ausgewählt und beschrieben!
Trotz kleiner Unebenheiten und nicht immer durchgehend nachvollziehbarer Entscheidungen der Protagonisten war ich dennoch gefesselt und eingesogen in diese Geschichte. Auch wenn die Autorin mit Artikel 5 das Rad sicherlich nicht neu erfunden hat, muss ich eindeutig sagen, dass sie auf jeden Fall neue Elemente eingebracht und diese aus meiner Sicht sehr gut umgesetzt hat.
Urteil:
Kristen Simmons konnte mich mit Artikel 5 von Beginn an fesseln. Beim Lesen konnte ich einen deutlichen roten Faden erkennen, der mich durch die Seiten rasen und mich vor Spannung fast platzen ließ. Dieser überdurchschnittliche Lesegenuss muss von mit eindeutig mit 5 Büchern belohnt werden. Ein tolles Erstlingswerk!
Für alle Liebhaber spannender Geschichten, die mit totalitären Welten zurechtkommen, bei Brutalität und Grausamkeiten nicht ins Straucheln geraten und einfach nur gut unterhalten werden möchten!
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Spannung und Mystery abseits des MainstreamsRezension vom 15.04.2013Meinung:
Vor dieser Rezension hätte ich mich am liebsten gedrückt. Nicht weil Splitterherz furchtbar schlecht war nein, nichts dergleichen Aber Splitterherz lebt von dieser ganz besonderen Atmosphäre, die sich nur sehr schwer beschreiben lässt.
Gerade zu Beginn war diese für mich etwas seltsam, befremdlich. Die Autorin konfrontierte mich mit einer schlechtgelaunten, miesepetrigen Protagonistin, die nach dem Umzug von Köln in dieses kleine Dorf glaubt, alles verloren zu haben. Ein Grund, lieber öfter mal die Augen zu schließen und zu schlafen. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass es für die Müdigkeitsanfälle und Schlafattacken einen anderen Grund gibt. Für diese Erkenntnis benötigt es aber knapp ein Drittel des Buches. Ab diesem Moment mutiert die anfänglich etwas zäh dahinfließende Geschichte aber zu einem reißenden Strom. Denn die Offenbarungen, Geheimnisse und Ereignisse überschlagen sich und meine von Anfang vorhandene Neugier wurde gestillt.
Ellie erzählt in der Ich-Perspektive Vergangenheit, aber durch gewisse Umstände bekommen wir auch einen tieferen Einblick in das Innere von Colin.
Bis auf oder gerade wegen ihrer Launen ist Elisabeth, Ellie, Elisa oder auch Lassie genannt, eine authentische Protagonistin, mit deren Normalität sich wohl jeder Leser identifizieren kann. Seite für Seite entfernt sie sich aber von diesem normalen Mädchen, bekommt Ecken und Kanten Sei es durch ihre seltsamen Träume, ihre Gedächtnislücken oder ihre Neigung, überall einzuschlafen. Immer mehr erhärtet sich der Verdacht, wer für diese besonderen Zustände verantwortlich sein könnte:
Colin, der mysteriöse und für Ellie faszinierende und gefährliche junge Mann. Im Gegensatz zu der gängigen Jugendliteratur wird Colin nicht von aller (weiblichen!) Welt angehimmelt. Nein! Er wird von manchen sogar als hässlich empfunden Und mögen tut ihn auch keiner. Warum das so ist, erfährt Ellie gemeinsam mit dem Leser, als sie hinter sein Geheimnis kommt.
Frau Belitz Stil war im ersten Moment etwas ungewohnt. Sie arbeitet des Öfteren mit Rückblicken, was gemeinsam mit den (Tag-)Träumen anfangs etwas verwirrend war. Immer wieder blitzte die Frage auf, was jetzt real war, ob ich was verpasst habe Bis mich die Geschichte dann wieder einholte. Ihr Schreibstil ist sehr detailliert. Sie beschreibt sehr bildhaft und gut vorstellbar. Die von ihr aufgebaute Stimmung ist düster, beinahe melancholisch. Dunkle Merkmale überwiegen, sie hat viel mit Ängsten und Phobien gearbeitet, was perfekt zu der von ihr entwickelten Geschichte passt.
Urteil:
Die Idee und die Atmosphäre von Splitterherz sind besonders. Man muss in die von Frau Belitz erschaffene Welt eintauchen mit Haut und Haar. Man muss sich Ängsten und Albträumen stellen, man muss sich auf den speziellen Stil einlassen. Wenn man dies schafft, erlebt man eine fantastische Geschichte weit abseits des Mainstreams. Spannung, Fantasie, das Spiel mit Phobien und eine etwas andere Romanze, den Kampf um die Liebe ohne sich selbst zu zerstören. All das ist Splitterherz.
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etwas schwächer als die Vorgänger, dennoch ein gelungener AbschlussRezension vom 13.04.2013Meinung:
Dem Ende dieser Trilogie habe ich definitiv entgegen gefiebert. Unbedingt wollte ich wissen, wie sich Gaia entwickelt, Entscheidungen trifft und sich überhaupt aufgrund ihrer Rolle verhalten wird. Auch Leon und die Chardos haben die Neugier zum Fortlauf der Geschichte eindeutig in mir geweckt!
Der Einstieg in diesen dritten Teil ist mir wirklich leicht gefallen. Die Protagonisten waren mir sofort wieder vertraut und ich konnte mich in diese Welt problemlos hineindenken. Irgendwie musste ich meine Vorfreude jedoch nachfolgend ein wenig relativieren, weil zwar auch in dieser Geschichte wirklich viel passiert; jedoch hatte ich tatsächlich den Eindruck, dass der Plot trotz der vielen Geschehnisse eher ein wenig abgeflacht war und die Charaktere an Tiefe verloren haben. Ich kann es eigentlich gar nicht richtig beschreiben, aber irgendetwas ist der Autorin beim Schreiben abhandengekommen und so konnte das Niveau der Vorbände zumindest nicht ganz gehalten werden.
Grundsätzlich wurde ich auch im dritten Teil dieser Reihe nicht enttäuscht. Ich wurde von einer spannender Szene zu weiteren Gefahrenmomenten förmlich getrieben und fühlte mich dabei richtig wohl.
Die Handlungen einiger Protagonisten jedoch konnten mich zum Teil nicht wirklich überzeugen. Dies störte die Geschichte zwar insgesamt gesehen nicht bedeutend, aber bei mir hinterließ dies dann doch einige Fragezeichen.
Insbesondere Gaia sorgte bei mir mitunter für ein wenig Verwunderung. Im zweiten Band wirkte sie auf mich deutlich gereift und selbstbewusst, verfiel nun in der Fortsetzung aber doch in alte Muster zurück. Manchmal konnte sie mich dennoch überraschen, auch wenn mein Gesamtbild von ihr ein wenig gelitten hat.
Leon ist nach wie vor der starke und unerschütterliche Protagonist. Bei ihm weiß man, was er will. Er weicht keinen Schritt von seiner Meinung ab und ist unerschütterlich. Leon treibt die Geschichte voran, die Gaia aus meiner Sicht mitunter abbremst, und gibt dem Plot die entsprechende Würze.
Die kleine Angie hat sich eindeutig zu meinem Liebling entwickelt. Einerseits wirkt sie schutzbedürftig, hat es aber faustdick hinter den Ohren Lasst euch von ihr überraschen! Sie ist es wirklich wert!
Die Geschichte selbst wird von einem personalen Erzähler aus Gaias Perspektive in Vergangenheitsform präsentiert. Die eingesetzte wörtliche Rede hat zum Fortgang der Geschichte deutlich beigetragen.
Insgesamt kommt dieser dritte Teil nicht gänzlich an seine Vorgänger heran, ist aber dennoch ein passender Abschluss dieser Trilogie.
Urteil:
Der Weg der gefallenen Sterne hat mir trotz kleiner Unebenheiten schöne Lesestunden beschert. Viele Szenenwechsel und die grundsätzlich vorhandene Spannung lassen mich hier knappe 4 Bücher vergeben. Alles in allem eine gelungene Abrundung der gesamten Geschichte.
Für alle Liebhaber anderer Welten, die Hintergründe von Handlungen nicht hinterfragen müssen, dennoch Abwechslung genießen wollen. Für alle Fans der ersten Teile natürlich ein Must-Read!
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Spannung, eine mystische Atmosphäre, eine romantische SeiteRezension vom 11.04.2013Meinung:
Nach den ersten Seiten war aber klar, dass ich etwas anderes erwartet habe. Nicht, was die Geschichte angeht, sondern eher die Zeit: Es werden keine Jahreszahlen oder ähnliches genannt, aber die gültigen Konventionen lassen darauf schließen, dass es passend zum Hexenthema in Richtung Mittelalter spielen könnte, wogegen aber die Verwendung der Schusswaffen spricht. Die Irritation klang beim Lesen anfangs in meinem Kopf mit, löste sich dann aber recht schnell auf. Denn abgesehen von dem Frauenbild erinnert nichts, auch nicht der Sprachstil, an diese gefühlte andere Zeit.
Aber genau in diesem von Männer dominierten Weltbild sticht die Protagonistin Lexi besonders heraus. Ihr verstorbener Vater hat sie viel gelehrt. Nur leider das Falsche, ein Verhalten, wie es sich für eine schickliche junge Frau, die sich bald für einen Ehemann entscheiden sollte, nicht geziemt. Und so recherchiert sie ungehört vom von Männer besetzten Rat auf eigene Faust mit Erfolg.
Doch der mysteriöse Junge ist keinesfalls derjenige, für den ihn die Dorfbewohner halten. Zu Beginn so distanziert, entlockt ihm Lexi doch noch sein Geheimnis.
Lexi ist mir mit ihrer starken Art, mit ihrem Kampf um ein wenig Emanzipation, schnell ans Herz gewachsen. Sie ist stur und dickköpfig, missachtet stets Regeln und Anweisungen, hört aber auf ihren Bauch und ihre innere Stimme, wie sie es von ihrem Vater gelernt hat. Sie liebt ihre kleine Schwester und ihre Mutter über alles - für sie lohnt es zu kämpfen.
Cole, wie Lexi ihn nennt, war mir trotz der düsteren Umstände der ersten Begegnung schnell sympathisch. Die Anziehung, die Lexi für ihn verspürt, hat auf mich abgefärbt. Dennoch ging mir die Beziehung der beiden eindeutig zu schnell, ich hatte das Gefühl, dass dieser Punkt abgehakt werden musste, bevor es an den Rest der Geschichte ging.
Ist er doch Lexis einzige echte Hilfe, abgesehen von dem Zuspruch der Thorne-Schwestern.
So wird der Kampf um die Rettung der entführten Kinder zu Lexis Kampf gegen Near.
Um die Lage rund um Lexi weiter zuzuspitzen, hat ihr die Autorin einen Verehrer gegeben: Tylor, der um Lexi wirbt. Von klein auf zusammen aufgewachsen, sieht Lexi jedoch eher einen Bruder in ihm, als einen potenziellen Ehemann. Tylor kämpft um sie, umwirbt sie und verändert sich dabei immer mehr.
Urteil:
Victoria Schwabs Verflucht entführt den Leser in eine klassische Hexengeschichte. Der mystische Schreibstil der Autorin lässt einen tief in die düstere Atmosphäre eintauchen. Eine sympathische Protagonistin und eine zarte Liebe machen Verflucht zu einer tollen Unterhaltung, die den Leser anfangs neugierig an sich bindet und zum Ende hin wahrlich mitreißt. 4 Bücher für Lexi und die Hexe von Near.
Wer klassische Geschichten um die bösen Hexen mag und nichts gegen eine kleine Romanze und starke Frauen hat, wird von Verflucht verzaubert werden.
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