Hörbuch
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Shakespeares 154 Sonette sind eines der meistübersetzten Werke der Weltliteratur. Dabei gehört die hier erstmals als Hörbuch gebotene Umdichtung von Stefan George zu den herausragenden Leistungen der Kunst des Übersetzens. Das Booklet enthält sowohl den deutschen wie auch den englischen Text, dazu einen ausführlichen Kommentar. Gelesen werden die Gedichte von Peter Matic, gegenwärtig einer der renommiertesten deutschsprachigen Sprecher.
Pressestimmen:
"Was diese eminenten Werke verbindet, sind die Motive von Liebe, Selbsterkenntnis und Unsterblichkeit. Die Tatsache, dass über beide Konvolute philologisch längst nicht das letzte Wort gesprochen ist, verführt zum Selberhören, Selberlesen und Selberdenken. Mit einer integralen Einspielung von Shakespeares 154 Sonetten sowie einer repräsentativen Auswahl von rund fünfzig in den 1880er Jahren publizierten Dichtungen Nietzsches meistert der Sinus-Verlag zwei weitere Steilvorlagen. Da ist die distinkte Stimme des Burgschauspielers Peter Matic, welcher die wechselnden Emotionen der «Sonette» quasi gleichschwebend intoniert, während er (zusammen mit Chris Pichler) sich mit ungewohnter Dynamik und Expression der kecken «Lieder des Prinzen Vogelfrei» ebenso annimmt wie der rhythmisch offenen Verse des «Zarathustra». Über die Perfektion der Texteinspielungen hinaus gibt es geradezu enzyklopädische Booklets, in welchen sämtliche Texte samt Kommentar mit- und nachzulesen sind. Als besondere Goodies serviert die Nietzsche-Edition einige (von Michael Krücker gespielte) Klavierstücke, welche zu den rund hundert überlieferten (oft fragmentarischen) musikalischen Kompositionen des Dichter-Philosophen zählen. Was Shakespeares Sonette anbelangt, sind sowohl die 1609 erstmals publizierten Urtexte (samt Kommentar) im Beibüchlein abgedruckt als auch die der deutschen Einspielung zugrunde liegende Umdichtung Stefan Georges (1909). Da jede der rund 70 dokumentierten Übertragungen ins Deutsche anfechtbar ist, wird dem Originaltext sowie der George-Version der einzelnen Sonette jeweils eine Alternativübersetzung von insgesamt 18 Autoren beigesellt. Und es gilt für die Nietzsche-Ausgabe gleich wie für die Shakespeare-Sonette: Selten fördern die der Tonaufnahme hinzugefügten ergänzenden Materialien eine derart aktive Rezeption." (Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2012, Christiane Zintzen)
| ISBN-10: | 3-905721-91-0 |
|---|---|
| EAN: | 9783905721911 |
| Sprecher: | Peter Matic |
| Erschienen: | 04.2012 |
| Medium: | Nonbook |
| Sprache(n): | Englisch, Deutsch |
William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.
Peter Matic ( 24. März 1937 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler.§§Matics Schauspielkarriere startete 1960 am Theater in der Josefstadt in Wien. Nach kurzen Stationen in Basel und München kam er 1972 an die Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin und blieb dort bis zu deren Schließung 1994. Seitdem gehört er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters.§§Als Synchronsprecher leiht er seine einprägsame Stimme u.a. Scott Glenn (Das Schweigen der Lämmer), Joel Grey (Remo), Nigel Hawthorne (Demolition Man), Ian Holm (u.a. Brazil) und Ben Kingsley (deutscher Standardsprecher seit Gandhi).
Stefan George, 1868 im hessischen Büdesheim als Sohn eines wohlhabenden Gastwirts geboren, wohnte ab 1873 in Bingen. Nach dem Abitur reiste er durch ganz Europa und studierte dabei Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit traf George viele avantgardistische Autoren, in Frankreich die Symbolisten, in England die Präraffaeliten. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland, seit 1903 vor allem in München. Die Schwabinger Bohème inszenierte und verehrte George als Dichterfürsten. Aus Protest gegen das Nazi-Regime emigrierte George 1933 nach Minusio bei Locarno. Er starb dort am 4. Dezember des gleichen Jahres, betrauert von seinen Schülern, darunter Klaus Mann und die Brüder von Stauffenberg.
Albert Bolliger studierte während 3 Jahren in Paris bei André Marchal und Jean Langlais. Er konzertierte und unterrichtete auf allen 5 Kontinenten. Längere Lehraufträge erfüllte er in den USA, in Mexiko und Taiwan. Seit vielen Jahren spezialisiert er sich auf historische Orgeln. Seine CDs haben in der internationalen Presse ein ausgezeichnetes Echo gefunden und sind mehrfach ausgezeichnet worden.