Buch
Taschenbuch (203 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Als seine Schulkameraden noch Karl May lesen, vertieft sich der kleine Martin bereits in das "Doktorbuch" seiner Eltern und beginnt, sich in Diagnostik zu üben, indem er die Wehwehchen seiner hochbetagten Nachbarn analysiert. Jahre später lernt er, dass es im Medizinstudium nicht nur auf Fachwissen ankommt, sondern auch hilfreich sein kann, mit dem Hund des Prüfers Gassi zu gehen. Doch erst das tolle Treiben im Krankenhaus stellt ihn vor ernsthafte, zumeist personelle Herausforderungen: Da ist zum Beispiel der despotische Professor, der seine Assistenzärzte wie Leibeigene behandelt, oder der karrieregeile Kollege, der tatsächlich über Leichen geht, um seine Konkurrenz auszuschalten. Nicht zu vergessen jede Menge skurriler Patienten, deren kryptische Formulierungen es zu entschlüsseln gilt ("Herr Doktor, meine Eier hängen an Stacheldraht!").
Doch Dr. med. Martin Anibas begegnet jeder noch so grotesken Situation mit unstillbarem Wissensdrang und unbeirrbarem Humor und beweist: Einem Urologen ist nichts Menschliches fremd.
| Verkaufsrang: | 5.295 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-86265-109-6 |
| EAN: | 9783862651092 |
| Erschienen: | 01.02.2012 |
| Verlag: | Schwarzkopf + Schwarzkopf |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 203 |
| Gewicht: | 253 g |
Dr. med. Martin Anibas war 25 Jahre lang Chefarzt einer renommierten urologischen Klinik und kennt daher den Medizinbetrieb bestens. Im Jahr 2000 beendete er seine Krankenhauskarriere und übersiedelte nach Spanien. Dort widmet er sich seinem neuen Job als Medizinjournalist und produziert Olivenöl in eigener Landwirtschaft.
von Gabriele Brohm, am 24.02.2012
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»Dr. Schulmann war ein harter Trinker, die Whiskyflasche lag stets griffbereit in der Schreibtischschublade. Er war großzügig und goss einem immer ein, auch wenn man nur wegen einer kurzen Frage in sein Zimmer kam. So hatte er einen Vorwand, selbst zu trinken. Normalerweise Whisky und donnerstags immer Doppelkorn. Wenn es was zu feiern gab, war er sternhagelvoll. Von der Verwaltung kamen in regelmäßigen Abständen Rundschreiben, die auf das Alkoholverbot im Krankenhaus hinwiesen. Dr. Schulmann ließ sich davon nicht beeindrucken, wir übrigens auch nicht. Als er wieder einmal ziemlich abgefüllt war, demonstrierte er uns anderen Ärzten, wie man das Alkoholverbot im Krankenhaus ganz legal umgehen konnte. Er füllte sich sein Whiskyglas randvoll, öffnete das Fenster, lehnte sich weit hinaus, leerte das Glas zur Hälfte und schrie nach draußen: ›Juristisch gesehen saufe ich jetzt außerhalb des Krankenhauses.‹ Wenn wir ihn nicht festgehalten hätten, wäre er aus dem Fenster gestürzt. Es war im sechsten Stock.«
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