Sharpes Feuerprobe

1799, Richard Sharpe und die Belagerung von Seringapatam

von Bernard Cornwell

Buch

Taschenbuch (476 Seiten)

4. Auflage

Sprache: Deutsch

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Indien, 1799. Die britische Armee bereitet sich auf die Belagerung der Inselfestung Seringapatam vor, als ein britischer Offizier in Gefangenschaft gerät. Der junge Soldat Richard Sharpe soll den Mann befreien. Um dem tyrannischen Sergeant Hakeswill zu entkommen und sich vor einer Auspeitschung zu retten, nimmt Sharpe den Auftrag an. Doch die Festung des indischen Herrschers Tippu Sultan ist fremdartiger und gefährlicher, als er sich jemals hätte träumen lassen. Plötzlich liegt auch das Schicksal seiner Kameraden in Sharpes Händen.

Produktdetails

Verkaufsrang: 12.149
ISBN-10: 3-404-15862-8
EAN: 9783404158621
Originaltitel: Sharpe's Tiger
Erschienen: 20.01.2012
Verlag: Lübbe
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 4. Auflage
Seitenzahl: 476
Länge/Breite: 185mm/123mm
Gewicht: 403 g
Übersetzer: Joachim Honnef
Reihe: Bastei-Lübbe Taschenbücher
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Bernard Cornwell

Bernard Cornwell lives with his wife in Cape Cod.

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  • Im Dienste Seiner Majestät Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefan Heidsiek, am 22.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir befinden uns im Indien des Jahres 1799. Genauer gesagt im Maisur-Gebiet nahe von Seringapatam. Nachdem vor knapp sieben Jahren die Festung unter der Herrschaft des Tipu Sultan im Verhandlungen mit Cornwallis einem Stillstandsabkommen zugestimmt hat, sieht sich nun die britische Armee erneut zum Angriff auf die Stadt gezwungen, denn Napoleon ist mittlerweile in Ägypten gelandet, um von dort seinerseits Indien zu bedrohen. Und auch im Maisur-Gebiet selbst wächst der Einfluss der Franzosen, mit denen sich der Tipu Sultan inzwischen offiziell verbündet hat. Mit dem Fall Seringapatams soll dieser Einfluss endgültig gebrochen werden. Inmitten der britischen Armee von knapp 50.000 Mann marschiert auch der junge Richard Sharpe, Fußsoldat im 33. Regiment unter dem Kommando von Colonel Arthur Wellesley (der spätere "Duke of Wellington", 1815 Sieger über Napoleon bei Waterloo), mit. Er trägt sich mit Gedanken an Desertierung, zumal er sich mit dem tyrannischen Sergeant Hakeswill einen Feind fürs Leben geschaffen hat. Als die Schikanen für ihn drohen lebensgefährlich zu werden, scheint ein riskanter Auftrag der einzige Ausweg zu sein:

    Er soll in die Festung Seringapatam eindringen, um einen dort gefangen gehaltenen Offizier zu befreien, der die Verteidigungsanlangen ausgekundschaftet hat oder zumindest dessen gesammelte Informationen zurück zu Armee zu bringen. Ein Himmelfahrtskommando ... und die Feuerprobe für den späteren Held der napoleonischen Kriege.

    Wie immer versteht es Bernard Cornwell meisterhaft, die tatsächliche Historie mit seinen fiktiven Romanfiguren zu verbinden. Zwar laufen auch hier, wie in der Sachsen-Saga, die Romane stets nach dem gleichem Schema (große Schlacht, Showdown am Ende, Sharpe rettet für Wellington den Tag) ab, aber Langeweile vermag an keiner Stelle aufzukommen. Dafür schildert Cornwell zu farbig, ist er wahrlich begnadet in der Beschreibung von Schlachten. Und die größte Leistung der Serie ist auch die Figur selbst. Ein interessanter, liebenswerter Romanheld, fehlbar, unmoralisch (nicht selten Dieb, Mörder oder Ehebrecher), der aber gleichzeitig von einem starken Ehr- und Loyalitätsgefühl beseelt ist. Ein Frauenheld sondergleichen, der für die Schönheit des weiblichen Geschlechts fast ebenso anfällig ist, wie für die Benutzung äußerst blumiger Schimpfwörter. Seine Herkunft wird er innerhalb der Reihe auch nie los. Er bleibt ein "son of a bitch", ein Bastard eines unbekannten Vaters und einer Dame des horizontalen Gewerbes, der in der London Unterwelt seine Kindheit verbracht hat.

    Kein Zufall also, dass seine Feinde manchmal die gleiche Uniform tragen wie er selbst. Seine Nemesis ist Sergeant Hakeswill. Ein so fieser Mistkerl, den man schlichtweg hassen muss, dessen Bösartigkeit andererseits allerdings auch extrem fasziniert. Cornwell geht hier einmal mehr ein hohes Tempo, überrascht mit gelungenen Anspielungen auf die späteren Bände der Serie (so wird Sharpe hier u.a. von einem Franzosen ein Scharfschützen-Jagdgewehr in die Hand gedrückt) und unterhält auf ganzer Linie. Allein die streckenweise grausige Übersetzung verhindert eine höhere Wertung.

    Insgesamt ist "Sharpes Feuerprobe" ein gelungener Einstieg in eine hoffentlich jetzt auch in Deutschland langlebiger Reihe. Ein Abenteuerroman voll Heldenpathos und Kampfeslärm, der richtig viel Lust auf mehr macht.

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  • Der Beginn einer spannenden Reihe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Markus Voll, am 09.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Abenteuerroman spielt mitten in der Kolonialzeit. Die Briten hatten erst kürzlich Amerika durch den Unabhängigkeitskrieg verloren, die Revolution in Frankreich fraß ihre Kinder und der kleine Korse beginnt seinen Aufstieg. Der Ort des Geschehens ist die Inselfestung Seringapatam im Fürstenstaat Mysore (heute Karnataka). Die Briten stehen mit der East India Company und Soldaten aus dem kolonialisierten Indien (Sepoys genannt) dem moslemischen Sultan Tippu, seinen Tiger-Kämpfern und unterstützenden Truppen aus Frankreich gegenüber. Der Held der Geschichte ist Richard Sharpe. Er ist verliebt in eine Soldatenwitwe. Sie ist wunderschön und ein fieser Sergeant will sie als Hure verkaufen. Sharpe steht ihm dabei im Weg. Durch Tücke schafft er es, dass Sharpe ausgepeitscht wird. Doch Sharpe ist für einen wichtigen Auftrag vorgesehen. Es müssen Informationen eines gefangenen britischen Offiziers aus der Festung des Feindes besorgt werden.
    Sharpe ist ein sympathischer Teufelskerl. Freue mich auf die weiteren Abenteuer.

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  • Endlich beginnt es Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Horvath, am 01.01.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im Jahr 1799 bereite sich die britisch Armee auf die Belagerung von Seringapatam vor.
    Nach einer ungerechtfertigen Bestrafung meldet sich der junge Richard Sharp freiwillig zu einem Himmelfahrtskommando um seine persönlich Feind, Sergeant Hakeswill in den eigenen Reihen zu entkommen. Der indische Herrscher Tipu Sultan hat aber einen teuflischen Plan um sich seiner Belagerer zu entledigen. Sharpe muss nicht nur seinen Auftrag einen britischen (wichtigen) Offizier zu retten ausführen sondern seine Kameraden vor dem unausweichlichen Desaster bewahren. Jetzt schlägt seine Stunde.
    Wie immer schafft es Cornwell Geschichte mit Fiktion zu mischen. Sharpe ein gewöhnlicher Mann mit besondern Fähigkeiten kein Strahlemann oder Superheld.
    Er ist gemein und hinterhältig wenn es nötig ist und loyal zu seinem Land das seinesgleichen mit Füssen tritt. Doch Sharpe lächelt sie an und tritt zurück.

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  • Endlich, Sharpe ist zurück! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von D. Fried, am 23.06.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich erinnere mich noch, in den 1990ern die TV-Serie „DIE SCHARFSCHÜTZEN“ gesehen zu haben – gibt es inzwischen übrigens komplett auf DVD (16 Discs in einer Kanonenkugel [!!!] gelagert). Damals war ich von den spannenden und actionreichen Abenteuern Richard Sharpes in den Schlachten der napoleonischen Kriege begeistert. Erst später fand ich heraus, dass die Serie auf den Romanen Bernard Cornwells basierte, die zu diesem Zeitpunkt leider längst nicht mehr erhältlich waren. Doch meine Hoffnung (und die vieler anderer Fans) wurde erhört: der Bastei Verlag startet (wohl im Zuge des neuerlichen Erfolgs des Autors) eine Neuauflage der Romanserie, ergänzt um die inzwischen hinzugekommenen Teile. // Indien, 1799. Richard Sharpe, zu diesem Zeitpunkt noch einfacher Soldat in der Armee seiner Majestät, zieht mit seinen Kameraden in den Kampf gegen Tippu Sultan, der sich in seiner Festung verschanzt hat. Nach seiner ersten Schlacht fällt Sharp einer Intrige zum Opfer und wird ausgepeitscht. Um dem zu entrinnen willigt Sharpe in die Teilnahme an einer geheimen Rettungsmission ein, die ihn mitten ins Lager des Feindes führt. Dort versucht er schließlich in der sich entwickelnden Schlacht seinen Auftrag zu erfüllen. // Mit diesem neuen (bisher in Deutschland unveröffentlichten) Roman beginnt Bernard Cornwell die Zeit vor den napoleonischen Kriegen aufzuarbeiten. Hier schildert er vor dem real-historischen Hintergrund der Schlacht um Seringapatam die ersten Abenteuer von Richard Sharpe. Es ist ein hartes und brutales Leben, das die Soldaten führen und von dem Cornwell uns hier erzählt (Schlachten, Auspeitschungen, Hinrichtungen inklusive). Sharpe ist dabei der aufrechte, stahlharte und oft auch überzeichnete Held. Doch was macht das, es ist sehr unterhaltsam! Wenn auch klischeehaft und gelegentlich mal etwas zäh, in den Schlachten ist der Roman dann von actionreicher Rasanz und wird zum Page-Turner. Im Bereich der historischen Romane – mit den diversen „~innen“ (Päpstin, Heilerin, Ketzerin, usw.) eher ein Frauengenre – ist dies ganz klar ein Buch für Männer. Also, wer noch ein echter Kerl ist (oder wenigstens davon träumt) und es mal hart und deftig mag, der fange hier an zu lesen – Band 2 „SHARPES SIEG“ ist schon erschienen und für genug Material in den nächsten Jahren ist beim Umfang der Reihe gesorgt.

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  • Ein Roman aus einer weniger bekannten Zeit! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.07.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Typisch für den Author, der 'Held' und sein Umfeld wird nicht beschönigt, also realistisch dargestellt.
    Nur zum Schluß wirken einige Szenen wie 'RAMBO', aber lesenswert.
    Sehr schön sind auch die historischen Anmerkungen und Hinweise auf die frei erfundenen Geschichtsanteile, die diesen Roman prägen.

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