Tod und Teufel

Roman

von Frank Schätzing

Buch

Taschenbuch (507 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Köln im Jahr 1260: Jacop der Fuchs, ein liebenswerter Dieb und Herumtreiber, wird unfreiwillig Zeuge eines Mordes. Er sieht, wie eine düstere Gestalt den Kölner Dombaumeister vom Gerüst in den Tod stößt. Aber er selbst muss auch gesehen worden sein. Denn jeder, dem Jacop diese Geschichte erzählt, ist kurze Zeit später tot. Dem jungen Mann wird schnell klar, dass er nur eine Chance hat, seine Haut zu retten. Er muss den Täter entlarven, bevor auch er zu seinem Opfer wird ...

Pressestimmen:

"Sprachgewaltig!" (Rheinische Post)
"Virtuos gemeuchelt, mit viel Gespür für historisches Flair, Spannung und Witz." (Kölnische Rundschau)

Produktdetails

Verkaufsrang: 7.861
ISBN-10: 3-442-45531-6
EAN: 9783442455317
Erschienen: 01.07.2003
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 507
Länge/Breite: 187mm/120mm
Gewicht: 403 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Frank Schätzing

Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, studierte Kommunikationswissenschaften, war Creative Director in internationalen Agenturen-Networks und ist Mitbegründer der Kölner Werbeagentur Intevi. Anfang der Neunziger begann er, Novellen und Satiren zu schreiben und veröffentlichte 1995 einen historischen Roman. Es folgten weitere Romanen und ein Band mit Erzählungen. Viele seiner Bücher sind Bestseller, wurden teilweise weltweit in zalreichen Sprachen übersetzt und auch verfilmt.§2004 erhielt Frank Schätzing den Corine-Preis und 2005 den Deutschen Science-Fiction-Preis. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.

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Kundenrezensionen

  • Tod und Teufel... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Rene Preuss, am 05.03.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der etwas reisserische Titel hat mich dazu verlockt das Buch zu kaufen. Ich mag Schätzing nicht so sehr, muss aber sagen das er diess Buch doch sehr gut geschrieben hat.

    Eine Mischung aus Historie und Krimi.Wobei meiner Meinung nach der Krimi leider viel zu kurz kommt.

    Deswegen von mir nur 4 Sterne.


    Ansonnsten für jeder der Köln mag zu empfehlen.

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  • Naja... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.02.2013

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    Die Beschreibung "Höllisch gut und teuflisch spannend" des Kölner Stadtanzeiger ist für meine Begriffe mehr als unzutreffend.

    Die anfängliche Spannung, die rückblickend aber mehr aus meiner Leseerwartung resultierte als aus Schätzings Schreibkünsten, verpuffte schon nach wenigen Kapiteln und machte der Langeweile ausreichend Platz.

    Ein historisches Flair wollte trotz unzähliger und langwieriger Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Personen nicht bei mir aufkommen.Im Gesamtkonzept fehlt es der Handlung an Authentizität, auch wenn historische Fakten gut recherchiert wurden. Vorallem das Nachempfinden der mittelalterlichen Sprache ist völlig misslungen.

    Insgesamt kann ich mich dem positiven Echo nicht anschließen und werde wohl in Zukunft auch die Finger von Schätzing lassen...

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  • Spannung im Mittelalter! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marko Rose, am 23.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Den jungen Herumtreiber Jacob hat es nach Köln verschlagen. Dort im frühen Mittelalter gelingt es ihm gerade so, sich sein Essen unrechtmäßig zu beschaffen. Die Zustände in dieser Stadt sind sehr schwierig. Doch für Jacob bedeutet es den Kampf um das tägliche Überleben. Als wäre das nicht genug, beobachtet Jacob durch Zufall wie der dortige Dombaumeister vom Gerüst der Dombaustelle stürzt. Dabei sieht Jacob etwas, das ihn stutzig macht... Frank Schätzing schafft in seinem Roman eine gut recherchierte und überaus spannende Atmosphäre. Mit jeder gelesenen Seite nimmt die Spannung zu.

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  • Morde in Köln Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michael Weckener, am 31.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein durchaus spannender Krimi der im mittelalterlichen Köln spielt. Dem Verlangen aus diversen Recherchequellen zu zitieren, indem er seine Figuren lange, schulmeisterlich wirkende Monologe halten lässt, gibt der Autor diesmal weit weniger nach, als das in anderen Werken der Fall ist.
    Fazit: lesenswert

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  • "Tod und Teufel" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Dupré, am 30.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der liebenswerte Herumtreiber und Dieb Jacop lebt und überlebt auf den Strassen Kölns im Jahre 1260. Als er eines Tages in einem Apfelbaum herumturnt und Äpfel stiehlt, bemerkt er auf der nebenan gelegenen Dombaustelle den Dombaumeister, wie er in lautstarkem Streitgespräch mit einer furchterregenden Gestalt steht. Höhepunkt des Streits: Der dunkel gewandete Hüne mit der angsteinflößenden Armbrust stößt den Baumeister vom Gerüst in den Tod. Jacop verkrümelt sich, so schnell es geht, doch er ist gesehen worden. Und nun ist der Mörder auch hinter ihm her…
    Ein spannender Mix aus historischem Roman und Thriller, mit hohem Tempo und einem sympathischen Hauptcharakter. Auch in Schätzings Frühwerk #„Tod und Teufel“ war sein zweiter Roman und der erste, der veröffentlicht wurde# findet sich schon der Stil und der Witz, die später einen Bestsellerautor aus ihm machen sollten.

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  • Mord im Mittelalter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Carolin Grömer, am 27.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Tod und Teufel spielt im mittelalterlichen Köln.
    Es ist die Geschichte von Jacop, einem Dieb.Als er eines Tages einen Mord beobachtet, ist sein Leben in Gefahr.Denn er wird verfolgt und jedem dem er davon erzählt, findet ein baldiges Ende.Trotzdem findet er Freunde, die ihm helfen, jenem mysteriösen Kapuzenmann auf die Schliche zu kommen.
    Ich fand ihn sehr spannend, leicht zu lesen und man brennt irgendwie darauf zu erfahren, was die Geschichte des Mörders ist.Für Liebhaber von Krimis und historischen Romanen:)

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  • Fantasy-Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.08.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Handlung ist sehr konstruiert, künstlich in die Länge gezogen und unrealistisch. Ich hatte das Gefühl, der Autor wolle schulmeisterhaft sein "historisches Wissen" (wenn auch gut recherchiert) an den Leser bringen. Der Schluß war einfach albern, als wisse der Autor nun nicht, wie er zu einem nachvollziehbaren Ende kommen soll.

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  • Sehr unterhaltsam Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Achleitner, am 29.06.2010

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    Ein sehr spannender und genau recherchierter Krimi im unverkennbaren Stil von Frank Schätzing. Man kann sich die Welt in der Jacop um sein Leben läuft leicht vorstellen. Nebenbei erhält man noch eine Fülle an geschichtlichen Fakten. Rundherum unterhaltsam und daher sehr empfehlenswert!

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  • Unterhaltsame Spannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sie werden ihn lieben, den kleinen Dieb, der da unversehens einen Mord beobachtet und kurz darauf um sein Leben läuft. Ein klassischer Krimi mit historischem Hintergrund, spannend und unterhaltsam. Das macht richtig Spaß!

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  • Nicht überzeugend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 26.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der auf dem Cover gedruckten Aussage "Höllisch gut und teuflisch spannend!" vermag ich mich leider nicht anzuschließen. Die Spannung würde ich als eher mittelmäßig bewerten.

    Auch atmophärisch ist der Roman ziemlich enttäuschend. Es fehlt an der erzählerischen Tiefe, die man zum Beispiel von Ken Follett gewohnt ist. Als Leser fühlt man sich nicht inmitten der Geschehnisse, sondern eher außen vor.

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  • Wunderbar Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von C. Badstübner, am 01.12.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jacob, von vielen der Fuchs genannt, beobachtet einen Mord und das wird im natürlich zum Verhängnis. Köln im Mittelalter hat sich durch die detailreiche Beschreibung des Autors vor meinem geistigen Auge aufgebaut und hat mich super unterhalten. Ich lese sehr viele historische Romane und selten bleiben so lange positiv im Gedächtnis wie dieser. Für alle, die sich für das deutsche Mittelalter interessieren absolut lesenswert.

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  • Tod und Teufel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.09.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein spannendes Buch über einen liebenswerten kleinen Dieb im mittelalterlichen Köln, der unvermittelt in einem Desaster landet und unerwartet Hilfe bekommt. Dazwischen finden sich immer wieder interessante Geschichts-Passagen über das mittelalterliche Leben in der Stadt, den Machtspielchen und Intrigen der besseren Gesellschaft und der Kirche. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es wirklich fesselnd, mitreißend und teilweise auch amüsant erzählt ist und einen nicht mehr so schnell loslässt. Danach sieht man Köln und besonderes den Dom mit anderen Augen. Frank Schätzing in Bestform!

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  • Fuchsjagd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 20.07.2008

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jacop der Fuchs schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben und so ist er wieder einmal auf der Flucht, nachdem er auf dem Kölner Markt Äpfel stehlen wollte, um wenigstens etwas zu Essen zu haben. Mit Hilfe der Färberin Richimodis gelingt es dem Fuchs sich vor seinen Verfolgern zu verstecken und der Herumtreiber flirtet heftig mit ihr, die schon bald Gefallen an ihm findet. Dennoch braucht Jacop immer noch etwas zu essen und denkt dabei an die besten Äpfel Kölns, welche im Garten Erzbischof Konrads zu finden sind.

    Zur falschen Zeit, am falschen Ort beobachtet der Herumtreiber wie Dombaumeister Gerhard Morart bei einem Inspektionsgang vom Gerüst gestoßen wird. Anstatt zu flüchten, läuft der Fuchs zum sterbenden Dombaumeister und kann noch die letzten des Meisters vernehmen. Jedoch wird er genau dabei von Morarts Mörder beobachtet. Der unliebsame Zeuge muss verschwinden und mit ihm jeder, dem er begegnet ist, eine Hetzjagd nimmt ihren Anfang...

    1995, also lange vor seinem rekordverdächtigen Bestseller "Der Schwarm" begann Frank Schätzings Schriftsteller-Karriere nach einigen Kurzgeschichten mit seinem Debütroman "Tod und Teufel", nachdem er für sein eigentlich erstes Werk "Mordshunger" keinen Verlag finden konnte. Soweit so gut, heute ist Frank Schätzing längst kein Unbekannter mehr und somit sind auch seine frühen Werke neu aufgelegt worden.

    Mit "Tod und Teufel" ist Frank Schätzing ein durchaus eindrucksvoller Erstling gelungen, der sich durch einen gut durchdachten Plot und eine eindrucksvolle Kulissen präsentiert. Auch der Held der Geschichte ist mit einem Herumtreiber ungewöhnlich gewählt, sind es in Schätzings Romanen doch sonst eher Lebemänner, die sich nicht ums Geld sorgen müssen, die im Zentrum der Handlung stehen. Rückwirkend lässt sich feststellen, dass Frank Schätzing dem Stil von "Tod und Teufel" lange Zeit treu geblieben ist und doch ist das Werk trotz guter Machart kein Meisterwerk, sondern eben nur ein bemerkenswertes Debüt, das aber nicht aus der Masse hervorsticht, auch wenn sein Autor nach "Der Schwarm" gerne mit dem (amerikanischen) "Meister des Techno-Thrillers" Michael Crichton verglichen wird. Die Ähnlichkeiten zwischen Crichton und Schätzing sind jedoch gegeben, beide haben einen Faible für Protagonisten, die wenig an Konventionen gebunden sind und bei beiden übersieht man gerne dass sie außer den großen Bestsellern (Jurassic Park, der Schwarm) auch viele Werke veröffentlicht haben, die eigentlich wieder sang- und klanglos vom Markt verschwunden sind bzw. vielleicht wiederveröffentlicht wurden (Nippon Connection, Mordshunger), aber kaum für Furore sorgten.

    Was unterm Strich bleibt ist ein handwerklich sehr gut gestalteter historischer Roman, im Köln des Jahres 1260, der von einer dichten Atmosphäre und einer als rastlosen Hetzjagd konzipierten Handlung profitiert. Doch diese wird durch typische Anfängerfehler, wie flache Charaktere, längere Spannungseinbrüche und unbefriedigende, da zu vorhersehbare Handlungswendungen kompromittiert.

    Fazit:
    Als Debüt eine sehr gute Leistung, bei der man davon ausgehen würde, dass der Autor sich ja noch entwickeln und seine Schwächen ausbessern wird, rückwirkend jedoch eine herbe Enttäuschung, die zwar eine schöne Fassade vorzuweisen hat, der es aber an starken Charakteren und durchgehend spannender Handlung fehlt. Alles in allem leider doch nur ein mittelmäßiges Debüt.

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  • Mal was Anderes Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alexander, am 12.07.2008

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der historische Hintergrund ist sehr gut herausgearbeitet.
    Mann bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit.
    Die Handlung ist interessant und spannend.
    Es hat einen gewissen Charme und Witz.
    Zum Lesen war es anfangs etwas schwer, aber nach einer Eingewöhnung ging es gut.
    Liegt vielleicht auch daran, dass es mein erster Mittelalter-Roman war.
    Was ich etwas schade fand, war der etwas kurze und vorhersehbare Schluss.
    Alles in allem kann ich das Buch aber gut weiterempfehlen.

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  • Guter Mittelalterlicher Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.01.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Roman ist sehr gut erzählt und hat eine spannende Story, die leider manchmal etwas abschweift und zu langatmig wird. Auf jeden Fall zu empfehlen, wer auf Geschichte und Krimi zugleich steht. Für Frank Schätzing Fans ein Muss.

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  • Ein guter, fesselnder, historischer Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Kopp, am 12.11.2007

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist gut und fesselnd geschrieben. Die Figuren werden gut beschrieben und man kann sich gut in die Hauptperson Jakob hineinversetzen. Auch die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben.
    Außerdem ist die Handlung realistisch und nachvollziehbar.
    Ein sehr zu empfehlendes Buch.

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  • Äußerst gelungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 07.09.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch, was mein erstes von Frank Schätzing gewesen ist, finde ich sehr gut. Es ist spannend und vor allem überaus anschaulich geschrieben. Die Geschichte beginnt einen sehr schnell zu fesseln und man will immer weiter lesen. Das Buch ist auch historisch sehr gelungen und man bekommt sehr viel über die damalige Zeit im 12. Jahrhundert mit. Sehr empfehlenswert!

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  • Humorvoller Schreibstil Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ulli, am 21.05.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Gerade macht Jacob - ein Bettler und Tagedieb - sich Gedanken wie er seinen Hunger stillen kann als er im Klostergarten zufällig einen Mord beobachtet. Voller Angst will er von dem Apfelbaum fliehen und landet genau vor dem sterbenden Opfer, das ihm noch ein paar letzte Worte zuflüstert. Schleunigst macht er sich davon, denn er glaubt beobachtet worden zu sein. Auf seiner Flucht lernt er Richmodis kennen. Die Tochter eines Färbers, die sich in Jakob verliebt. Richmodis Familie nimmt Jacob bei sich auf. Ein dunkler Ritter ist Jacob direkt auf den Fersen und jedes Mal wenn Jacob jemanden von dem Mord erzählt, ist kurz danach der Mitwisser das nächste Opfer. Angstgefühle machen sich in Jacob breit und er fürchtet um das Leben seiner Liebsten, die eines Tages verschwunden ist.
    Ein historischer Roman der besonderen Art. Spannend und lustig geschrieben zugleich. Das Leben in Köln zur Zeit des Mittelalters wird anschaulich wiedergegeben.

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  • Ein gelungener, historischer Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dabis, am 14.07.2006

    2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Köln, 1260: Als Jacob der Herumtreiber sich an den bischöflichen Äpfeln vergreift, beobachtet er eine Gestalt auf dem Gerüst der neuen Kirche. Kurz darauf stürzt der Dombaumeister in die Tiefe und stirbt. Jakob, der unfreiwillig Zeuge dieses Mordes geworden ist, versucht die letzten Worte des Dombaumeisters zu verstehen und den Mörder zu stellen. Allerdings wird jeder, dem Jacob von seinen Beobachtungen erzählt, brutal ermordet. So beginnt eine Hetzjagd durch Köln, die bis in hohe politische Kreise führt...
    Ein rasanter historischer Krimi, der nichts an Spannung vermissen lässt und sich besonders durch seinen sprachlichen Witz auszeichnet. Daneben erfährt man sehr viel Interessantes über die damalige Zeit in Köln.

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  • Wie immer gute Recherche.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dancer, am 05.06.2006

    1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie immer bei Schätzing ist dieses Buch bis auf das kleinste Detail bis aufs kleinste Recherchiert, nur leider finde ich das bei diesem sicherlich sehr guten Krimi etwas bedrückend. Trotzdem: Wer Schätzing mag wird es Mögen....

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Prolog
Der Wolf stand auf der Anhöhe und fixierte den goldbeschienenen Ring der großen Mauer. Sein Atem ging gleichmäßig. Die mächtigen Flanken zitterten leicht. Er war den ganzen Tag gelaufen, von der Gegend um Jülichs Burgen herab über das Hügelland bis hierher, wo das Dickicht endete und den Blick freigab auf die entfernt liegende Stadt. Trotzdem fühlte er sich weder erschöpft noch müde. Während der Feuerball der Sonne hinter ihm den Horizont berührte, warf er den Kopf in den Nacken und erkundete witternd seine Umgebung.
Die Eindrücke waren übermächtig. Er roch das Wasser vom Fluss, den Schlamm an den Ufern, das faulige Holz der Schiffsrümpfe. Er sog die Melange der Ausdünstungen in sich hinein, in der sich Tierisches mit Menschlichem und Menschgemachtem mischte, parfümierte Weine und Fäkalien, Weihrauch, Torf und Fleisch, das Salz verschwitzter Leiber und der Duft teurer Pelze, Blut, Honig, Kräuter, reifes Obst, Aussatz und Schimmel. Er roch Liebe und Angst, Furcht, Schwäche, Hass und Macht. Alles dort unten sprach eine eigene, duftende Sprache, erzählte ihm vom Leben hinter den steinernen Wällen und vom Tod.
Er drehte den Kopf.
Stille. Nur das Flüstern der Wälder ringsum.
Reglos wartete er, bis das Gold von der Mauer gewichen war und nur noch auf den Zinnen der Torburgen schimmerte. Eine kurze Weile, und es würde ganz verlöschen und den Tag der Erinnerungslosigkeit preisgeben. Die Nacht käme, um das Tal mit neuen, dumpfen Farben zu überziehen, bis auch diese den Schatten weichen und das Glühen seiner Augen die einzigen Lichter sein würden.
Die Zeit war nahe, da die Wölfe Einzug in die Träume der Menschen hielten. Die Zeit des Wandels und der Jagd.
Mit geschmeidigen Bewegungen lief der Wolf die Anhöhe hinunter und tauchte ein ins hohe, trockene Gras. Wenig später war er darin verschwunden.
Vereinzelt begannen die Vögel wieder zu singen.


10. September
Ante portas
»Ich finde, es ist kalt.«
»Ihr findet immer, es ist kalt. Ihr seid weiß Gott eine erbarmungswürdige Memme.«
Heinrich zog den Mantel enger um seine Schultern und funkelte den Reiter neben ihm zornig an.
»Das meint Ihr nicht so, Mathias. Ihr meint nicht, was Ihr sagt. Es ist kalt.«
Mathias zuckte die Achseln. »Verzeiht. Dann ist es eben kalt.«
»Ihr versteht mich nicht. Mir ist kalt im Herzen.« Heinrichs Hände beschrieben eine theatralische Geste. »Dass wir zu solchen Mitteln greifen müssen! Nichts liegt mir ferner als die Sprache der Gewalt, so wahr der barmherzige Gott mein Zeuge ist, jedoch -«
»Er ist nicht Euer Zeuge«, unterbrach ihn Mathias.
»Was?«
»Warum sollte Gott seine kostbare Zeit auf Euer Zetern und Jammern verschwenden? Es wundert mich, dass Ihr überhaupt aufs Pferd gefunden habt um diese Stunde.«
»Mit Verlaub, Ihr werdet unverschämt«, zischte Heinrich. »Zollt mir gefälligst ein bisschen Respekt.«
»Ich zolle jedem den Respekt, den er verdient.« Mathias lenkte sein Pferd um einen gestürzten Ochsenkarren herum, der unvermittelt aus der Dunkelheit vor ihnen aufgetaucht war. Die Sicht nahm rapide ab. Den ganzen Tag über hatte die Sonne geschienen, aber es war September, und abends wurde es jetzt schneller kalt und dunkel. Dann stiegen Nebel empor und verwandelten die Welt in ein düsteres Rätsel. Kölns Stadtmauer lag inzwischen mehr als einen halben Kilometer hinter ihnen, und sie hatten lediglich die Fackeln. Mathias wusste, dass Heinrich sich vor Angst fast in die Hosen machte, und das erfüllte ihn mit einer grimmigen Belustigung. Heinrich hatte seine Vorzüge, aber Mut gehörte nicht dazu. Er trieb sein Pferd zu größerer Eile und beschloss, ihn zu ignorieren.
Im Allgemeinen fiel es niemandem ein, um diese Zeit die Stadt zu verlassen, es sei denn, man warf ihn hinaus. Die Gegend war unsicher. Überall trieben sich Banden von Strolchen und Tagedieben herum, ungeachtet des Landfriedens, den der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden im Einklang mit den geistlichen und weltlichen Fürsten der umliegenden Gebiete ausgerufen hatte. Das war 1259 gewesen, nicht mal ein Jahr zuvor. Es gab ein Papier darüber, schwer von Siegeln. Glaubte man dem Wisch, konnten Wanderer und Kaufleute nun das Rheinland durchqueren, ohne von Raubrittern und anderen Wegelagerern ausgeplündert und umgebracht zu werden. Aber was tagsüber einigermaßen funktionierte, vor allem, wenn es darum ging, die Kaufleute für das magere Schutzversprechen zur Kasse zu bitten, verlor nach Sonnenuntergang jede Gültigkeit. Erst kürzlich hatte man den Körper eines Mädchens gefunden, draußen auf dem Feld und nur wenige Schritte von der Friesenpforte entfernt. Sie lag auf dem Gelände eines Pachthofs, vergewaltigt und erdrosselt. Ihre Eltern waren angesehene Leute, eine Dynastie von Waffenschmieden, seit Generationen wohnhaft Unter Helmschläger gegenüber dem erzbischöflichen Palast. Es hieß, der Leibhaftige habe die Kleine mit einem Zauber hinausgelockt. Andere wollten den Bauern aufs Rad geflochten sehen, in dessen Feld sie den Leichnam gefunden hatten. Dabei ging es weniger um die Schuld des Bauern; aber was hatte eine anständige Bürgertochter tot auf seinem Grund und Boden zu liegen! Zumal sich kein Christenmensch erklären konnte, was sie so spät dort draußen gesucht hatte. Hörte man allerdings genauer hin, wusste plötzlich jeder, dass sie sich mit Spielleuten herumgetrieben hatte und noch schlimmerem Pack, Fetthändlern aus der Schmiergasse und Gesindel, das man besser gar nicht erst in die Stadt ließ. Also doch selber schuld. Wer glaubte schon dem Landfrieden.
»Wartet!«
Heinrich war weit hinter ihm. Mathias stellte fest, dass er dem Vollblut zu sehr die Zügel gelassen hatte, und ließ es in ein gemächliches Schritttempo zurückfallen, bis sein Begleiter wieder neben ihm ritt. Sie hatten jetzt mehrere Höfe zwischen sich und die Stadt gebracht und den Hag erreicht. Der Mond erhellte die Gegend nur schwach.
»Sollte er hier nicht irgendwo warten?« Heinrichs Stimme zitterte fast so sehr wie er selber.
»Nein.« Mathias spähte zwischen den ersten Baumreihen des Hags hindurch. Der Weg verlor sich in völligem Schwarz. »Wir müssen bis zur Lichtung. Hört, Heinrich, seid Ihr sicher, dass Ihr nicht umkehren möchtet?«
»Was denn, alleine?« Heinrich biss sich verlegen auf die Lippen, aber es war raus. Kurz besiegte der Zorn seine Feigheit. »Ständig versucht Ihr mich zu provozieren«, schimpfte er laut. »Als ob ich umkehrte! Als ob mir ein solcher Gedanke überhaupt käme, hier im Finstern mit Euch eingebildetem Pfau an meiner Seite, der das Maul zu weit aufreißt -«
Mathias zügelte sein Pferd, langte herüber und packte Heinrich an der Schulter.
»Betreffs des Mauls, da solltet Ihr das Eure vielleicht halten. Wäre ich derjenige, den wir treffen wollen, und ich hörte Euch lamentieren, würde ich mit Kopfschmerzen das Weite suchen.«
Der andere starrte ihn wütend und beschämt an. Dann riss er sich los und ritt geduckt unter den Bäumen durch. Mathias folgte ihm. Die Äste warfen im Licht der Fackeln tanzende Schatten. Nach wenigen Minuten erreichten sie die Lichtung und ließen die Pferde halten. Der Wind rauschte durchs Holz, sonst war nichts zu hören als ein monotoner Uhu irgendwo über ihnen.
Sie warteten schweigend.
Nach einer Weile begann Heinrich unruhig in seinem Sattel hin- und herzurutschen.
»Und wenn er nicht kommt?«
»Er wird kommen.«
»Was macht Euch da so sicher? Solche Leute taugen nichts. Sie sind heute hier und morgen da.«
»Er wird kommen. Wilhelm von Jülich hat ihn empfohlen, also wird er kommen.«
»Der Graf von Jülich wusste nicht das Geringste über ihn.«
»Es ist nicht von Bedeutung, was man über solche Leute weiß, nur, was sie tun. Er hat Wilhelm gute Dienste geleistet.«
»Ich hasse es aber, nichts über andere zu wissen.«
»Warum? Es ist bequemer so.«
»Trotzdem. Wir sollten vielleicht umkehren und das Ganze noch einmal durchdenken.«
»Und was wollt Ihr dann erzählen? Wie Ihr Euer Pferd durchnässt habt vor Angst?«
»Dafür werdet Ihr Euch entschuldigen!«
»Schweigt endlich.«
»Ich bin nicht so alt geworden, um mir von Euch den Mund verbieten zu lassen.«
»Vergesst nicht, ich bin drei Jahre älter«, spottete Mathias. »Und der Ältere ist immer weiser als der Jüngere. Da ich mich persönlich nicht für weise halte, könnt Ihr ungefähr ermessen, wo Ihr steht. Und jetzt Ruhe.«
Bevor Heinrich etwas entgegnen konnte, war Mathias abgestiegen und hatte sich ins Gras gesetzt. Heinrich beobachtete nervös den Scherenschnitt der Kiefern um sie herum und spähte nach dem Mond. Er verbarg sich hinter Schlieren. Hier und da wurde die Wolkendecke von ein paar Sternen unterbrochen. Diese Nacht gefiel ihm nicht. Genau genommen gefiel ihm keine Nacht, sofern er sie nicht im eigenen Bett verbrachte oder in den Armen einer Kurtisane.
Missmutig schaute er hinter sich und kniff die Augen zusammen, um sich zu vergewissern, dass niemand ihnen gefolgt war.
Ein Schatten huschte unter den Bäumen hindurch.
Heinrich fuhr der Schreck so sehr in die Glieder, dass er an sich halten musste, um seinem Pferd nicht die Fersen zu geben. Seine Kehle war plötzlich unangenehm trocken.
»Mathias -«
»Was?«
»Da ist etwas.«
Mathias war im Nu auf den Beinen und spähte in dieselbe Richtung.
»Ich kann nichts erkennen.«
»Aber es war da.«
»Hm. Vielleicht hat Euch der tiefe Wunsch nach Kampf und Heldentaten einen Feind sehen lassen. Manchmal sollen hier auch Hexen -«
»Macht jetzt keine Witze. Da, seht!«
Im Dunkeln tauchten zwei schwach glimmende gelbe Punkte auf und kamen langsam näher. Etwas hob sich kaum wahrnehmbar gegen das dunkle Unterholz ab, noch schwärzer als schwarz, drehte einen massigen Schädel.
Es beobachtete sie.
»Der Teufel«, entsetzte sich Heinrich. Seine Rechte tastete fahrig nach dem Schwertgriff und verfehlte ihn.
»Unsinn.« Mathias hielt die Fackel vor sich und trat einen Schritt auf den Waldrand zu.
»Seid Ihr von Sinnen? Kommt zurück, um Gottes willen.«
Mathias ging in die Hocke, um besser sehen zu können. Die Punkte verschwanden so schnell, wie sie aufgetaucht waren.
»Ein Wolf«, konstatierte er.
»Ein Wolf ?« Heinrich schnappte nach Luft. »Was tun Wölfe so nah bei der Stadt?«
»Sie kommen, um zu jagen«, sagte jemand.
Beide fuhren herum. Dort, wo Mathias gesessen hatte, stand ein hoch gewachsener Mann. Üppiges blondes Haar fiel über seine Schultern und lockte sich fast bis zur Taille. Sein Umhang war schwarz wie die Nacht. Keiner hatte ihn herantreten hören.
Mathias kniff die Augen zusammen.
»Urquhart, vermute ich?«
Der Blonde neigte leicht den Kopf.
Heinrich saß wie zur Salzsäule erstarrt auf seinem Pferd und begaffte den Ankömmling mit offenem Mund. Mathias sah geringschätzig zu ihm hoch.
»Ihr könnt jetzt absteigen, edler Herr und Ritter, reich an Jahren und Todesmut«, höhnte er.
Ein Zucken ging durch Heinrichs Gesichtszüge. Er schloss mit einem Klacken die Kiefer und rutschte mehr aus dem Sattel, als dass er stieg.
»Setzen wir uns«, schlug Mathias vor.
Sie ließen sich ein Stück von den Pferden entfernt nieder. Heinrich fand die Sprache wieder, straffte sich und setzte eine würdige Miene auf.
»Wir hörten Euch nicht kommen«, sagte er nörgelig.
»Natürlich nicht.« Urquhart entblößte zwei makellose Reihen weißschimmernder Zähne. »Ihr hattet genug mit Eurem Wolf zu tun. Wölfe sind schnell zur Stelle, wenn man sie ruft, war Euch das nicht bekannt?«
»Wovon redet Ihr?«, fragte Mathias mit einem Stirnrunzeln. »Niemand ist so verrückt, Wölfe herbeizurufen.«
Urquhart lächelte unergründlich.
»Ihr habt vermutlich Recht. Am Ende war es nur ein Hund, der Euch mehr fürchtete als Ihr ihn. Falls Euch das beruhigt«, fügte er höflich an Heinrich gewandt hinzu.
Heinrich starrte zu Boden und begann, Grashalme auszurupfen.
»Wo ist Euer Pferd?«, forschte Mathias.
»In Reichweite«, sagte Urquhart. »Ich werde es in der Stadt nicht brauchen.«
»Täuscht Euch nicht. Köln ist größer als die meisten Städte.«
»Und ich bin schneller als die meisten Pferde.«
Mathias betrachtete ihn abschätzend. »Soll mir recht sein. Der Graf von Jülich hat mit Euch über den Preis gesprochen?«
Urquhart nickte. »Wilhelm erwähnte tausend Silbermark. Ich halte das für angemessen.«
»Wir erhöhen unser Angebot«, sagte Mathias. »Eure Aufgabe hat sich erweitert. Doppelte Arbeit.«
»Gut. Dreifacher Lohn.«
»Das halte ich für unangemessen.«
»Und ich halte mangelnde Präzisierung für unangemessen. Wir feilschen hier nicht um Handelswaren. Dreifacher Lohn.«
»Seid Ihr das überhaupt wert?«, fragte Heinrich scharf.
Urquhart sah ihn eine Weile an. Seine Mundwinkel zuckten in milder Belustigung. Dann hob er die buschigen Brauen.
»Ja.«
»Also gut«, nickte Mathias. »Dreifacher Lohn.«
»Was?«, begehrte Heinrich auf. »Aber Ihr habt doch eben noch selber -«
»Es bleibt dabei. Besprechen wir die Einzelheiten.«
»Ganz wie Ihr wünscht«, sagte Urquhart.
Kultiviert und höflich, dachte Mathias. Ein seltsamer Bursche. Leise begann er, auf Urquhart einzureden. Sein Gegenüber hörte reglos zu und nickte verschiedene Male.
»Habt Ihr noch Fragen?«, schloss Mathias.
»Nein.«
»Gut.« Mathias stand auf und klopfte sich Gras und Erde von den Kleidern. Er brachte eine Schriftrolle aus seinem Mantel zum Vorschein und reichte sie dem Blonden. »Hier ist ein Empfehlungsschreiben vom Abt der minderen Brüder versus St. Kolumba. Macht Euch nicht die Mühe einer frommen Visite, niemand erwartet Euch dort. Ich glaube zwar nicht, dass man Euch kontrolliert, aber angesichts der Referenzen wird Euch keine Stadtwache den Zugang verwehren.«
Urquhart pfiff leise durch die Zähne. »Ich brauche kein Papier, um reinzukommen. Trotzdem, wie habt Ihr den Abt dazu bringen können, sein Siegel in Euren Dienst zu geben?«
Mathias lachte selbstzufrieden. »Unser gemeinsamer Freund Wilhelm von Jülich ist stolzer Besitzer eines Hofes Unter Spornmacher. Das ist um die Ecke gespuckt, und der Abt der minderen Brüder schuldet ihm verschiedene Gefallen. Wilhelm hat ihm ein paar Kostbarkeiten für die Sakristei überantwortet, wenn Ihr versteht, was ich meine.«
»Ich dachte, die Minoriten seien nach dem Willen des barmherzigen Gottes arm und mittellos.«
»Ja, und darum gehört alles auf ihrem Grund und Boden einzig dem Herrn. Aber solange der's nicht abholt, muss es ja verwaltet werden.«
»Oder gegessen?«
»Und getrunken.«
»Wollt Ihr endlich ein Ende machen?«, zeterte Heinrich gedämpft. »Die Porta hanonis wird Schlag zehn geschlossen. Nichts reizt mich weniger, als die Nacht vor den Toren zu verbringen.«
»Schon gut.« Mathias betrachtete Urquhart. »Entwickelt Euren Plan. Wir treffen uns morgen Abend an St. Ursula um die fünfte Stunde, um alles Weitere zu besprechen. Ich nehme an, Ihr wisst bis dahin für Eure Sicherheit zu sorgen.«
»Macht Euch keine Gedanken«, lächelte Urquhart. Er reckte die Glieder und sah zum Mond auf, der scheu zwischen den Wolken hervorlugte. »Ihr solltet reiten, Eure Zeit wird knapp.«
»Ich sehe Euch ohne Waffen.«
»Wie ich bereits sagte, macht Euch keine Gedanken. Ich pflege meine Waffen zu benutzen, nicht öffentlich auszustellen. Aber sie liegen bereit.« Er zwinkerte Mathias zu. »Ich führe sogar Vellum und Feder mit.«
»Das sind keine Waffen«, bemerkte Mathias.
»Doch. Das geschriebene Wort kann sehr wohl eine Waffe sein. Alles kann eine Waffe sein, wenn man es entsprechend ein
zusetzen weiß.«
»Ihr werdet's wohl wissen.«
»Sicher. Reitet.«
Heinrich wandte sich missmutig ab und stapfte hinüber zu den Pferden. Mathias ging ihm nach. Als er sich noch einmal umdrehte, war Urquhart wie vom Erdboden verschluckt.
»Habt Ihr seine Augen gesehen?«, wisperte Heinrich.
»Was?«
»Urquharts Augen!«
Mathias versuchte, seine Gedanken zu sammeln. »Was ist mit seinen Augen?«
»Sie sind tot.«
Mathias starrte auf die Stelle, an der Urquhart zuletzt gestanden hatte. »Ihr träumt, Heinrich.«
»Augen wie von einem Toten. Er macht mir angst.«
»Mir nicht. Reiten wir.«
Sie ließen die Pferde ausgreifen, so schnell es die Dunkelheit und das Wurzelgewirr im Hag erlaubten. Als sie freies Feld erreichten, schlugen sie den Tieren die Fersen in die Seiten und erreichten die Porta rund zehn Minuten später. Langsam schlossen sich die Torflügel hinter ihnen, als sie in den Schutz der großen Mauer entkamen.
Die Nacht hatte wieder einmal gewonnen.


11. September
Forum feni
Jacop der Fuchs schlenderte über die Märkte und stellte sein Mittagessen zusammen.
Den Beinamen hatte er nicht von ungefähr. Für gewöhnlich leuchtete sein Kopf wie ein Burgfeuer. Klein und schlank von Statur, wäre er niemandem weiter aufgefallen, wenn nicht dieser unbändige Schopf roter Haare nach allen Himmelsrichtungen gegriffen hätte. Jede der drahtigen Strähnen schien einem eigenen Verlauf zu folgen, dessen Hauptmerkmal darin bestand, dass sie ihn mit keiner anderen teilen wollte. Das Ganze als Haartracht zu bezeichnen, war mehr als abwegig. Trotzdem, oder gerade deshalb, übte es auf Frauen den seltsamen Zwang aus, hineinzugreifen und daran herumzuzerren, mit den Fingern hindurchzufahren, als gelte es einen Wettstreit zu gewinnen, wer dem Gestrüpp zumindest ansatzweise so etwas wie Disziplin beizubringen vermochte.

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