Wie ein Funke im Feuer
Leseprobe

Wie ein Funke im Feuer

Eine Lakota und Cheyenne Odyssee. Ein historischer Roman

von Kerstin Groeper

Buch

gebunden (535 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Black Hills um 1790. Tanzt-im-Feuer, ein junger Lakota-Krieger trifft bei einem Erkundungsritt auf ein feindliches Mädchen. Aus Sorge, sie könnte ihr Dorf warnen, schießt sein Bruder einen Pfeil auf die Flüchtende und nur im letzten Moment kann Tanzt-im-Feuer verhindern, dass sein Bruder das Mädchen mit seiner Keule erschlägt. Sie bleibt verletzt zurück und den ganzen Winter über wird Tanzt-im-Feuer in seinen Träumen von der Erinnerung an ihre entsetzten Augen verfolgt. Als sein ungestümer Bruder ihm ausgerechnet dieses Mädchen nach einem Raubzug zum Geschenk macht, ist Tanzt-im-Feuer verwirrt und beschließt, die Gefangene zu ihrem Volk zurückzubringen. Dies erweist sich als schwieriger und gefahrvoller als gedacht. Als er schwer verletzt wird, sucht er den Schutz der Geister, und fleht am Bear Butte um spirituellen Beistand. Fortan wird die Vision der Bärin sein Leben bestimmen.


Pressestimmen:

Kerstin Groeper: Wie ein Funke im Feuer, eine Lakota und Cheyenne Odyssee; Historischer Roman2012, 539 Seiten

Kerstin Groeper kann erzählen, sie kann schreiben, sie kann Personen und Geschichten aufbauen und plastisch mit Worten umreißen, ihnen Leben einhauchen und sie dem Leser ins Herz pflanzen. Das hat sie mit ihren früheren Romanen bewiesen, und das gelingt ihr alles auch mit ihrem neuen Buch.
„Tanzt-im-Feuer“ ist ein jungen Lakota-Krieger, der bei einem Erkundungsritt auf ein Mädchen eines feindlichen Stammes trifft. Aus Sorge, daß sie ihr Dorf warnen könnte, schießt sein Bruder einen Pfeil auf sie. Nur im letzten Moment kann „Tanzt-im-Feuer“ verhindern, daß sein Bruder das Mädchen erschlägt. Sie bleibt verletzt zurück, und „Tanzt-im-Feuer“ wird den ganzen Winter über in Gedanken und Träumen von dem Mädchen verfolgt.
Ausgerechnet diese Frau macht ihm sein Bruder nach einem Raubzug zum Geschenk. „Tanz-im-Feuer“ beschließt, die gefangene zu ihrem Volk zurückzubringen. Aber das erweist sich als schwieriger und gefahrvoller als gedacht. Als er schwer verletzt wird, sucht er den Schutz der Geister und fleht am Bear Butte um spirituellen Beistand. Fortan wird die Vision der Bärin sein Leben bestimmen.
Diese Erzählung, die weitaus komplexer ist als diese kurze Beschreibung, führt den Leser zurück in die frühe Zeit auf den Prärien, als die weiße Eroberung noch nicht eingesetzt hatte und die Stämme noch unter sich waren und das weite, von Büffeln reich gefüllte Land, teilten. Die Black Hills, noch immer ein atemberaubend schönes Land, gehörte vor dem Jahr 1800 uneingeschränkt den hier lebenden Stämmen, und aus den Schilderungen Groepers wird deutlich, warum gerade dieses Gebiet für die indianischen Völker eine heilige Aura bekam. Es war die Zeit, als erste Pelzhändler den Kontakt mit den Indianervölkern im Westen suchten.
Kerstin Groeper läßt den Leser teilhaben am indianischen Alltagsleben, an Freud und Leid, und an menschlichen Empfinden, die sie überzeugend und mit emotionaler Stärke vermittelt. Es gelingt ihr, menschliche Höhen und Tiefen glaubwürdig zu vermitteln, und sie erweckt eine lange vergangene Zeit und ein kulturelles Konzept zum Leben, das einst die Plains und Prärien dominierte und die Menschen eng mit ihrem Land verband. Ein großer Indianerroman, wie es sie leider viel zu selten gibt. Zudem handwerklich vorbildlich verarbeitet. Dietmar Kuegler, Magazin für Amerikanistik 2/2012

Produktdetails

ISBN-10: 3-941485-13-X
EAN: 9783941485136
Erschienen: 31.01.2012
Verlag: Traumfänger Verlag GmbH
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 535
Länge/Breite: 220mm/145mm
Gewicht: 600 g
Altersempfehlung: 16 - 99
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Kerstin Groeper

Kerstin Groeper, als Tochter des Schriftstellers Klaus Gröper in Berlin geboren. Sie studierte Sozialpädagogik und setzte sich für verschiedene soziale Projekte ein. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Einsatz gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern endeckte sie ihre Liebe zur indianischen Kultur. Sie spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und ist aktives Mitglied einer Vereinigung, die sich der Unterstützung zum Fortbestehen der Sprache der Teton-Sioux widmet. In Deutschland führt sie Fachvorträge und Seminare zum Thema 'Kultur der Indianer' durch, unter anderem als Gastdozentin in der Fachakademie in München. Kerstin Groeper arbeitet als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt Artikel zum Thema Indianer u.a. für das renommierte Magazin für Amerikanistik. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München.

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Kundenrezensionen

  • Detailreich, tiefgängig - einfach toll! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin1975, am 22.04.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Buchinhalt:

    Die beiden jungen Lakota-Krieger Tanzt-im-Feuer und Taschunka-ayuchtata stolpern auf einem Erkundungsritt über ein junges Cheyenne-Mädchen, Taischée, das im Wald Kräuter sammelt. Während Tanzt-im-Feuer besonnen reagiert, will sein ungestümer Bruder das Mädchen töten, damit es ihr Dorf nicht warnen kann. Tanzt-im-Feuer verhindert dies und verschont ihr Leben, das fortan mit seinem untrennbar verknüpft zu sein scheint. Tag und Nacht denkt er an das fremde Mädchen – sie geht ihm aus dem Kopf. Doch auch Taischée denkt immer wieder an den fremden Mann.
    Taschunka-ayuchtata führt im nächsten Frühjahr schließlich einen Raubzug gegen die Cheyenne und kidnappt Taischée, um sie seinem Bruder zu schenken, der nur noch grübelt. Tanzt-im-Feuer erkennt jedoch die Furcht in den Augen des Mädchens und verspricht, sie zu ihrem Volk zurück zu bringen.
    Es beginnt eine Odyssee durch die Great Plains, als er zusammen mit Taischée und seinem Bruder sein Vorhaben umsetzen will. Die Indianerstämme sind fortgezogen und für die kleine Gruppe wird die Reise bald zum Überlebenskampf. Doch Tanzt-im-Feuer und Taischée kommen sich auch näher und werden ein Paar. Ist das Glück der beiden auf Dauer? Denn schon bald geraten sie in einen Kampf mit feindlichen Stämmen und auch ihr eigenes Volk scheint vom Erdboden verschluckt….


    Persönlicher Eindruck:

    Detailreich und einfühlsam beschreibt die Autorin das Leben der Ureinwohner Amerikas in einer Zeit, in der der „weiße Mann“ noch eine Randerscheinung war und riesige Büffelherden durch die Weiten der Prärie zogen.
    Charaktere mit Tiefgang und nachvollziehbare und sympathische Protagonisten begleitet man als Leser durch die Jahreszeiten; mal lernt die Indianer kennen, als das, was sie wirklich sind: ein stolzes Volk, das im Einklang mit der Natur und den Geistern lebt, das Liebe und Geburt, das Leben und Tod als naturgegebenen Kreislauf betrachtet, was dem Roman eine einzigartige Authentizität verleiht.
    Schnell identifiziert man sich mit Tanzt-im-Feuer und Taischée und lernt Sitten und Bräuche der verschiedenen Stämme kennen, liebt und leidet mit ihnen und fühlt die Gastfreundschaft und Ehrlichkeit jenes Volkes, Charakterzüge, die dem „weißen Mann“ oft verloren gegangen sind.
    Riten und Alltag werden in ansprechender, einfühlsamer Art und Weise beschrieben und man darf Teil eines großen Ganzen sein. Besonders beeindruckt hat mich der Schluß, der einerseits tieftraurig, andererseits voller Hoffnung war; der Bogen des Lebens, der sich über das ganze Buch spannt, von Taischée als jungem Mädchen bis hin zur Frau eines Kriegers und Mutter mehrerer Kinder.
    Der Roman enthält neben beeindruckendem Detailwissen der indianischen Kultur auch zahlreiche erotische Szenen, die sich keinesfalls aufdringlich in die Geschichte einfügen. Man liebt und leidet, lacht und feiert mit den Protagonisten und leider verfliegen die gut 500 Seiten im Nu – ich hätte gerne noch viel weiter gelesen.
    Ein großartiger Roman, der seinesgleichen sucht: einfühlsam, bewegend, mitreißend. Volle Punktzahl!

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Taischeé wurde unsanft vom Pony gezogen und der plötzliche Druck auf ihre Beine, als sie den Boden berührten, ließ wieder die pulsierenden Wellen der Agonie durch ihren Körper jagen. Nur die Hände, die sie rechts und links unter den Armen gepackt hatten, verhinderten, dass sie in den Staub fiel. Fremde Menschen und Gesichter drehten sich im Kreis, als sie schwankend vorwärts gezogen wurde. Sie pfiff zwischen den Zähnen hindurch, während sie den Schweiß aus ihren Augen blinzelte. Dann blieb ihr Blick auf einem Gesicht hängen, das sich langsam aus der Menge löste. Da waren sie wieder! Die Augen, die so sorgenvoll auf sie geblickt hatten! Nur jetzt waren sie vor Wut zusammengekniffen, der ganze Mann, der mit schnellen Schritten auf sie kam, bebte vor Zorn. Mit heftigen Gesten schrie er auf sie ein, seine Stimme hatte nichts Sanftes mehr in ihrem Ausdruck. Taischeé war so entsetzt, dass sie ihre Schmerzen vergaß. All die Zeit, in der sie vielleicht auf sein Mitleid gehofft hatte, war vergebens gewesen. Hier gab es keine Hilfe! Sie war diesen Menschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Ihre Beine knickten weg und ihr Körper erschlaffte in den Händen ihrer Peiniger

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