Die Liebe der Väter

Die Liebe der Väter

Roman

von Thomas Hettche

Buch

gebunden (223 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Die berührende Geschichte eines Vaters, der um seine Tochter kämpft.

Peter hat eine Tochter, aber das Sorgerecht für sie hat er nicht. Annika war zwei, als er und ihre Mutter sich trennten. Seitdem gerät jede elterliche Absprache zum Machtkampf um die inzwischen dreizehnjährige Annika. Ein Silvesterurlaub auf Sylt wird für Vater und Tochter zur entscheidenden Probe auf ihre Liebe.
Die Reise auf die Insel ist für den Verlagsvertreter Peter auch eine Rückkehr in Landschaften der Vergangenheit. Hier hat er die Sommer seiner Kindheit verbracht, als seine Mutter in einer Buchhandlung in Kampen arbeitete. Die Spaziergänge am Strand, die alte Kirche von Keitum, der Leuchtturm rufen Erinnerungen in ihm wach. Zum ersten Mal versucht er, seiner Tochter von sich zu erzählen. Er begegnet Susanne wieder, einer Freundin aus der Schulzeit, mittlerweile verheiratet und Mutter zweier Kinder. Und er muss erleben, dass er auf die Väter der scheinbar heilen Familien, die diese Ferien zusammen verbringen, wie ein Menetekel wirkt.
Es ist die Zeit zwischen den Jahren, die Rauhnächte, in denen Tiere sprechen können und die Tore der Geisterwelt offen stehen. "Die Wilde Jagd" tobt um das Ferienhaus auf der Düne, ein Wintersturm. Und in der Silvesternacht, zusammen mit Freunden im "Sansibar", steht plötzlich Peters gesamte Existenz auf dem Spiel. Atemlos folgt man seiner Stimme, die erzählt, was ihm geschieht - gegenwärtig, distanzlos, unmittelbar.
Dieser Roman über die Schwierigkeit, heute Vater zu sein, ist Thomas Hettches persönlichstes Buch. Meisterhaft gelingt es ihm, die Atmosphäre des winterlichen Sylt mit einem Familiendrama zu verbinden, in dem es um die eigene Vergangenheit geht, die persönliche Integrität und eine gemeinsame Zukunft.

Produktdetails

ISBN-10: 3-462-04187-8
EAN: 9783462041873
Erschienen: 19.08.2010
Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 223
Gewicht: 300 g
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Thomas Hettche

Thomas Hettche wurde 1964 geboren. Er studierte Germanistik und Philosophie und lebt in Frankfurt am Main. Bisher veröffentlichte er u. a. Ludwig muß sterben, Inkubation, NOX, den Venedig-Essay Animationen (1999) und zusammen mit Jana Hensel die Internet-Anthologie NULL (2000). Thomas Hettche war fünf Jahre Jury-Mitglied beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Er wurde u. a. mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet.§

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Kundenrezensionen

  • Die Liebe der Väter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anke Hackler, am 05.12.2010

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    Verlagsvertreter Peter macht mit seiner Tochter Annika Silvesterurlaub auf Sylt. Annika ist dreizehn und es ist ihr erster Urlaub mit ihrem Vater, denn das Sorgerecht hat die Mutter.
    Thomas Hettche beschreibt dieses aktuelle Thema sehr realistisch und schnörkellos.
    Ein tolles und bewegendes Buch!

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  • Problematische Vater Tochter Beziehung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Uta Braun, am 25.10.2010

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    Als Mutter von 2, mittlerweile erwachsenen, Söhnen, kann ich mich noch sehr gut an die, wenn man es so banal ausdrücken darf, doch manchmal etwas schwierige Zeit der Pubertät erinnern.
    Wie viel komplizierter muss es sein, wenn Vater und Tochter, seid das Kind 2 Jahre ist, sich nur noch hin und wieder sehen und oftmals erbitterte Machtkämpfe zwischen Mutter und Vater voraus gehen?
    Beide vermissen die Vertrautheit, die dieses Gefühl des „Zu-Besuch-Sein“ überwiegen lässt.
    Thomas Hettche vermag das auf beeindruckende, einfühlsame Art und Weise zu erzählen. Und doch ist sein Roman vielschichtiger.
    Menschliche Werte kommen auf den Prüfstand. Vermeintliche Freunde maßen sich Urteile an, zeigen, wie ich finde, verdammt egoistische Züge.
    Ich kann das Buch bedingungslos empfehlen. Mich hat es mal wieder sensibilisiert, die Augen über den eigenen Tellerrand zu heben und ein Stück Voreingenommenheit abzulegen.

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  • streitbarer Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Irene Hantsche, am 20.10.2010

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    Zum Jahreswechsel verbringen Peter und seine von ihm getrennt lebende Tochter Annika ein paar Tage gemeinsam. Doch die Annäherung der beiden Protagonisten ist schwierig. Denn trotz zahlreicher, aber hilflos wirkenden Bemühungen bleiben sich Vater und Tochter fremd.
    Wie so viele gute Bücher ist „Die Liebe der Väter“ keine glatt erzählte Geschichte. Hier geht es durchaus kontrovers um die Stärkung der Vaterrechte, die sich in den aktuellen politischen Kontext einfügen. Schade aber ist, dass die Betrachtungsweise des Vaters wehleidig und einseitig bleibt. Peter ist Verlagsvertreter, und so muss die Frage gestattet sein, wie sich bei seinen vielen Reisen Arbeit und die Betreuung der Minderjährigen hätte gestalten können. Zu gern hätte man auch gewusst, wie die Mutter der 13-Jährigen die Situation betrachtet.
    Die Stärke von Thomas Hetteche liegt vor allem in seiner genauen Beobachtungsgabe. So zeichnet er in sprachlich geschliffenen Sätzen sehr eindrucksvoll ein Bild der heute heranwachsenden Generation.

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  • Das Leiden der Väter und Kinder Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maria Kranke, am 17.10.2010

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    Peter verbringt Sylvester zusammen mit seiner dreizehnjährigen Tochter auf der Insel Sylt. Dieser Aufenthalt wird zum Rückblick, denn Peter muß erkennen, dass sein Kind, dass er so liebt, ihm doch so fremd ist. Seine Tochter wuchs allein bei der Mutter auf und er konnte dieses Aufwachsen nicht miterleben und begleiten.
    Thomas Hettche hat ein wunderschönes Buch in ganz leisen Tönen geschrieben. Mich hat es sehr berührt, weil dieses Thema Alltag ist und so unlösbar scheint. Nicht nur die Väter leiden unter dieser Situation, sondern ihre Kinder ebenso.

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  • Väter ohne Sorgerecht - aber voller Sorge Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katja Burke, am 12.09.2010

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    Die Liebe der Väter ist eine sehr leise und ruhig erzählte Geschichte, die in der verzweifelten Liebe eines Vaters impulsartig laut wird, deren Lautstärke aber gleich darauf wieder wie eine Welle verschwindet.
    Peter kämpft um die Liebe seiner Tochter, die, pubertierend, ihn noch mehr fern von sich zu halten versucht, als er ihr eh immer war. Wie kann er an sie heran kommen, bevor sie erwachsen wird? Wie kann er sie vor der Überforderung ihrer Mutter schützen; vor ihren Fehlentscheidungen, begründet auf dem verletzten Stolz und den mangelnden Möglichkeiten ihr Leben zu führen abseits des Mutterdaseins?
    Ein hochaktuelles Thema, endlich nicht aus der Sicht der alleinerziehenden Mutter, sondern aus der Sicht des sorgerechtslosen Vaters - aber das Recht, sich zu sorgen, hat er doch.
    Sehr gut umgesetzt und zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

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  • Für alle Väter und Sylt-Liebhaber Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgitt Schweren-Wolters, am 12.08.2010

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    ist dieser kleine Roman ein Muß in diesem Bücherherbst. Während eines Silvesterurlaubs auf Sylt lernt der Verlagsvertreter Peter seine dreizehnjährige pubertierende Tocher Annika, die bei der Mutter lebt, so richtig kennen. Aus Peters Sicht erfahren wir die dramatische Situation eines Vaters, der nach der Trennung von der Kindsmutter ohne Sorgerecht dasteht und um die Liebe seiner Tochter kämpft. Aber auch in der Lebensgeschichte der befreundeten Paare mit ihren Kindern, die mit ihnen diesen Urlaub verbringen, tun sich Nebenkriegsschauplätze auf. Eine im Affekt und totaler Hilflosigkeit verabreichte Ohrfeige für die Tochter bringt die Situation zur Eskalation und das Toben und Brausen der stürmischen See läßt uns dieses Buch fast atemlos lesen!

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  • Die Liebe der Väter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Christian Rößner, am 31.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch widmet sich einem Thema, das über lange Jahre kein Thema war: das Schicksal von sogenannten „verwaisten Vätern“ - Vätern, die von ihren Kindern getrennt leben und Kinder, die bewusst oder unbewusst von den Müttern ihren Vätern vorenthalten werden. Diesem Gegenstand nimmt sich Thomas Hettche in seinem neuen Roman auf sehr sensible und äußerst einfühlsame Weise an, ohne dabei auf irgendeine Weise lamoryant zu sein. Die Story um den Verlagsvertreter Peter, der mit seiner dreizehnjährigen Tochter Annika Sylvester auf Sylt verbringt, ist eine ergreifende Geschichte um eine Vater-Tochter-Beziehung, die immer wieder auf eine harte Probe gestellt wird. Denn trotz ihrer leiblichen Verwandtschaft kennen sich die beiden kaum. Peter musste oft genug um den Kontakt zu seiner Tochter kämpfen und auch Annika, die gerade in der Pubertät steckt, hat es mit ihrem Vater nicht immer leicht. Vor der großen Kulisse der stürmischen Nordsee entwickelt sich eine packende, spannende und überwältigend schöne Geschichte, die für mich einen Höhepunkt des Buchjahres 2010 darstellt. Unbedingt lesen!

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