Ein liebender Mann

Ein liebender Mann

Roman

von Martin Walser

Buch

gebunden (284 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der 73-jährige Goethe - Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft - liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 1823 in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe'sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen. "Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts." Aber sein Alter holt ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen. Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Goethe, mal hoffend, mal verzweifelnd, schreibt die "Marienbader Elegie". Zurück in Weimar, lässt ihn die eifersüchtige Schwiegertochter Ottilie nicht mehr aus den Augen. Martin Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend und zart. Die Glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen und ihres Ausdrucks - das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne Beispiel.

Produktdetails

ISBN-10: 3-498-07363-X
EAN: 9783498073633
Erschienen: 29.02.2008
Verlag: Rowohlt Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 284
Gewicht: 393 g
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Martin Walser

Martin Walser, 1927 in Wasserburg (Bodensee) geboren, lebt heute in Nußdorf (Bodensee). 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1998 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

  • Walser und Goethe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Asti, am 27.10.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein grandioses Meisterwerk von Walser! Brillant erzählt er die Liebesgeschichte des alternden Goethe, der sich in die 19jährige Ulrike verliebt. In unglaublich zarter Sprache wird das Buhlen des alten Mannes um das junge Mädchen erzählt, die Geschichte einer Liebe, die unter ungleichen Voraussetzungen ganz langsam und wunderbar romantisch beginnt und dennoch ein tragisches Ende nimmt

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  • Ein liebender Mann - ein schreibender Mann Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Buechermaxe, am 10.09.2008

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Martin Walser bleibt seinem Altersthema treu. Der vermeintliche Nationaldichter übt sich weiterhin in literarischer Einsilbigkeit und zeigt, dass ihm nicht mehr einfällt, als er schon (fast) immer getan hat: die senile Liebe zu den zu jungen Frauen literarisch zu fassen.

    Doch diesmal nimmt er sich eines fast per se schon literarischen Themas an: Der Altersliebe des Nationaldichters Goethe. Mir scheint, dass er dabei zu hoch ausgreift und zu tief ansetzt: sprachlich wie bildlich. Ich hätte Walser mehr literarische Größe zugetraut. Aber sein Buch bleibt im Mainstream dessen zurück, was man von ihm kennt. Daher ist dieses Buch aus meiner Sicht nicht bemerkenswerter als all die anderen, die er in fast schon larmoyant bissiger Regelmäßigkeit von sich gibt. Ich hätte Martin Walser größeren literarischen Charakter zugetraut, vor allem nach seinem formidablen Buch "Das geschundene Tier", das mir sehr gefiel. Er bleibt aus meiner Sicht hinter seiner ihm möglichen Form zurück.

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  • Große Männer, Große Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.03.2008

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Da hat sich Martin Walser ein großes Ziel gesetzt: Niemanden geringeren als Johann Wolfgang von Goethe lässt er in seinem Roman wieder aufleben. Genauer gesagt: Goethes "Marienbader" Liebe zu Ulrike von Levetzow.

    Jahrzehnte liegen zwischen dem Dichterfürsten und der jungen Frau. Wie war das damals wirklich? Gab es den Heiratsantrag? Was wurde aus dieser "unmöglichen" Liebe?

    Walser beschreibt zart und bewegend.

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