Emilia Galotti. Reclam Universal-Bibliothek,  Band 45

Emilia Galotti. Reclam Universal-Bibliothek, Band 45

Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen

von Gotthold Ephraim Lessing

Buch

Taschenbuch (79 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Mit dem 1772 erschienenen und uraufgeführten Drama 'Emilia Galotti' schuf Gotthold Ephraim Lessing eines der bedeutendsten Beispiele für die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels. Das Stück, das zu den Schlüsselwerken der Aufklärung und Empfindsamkeit gehört sowie als eines der ersten politischen Dramen der deutschen Literatur gilt, übt scharfe Kritik an der Willkürherrschaft des Adels. Dieser Macht kann das Bürgertums nur seine höhere Moral entgegensetzen. Die geplante Hochzeit der bürgerlichen Emilia Galotti mit dem ehrenhaften Grafen Appiani wird von Hettore Gonzaga, dem regierenden Prinzen von Guastalla, hintertrieben; nicht nur für Emilia endet die Intrige schließlich tödlich. In 'Emilia Galotti' verzichtete Lessing -anders als noch in 'Miss Sara Sampson' - auf allzu viel Emotionen und rührselige Elemente. Nachdenklich, nicht (nur) gerührt, soll das Publikum das Theater verlassen.

Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Jan-Dirk Müller.

Produktdetails

Verkaufsrang: 580
ISBN-10: 3-15-000045-9
EAN: 9783150000458
Erschienen: 1986
Verlag: Philipp Reclam Jun.
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 79
Gewicht: 60 g
Reihe: Reclam Universal-Bibliothek
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Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing kam am 22. Januar 1729 in Kamenz/Oberlausitz als Pfarrerssohn und drittes von zwölf Kindern zur Welt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theologie, wandte sich aber bald den philologischen Fächern zu. Der Schriftsteller arbeitete als Dramaturg für das Hamburger Nationaltheater und verfasste zahlreiche berühmte Werke. Privat hatte Lessing 1777/78 sowohl den Tod seines Sohnes als auch den seiner Frau zu verkraften. Er starb am 15. Februar 1781 vereinsamt in Braunschweig. Die Uraufführung seines "Nathan" im Jahr 1783 erlebte er nicht mehr. Als bedeutendster Dichter, Denker und Kritiker der Aufklärung, dessen Genialität sogar Goethe bewunderte, gilt er heute als erster moderner Autor Deutschlands.

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Kundenrezensionen

  • Drama um die Ehre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anna Stiefel, am 21.01.2012

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    Emilia, die ehrenhafte Tochter eines angesehenen Herrn, soll den Grafen Appiani heiraten, doch der Prinz hat ein Auge auf sie geworfen und dessen Freund hat intrigante Ideen, um dem Prinzen zu helfen, seine Angebetete zu bekommen.
    Ein Drama aus der Zeit der Aufklärung, das zum ersten Mal den Leser über gut und schlecht entscheiden lässt. Auch ohne Schulzwang nett für zwischendurch.

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  • „Vorgängerwerk“ zu „Kabale und Liebe“ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jakob B., am 08.12.2011

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    Die bürgerliche Emilia sollte eigentlich den edlen Grafen Appiani heiraten, doch Hettore Gonzaga, der Prinz des absolutistischen Staates Guastalla, hat sich in sie verliebt, lässt von seinem Kammerherren den Grafen ermorden und anschließend Emilia auf sein Schloss bringen. Diese tugendhafte junge Frau fürchtet sich aber davor, dass sie von Hettore verführt wird und lässt sich deshalb von ihrem Vater erdolchen.
    Lessing, der bedeutendste Schriftsteller der Aufklärung, kritisiert damit den menschenverachtenden Hof, insbesondere den Intrigenreichtum und „lobt“ die hohe Moralität des Bürgertums. „Emilia Galotti“ gilt als ein Musterbeispiel für ein „bürgerliches Trauerspiel“ und hat auch Schiller für „Kabale und Liebe“ inspiriert. Typisch für die Epoche „Aufklärung“ ist hier einmal die Einhaltung der „drei Einheiten“, die Kritik am verkommenen Adel und die Darstellung des Bürgertums als moralisch und tugendhaft.

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  • Sehr empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Vanessa Petschat, am 27.04.2011

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    Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla, ist nach einem Gemälde des Malers Conti besessen darauf, Emilia zu seiner Gemahlin zu nehmen, welche jedoch bereits dem Grafen Appiani versprochen ist. Der Prinz lässt seine Macht spielen und beauftragt seinen Kammerherrn Marinelli damit die Vermählung mit allen Mitteln zu verhindern und gibt ihm freie Hand, was jedoch tödliche Folgen für den Grafen hat.
    Nicht nur als Schullektüre empfehlenswert, sondern für jeden der die Aufklärungszeit kennen und lieben gelernt hat.

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  • Toll Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.04.2011

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    Ich finde das Buch total schön und echt einfach zu lesen. Ich mag den Stil in dem Lessing schreibt. Wirklich empfehlenswert!

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  • Gutes Buch für den Unterricht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.04.2011

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    hallo,

    lesen das buch im unterricht
    unser lehrer hat es uns empfolen und bin ich der meinung, dass es auf alle fälle zu empfehlen ist !!

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  • Emilia Galotti Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Zitronenblau, am 18.04.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Standardwerk von Lessing. Hierzu kann ich nur fragen: Was ist ästhetischer? Eine Rose zerbrechen, bevor sie verwelkt oder sie welken lassen?

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  • tragische Gerechtigkeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.02.2007

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    Der bürgerlichen Schönheit Emilia Galotti gelingt durch die Entsagung vom Leben die Rückeroberung ihrer vom Vater unterdrückten Individualität und somit ihre Eigenständigkeit als Frau und Tochter in einer Zeit herrschender Ständeordnung. Sie selbst verkörpert Rechtschaffenheit und Zivilcourage und wird folglich zum Sinnbild für Wahrheit. Während die ehrenwerten Herren und Damen von Rang ein Netz aus List und Hinterhalt, Lüge und Betrug spinnen, wandeln sich ihre prestigeträchtigen Eigenschaften zu tückischen und falschen. Die unglückliche Liebe des Prinzen zu Emilia machte ihn blind und seine Taten gleichzeitig unberechenbar, welche unaufhaltsam den Tod seiner Angebeteten heraufbeschworen und ihm sein unbefriedigtes Gefühl nur auf tragische Weise zu ernüchtern vermochten.

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  • klassisches bürgerliches Trauerspiel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von LongGoneBy, am 02.08.2006

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das zentrale Thema ist hier der Konflikt zwischen Emilia Galottis Über-Ich ( den bürgerlichen Tugenden und Iealen des Vaters) und ihrem Es ( der Triebhaftigkeit des Menschen). Das Bedürfnis nach Erfüllung von individuellen Wünschen sowie die Erfahrung der eigenen Sinnlichkeit sind für Emilia unvereinbar mit den bürgerlichen/ väterlichen Tugenden. Deshalb bleibt Emilia als einziger Ausweg der Tod.
    Dieser zeigt auch wunderbar Emilias innere Stärke, sie handelt selbstständig und entzieht sich der Macht des Adels/des Prinzens.
    Somit ist Lessing hier ein unvergleichbares Drama gelungen, welches ein klares Bild des Bürgertumsn (tugendhaft) und des Adels (unmoralisch) entwirft. Emilia Galotti ist mehr als nur langweilige Schullektüre.

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  • Emilia Galotti - Eine Powerfrau des Mittelalters Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von José, am 06.12.2005

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Bühnenstück "Emilia Galotti" von Gotthold E. Lessing wird sehr oft als Schullektüre genutzt. Das Drama handelt von dem tragischen Tod der Emilia Galotti, welche durch die Hand ihres Vaters stirbt, der sie vor der Heirat mit dem machtbesessenen Prinzen bewahren möchte. Um die Liebe Emilias zu erzwingen, lässt der Prinz zuvor ihren Verlobten töten. Dem Leser wird allerdings nur schwer klar wieso Emilia sich von ihren Vater erdolchen lassen will. Wer allerdings in der Geschichte etwas bewandert ist, dem wird schnell klar wieso. Der Pringende Punkt sind die Gesellschaftsklassen. Ich selbst fand das Bühnenstück allerdings sehr langweilig, was aber mehr daran lag, dass ich mich selbst nicht so gut in die Zeit versetzten konnte.

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  • Emilia Galotti- leider keine Powerfrau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Das Bühnenstück "Emilia Galotti" von Gotthold E. Lessing wird sehr oft als Schullektüre genutzt. Das Drama handelt von dem tragischen Tod der Emilia Galotti, welche durch die Hand ihres Vaters stirbt, der sie vor der Heirat mit dem machtbesessenen Prinzen bewahren möchte. Um die Liebe Emilias zu erzwingen, lässt der Prinz zuvor ihren Verlobten töten.
    Dem Leser wird schnell klar, dass sich wahre Liebe nicht durch Intrigen und Macht erzwingen lässt.
    Wer jedoch in der Hauptperson Emilia ein starkes Frauenbild erwartet, wird enttäuscht. Denn anders als erhofft,fügt sich Emilia ihrem Schicksal und verkörpert eher eine passive Frau, die von anderen abhängig ist. Auch ist es heute unvorstellbar, seine eigene Tochter zu erdolchen, obwohl sie gänzlich unschuldig ist, eher würde der Leser erwarten, dass der Vater sich an dem Prinzen rächt.

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  • Zu empfehlen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Als Kommentar zur vorherigen Beurteilung: Es hat ja einen bestimmten Sinn, dass Emilia eher passiv dargestellt wird, und keine starke Frau verkörpert. Man sollte auch die Epoche, nämlich die der Aufklärung, beachten, zu welcher dieses Drama geschrieben wurde!!

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