1984. Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy,  Band 8213

1984. Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy, Band 8213

Roman. Mit e. Vorw. v. Thomas M. Disch

von George Orwell

Buch

Taschenbuch (392 Seiten)

4. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst.Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.


Produktdetails

Verkaufsrang: 12.203
ISBN-10: 3-453-16421-0
EAN: 9783453164215
Originaltitel: Nineteen Eighty-Four
Erschienen: 01.08.2002
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 4. Auflage
Seitenzahl: 392
Gewicht: 264 g
Übersetzer: Michael Walter
Reihe: Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy
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George Orwell

George Orwell, geb. 1903 im indischen Motihari, wurde im renommierten Eton College erzogen. Er war Polizeioffizier in Burma, diesen Dienst gab er aber 1927 aus Protest gegen die britischen Kolonialherren auf. Danach schlug sich Orwell als Tellerwäscher, Lehrer, Buchhändler, Reporter in Paris und London. Als Freiwilliger kämpfte er auf Seiten der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg. Veröffentlichungen von Sozialreportagen, Erlebnisberichten, politischen und literarischen Essays, Romanen sowie der klassischen Revolutionsfabel "Farm der Tiere". Er starb 1950.

Michael Walter

Michael Walter, übersetzte u. a. Stevenson,Melville, Woolf, McEwan, Irving, Gibbon, Barnes und Lewis Carroll. Seine Übersetzungdes Tristram Shandy war ein Meilenstein der Übersetzerzunft. Er wurde dafür mit zahlreichen Übersetzerpreisen und -stipendien ausgezeichnet, darunterder Johann-Heinrich-Voß-Preis, der Ledig-Rowohlt-Preis, der Johann-Friedrich-von-Cotta- und der Helmut-M.-Braem-Preis.

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Kundenrezensionen

  • Big Brother is watching you Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike Seine, am 18.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch führt zurück in eine Zeit als Science Fiction Bücher noch keine Verkaufsschlager waren. Orwells`s Buch jagte mir Ende der 70iger Jahre einen Schauer über den Rücken und ich glaubte nicht daran, wie vieles sich im Sinne seiner Fiktionen entwickeln würde. Ein düsteres, beklemmendes Buch mit einem Schimmer Hoffnung, Gesellschaft als Entwicklungsmodell der besonderen Art. Auch Sie sollten es lesen!

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  • Ein Klassiker des Science Fiction Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Philipp Schlosser, am 02.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mitlerweile kennt nahezu jeder Orwell, doch muss ich es an dieser Stelle nochmal erwähnen: Das Buch ist wirklich FANTASTISCH. Die Welt der drei großen Staaten wie Orwell sie beschreibt ist so düster, so hoffnungslos und so manipulierend, dass man wirklich Mitleid mit dem Protagonisten entwickelt. DAS Werk überhaupt zum Thema geistige Manipilation, und eine Kritik an jeder Staatsform. Lesen ist Pflicht...und das Ende ist legendär. Also immer daran denken: Der große Bruder sieht dich!

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  • Grandios Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von thomas, am 09.01.2006

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein unglaubliches Buch! Es ist wohl nicht umsonst eines der berühmtesten Bücher überhaupt! Orwell erschafft eine sehr düstere Utopie, die einen komplett in seinen Bann zieht! ABSOLUT EMPFEHLENSWERT

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  • der gläserne Mensch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mario Pf., am 04.01.2006

    2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist ein oft zitierter Klassiker, auf den selbst in politischen Debatten des Öfteren angespielt wird. 1984 beschäftigt sich vor allem mit politischen Themen, wie Diktatur, persönlichen Freiheiten, Nationalsozialismus, geschichtlicher Manipulation, dem Einfluss des Staates auf Medien, Zensur, ständige Überwachung und Eingriffen in die Privatsphäre. Selbst in der heutigen Zeit haben diese Themen noch eine hohe Aktualität und vor allem die Diskussionen über Datenschutz und justizlich genehmigte Überwachung greifen auf den so genannten „gläsernen Menschen" zurück.

    Im Mittelpunkt von 1984 steht das Mitglied der inneren Partei Winston, ein Mann Mitte dreißig. Es ist eine düstere Welt in die uns George Orwell hier entführt. Eine Welt ohne große Hoffnungen, die Welt des großen Bruders, von dem es keine Beweise gibt, dass er wirklich existiert. Winston führt ein Leben in der ständigen Gewissheit selbst bei der geringsten kritischen Äußerung sofort bestraft zu werden. Keiner ahnt wie weit Winston bereit ist zu gehen, sofern sich ihm die Möglichkeit bietet. Es beginnt ganz unscheinbar mit einem Tagebuch und endet schließlich in einem der schlimmsten Verbrechen, die ein Mensch in der Welt des großen Bruders begehen kann, einem Gedankenverbrechen. Auf dem Weg dorthin begegnet er einem Mädchen namens Julia, welches er zunächst für seine schlimmste Feindin hält. Doch eine zufällige Begegnung bringt die beiden näher zusammen und lässt sie schließlich sogar ein paar werden, doch das Glück der beiden wehrt nicht lange, denn auch das ist ein Verbrechen. Schlussendlich führt sie die Geschichte in das Ministerium der Liebe, in Neusprache Minilieb genannt. Wo die finale Auseinandersetzung, das Brechen stattfindet.

    Ein Buch das jede Empfehlung wert ist. Jeder der sich schon immer mal dafür interessiert hat, was es mit dem gläsernen Menschen und dem großen Bruder oder Big Brother auf sich hat, der sollte sich hier einlesen. Für anspruchsvolle kritische Unterhaltung ist gesorgt.

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