Bartimäus 02. Das Auge des Golem

Band 2

von Jonathan Stroud

Buch

gebunden (669 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Bartimäus ist wieder da!


"Klar habe ich damit gerechnet, dass mich eines Tages wieder irgendein Schwachkopf mit spitzem Hut beschwört, aber doch nicht derselbe wie beim letzten Mal!"


Zwei Jahre und acht Monate ist es her, seit sich die Wege von Bartimäus und Nathanael zuletzt gekreuzt haben. Der ehrgeizige Nathanael hat inzwischen Karriere im Zaubereiministerium gemacht und soll Informationen über den »Widerstand« beschaffen: Eine Gruppe nichtmagischer Gewöhnlicher stiehlt immer wieder magische Gegenstände und setzt sie für Anschläge gegen die Zauberer ein. Zur Widerstandsbewegung gehört auch die 15-jährige Kitty, die mit einer seltenen Gabe geboren wurde: außergewöhnlicher Abwehrkraft gegen Magie! Als eines Nachts eine ganze Reihe Luxusgeschäfte für Magier bei einem Anschlag zerstört wird, erhält Nathanael den Auftrag, die Widerständler dingfest zu machen. Er weiß, dass dies seine große Bewährungsprobe sein wird ... Und er setzt alles daran, Kitty und ihre Verbündeten aufzuspüren. Als diese entkommen, weiß sich Nathanael keinen anderen Rat mehr. Bartimäus muss wieder her - doch wie nicht anders zu erwarten, ist der nicht gerade beglückt, als er schon wieder in die Dienste dieses grässlichen Ehrgeizlings treten muss.


. Atemberaubend spannend, umwerfend komisch und einfach unwiderstehlich: die Fortsetzung des brillanten Fantasy-Abenteuers


Produktdetails

ISBN-10: 3-570-12776-1
EAN: 9783570127766
Originaltitel: The Bartimaeus Trilogy: Vol.II: The Golem's Eye
Erschienen: 07.06.2005
Verlag: Bertelsmann Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 669
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 909 g
Altersempfehlung: 10 - 99
Übersetzer: Gerald Jung, Katharina Orgass
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Jonathan Stroud

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und der gemeinsamen Tochter Isabelle in der Nähe von London. "Die Pforte des Magiers" ist nach "Das Amulett von Samarkand" und "Das Auge des Golem" der dritte Teil der Bartimäus-Trilogie. Die beiden Bücher sind weltweite Bestseller - und auch in Deutschland haben sie Spitzenplätze auf den Jugendbuch-Bestsellerlisten erklommen. Die Trilogie wird von Miramax verfilmt.

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Kundenrezensionen

  • Genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.04.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch weiss, genau wie sein Vorgänger sehr zu überzeugen.
    Nathanel arbeitet mittlerweile bei der Regierung, als aufstrebender Mitarbeiter.
    Doch eine rätselhafte Serie von Angriffen erschüttert London und droht die junge Karriere zu zerstören.
    Da hilft nur eins: Bartimäus muss her.
    Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die seinem Vorgänger in nichts nachsteht

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  • Bartimäus strikes again! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Josef Eckl, am 05.07.2012

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    Die Geschichte wird düsterer und der mittlerweile die Karriereleiter erklimmende Zauberer Nathanael verliert immer mehr an sympathischen Zügen. Bartimäus ist witzig und bissig wie eh und jeh und durch die Augen der Widerstandskämpferin Kitty wird ein weiterer Teil der Geschichte erzählt.
    Das Buch lebt wie schon der erste Teil hauptsächlich von den ironischen Bemerkungen des Djinns. Mit der Figur der Kitty kann sich der Leser wohl besser identifizieren als mit dem zusehends von seinem Ehrgeiz getriebenen Nathanael. Wie schon der erste Teil vor allem wegen der ungemein unterhaltsamen Bartimäus-Kapitel zu empfehlen!

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  • Ein neues Abenteuer mit Nathaniel und Bartimäus! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Renate Strohmayer, am 16.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein weiteres Abenteuer mit dem ehrgeizigen Nathaniel und dem nun schon etwas ausgelaugten Bartimäus lädt zum Lesen ein. Außerdem gibt es einen neuen Blickwinkel auf das Geschehen in Form von Kitty, einem Mitglied der Widerstandsbewegung gegen die Magier. Überraschenderweise scheint sie gegen Magie immun zu sein.

    Ohne voneinander zu wissen versuchen sie das Rätsel um den Golem, der London in Angst und Schrecken versetzt, zu lösen.

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  • Noch tollere Sprüche Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Windhaus, am 22.10.2008

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    Besser als der erste Teil. Witzig, spritzig und flotte Sprüche! Einfach Toll!

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  • Toppt sogar Teil 1! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Julian & Ulrich Ahrens, am 29.08.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Unmögliche ist passiert, Bartimäus 1 landete bereits einen Volltreffer, Bartimäus 2 ist sogar noch ein bisschen besser. Einfach genial!! Ein Muss für alle Harry Potter-, Eragon- und Narniafans!

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  • Wirklich gute Fortsetzung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jann, am 19.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im ersten Band der Trilogie hat Nathanael die Auslöschung der Regierung Großbritanniens und die Machtübernahme durch den Zauberer Loveless verhindert. Dies ermöglicht ihm einen rasanten Aufstieg innerhalb der Politik und lässt Nathanael zu einem reichen und mehr oder weniger mächtigen Zauberer werden. Doch es gibt Neider unter den Kollegen und Regierungsmitgliedern, die in dem jungen Emporkömmling eine Bedrohung sehen. Also betrauen sie ihn mit einer Aufgabe, die für den jungen Magier zu groß scheint: Er soll der immer dreister agierenden Widerstandsbewegung, die sich offensichtlich nicht mit der Allmacht und dem alleinigen Herrschaftsanspruch der Zauberer abfinden will, das Handwerk legen.

    Aus dem kindlich überheblichen Nathanael des ersten Bandes ist ein größenwahnsinniger Teenager geworden der fest in dem Glauben verwurzelt ist, dass den Zauberern die Weltherrschaft zusteht und ihm eine wichtige Rolle in diesem System aus Unterdrückung und Macht.

    Das Buch ist wirklich unterhaltsam und stellt einen wunderbaren Gegenpart zu der Zaubererwelt dar, wie sie beispielsweise in Harry Potter geschildert wird. Wirklich lesenswert!

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  • Bartimäus eben... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.03.2008

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    In dieser Geschichte ist Bartimäus mal wieder sich selbst, bissig, spritzig und gerissen. Die Geschicht entwickelt sich weiter durch die Jugendbande...und dem uralten Gerücht über Golems

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  • Fantastisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Erika, am 20.12.2006

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    Im wahrsten Sinne des Wortes. Auch der zweite Teil ist beeindruckend und fesselnd. Wer ein Buch sucht, welches man nicht mehr weglegen kann, ist hier genau richtig. In diesem Band hat Bartimäus ganz schön mit einem Afriten zu kämpfen. Und auch Kitty bekommt ihre Rolle ind der Geschichte.

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  • Umzingelt von Magie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.12.2006

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    Wieder schafft es der humorvolle Bartimäus eien in seinen Bann zu ziehen, noch Energiegeladener erscheint der 2. Teil.
    Noch mehr Spannung auf den 3.

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  • Ein neuer Kult-Autor ist geboren! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan, am 02.10.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der erste Teil war schon hervorragend und andersartig. Dieser Teil eröffnet dem Leser wie der junge Zauberer sich seinem vorherigen Feindbild immer weiter annährt. Der einzige in dieser Geschichte der die Moral hochhält ist der Dämon Bartimäus. Ein Buch das kurzweilig und spannend erzählt!

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  • Gehts noch besser? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2006

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe nun auch den 2.teil von Bartimäus gelesen und bin hin und weg. Ich habe schon früh nur Krimis gelesen und bin der Typ mensch der es hasst wenn etwas unlogisch ist. Doch Bartimäus verleit einem das Gefühl, es gebe wirklich Dämonen. Der 2. Teil ist sogar noch fesselnder als der 1.!

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  • Hoch lebe Bartimäus! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.05.2006

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    Auch der zweite Teil der Bartimäus-Trilogie ist gelungen. Auch Kitty, ein Mädchen aus der Widerstandsgruppe, bekommt nun eine Rolle zugewiesen, dadurch wird dem Leser die Situation der Gewöhnlichen nähergebracht und man beginnt die Zauberer zu hassen. Bartimäus hat nichts von seinem Humor eingebüßt, während der hochnäsige Nathanael das Trio perfekt macht. Absolut empfehlenswert!

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  • Nicht nur ein Buch für Jugendliche!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.03.2006

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nicht nur ein Buch für Jugendliche!! Nathanael und Bartimäus meistern auch dieses Buch mit Bravour.Der gute Dshinn hat an Biestig- und Spritzigkeit sogar noch dazugewonnen, was das Buch noch amüsanter macht. Zusätzlich wird dem Buch, durch die Erzählungen von Kitty und ihrer Antizauberergang, ordentlich Spannung verliehen. Die Ereignisse in der Gruft des alten Gladstones, rauben fantasiebegabten Menschen schier den Atem.

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  • Absolut empfehlenswert ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.03.2006

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wunderbares Buch, das zwar auf der Zaubererwelle schwimmt, aber ganz anders daher kommt als der berühmte HP. Ein bißchen Historienroman, etwas 1984, eine Prise Zynismus und Humor hauptsächlich in Gestalt des rotzfrechen Dschinns und ein spannende Geschichte in einer fiktiven Gegenwart, in der Zauberer die Welt beherrschen. Am besten Gefallen mir die Kommentare des Dschinns und seine etwas anderen Ausflüge in die Geschichte. Der 2. Teil bietet einen tieferen Einblick in die Welt der Gewöhnlichen in Form einer 3. Hauptfigur mit Namen Kitty. Nach 6 Büchern HP war ich skeptisch, aber nun ein absoluter Fan dieser Reihe, zumal es keine aus geprägte Gut/Böse-Sicht wie im HP gibt. Alles in allem sehr lesenwert, ich selbst habe das Buch in 3 Tagen verschlungen !

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  • Empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von O.Lade, am 17.08.2005

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    Dieser zweite Teil der Trilogie ist noch flüssiger und spannender als der Erste. Sollte man unbedingt lesen. Das Warten auf den dritten Teil hat begonnen.

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  • Absolut lesenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helena, am 29.07.2005

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich hatte mich so auf das Erscheinen dieses Bandes gefreut und wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist genauso gut wie das Erste - diesmal ist nur noch Kittys Erzählperspektive zu denen von Nathanael und Bartimäus dazugekommen. Auch mal interessant! Wobei von mir aus das ganze Buch aus der Sicht von Bartimäus mit seinen schönen bösen, hinterhältigen Kommentaren hätte geschrieben sein können. Nathanael und Kitty sind zwar interessant, aber im Endefekt finde ich, dass Bartimäus den besonderen Reiz ausmacht.
    Das ist jetzt das zweite Buch von drei (soweit ich das verstanden habe - bei Triologie sinds doch immer drei??). Ich freu mich schon auf den Dritten Band. :) Meiner Meinung nach kann man mit dem Buch hier eigentlich nichts falsch machen. Kaufen!

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  • Ich bin wiedermal begeistert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.07.2005

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie auch der erste Band ist Bartimäus2 spannend und lustig zugleich! Sehr empfehlenswert!

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  • genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von michaela maier, am 16.06.2005

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ich habe dieses buch auf englisch gelesen, weil ich nicht so lange auf die deutsche ausgabe warten wollte.
    und ich muss sagen, dass es mich sogar auf englisch vollkommen gefesselt hat. wo sich im letzten buch die verschiedenen kapitel unter bartimäus und nathaniel aufteilen, hat jetzt auch kitty eine große rolle.
    während ihre und nathaniels kapitel neutral gehalten sind, hat man bei bartimäus richtig was zum lachen, denn seine sarkastischen kommentare sind auch diesmal wieder haufenweise zu finden.
    allen, die den ersten teil gelesen haben, rate ich lest auch den zweiten! es lohnt sich!!!
    und denen, die noch keinen gelesen haben, rate ich, lest sie beide!!!!
    (ich werde mir das deutsche buch auch kaufen, denn so gut, dass ich alles verstanden hätte, ist mein englisch nun doch nicht)

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Bartimäus
Prag 1868


Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem andern ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor. Die Lichter funkelten wie glühende Edelsteine in der kargen Landschaft, so zahlreich, dass es schien, als sei eine verzauberte Stadt aus dem Boden gewachsen. Im Gegensatz dazu waren bei den Häusern hinter unseren Mauern die Läden verrammelt, die Lichter gelöscht. Es war eine seltsam verkehrte Welt - die Stadt Prag lag finster und tot, wogegen das Land ringsum vor Leben loderte.
Bald darauf ließ der Wind nach. Er hatte schon seit Stunden kräftig von Westen geblasen und uns den Lärm der feindlichen Manöver zugetragen: das Geratter der Belagerungsmaschinen, die Rufe von Soldaten und Tieren, das Ächzen der versklavten Geister, den würzigen Duft der Beschwörungsrituale. Jetzt war er unnatürlich abrupt abgeflaut, es herrschte tiefe Stille.
Ich schwebte hoch über dem Strachovkloster, dicht hinter der wuchtigen Stadtmauer, die ich vor dreihundert Jahren errichtet hatte.
Meine ledernen Schwingen schlugen gemessen und kraftvoll, mein Blick überprüfte alle sieben magischen Ebenen bis hin zum Horizont. Was ich sah, trug nicht zu meiner Erheiterung bei. Ein Großteil des britischen Heeres war unter Tarnzaubern verborgen, doch schon brandeten erste Ausläufer seiner magischen Macht an den Fuß des Burgbergs. Die Auren eines gigantischen Aufgebots an Geistern schimmerten schwach im Zwielicht; immer wieder kündeten kurze Erschütterungen der Ebenen von der Ankunft neuer Bataillone. Menschentruppen marschierten zielstrebig durchs Dunkel. Mittendrin stand eine Gruppe gewaltiger weißer Zelte, deren Kuppeln an die Eier des Vogel Rock gemahnten und die von oben bis unten mit Schutzschilden und anderen Bannzaubern wie mit dicken Spinnweben überzogen waren.
Ich hob den Blick zum Himmel. Dort türmten sich Unheil kündende schwarze Wolken, die im Westen mit gelben Schlieren durchsetzt waren. Ganz hoch oben und im ersterbenden Licht kaum zu erkennen, erspähte ich verschwommen sechs Punkte, die ein gutes Stück außerhalb des Detonationsradius kreisten. Sie flogen stetig entgegen dem Uhrzeigersinn, vermaßen ein letztes Mal die Mauern, inspizierten unsere Verteidigungsanlagen.
Ach, übrigens ... das war auch mein Auftrag.
Am Strachovtor, dem äußersten und verwundbarsten Punkt der Stadtmauer, hatte man den Turm erhöht und verstärkt. Die uralten Torflügel waren mit dreifachen Schließzaubern und unzähligen Auslösemechanismen versehen und auf den bedrohlich aufragenden Zinnen wimmelte es von scharfäugigen, hellhörigen Wachposten.
So war es jedenfalls gedacht.
Hin zum Turm flog ich, mit Falkenkopf, auf Lederschwingen, in mein Tarngespinst gehüllt. Mit bloßen Füßen landete ich lautlos auf einem Sims und erwartete, zum nachdrücklichen Beweis äußerster Alarmbereitschaft unverzüglich in scharfem Ton angerufen zu werden.
Nichts dergleichen geschah. Ich warf meinen Tarnzauber ab und wartete auf irgendein diskretes, wenn auch verspätetes Zeichen, dass mich jemand bemerkt hatte. Ich hustete vernehmlich. Immer noch nichts. Ein schimmernder Schild schirmte einen Teil der Brustwehr ab. Dahinter kauerten fünf Wachen. Der Schild war ein ziemlich windiges Ding, auf einen Menschen, beziehungsweise höchstens drei Dschinn ausgelegt, weshalb darunter ein ziemliches Gerangel im Gange war.
»Hörst du wohl sofort auf zu schubsen?!«
»Aua! Pass doch auf deine Klauen auf, Blödian!«
»Dann rutsch eben ein Stück. Mein Hintern guckt raus! Wenn die ihn sehn!«
»Vielleicht schlägt sie ja grade das in die Flucht.«
»Behalt gefälligst deinen Flügel bei dir! Du hättest mir fast ein Auge ausgestochen!«
»Dann verwandle dich eben in was Kleineres. In einen Fadenwurm oder so.«
»Wenn du mich noch ein Mal mit dem Ellbogen ...«
»Ich kann nichts dafür! Dieser Bartimäus hat uns hier oben postiert. Der Kerl ist so was von einge ...«
Kurz, es war ein trauriges Schauspiel von Schlamperei und Unfähigkeit, das ich hier nicht in allen Einzelheiten wiedergeben möchte. Der falkenköpfige Krieger legte die Flügel an, trat auf die Wachen zu und machte sich bemerkbar, indem er sie packte und mit den Köpfen zusammenstieß.
»Nennt ihr das etwa Wachestehen?«, schnauzte ich sie an. Ich war nicht zum Scherzen aufgelegt. Nach sechs Wochen ununterbrochenem Dienst lag meine Substanz blank.»Hocken hier oben hinter einem Schild und zanken sich wie die Fischweiber ... hab ich euch nicht befohlen aufzupassen?!«
Klägliches Genuschel, Herumdrucksen und Betreten-zu-Boden-Blicken war die Antwort. Dann hob der Frosch die Hand.
»Bitte schön, Mr Bartimäus, Sir, wozu sollen wir hier eigentlich Wache halten? Die Engländer sind überall, zu Lande und in der Luft. Und es heißt, die hätten eine ganze Kohorte Afriten dabei. Stimmt das?«
Ich richtete blinzelnd den Schnabel zum Horizont. »Wer weiß.«
Dem Frosch entfuhr ein Klagelaut. »Aber wir haben überhaupt keine mehr, seit es Phöbus erwischt hat, oder? Und Mariden haben die da unten auch noch, und nicht nur einen, heißt es. Und außerdem hat der Anführer einen Zauberstab dabei, ein supermächtiges Ding. Damit soll er auf dem Weg hierher Paris und Köln in Schutt und Asche gelegt haben. Stimmt das etwa auch?«
Mein Federschopf sträubte sich im leichten Wind. »Wer weiß.«
Dem Frosch entfuhr ein Aufschrei.»Aber ... aber das ist ja furchtbar! Dann sind wir geliefert! Es hat schon den ganzen Nachmittag Beschwörungen gehagelt und das kann nur eins bedeuten, nämlich dass sie heute Abend angreifen. Dann sind wir morgen früh alle tot.«
Diese Art Gerede war unserer Kampfmoral nicht unbedingt zuträglich, deshalb legte ich ihm begütigend die Hand auf die warzige Schulter. »Jetzt hör mir mal zu, mein Sohn ... wie heißt du eigentlich?«
»Nubbin,Sir.«
»So, so, Nubbin. Man soll nicht immer alles glauben, was man hört, Nubbin. Die Engländer haben eine starke Streitmacht, keine Frage. Ehrlich gesagt habe ich kaum je eine stärkere gesehen. Aber eins wollen wir doch mal festhalten: Angenommen sie verfügen tatsächlich über Mariden, ganze Legionen von Afriten und dazu Horla bis zum Abwinken. Angenommen die marschieren heute Abend allesamt auf uns los und berennen das Strachovtor, genau hier, wo ihr steht. Lasst sie ruhig kommen! Wir haben nämlich ein paar Tricks auf Lager, da können sie einpacken.«
»Welche denn, Sir?«
»Tricks, mit denen wir ihre Afriten und Mariden einfach wegpusten. Tricks, die wir uns im Getümmel dutzender Schlachten angeeignet haben. Tricks, die man mit drei lieblichen Worten zusammenfassen kann: am Leben bleiben.«
Der Frosch zwinkerte glubschäugig. »Es ist meine erste Schlacht, Sir.«
Ich zuckte ungeduldig die Achseln. »Und wenn das nicht klappt, dann tüfteln schließlich noch die Zauberer an diesem und jenem, haben die Dschinn des Kaisers berichtet. An einer allerletzten Verteidigungslinie. Zweifellos irgendein durchgeknallter Plan.« Ich schlug ihm männlich-wohlwollend auf die Schulter. »Geht's dir jetzt besser, mein Sohn?«
»Nein, Sir, noch schlechter.«
Dann eben nicht. Im Aufmuntern war ich noch nie besonders gut. »Na schön«, brummte ich. »In dem Fall rate ich dir, rechtzeitig den Kopf einzuziehen und wegzulaufen. Wenn du Glück hast, erwischt es zuerst deinen Herrn. So gedenke ich es jedenfalls zu halten.«
Ich hoffe, diese erhebende Ansprache erzielte die gewünschte Wirkung, denn in diesem Augenblick brach der Angriff los. Ein ferner Widerhall ließ alle sieben Ebenen erbeben. Es war der Klang eines einzigen gebieterischen Befehls. Ich fuhr herum und spähte ins Dunkel und die fünf Wachposten, aufgestellt wie die Orgelpfeifen, streckten die Köpfe über die Zinnen.
Das gewaltige Heer vor der Stadt setzte sich in Marsch.
An der Spitze segelten, von einer jähen Bö getragen, die rot und weiß gepanzerten Dschinn, in den Händen schlanke Spieße mit Silberspitzen. Ihre Flügel brausten, ihr Geschrei ließ den Turm erzittern. Darunter wogte zu Fuß ein gespenstischer Haufen heran: Die Horla mit ihren aus Knochen geschnitzten Dreizacken schlüpften auf der Suche nach Opfern in die vor den Stadtmauern gelegenen Hütten und Häuser. Dazwischen huschten wabernde Schatten einher: Ghule und andere Geister, Kälte und Elend im Gefolge, körperlos auf jeglicher Ebene. Und dahinter wiederum schwärmten wie ein Sandsturm oder ein riesiges Bienenvolk unter wildem Zähnefletschen und -mahlen tausende von Kobolden und Foliot aus. Sie alle und viele andere kamen geradewegs aufs Strachovtor zugestürmt.
Der Frosch tippte mich an den Ellbogen. »Ich bin heilfroh, dass Sie noch kurz mit uns geredet haben, Sir«,sagte er.»Dank Ihnen bin ich jetzt total zuversichtlich.«
Ich hörte kaum hin. Ich beobachtete die niedrige Anhöhe hinter dem schrecklichen Feind, den Hügel nahe der weißen Zeltkuppeln. Dort oben stand ein Mann mit einem Stock oder Stab in der Hand. Es war zu weit weg, als dass ich hätte Einzelheiten erkennen können, doch seine Macht spürte ich sehr wohl. Seine Aura erhellte den ganzen Hügel. Ich sah Blitze aus den brodelnden Wolken zucken und in die Spitze des ausgestreckten Stabes fahren. Der Hügel, die Zelte und die wartenden Soldaten wurden taghell beleuchtet. Dann absorbierte der Stab die Stromschläge und das Licht erlosch. Donner grollte über der belagerten Stadt.
»Das ist er also«, sagte ich leise vor mich hin.»Der berühmte Gladstone.«
Die Dschinn flogen über aufgewühlte Erde und die Ruinen erst kürzlich abgerissener Bauten und kamen der Mauer immer näher. Da wurde ein versteckter Abwehrzauber ausgelöst; blaugrüne Stichflammen schossen auf und verkohlten die ersten Reihen im Fluge. Doch das Feuer ging wieder aus und die nachrückenden Dschinn hielten unbeirrt auf die Stadt zu.
Das war das Zeichen für die Verteidiger. Hunderte Kobolde
und Foliot erhoben sich von den Mauern und schleuderten den heranfliegenden Horden unter blechernem Geschrei Detonationen entgegen. Die Angreifer vergalten es ihnen mit gleicher Münze. Inferno- und Flutzauber prallten aufeinander und vor den grellen Explosionen tanzten taumelnde Schatten. Dahinter gingen die Außenbezirke Prags in Flammen auf, und unter uns rückten die vordersten Horla gegen das Tor vor und versuchten, die robusten Bindezauber zu knacken, mit denen ich die Mauerfundamente gesichert hatte.
Ich spreizte die Flügel und schickte mich an, mich ins Getümmel zu stürzen. Neben mir blies sich der Frosch auf und quakte trotzig. Da schoss urplötzlich ein spiralförmiger Kraftblitz aus dem Stab des Zauberers auf dem fernen Hügel, zischte in hohem Bogen über den Himmel und krachte direkt unterhalb der Brustwehr in den Torturm. Unser Schutzschild wurde zerfetzt wie Seidenpapier, Stein und Mörtel spritzten auf, dann sackte das Turmdach zusammen. Ich wurde hoch in die Luft gewirbelt ...
... und wäre beinahe auf dem Erdboden aufgeschlagen, landete aber stattdessen in einer Wagenladung Heuballen, die man noch vor der Belagerung in die Stadt gebracht hatte. Über mir stand die Holzkonstruktion des Turms in Flammen. Von den Wachen war nichts mehr zu sehen. Kobolde und Dschinn schwirrten kopflos umher und beschossen einander mit magischen Blitzen. Lodernde Leichen fielen vom Himmel und setzten Dächer in Brand. Aus den umliegenden Häusern kamen schreiend Frauen und Kinder gelaufen. Das Strachovtor erbebte unter dem Ansturm der Horla-Dreizacke. Es würde nicht mehr lange standhalten.
Die Verteidiger brauchten dringend meine Hilfe. Voller Tatendurst befreite ich mich aus dem Heu.
»Wenn du dir irgendwann mal den letzten Halm aus dem Lendenschurz gezupft hast, Bartimäus«, sagte jemand ironisch, »könnten wir dich oben auf der Burg gebrauchen.«
Der falkenköpfige Krieger blickte auf. »Ach ... hallo, Queezle.«
Mitten auf der Straße saß eine anmutige Leopardin und musterte mich mit smaragdgrünen Augen. Sie erhob sich lässig, trottete ein paar Schritte zur Seite und ließ sich wieder nieder. Wo sie eben noch gehockt hatte, platschte ein brennender Pechklumpen aufs Pflaster und hinterließ einen qualmenden Krater. »Ganz schön was los hier«, bemerkte sie.
»Ja. Da ist nicht mehr viel zu machen.« Ich sprang von meinem Heuwagen.
»Sieht aus, als könnten die Bindezauber in der Mauer jeden Augenblick brechen«, sagte die Leopardin mit einem Seitenblick auf das bebende Tor. »Ziemlicher Pfusch. Möchte bloß wissen, welcher Dschinn dafür verantwortlich ist.«
»Keine Ahnung«, erwiderte ich. »Was hast du vorhin gemeint ... hat unser Herr uns gerufen?«
Die Leopardin nickte. »Beeil dich lieber, sonst verpasst er uns noch den Stichel. Wir gehen zu Fuß, der Himmel ist zu unruhig.«
»Geh du vor.«
Ich wechselte die Gestalt und wurde ein Panter, schwarz wie die tiefste Nacht. Wir liefen zum Hradschinplatz. Die engen Gassen, in die wir einbogen, waren unbelebt, denn wir mieden jene Straßen, wo sich die von Panik ergriffenen Menschen drängten wie Vieh. Das Feuer griff auf immer mehr Gebäude über, Giebel stürzten ein, Häuserwände fielen zusammen. Um die Dächer tanzten kleine Kobolde und schwenkten Funken in den Händen.
In der Burg selbst standen die kaiserlichen Lakaien in dem von flackernden Laternen beleuchteten Hof und luden wahllos Möbelstücke auf Wagen; dazwischen mühten sich Stallknechte, die Pferde anzuschirren. Der Himmel über der Stadt war mit bunten Lichtfontänen gesprenkelt. Vom fernen Strachovkloster war das dumpfe Rumsen von Explosionen zu vernehmen. Wir schlüpften ungehindert durch den Haupteingang.
»Will der Kaiser etwa fliehen?«, keuchte ich. Kobolde hasteten an uns vorbei und balancierten Kleiderbündel auf dem Kopf.
»Seine heiß geliebten Vögel sind ihm wichtiger«, erwiderte Queezle. »Unsere Afriten sollen sie auf dem Luftweg in Sicherheit bringen.« In ihren grünen Augen funkelte matte Belustigung.
»Aber die Afriten sind doch alle tot.«
»Du hast's erfasst. Wie auch immer, wir sind gleich da.«
Wir hatten den Nordflügel der Burg erreicht, wo die Zauberer ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Magie quoll aus jeder Mauerritze. Leopard und Panter sprangen eine lange Treppenflucht hinunter, über einen Balkon, der auf den Hirschgraben hinausging, und durch den Türbogen zum unteren Arbeitszimmer wieder hinein. Es war ein großer, runder Raum, der fast das ganze Erdgeschoss des Weißen Turms einnahm. Im Lauf der Jahrhunderte war ich schon oft hierher zitiert worden, doch diesmal waren die üblichen magischen Gerätschaften - Bücher, Räuchergefäße und Kandelaber - beiseite geschoben, um Platz für eine lange Reihe aus zehn Stühlen und Tischen zu schaffen. Auf jedem Tisch stand eine flackernde Kristallkugel. Auf jedem Stuhl saß ein Zauberer oder eine Zauberin und beugte sich gespannt über seine beziehungsweise ihre jeweilige Kugel. Es herrschte absolute Stille.
Unser gemeinsamer Herr und Meister stand am Fenster und beobachtete durch ein Fernrohr den Nachthimmel. Als er uns bemerkte, gab er uns mit einer Handbewegung zu verstehen, dass wir uns ruhig verhalten sollten, und winkte uns dann in ein Nebengelass. Von den Strapazen der vergangenen Wochen war sein graues Haar weiß geworden, die Hakennase ragte ihm spitz aus dem Gesicht und seine Augen waren so rot wie die eines Kobolds. Er kratzte sich den Hinterkopf. »Ihr braucht mir nichts zu erzählen«, sagte er, »ich weiß Bescheid. Wie lange haben wir noch?«
Der Panter zuckte mit dem Schwanz.»Ich schätze mal, eine Stunde. Höchstens.«
Queezle wandte sich nach dem Hauptraum um, in dem sich die Zauberer stumm und verbissen abmühten. »Wie ich sehe, holt Ihr die Golems raus«, sagte sie.
Der Zauberer nickte knapp. »Die werden dem Feind schwere Verluste beibringen.«
»Das dürfte nicht genügen«, wandte ich ein. »Nicht mal, wenn Ihr zehn auf einmal losschickt. Habt Ihr nicht gesehen, was das da draußen für ein riesiges Heer ist?«
»Wie immer urteilst du vorschnell und ungefragt, Bartimäus. Es handelt sich lediglich um ein Ablenkungsmanöver. Wir versuchen, Seine Majestät die Osttreppe hinunterzuschaffen. Unten am Fluss wartet ein Boot. Die Golems sollen die Burg abriegeln und unseren Rückzug decken.«
Queezle linste immer noch zu den Zauberern hinüber. Die beugten sich tief über ihre Kugeln, bewegten tonlos die Lippen und befehligten ihre Geschöpfe. Trübe, zuckende Bilder in den Kugeln zeigten ihnen an, was der betreffende Golem
sah. »Die Engländer werden sich nicht lange mit den Ungeheuern aufhalten«, sagte Queezle. »Sie werden ihre Meister aufspüren und kurzen Prozess mit ihnen machen.«
Mein Herr bleckte die Zähne.»Bis dahin ist der Kaiser über alle Berge. Und das ist übrigens auch mein nächster Auftrag für euch beide. Ihr sollt Seine Majestät unterwegs beschützen. Verstanden?«
Ich hob die Pfote. Der Zauberer seufzte abgrundtief. »Ja bitte, Bartimäus?«
»Nun, Sir, dürfte ich wohl einen Vorschlag machen? Prag ist eingekesselt. Wenn wir versuchen, mit dem Kaiser aus der Stadt zu fliehen, sterben wir allesamt eines qualvollen Todes. Warum überlassen wir den alten Zausel nicht einfach seinem Schicksal und machen uns ohne ihn aus dem Staub? Ich wüsste da auf der Karlstraße einen kleinen Bierkeller mit einem ausgetrockneten, nicht besonders tiefen Brunnen. Die Öffnung ist zwar ein bisschen klein, aber ...«
Er zog die Stirn kraus.»Erwartest du etwa, dass ich mich da drin verstecke?«
»Na ja, etwas eng wäre es schon, aber ich glaube, wir könnten Euch reinquetschen. Euer Schmerbauch wäre wohl etwas hinderlich, aber wenn wir tüchtig schieben ... Aua!« Mein Fell knisterte und ich verstummte abrupt. Wie immer brachte mich der Glühheiße Stichel völlig aus dem Konzept.
»Im Gegensatz zu dir halte ich etwas von Treue!«, knurrte der Zauberer. »Was mich betrifft, muss man nicht erst Gewalt anwenden, damit ich gegenüber meinem Herrn redlich handle. Ich wiederhole: Ihr beide habt euer Leben einzusetzen, um den Kaiser zu retten. Ist das klar?«
Wir nickten widerstrebend und im selben Augenblick wankte der Fußboden unter einer nahen Explosion.
»Dann kommt«, sagte er. »Wir müssen uns beeilen.«


Er ging die Treppe wieder hinauf und durch die leeren Flure der Burg. Grelle Blitze erhellten die Fensterhöhlen, von überall her tönten ängstliche Rufe. Mein Herr schritt eilig aus, sein Atem pfiff bei jedem Schritt, Queezle und ich trabten nebenher.

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