Blutmale,  Band 6
Leseprobe

Blutmale, Band 6

Roman

von Tess Gerritsen

Buch

gebunden (412 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Nicht mehr lieferbar

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

Fr. 34.90

Auf den Merkzettel

  • Windows PC und Mac OS (mit der kostenlosen Software "Adobe Digital Editions"")
  • Mobilgeräte mit Android (z.B. mit der kostenlosen OYO App von Thalia)
  • Mobilgeräte mit Apple iOS (z.B. mit der kostenlosen App "Bluefire Reader"")
  • eReader (z.B. OYO, Sony Reader)
  • Kindle unterstützt aktuell leider kein Adobe DRM.
  • Linux unterstützt derzeit leider kein Adobe DRM.
  • Kostenlose Lieferung

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Blutmale, Band 6" kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Der 6. teuflische Fall für Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles


Detective Jane Rizzoli freut sich auf das erste Weihnachtsfest mit ihrer kleinen Tochter. Da wird eine junge Frau grausam verstümmelt aufgefunden, ihre Leiche wurde mit satanischen Symbolen beschmiert. Ein weiteres Detail fällt Pathologin Maura Isles bei der Obduktion auf: Die abgetrennte Hand, die neben der Toten lag, stammt von einer anderen Frau. Kurze Zeit später taucht eine weitere Frauenleiche auf, auch sie völlig entstellt und mit Satanszeichen geschändet. Es handelt sich um die junge Polizistin Eve Kassovitz aus Janes Ermittlungsteam. Eve hatte eine Verdächtige observiert, die sich mit Professor Anthony Sansone in seiner Luxusvilla getroffen hatte. Sansone entstammt einer alten venezianischen Familie, deren enormer Reichtum auf einer geheimnisvollen Stiftung namens »Mephisto« gründet. Der Professor behauptet, nichts vom Mord in seinem Garten bemerkt zu haben. Aber Jane glaubt, dass der undurchsichtige Mann von einflussreichen Stellen geschützt wird. Denn weder beim FBI noch bei Interpol erhält sie Informationen über ihn und seine Stiftung ...


Produktdetails

ISBN-10: 3-8090-2505-4
EAN: 9783809025054
Erschienen: 16.07.2007
Verlag: Limes Verlag
Einband gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 412
Gewicht: 652 g
Übersetzer: Andreas Jäger
Nach oben

Tess Gerritsen

Mit ihrem ersten medizinischen Thriller "Kalte Herzen" gelang der US-amerikanischen Schriftstellerin Tess Gerritsen 1996 der Durchbruch in die Bestsellerlisten. Am 12.Juni 1953 in San Diego, Kalifornien geboren und aufgewachsen, legte sie 1979 ihr Examen an der Universität von Californien in Medizin ab. Fortan arbeitete die spätere Autorin als Internistin in Honolulu. Erst während ihres Mutterschaftsurlaubs begann Tess Gerritsen sich mehr dem Schreiben zu widmen.
Ihre Karriere startete damals aufgrund eines Wettbewerbes in einer Tageszeitung, den sie gewann. Heute ist Tess Gerritsen als erfolgreiche Krimiautorin bekannt und übt nicht mehr den Beruf als Ärztin aus. Ihre exakte Wiedergabe wissenschaftlicher Fakten und die daraus hervorgehende Realitätsnähe, schöpft sie beim Schreiben aus ihrem fundierten medizinischen Fachwissen. Nach ihrem ersten Romantik Thriller "Anruf nach Mitternacht" 1987 folgten noch acht Romane und weitere Drehbücher. Aber als Tess Gerritsen sich entschloss mit "Kalte Herzen" einen reinen Medizinthriller zu schreiben, der durch den Einfluss eines Freundes entstand, der ihr seine Geschichte erzählte, schaffte sie den Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Der Erfolg dieses Romans zeigte sich zudem auch in dem Verkauf der Filmrechte an Paramount/Dreamworks und der Übersetzung in über zwanzig Sprachen.
Um in ihrer Freizeit einen Ausgleich zu ihrem Beruf zu finden, vergnügt sich Tess Gerritsen gerne mit Gartenarbeit oder Musik. Dies genießt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Camden, Maine.

Meinung der Redaktion
Spannung hat viele Gesichter. Es kann sogar so spannend sein, dass man sich bei Lesen vergewissert, ob alle Türen und Fenster ordnungsgemäß geschlossen sind. Nichts für schwache Nerven, trotz geschlossener Fenster.

Andreas Jäger

Andreas Jäger ist nach dem Studium der Ethnologie, Politikwissenschaft, Soziologie, Anglistik und Germanistik in Freiburg, Saarbrücken, Sheffield und Brighton und einer Ausbildung als Verlagskaufmann seit 2000 als freier Übersetzer aus dem Englischen und Französischen tätig. Seine Promotion verfasste Andreas Jäger zur englischen Lyrik

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Blutmale Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kati Wascher, am 16.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Am Tatort eines ziemlich brutalen Mordes werden Jane Rizzoli und Maura Isles mit in Blut verfassten Botschaften des Täters konfrontiert. Als wenn die Mordreihe, zur der sich die Sache entwickelt, nicht schon grausam und kompliziert genug wären, haben beide Hauptdarsteller auch noch einiges an privatem Ärger auszustehen.
    Ich gestehe, ich bin ein Quereinsteiger in diese Reihe. Dieser Band ist tatsächlich mein erster und ich bin schlichtweg begeistert! Klar, dass die anderen Bände mit den beiden sympathischen Damen in nächster Zeit Pflichtlektüren bei mir sein werden.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannender 6. Band der Jane-Rizzoli-&-Maura-Isles-Reihe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Thieme, am 15.06.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    An Heiligabend werden Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles zu einem grausamen Ritualmord gerufen. Bei der Autopsie wird festgestellt, dass die abgetrennte Hand nicht dem Opfer gehörte und es somit wenigstens einen weiteren Mord gegeben haben muss. Es scheint Verbindungen zu der von Jane gehassten Psychologin Joyce O'Donnel und zu einem geheimnisvollen Club von Dämonenjägern zu geben. Kurz darauf trifft es sogar ein Mitglied aus den Reihen der Polizei und Jane und Maura kommen auf der Jagd nach dem Mörder kaum zum Atmen.

    Ich muss gestehen, dass mir dieser 6. Teil der Reihe im Gegensatz zum vorhergehenden wieder wesentlich besser gefallen hat. Das Thema des Romans mag viele abstoßen, aber da ich ein Faible für Okkultes habe, traf die Story bei mir voll ins Schwarze. Der Mörder ist relativ schnell bekannt, jedoch nicht was ihn eigentlich antreibt. Die überraschende Lösung lässt bis zum Schluss auf sich warten und es gibt in der Zwischenzeit nun wirklich keinen langweiligen Moment.

    Durch die Eheprobleme von Janes Eltern ist auch diese mal auf andere Weise gefordert. Und die endlich nicht mehr zurückgehaltenen Gefühle von Maura gegenüber Pater Brophy bieten neues Konfliktpotenzial. Ich bin gespannt, wie sich dieser Teil der Geschichte in weiterer Folge entwickelt.

    Warum der Leiter des Mephisto-Clubs, Anthony Sansone, derart einflussreich auf allen Ebenen agieren kann, bleibt verschlossen. Ich würde mich freuen, wenn der Club in den nächsten Bänden mal wieder in Aktion treten würde, denn die Figur des Gründers ist an sich schon sehr interessant und das Böse schläft schließlich nie.

    Tess Gerritsen jedenfalls schafft es weiterhin, die Serie auf hohem Niveau zu halten und man darf auf ihr nächstes Werk – „Grabkammer“ – sehr gespannt sein.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • spannend ... in gewohnter Gerritsen-Manier! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annika, am 19.11.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als Tess Gerritsen Fan war dieses Buch natürlich wieder ein musst.
    Ein neuer Fall (inzwischen der sechste) für die beiden Hauptfiguren Jane und Maura und auch hier ist es wie in allen andern Teilen so, dass es einfach total viel Spaß macht die Entwicklungen (privat/beruflich) von den beiden zu verfolgen. Kaum hatte ich angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen denn auch dieser Roman ist wieder flott und spannend geschrieben – sozusagen in gewohnter Gerritsen-Manier.
    Genau wie alle andern Teile hat mich auch dieser Teil für einige Stunden super unterhalten und ich hoffe, dass es nicht der letzte war – wobei das offene Ende auf einen siebten Teil schließen lässt!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Guter Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christian Engelhardt, am 05.06.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin eigentlich kein Fan von Tess Gerritsen, aber dieses Buch hat mich ziemlich in den Bann gezogen. Respekt.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Ein dämonischer Serienmörder Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 08.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im sechsten Band der Jane-Rizzoli-Reihe wird am Heiligen Abend eine grausam entstellte Leiche entdeckt und das scheinbar im Zusammenhang mit irgendeinem satanischen Ritaul, wie Maura Isles am Tatort feststellen muss. Ihre Kollegin, die frischgebackene Mutter, Jane Rizzoli ist natürlich auch bereits vor Ort. Wie sich herausstellt wurde vom Telefon der Ermordeten kurz zuvor jedoch noch eine bestimmte Nummer angerufen.

    Psychiaterin und Gerichtsgutachterin Dr. Joyce P. O'Donnel, die bereits aus dem Fall Warren Hoyt alias der Chirurg bekannt sein dürfte, könnte deshalb in direktem Zusammenhang mit dem Mord stehen und den Mörder vielleicht sogar kennen. Doch in gewohnter Manier provoziert O'Donnel Rizzoli, als hätte die mit ihrer Tochter und Mutter, die sich aufgrund eines heftigen Ehekrachs kurzfristig von ihrem Mann getrennt hat, nicht schon genug Probleme. Eine abgetrennte Hand, die am Tatort gefunden wurde und aufgrund anderer Blutgruppe nicht dem Opfer gehört, könnte sogar noch der Hinweis auf einen vorangegangen Mord sein. Wenig später wird jedoch auch die Neue im Morddezernat, Eve Kassowitz tot aufgefunden und das auf dem Grundstück des etwas exzentrischen Professors Anthony Sansone, der vom Mord mit seiner Dinnergesellschaft hingegen nichts mitbekommen haben will...

    Zugegeben, nach dem dramatischen fünfte Teil der Reihe ist die Latte für künftige Thriller um Jane Rizzoli und Maura Isles ziemlich hoch gelegt und macht Scheintot nur noch schwer zu übertreffen. Mit Blutmale versucht Tess Gerritsen das anscheinend aber gar nicht erst, sondern bemüht sich einen Thriller zu schaffen, der die typische Spannung eines Jane-Rizzoli-Thrillers mit einer faszinierenden Andersartigkeit zu verbinden, dazu hat sie gerade satanische Rituale und einen Kult des Bösen auserwählt, der auch auf soliden Recherchen oder zumindest fantasievoller Erfindung aufgebaut ist. Um es anders auszudrücken, Blutmale wandert auf den Spuren des Okkultismus und eines sich an solchen Ritualen orientierenden Serienmörders.

    Natürlich sollte man vor Blutmale bereits andere Jane-Rizzoli-Thriller gelesen haben, denn vielleicht ist dieser nicht gerade der beste. Inhaltlich hat das Buch indes einiges zu bieten, besonders was die sich über die gesamte Reihe langsam entwickelnden zwischenmenschlichen und familiären Beziehungen betrifft, so gibt es da einerseits die Beziehungskrise von Janes Mutter und die Probleme einer frischgebackenen Mutter, andererseits die komplizierte Beziehung Mauras mit Pater Danile Brophy, der nun Polizeigeistlicher geworden ist. Für die Reihe könnte all das entscheidende Veränderungen bedeuten, die sich aber erst zeigen müssen, während vorerst nur gesagt sei, dass im Laufe der Ereignisse auch ein bisher einigermaßen bedeutende Nebencharakter weichen wird. So spannend das Buch auch ist, was derweil stören kann ist die eindeutige Vernachlässigung des Cop-Killer-Elements, worum es einfach mehr Wirbel geben müsste, wenn gerade ein Detective der Mordkomission ermordet wird, wobei der Charakter dieser, Eve Kassowitz, bestürzend eindimensional bleibt und es eher den Anschein hat, dass auch Gerritsen die Neue nur schnellstmöglich beseitigen wollte, um ihr nicht womöglich noch größeren Raum zugestehen zu müssen.

    Fazit:
    Zwar immer noch ein spannender Jane-Rizzoli-Thriller, doch eindeutig kein Highlight der Serie, das womöglich nicht mehr alle Stammleser begeistern kann und ein paar lästige Mängel vorzuweisen hat.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • zu konstruiert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kastanie, am 04.02.2008

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    dieses buch gehört in meinen augen nicht zu ihren besten. die geschichte als solche ist gut, aber in manchen bereichen doch etwas zu aufgesetzt. irgenwie hatte ich auch das gefühl, eine ähnliche geschichte schon mal gelesen zu haben.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannend bis zur letzten Seite Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jule, am 29.12.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Geniale Story! Packend erzählt! Und der unverwechselbare Humor von T.G. lockert die gesamte Story auf. Mehr davon!!!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Superspannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von kadivollmar, am 15.11.2007

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder typisch Jane&Maura - habe das Buch regelrecht verschlungen.Freue mich schon auf den nächsten Roman von Tess Gerritson.
    Bin auch gespannt auf den Verlauf der Familiengeschichte Rizzoli.
    Unbedingt lesen!!!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spitzenmäßig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CAM, am 16.09.2007

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sehr spannend, absolut fesselnd und ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe es überall mit hin geschleppt, um immer wieder ein paar Seiten zu lesen.

    Sehr empfehlenswert!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Wow ein tolles Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike, am 05.09.2007

    5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Am heiligen Abend wird Maura zu einem Tatort gerufen. Dort angelangt erwartet sie etwas ganz grauenhaftes. Die Leiche der jungen Lori-Ann Tucker wurde grausam zerstückelt und an der Wand stand mit Blut geschrieben „Ich habe gesündigt“. Barry Frost und Jane Rizzoli fahren zu Dr. Joyce P. O´Donnell ihr Besuch ist weniger erfreulich, denn Joyce bringt Jane mit Warren Hoyt dem „Chirurgen“ komplett aus der Fassung.

    Joyce wird gefragt was sie am heiligen Abend getan hat doch sie verschweigt es ihnen. Warum eigentlich? Was hat sie zu verbergen?

    Bei der Autopsie von Lori-Ann Tucker macht Maura eine grausame Entdeckung. Die abgetrennte Hand gehört nicht dem Opfer, es muß irgendwo noch ein zweites Opfer geben. Doch die Spurensicherung hat alles genau durchsucht. Ein paar Tage später erhält Jane einen Anruf das es ein neues Opfer gibt und zwar ist es die junge Polizistin Eve. Was machte Eve beim Haus von Mr. Sansone beschattete sie vielleicht Joyce O`Donnell die wie einige andere an diesem Abend bei Mr. Sansone zu Besuch sind?

    Maura erhält von Mr. Sansone eine Einladung zum essen sie kommt schon früher damit sie sich in Ruhe mit ihm unterhalten kann. Nach einer Weile ruft Oliver Stark an und berichtet das Joyce O`Donnell nicht ans Telefon geht. Mr. Sansone und Maura begeben sich auf den Weg zu ihren Haus. Dort erwartet sie etwas ganz grausames.

    Jane und Maura sind auf dem Weg nach New York denn da wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden und dieser fehlt die linke Hand. Ist es vielleicht die Hand die bei Lori-Ann Tucker gefunden wurde. Denn wie sich herausstellte waren die beide einmal Freundinnen. Nur es gibt ein Problem als Lori-Ann Tucker gefunden wurde war der Tisch gedeckt und zwar für 4 Personen soll es vielleicht noch zwei Morde geben??? Aber vor allem wer hat diese Morde begangen???

    Freue mich schon wenn es den 7. Teil von Jane und Maura gibt. Tess nur weiter so.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Mama Jane gegen den Antichrist Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anita, am 26.08.2007

    4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Im mittlerweile sechste Fall der Krimiserie rund um das Bostoner Morddezernat mit Detectiv Jane Rizzoli sowie Gerichtspathologin Maura Isles im Mittelpunkt, beschreitet Tess Gerritsen erneut neue Wege. Nach psychopathischen Serienkillern, Verschwörungen multinationaler Wirtschaftsunternehmen und organisiertem Menschenhandel mit Geiselnahme, wird diesmal im okkulten Umfeld von Satansanbetung und Ritualmorden ermittelt.

    Die Autorin konzentriert sich stärker als zuletzt auf den eigentlichen Fall. Das Privatleben der Protagonisten und deren Entwicklung sind zwar noch immer ein wesentliches Element, stehen aber nicht mehr ganz so sehr im Mittelpunkt. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Janes Leben mit Ehemann und Kind inzwischen in deutlich geruhsameren Gewässern dahin treibt.

    Der Spannung des Romans kommt das durchaus zu Gute: Etwas weniger Soap, mehr Mord und Jagd nach dem Täter. Voraussetzung ist allerdings, dass man von der Thematik nicht abgestoßen wird. Nach den bislang eher handfesten Kriminalfällen, ist die mystische Geschichte über Satanskult, umgedrehte Kreuze, das personifizierte Böse und einem Dämonenjäger-Geheimbund doch etwas gewöhnungsbedürftig.

    Wie man es von einem Gerritsen Roman erwartet, fließ wieder eine Menge Blut, denn für einen ordentlichen Ritualmord gehört es sich selbstredend, dass Opfer nicht einfach nur schnell umgebracht werden, sondern der Vorgang zelebriert wird. Auf besonders detaillierte Schilderungen über Schnibbeleien am menschlichen Körper wie in den ersten beiden Büchern verzichtet sie aber gnädiger Weise.

    Mit "Blutmale" bestätigt Tess Gerritsen ihren Ruf, zur ersten Liga der aktuellen (Psycho-)Krimiautoren zu gehören. Für Anhänger der Rizzoli-Romane ist das neue Werk eine Pflichtlektüre, allen anderen Interessierten sei empfohlen, mal in den ersten Band "Die Chirurgin" hinein zu lesen. Was die Zukunft der Serie angeht, muss man allerdings abwarten. Der Zenit scheint doch überschritten zu sein.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannend und intelligent, sehr gut konstruiert und recherchiert, aber mir persönlich letztendlich zu mystisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Whitefish, am 26.08.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Insgesamt spannend und sehr packend geschrieben. Maura Isles und Jane Rizzoli sind einem Frauenmörder auf der Spur, der verschlüsselte Nachrichten hinterläßt, die von religiösen und geschichtlichen Kenntnissen zeugen. Bei den Ermittlungen geben Mitglieder einer Vereinigung, die sich gegen das dämonische Böse zusammen geschlossen hat, wichtige Hinweise. Die Handlung ist vielschichtig konstruiert und wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zudem zwischen den Perspektiven, sodass der Leser vom Aufbau her gefordert wird - der Spannungsverlauf ist wirklich großartig.
    Wer nichts einzuwenden hat gegen Mystik, Übernatürliches, Rituelles etc., wird hier ein richtig gutes Buch vorfinden.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • spannung bis zu bitteren ende Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von karen, am 11.08.2007

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    wieder ein super spannender roman von tess gerritsen.
    bereits nach den ersten seiten kann man das buch schlecht zur seite legen.
    und wenn man glaubt man kennt die lösung, nein, es kommt doch noch anders.

    unbedingt lesen!!!!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Hokusbokus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.08.2007

    2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Na ja, sonst schreibt die Autorin aber bessere Bücher! Eine sehr konstruierte Geschichte, übermäßige Blutrünstigkeit gemixt mit einem Schuss Satanismus und Hokusbokus - tata, ein neuer Roman. Nicht unbedingt lesenswert.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.07.2007

    4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als ich in der Buchhandlung war konnte ich nicht den Reflex unterdrücken, auch diesen Titel von Tess Gerritson zu besitzen. Was soll ich sagen, Buch gekauft, Handy abgedreht und mich im Lesesessel verkrochen. Ich wurde nicht enttäuscht. Spannend bis zum Schluß. Ich habe zwar keine Angstzustände bekommen, wie beim "Chirurgen" aber trotzdem. Auch die Familie der Rizzoli's überrascht mit neuen Überraschungen. *g* Warte sehnsüchtig bereits auf den nächsten Band.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

Sie sahen aus wie die perfekte Familie.
Der Gedanke drängte sich dem Jungen auf, als er am offenen Grab seines Vaters stand, als er dem Priester zuhörte, wie er Plattitüden aus der Bibel vorlas. Nur eine kleine Gruppe hat sich an diesem warmen, drückenden Junitag versammelt, um Montague Saul die letzte Ehre zu erweisen - nicht mehr als ein Dutzend Menschen. Viele von ihnen hatte der Junge gerade erst kennengelernt. Die letzten sechs Monate hatte er im Internat verbracht, und manche dieser Leute sah er heute zum ersten Mal. Die meisten interessierten ihn nicht im Geringsten.
Nur die Familie seines Onkels - die interessierte ihn sehr wohl. Sie war es wert, dass er sich näher mit ihr beschäftigte.
Dr. Peter Saul hatte grosse Ähnlichkeit mit seinem verstorbenen Bruder Montague. Er war schlank, ein intellektueller Typ mit einer Brille, die ihm ein eulenhaftes Aussehen verlieh, und schütterem braunem Haar, das irgendwann unweigerlich einer Glatze weichen würde. Seine Frau Amy hatte ein rundes, freundliches Gesicht, und sie warf ihrem fünfzehnjährigen Neffen unentwegt besorgte Blicke zu, als müsse sie sich beherrschen, um ihn nicht auf der Stelle an ihre Brust zu drücken. Teddy, der Sohn der beiden, war zehn Jahre alt, ein Knabe mit streichholzdünnen Armen und Beinen. Ein kleiner Klon von Peter Saul, bis hin zu der runden Gelehrtenbrille.
Und dann war da noch ihre Tochter Lily. Sechzehn Jahre alt.
Ein paar Strähnen hatten sich aus ihrem Pferdeschwanz gelöst und klebten in der schwülen Hitze an ihren Wangen. Sie schien sich unbehaglich zu fühlen in ihrem schwarzen Kleid, und wie ein nervöses Fohlen trat sie immer wieder von einem Fuss auf den anderen, als wollte sie jeden Augenblick davon- rennen. Als wäre sie in diesem Moment überall lieber als auf diesem Friedhof, umschwirrt von lästigen Fliegen.
Sie sehen so normal aus, so gewöhnlich, dachte der Junge. So anders als ich. Da fing Lily plötzlich seinen Blick auf, und ein Schauer der Verwunderung überlief ihn. Des gegenseitigen Erkennens. In diesem Augenblick konnte er geradezu spüren, wie ihr Blick die dunkelsten Windungen seines Gehirns durchdrang und all die geheimen Orte erforschte, die niemand sonst je zu sehen bekam. Die er nie einem Menschen offenbart hatte.
Beunruhigt wandte er den Blick ab, richtete ihn auf die anderen Menschen, die um das Grab herumstanden. Die Haushälterin seines Vaters. Den Anwalt. Die beiden Nachbarn. Flüchtige Bekannte, die nur gekommen waren, weil es sich so gehörte, nicht aus wirklicher Zuneigung. Sie hatten Montague Saul nur als den stillen Wissenschaftler gekannt, der vor Kurzem aus Zypern zurückgekehrt war, der sich tagaus, tagein nur mit seinen alten Büchern und Karten und irgendwelchen Tonscherben befasst hatte. In Wirklichkeit hatten sie den Mann gar nicht gekannt. So wenig wie seinen Sohn.
Endlich war die Zeremonie beendet, und die Trauergäste nahmen den Jungen in die Mitte, eine Amöbe aus Mitgefühl, bereit, ihn zu verschlingen. Sie versicherten ihm, wie furchtbar leid es ihnen tue, dass er seinen Vater verloren habe. Und das so bald nach ihrer Rückkehr in die Staaten.
»Immerhin hast du noch deine Familie hier, die dir hilft«, sagte der Geistliche.
Familie? Ja, diese Leute sind wohl meine Familie, dachte der Junge, als der kleine Teddy schüchtern auf ihn zutrat, gedrängt von seiner Mutter.
»Du bist jetzt mein Bruder«, sagte Teddy.
»Tatsächlich?«
»Mom hat dein Zimmer schon fertig vorbereitet. Es ist gleich neben meinem.«
»Aber ich bleibe hier. Im Haus meines Vaters.«
Verwirrt sah Teddy seine Mutter an. »Kommt er denn nicht mit zu uns?«
»Du kannst doch nicht ganz allein wohnen, Schatz«, beeilte sich Amy Saul zu sagen. »Vielleicht gefällt es dir ja in Purity so gut, dass du ganz bei uns bleiben willst.«
»Meine Schule ist in Connecticut.«
»Ja, aber das Schuljahr ist jetzt um. Im September kannst du natürlich wieder auf dein Internat gehen, wenn du das möchtest. Aber den Sommer über wirst du bei uns wohnen.«
»Ich werde hier nicht allein sein. Meine Mutter holt mich zu sich.«
Es war lange Zeit still. Amy und Peter wechselten Blicke, und der Junge konnte erraten, was sie dachten. Seine Mutter hat ihn doch schon vor langer Zeit im Stich gelassen.
»Sie wird mich zu sich holen«, beharrte er.
»Darüber reden wir später, mein Sohn«, sagte Onkel Peter mit sanfter Stimme.
In der Nacht lag der Junge wach in seinem Bett im Reihenhaus seines Vaters und lauschte dem Gemurmel der Stimmen seiner Tante und seines Onkels, die aus dem Arbeitszimmer im Erdgeschoss heraufdrangen. Es war dasselbe Zimmer, in dem Montague Saul sich in den vergangenen Monaten mit der Übersetzung seiner brüchigen alten Papyrusfetzen abgemüht hatte. Dasselbe Zimmer, in dem er vor fünf Tagen einen Schlaganfall erlitten hatte und an seinem Schreibtisch zusammengebrochen war. Diese Leute hatten dort nichts verloren, inmitten der kostbaren Schätze seines Vaters. Sie waren Eindringlinge in seinem Haus.
»Er ist doch noch ein Junge, Peter. Er braucht eine Familie.«
»Wir können ihn ja wohl kaum mit Gewalt nach Purity mitschleifen, wenn er es nicht will.«
»Mit fünfzehn Jahren hat man in diesen Dingen keine Wahl. Die Erwachsenen müssen für einen entscheiden.«
Der Junge stand auf und schlüpfte zur Tür hinaus. Lautlos stieg er bis zur Mitte der Treppe hinunter, um ihre Unterhaltung zu belauschen.
»Und sei mal ehrlich, wie viele Erwachsene hat er denn in seinem Leben kennengelernt? Dein Bruder zählt ja wohl kaum. Er war doch immer viel zu sehr in seine Mumien vertieft, um überhaupt wahrzunehmen, dass da noch ein Kind im Haus war.«
»Das ist nicht fair, Amy. Mein Bruder war ein guter Mensch.«
»Ein guter Mensch, aber weltfremd. Was muss das für eine Frau gewesen sein, die auch nur auf die Idee kommen konnte, ein Kind mit ihm zu haben? Und dann macht sie sich aus dem Staub und lässt Monty den Jungen allein grossziehen? Ich begreife nicht, wie eine Frau so etwas tun kann.«
»Monty hat seine Sache ja wohl nicht so schlecht gemacht. Der Junge kriegt in der Schule glänzende Noten.«
»Das ist dein Kriterium für einen guten Vater? Die Tatsache, dass der Junge glänzende Noten bekommt?«
»Und ausserdem ist er ein sehr beherrschter junger Mann. Du hast doch gesehen, wie gefasst er bei der Beerdigung war.«
»Er ist starr vor Schock, Peter. Hast du heute auch nur eine einzige Gefühlsregung in seinem Gesicht erkennen können?«
»Monty war ganz genauso.«
»Kaltblütig, meinst du?«
»Nein, ein Intellektueller. Ein Kopfmensch.«
»Aber tief drinnen muss der Junge doch den Schmerz fühlen, das weisst du genau. Ich könnte heulen, wenn ich daran denke, wie sehr ihm seine Mutter in diesem Moment fehlt. Wie er immer wieder steif und fest behauptet, dass sie ihn zu sich nehmen wird, wo wir doch genau wissen, dass sie es nicht tun wird.«
»Das wissen wir doch gar nicht.«
»Wir haben die Frau ja nie kennengelernt! Da schreibt Monty uns eines Tages aus Kairo, dass er jetzt einen kleinen
Sohn hat. Nach allem, was wir wissen, könnte er ihn auch aus dem Schilf gefischt haben - wie den kleinen Moses.«
Der Junge hörte die Dielen über sich knarren und blickte sich zum oberen Treppenabsatz um. Zu seinem Erstaunen sah er seine Cousine Lily über das Geländer auf ihn herabstarren. Sie beobachtete ihn, studierte ihn wie eine exotische Kreatur, die sie noch nie zuvor gesehen hatte, als wollte sie herausfinden, ob er gefährlich war.
»Oh«, rief Tante Amy. »Du bist ja auf!«
Seine Tante und sein Onkel waren gerade aus dem Arbeitszimmer gekommen und blickten vom Fuss der Treppe zu ihm auf. Und sie schienen auch ein wenig bestürzt angesichts der Tatsache, dass er wahrscheinlich ihr ganzes Gespräch mitgehört hatte.
»Geht es dir gut, Schatz?«, fragte Amy.
»Ja, Tante.«
»Es ist schon so spät. Solltest du nicht lieber wieder ins Bett gehen?«
Aber er machte keine Anstalten, nach oben zu gehen. Er blieb auf der Treppe stehen und dachte darüber nach, wie es wäre, bei diesen Leuten zu wohnen. Was er von ihnen lernen könnte. Es würde den Sommer interessant machen, bis seine Mutter ihn holen käme.
Er sagte: »Tante Amy, ich habe meinen Entschluss gefasst.«
»Welchen Entschluss?«
»Wo ich den Sommer verbringen will.«
Sie nahm sofort das Schlimmste an. »Bitte überstürze nichts! Wir haben ein wirklich schönes Haus, direkt am See, und du hättest dein eigenes Zimmer. Komm uns doch wenigstens einmal besuchen, ehe du dich endgültig entscheidest.«
»Aber ich habe mich schon entschieden, mit euch zu kommen.«
Seiner Tante verschlug es für einen Augenblick die Sprache. Dann liess ein Lächeln ihr Gesicht erstrahlen, und sie eilte die Treppe hinauf, um ihn in die Arme zu schliessen. Sie roch nach Dove-Seife und Breck-Shampoo. So gewöhnlich, so durchschnittlich. Dann bekam er von seinem grinsenden Onkel Peter einen Klaps auf die Schulter - seine Art, seinen neuen Sohn willkommen zu heissen. Ihr Glück war wie ein Netz aus Zuckerwatte, das ihn in ihre Welt hineinzog, wo alles eitel Sonnenschein, Liebe und Lachen war.
»Die Kinder werden so froh sein, dass du mit uns kommst!«, sagte Amy.
Er warf einen Blick zum oberen Treppenabsatz, aber Lily war verschwunden. Sie hatte sich unbemerkt davongeschlichen. Ich muss ein Auge auf sie haben, dachte er. Denn sie hat schon jetzt ein Auge auf mich.
»Du gehörst jetzt zu unserer Familie«, sagte Amy.
Während sie zusammen die Treppe hinaufstiegen, erzählte sie ihm bereits von ihren Plänen für den Sommer. All die Orte, die sie ihm zeigen würde, all die besonderen Gerichte, die sie für ihn kochen würde, wenn sie wieder zu Hause wären. Sie schien glücklich, ja geradezu freudetrunken, wie eine Mutter mit ihrem neugeborenen Baby.
Amy Saul ahnte nicht, was sie sich da ins Haus zu holen planten.
Zwölf Jahre später.
Vielleicht war es ja ein Fehler.
Dr. Maura Isles blieb vor dem Eingang der Kirche Unserer lieben Frau vom Himmlischen Licht stehen, unschlüssig, ob sie eintreten sollte oder nicht. Die Gottesdienstbesucher waren schon hineingegangen, und sie stand allein in der nächtlichen Dunkelheit, wo Schneeflocken lautlos auf ihren unbedeckten Kopf herabrieselten. Durch die geschlossenen Kirchentüren hörte sie die Organistin »Nun freut euch, ihr Christen« anstimmen, und sie wusste, dass inzwischen alle ihre Plätze eingenommen haben mussten. Wenn sie vorhatte, sich ihnen anzuschliessen, sollte sie allmählich hineingehen.
Sie zögerte, weil sie nicht wirklich zu den Gläubigen gehörte, die sich dort drinnen zur Messe versammelt hatten. Doch die Musik lockte sie, wie auch die Aussicht auf die Wärme und auf den Trost vertrauter Rituale. Hier draussen auf der dunklen Strasse stand sie allein. Allein an Heiligabend.
Sie stieg die Stufen hinauf und betrat das Gebäude.
Trotz der späten Stunde waren die Bänke voll besetzt mit Familien, die Kinder schlaftrunken, aus den Betten geholt, um an der Mitternachtsmesse teilzunehmen. Mit ihrem verspäteten Eintreffen zog Maura mehrere Blicke auf sich, und als die Klänge von »Nun freut euch, ihr Christen« verhallten, schlüpfte sie rasch auf den ersten freien Platz, den sie finden konnte, in einer der hinteren Reihen. Gleich darauf musste sie sich mit der ganzen Gemeinde wieder erheben, als der Einzugsgesang einsetzte. Pater Daniel Brophy trat an den Altar und bekreuzigte sich.
»Die Gnade und der Friede unseres Vaters im Himmel und unseres Herrn Jesus Christus sei allezeit mit euch«, sagte er.
»Und mit deinem Geiste«, murmelte Maura im Chor mit der Gemeinde. Selbst nach all den Jahren, die sie der Kirche ferngeblieben war, kamen ihr die Antworten immer noch ganz natürlich über die Lippen, durch all die Sonntage ihrer Kindheit tief in ihr Gedächtnis eingeprägt. »Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.«
Daniel hatte ihr Kommen nicht bemerkt, doch Maura war nur auf ihn fixiert. Auf sein dunkles Haar, seine anmutigen Gesten, seine wohlklingende Baritonstimme. Heute Nacht konnte sie ihn ohne Scham ansehen, ohne Verlegenheit. Heute Nacht konnte sie ihn gefahrlos anstarren.
»Gib uns die ewige Seligkeit im Himmelreich, wo er mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit, amen.«
Maura liess sich auf die Bank niedersinken, hörte ringsum gedämpftes Husten, das Wimmern müder Kinder. Auf dem Altar flackerten Kerzen, ein Symbol für Licht und Hoffnung in dieser Winternacht.
Daniel begann zu lesen: »Und der Engel sprach zu ihnen:>Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird .. . Das Lukasevangelium, dachte Maura, die den Text sogleich erkannte. Lukas, der Arzt.
»>Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln ... Er räusperte sich, blickte auf seinen Text hinunter und las weiter: »>Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Obwohl er nun wusste, dass sie inmitten seiner Schäf- lein sass, mied er jeden weiteren Blickkontakt mit ihr. Weder während des »Cantate Domino« und des »Dies Sancti- ficatus« noch während der Kollekte oder der Eucharistiefeier. Während die anderen Gottesdienstbesucher um sie herum sich erhoben und sich im Mittelgang anstellten, um die
Kommunion zu empfangen, blieb Maura auf ihrem Platz sitzen. Wenn man nicht an Gott glaubte, war es Heuchelei, die Hostie zu sich zu nehmen und vom Messwein zu trinken.
Was tue ich dann eigentlich hier?
Dennoch blieb sie bis zum Ende auf ihrem Platz sitzen, wartete den Schlusssegen und die Entlassung ab.
»Gehet hin in Frieden!«
»Dank sei Gott dem Herrn!«, antwortete die Gemeinde.
Die Messe war beendet, und die Menschen begannen, zum Ausgang zu schlurfen, während sie ihre Mäntel zuknöpften und die Handschuhe anzogen. Auch Maura erhob sich und trat gerade in den Mittelgang, als sie aus dem Augenwinkel sah, wie Daniel sie auf sich aufmerksam zu machen versuchte, wie er sie mit stummen Gesten anflehte, nicht zu gehen. Sie setzte sich wieder, spürte die neugierigen Blicke der Leute, die an ihrer Bank vorbeikamen. Sie wusste, was sie sahen, oder was sie zu sehen glaubten: eine einsame Frau, begierig nach den tröstenden Worten eines Geistlichen am Heiligen Abend.
Oder sahen sie etwa mehr?
Sie erwiderte die Blicke nicht. Während die Kirche sich leerte, blickte sie starr geradeaus, fixierte mit unbewegter Miene den Altar. Und dachte dabei: Es ist spät, und ich sollte nach Hause gehen. Ich weiss nicht, was es bringen soll, noch länger hierzubleiben.
»Hallo, Maura.«
Sie blickte auf und sah Daniel in die Augen. Die Kirche war noch immer nicht ganz leer. Die Organistin packte ihre Noten zusammen, und einige der Chorsänger zogen sich noch die Mäntel an, doch in diesem Moment war Daniels Aufmerksamkeit so auf Maura konzentriert, dass sie ebenso gut der einzige Mensch weit und breit hätte sein können.
»Es ist lange her, dass Sie zuletzt hier waren«, sagte er.
»Das stimmt wohl.«
»Das letzte Mal war im August, nicht wahr?«
Du hast es dir also auch gemerkt.
Er setzte sich zu ihr auf die Bank. »Ich bin überrascht, Sie hier zu sehen.«
»Es ist schliesslich Heiligabend.«
»Aber Sie sind doch nicht gläubig.«
»Trotzdem habe ich meine Freude an den Riten. An den Liedern.«
»Das ist der einzige Grund, weshalb Sie gekommen sind? Um ein paar Weihnachtslieder zu singen? Um ein paar Mal Amen und Dank sei Gott dem Herrn zu sagen?«
»Ich wollte ein wenig Musik hören. Und unter Menschen sein.«
»Erzählen Sie mir nicht, dass Sie heute Abend ganz allein sind.«
Sie zuckte mit den Schultern und lachte. »Sie kennen mich doch, Daniel. Ich bin nicht gerade der gesellige Typ.«
»Ich dachte nur ... Ich meine, ich hatte angenommen ...«
»Was?«
»Dass Sie mit jemandem zusammen sein würden. Gerade heute Nacht.«
Das bin ich auch. Ich bin mit dir zusammen.
Sie verstummten beide, als die Organistin mit ihrer prall gefüllten Notentasche den Mittelgang herunterkam. »Gute Nacht, Pater Brophy.«
»Gute Nacht, Mrs. Easton. Und vielen Dank, Sie haben wieder mal wunderbar gespielt!«
»Es war mir ein Vergnügen.« Die Organistin warf Maura noch einen letzten prüfenden Blick zu und ging dann weiter in Richtung Ausgang. Sie hörten, wie die Tür zufiel, und dann waren sie endlich allein.
»Also, warum hat es so lange gedauert?«, fragte er.
»Nun ja, Sie wissen ja, wie das ist in unserer Branche - gestorben wird immer. Einer unserer Rechtsmediziner musste vor ein paar Wochen wegen einer Rückenoperation ins Krankenhaus, und wir mussten für ihn einspringen. Ich hatte alle Hände voll zu tun, das ist alles.« »Sie hätten trotzdem mal zum Hörer greifen und einfach anrufen können.«
»Ja, ich weiss.« Das galt auch für ihn, aber getan hatte er es nie. Daniel Brophy würde nie auch nur einen Schritt vom rechten Pfad abweichen, und das war vielleicht auch ganz gut so - es genügte, dass sie selbst ständig gegen die Versuchung ankämpfen musste.
»Und was hat sich bei Ihnen so getan?«, fragte sie.
»Sie wissen, dass Pater Roy letzten Monat einen Schlaganfall hatte? Ich habe seine Aufgaben als Polizeigeistlicher übernommen.«
»Detective Rizzoli hat es mir erzählt.«
»Ich war vor einigen Wochen an diesem Tatort in Dorchester. Sie wissen schon - der Polizeibeamte, der erschossen wurde. Ich habe Sie dort gesehen.«
»Ich habe Sie aber nicht gesehen. Sie hätten doch hallo sagen können.«
»Na ja, Sie waren so beschäftigt. Voll konzentriert, wie üblich.« Er lächelte. »Sie können ganz schön grimmig dreinschauen, Maura. Wussten Sie das?«
Sie lachte. »Vielleicht ist das mein Problem.«
»Ihr Problem?«
»Dass ich die Männer abschrecke.«
»Mich haben Sie nicht abgeschreckt.«
Wie könnte ich auch?, dachte sie. Dein Herz kann nie - mand brechen, weil du es nicht herschenken darfst. Sie sah demonstrativ auf ihre Uhr und stand auf. »Es ist sehr spät, und ich habe schon viel zu viel von Ihrer Zeit in Anspruch genommen.«
»Es ist ja nicht so, als hätte ich irgendetwas Dringendes zu erledigen«, sagte er, als er sie zum Ausgang begleitete.
»Sie sind Seelsorger für eine ganze Gemeinde. Und es ist schliesslich Heiligabend.«
»Wie Sie sicherlich bemerkt haben, habe auch ich heute Nacht nichts Besseres vor.«
Sie blieb stehen und drehte sich zu ihm um. Da standen sie nun allein in der Kirche, atmeten den Duft von Kerzenwachs und Weihrauch ein, vertraute Gerüche, die ihr die Weihnachtsfeste, die Mitternachtsmessen ihrer Kindheit in Erinnerung riefen. Die Tage, als der Besuch einer Kirche noch nicht dieses Gefühlschaos auslösen konnte, das sie jetzt empfand. »Gute Nacht, Daniel«, sagte sie und wandte sich zur Tür.
»Wird es erneut vier Monate dauern, bis wir uns wiedersehen?«, rief er ihr nach.
»Ich weiss es nicht.«
»Unsere Gespräche haben mir gefehlt, Maura.«
Wieder zögerte sie, die Hand schon erhoben, um die Tür aufzudrücken. »Mir haben sie auch gefehlt. Vielleicht sollten wir gerade deswegen in Zukunft darauf verzichten.«
»Es gibt nichts, wofür wir uns schämen müssten.«
»Noch nicht«, sagte sie leise, den Blick nicht auf ihn gerichtet, sondern auf die schwere, geschnitzte Tür, die zwischen ihr und dem Entrinnen stand.
»Maura, lassen Sie uns nicht so auseinandergehen. Es gibt keinen Grund, weshalb wir nicht weiterhin .«
Ihr Handy klingelte.
Sie angelte es aus ihrer Handtasche. Um diese nächtliche Stunde konnte ein läutendes Telefon nichts Gutes bedeuten. Während sie den Anruf annahm, spürte sie, wie Daniel sie ansah, und sie war sich ihrer eigenen nervösen Reaktion auf seinen Blick vollauf bewusst.
»Dr. Isles«, meldete sie sich. Ihre Stimme klang unnatürlich kühl.
»Frohe Weihnachten«, sagte Detective Jane Rizzoli. »Wundert mich, dass du um diese Zeit nicht zu Hause bist. Da hab ich's nämlich zuerst versucht.«
»Ich bin in die Mitternachtsmesse gegangen.«
»Echt? Aber es ist doch schon eins! Ist die Messe denn noch nicht aus?«
»Doch, Jane. Die Messe ist aus, und ich wollte gerade gehen«, antwortete Maura in einem Ton, der alle weiteren Fragen unterband. »Was liegt an?«, fragte sie, denn ihr war längst klar, dass Jane ihr nicht bloss frohe Weihnachten wünschen wollte, sondern einen dienstlichen Grund für ihren Anruf haben musste.
»Die Adresse ist Prescott Street 210, East Boston. Ein Wohnhaus. Frost und ich sind vor etwa einer halben Stunde hier eingetroffen.«
»Einzelheiten?«
»Ein Todesopfer - eine junge Frau.«
»Ein Mord?«
»Allerdings.«
»Du scheinst dir sehr sicher zu sein.«
»Das wirst du verstehen, wenn du erst mal hier bist.«
Maura beendete das Gespräch und bemerkte, dass Daniel sie immer noch ansah. Aber der Augenblick für Wagnisse, für Worte, die sie beide vielleicht hinterher bereuen würden, war vorbei. Der Tod war ihnen dazwischengekommen.
»Sie müssen zu einem Einsatz?«
»Ich habe heute Nacht Bereitschaft.« Sie verstaute das Handy wieder in ihrer Tasche. »Ich habe hier in der Stadt keine Familie, deswegen habe ich mich freiwillig gemeldet.«
»Ausgerechnet in dieser Nacht?«
»Die Tatsache, dass heute Weihnachten ist, macht für mich keinen Unterschied.«
Sie knöpfte ihren Mantelkragen zu und trat aus der Kirche hinaus in die Nacht. Er folgte ihr nach draussen und sah ihr von der Treppe aus nach, als sie durch den Neuschnee zu ihrem Wagen ging. Sein weisses Messgewand flatterte im Wind, und als sie sich umdrehte, sah sie, wie er die Hand hob, um ihr zum Abschied zuzuwinken.
Er winkte immer noch, als sie davonfuhr.
Die pulsierenden blauen Lichter dreier Streifenwagen durchbrachen das filigrane Muster des fallenden Schnees und liessen alle, die sich diesem Ort näherten, wissen, dass hier etwas passiert war. Etwas Schreckliches. Maura merkte, wie die vordere Stossstange ihres Lexus über Eis schrammte, als sie ihn möglichst dicht an dem aufgeschichteten Schneewall parkte, um Platz für andere Fahrzeuge zu lassen. Um diese Stunde, am frühen Weihnachtsmorgen, würden die einzigen Fahrzeuge, die sich durch diese schmale Strasse zwängten, wie ihres zum Gefolge des Todes gehören. Sie nahm sich einen Moment Zeit, um sich für die anstrengenden Stunden zu wappnen, die ihr bevorstanden. Ihre müden Augen waren wie hypnotisiert von all den flackernden Lichtern, ihre Arme und Beine fühlten sich taub an, und das Blut in ihren Adern schien wie träger Schlamm zu fliessen. Wach auf!, dachte sie. Die Arbeit ruft.
Sie stieg aus, und der Schwall eisiger Luft, der sie erfasste, riss sie aus ihrer Schläfrigkeit. Sie stapfte durch den frischen Pulverschnee, der wie weisse Federn vor ihren Stiefeln aufstob. Obwohl es schon halb zwei war, brannte in einigen der bescheidenen Einfamilienhäuser in der Nachbarschaft noch Licht, und durch ein Fenster, das mit Schablonenbildern von fliegenden Rentieren und Weihnachtssternen geschmückt war, sah sie die Silhouette eines neugierigen Anwohners, der aus seinem warmen Haus in die Nacht hinausstarrte - eine Nacht, die nun nicht mehr still, nicht mehr heilig war.
»Hallo, Dr. Isles?«, rief ein Streifenpolizist, ein älterer Cop, der ihr irgendwie bekannt vorkam. Er selbst wusste offenbar ganz genau, wer sie war. Sie wussten alle, wer sie war. »Wie kommt's, dass es ausgerechnet Sie heute Nacht erwischt hat?«
»Dasselbe könnte ich Sie fragen, Officer.«
»Tja, wir haben wohl beide den Kürzeren gezogen.« Er lachte auf. »Na, dann fröhliche Weihnachten.«
»Ist Detective Rizzoli drin?«
»Ja, sie und Frost haben den Tatort gefilmt.« Er deutete auf ein Haus, in dem alle Lichter brannten, einen kastenförmigen kleinen Bau, eingezwängt zwischen mehrere ältere, leicht heruntergekommene Wohnhäuser. »Inzwischen dürften sie wohl fertig sein und nur noch auf Sie warten.«
Plötzlich hörte sie jemanden heftig würgen. Sie blickte sich zur Strasse um und sah eine blonde Frau, die gebückt dastand und ihren langen Mantel raffte, um den Saum nicht zu bekleckern, während sie sich in den Schnee erbrach.
Der Streifenpolizist schnaubte verächtlich. »Was die da im Morddezernat verloren hat, ist mir schleierhaft«, raunte er Maura zu. »Kam angerauscht, als wäre das hier 'ne Folge von Cagney und Lacey. Hat uns alle rumkommandiert. Die knallharte Ermittlerin. Dann geht sie rein, wirft einen Blick auf den Tatort, und im nächsten Moment kommt sie schon wieder rausgerannt und reihert in den Schnee.« Er lachte.
»Ich habe sie noch nie gesehen. Sie ist beim Morddezernat?«
»Wie ich höre, hat sie gerade erst vom Drogen- und Sittendezernat gewechselt. Der Commissioner und seine geniale Idee, den Frauenanteil zu erhöhen. Die wird sich nicht lange halten, wenn Sie mich fragen.«
Die Kriminalbeamtin wischte sich den Mund ab und wankte mit unsicheren Schritten zur Verandatreppe, wo sie auf die Stufen niedersank.
»Hey - Detective!«, rief der Streifenbeamte. »Wollen Sie nicht vielleicht ein bisschen Abstand zum Tatort halten? Wenn Sie noch mal kotzen müssen, dann machen Sie's wenigstens irgendwo, wo keine Spuren gesichert werden müssen.«
Ein jüngerer Polizist, der in der Nähe stand, kicherte in sich hinein.

Nach oben

Zuletzt angesehene Produkte