Buch
Taschenbuch (80 Seiten)
1. Auflage
Sprache: Deutsch
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Merleau-Ponty gilt als der bedeutendste französische Phänomenologe. Er hat nicht nur wesentlich dazu beigetragen, die von Husserl und Heidegger inaugurierte Denkrichtung in Frankreich zu etablieren, sondern er hat als Mitherausgeber der "Temps Modernes", zusammen mit Sartre, die Öffentlichkeit im Nachkriegsfrankreich entscheidend geprägt. Die vorliegenden Radiovorträge stammen aus dem Jahre 1948. Sie erschienen, als der Autor seine beiden großen Erstlingswerke "Die Struktur des Verhaltens" und "Phänomenologie der Wahrnehmung" vorgelegt hatte und mit seinen Essays aus "Humanismus und Terror" und "Sinn und Nicht-Sinn" bis in den politischen Bereich hinein für Aufsehen sorgte. Die offene Art der Darstellung könnte nicht nur Philosophen ansprechen, die sich einen geduldigen Blick für die Sachen selbst und den Sinn für ein fragendes Denken bewahrt haben; sie dürfte bei all denen, die sich mit aktuellen Themen wie Leiblichkeit, Bild und Medien beschäftigen, auf lebendigen Widerhall stoßen. Es sind lebendige Denkproben, die Geschmack auf mehr machen. Die Publikation findet in einem durch die Kunst geprägten Umfeld einen durchaus passenden Ort. Ihr sind aufmerksame Leserinnen und Leser zu wünschen, deren Sinne noch nicht durch eine Überfülle von Reizen und durch ein Überangebot an Sinn abgestumpft sind. Bernhard Waldenfels
| ISBN-10: | 3-89770-262-2 |
|---|---|
| EAN: | 9783897702622 |
| Erschienen: | September 2006 |
| Verlag: | Salon Verlag & Edition |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1. Auflage |
| Seitenzahl: | 80 |
| Länge/Breite: | 218mm/134mm |
| Gewicht: | 155 g |
| Reihe: | Edition questions |
Bernhard Waldenfels, geboren 1934, Studium der Philosophie, Psychologie, Klassischen Philologie und Geschichte in Bonn, Innsbruck, München und Paris; Promotion 1959, Habilitation 1967; 1968-1976 Lehrtätigkeit in München; seit 1976 Professor für Philosophie an der Universität Bochum; emeritiert 1999. Gastprofessuren in Louvain-la-Neuve, New York, Rom, Rotterdam, Paris, Prag und San Jose. Präsident der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung von 1996-1998.