Das Echo der Schuld

Roman

von Charlotte Link

Buch

Taschenbuch (541 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren Mann werden sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet, öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet spurlos ? "Gänsehaut in doppelter Hinsicht: ungewöhnliche Liebesgeschichte und fesselnder Krimi in einem." Freundin "Mit ihrem neuen Psycho-Thriller ist Charlotte Link ein großartiger Roman gelungen: fesselnd, strukturiert, hochspannend ? und dichter als ihre Vorgängerromane. Kein Problem, dieses 541 Seiten starke Werk in einem Rutsch zu lesen. ′Das Echo der Schuld′ möchte man nicht mehr aus der Hand legen. Link hat einen Psycho-Thriller geschrieben, der Schauer über den Rücken jagt und durch kluge Wendungen überrascht." Main-Echo "′Das Echo der Schuld′, der neue gnadenlos spannende Krimi von Charlotte Link steht nicht umsonst schon wieder wochenlang auf sämtlichen Bestsellerlisten ? er lässt den Leser die Nacht zum Tag machen, Haltestellen verpassen und Fingernägel abknabbern." Wochenblatt

Produktdetails

Verkaufsrang: 16.364
ISBN-10: 3-442-46853-1
EAN: 9783442468539
Originaltitel: Das Echo der Schuld
Erschienen: 28.01.2009
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 541
Länge/Breite: 189mm/120mm
Gewicht: 431 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

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Kundenrezensionen

  • Spannung bis zum Schluß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von bärentatze, am 22.02.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ein typischer Link-Roman: psychologisch sehr interessant mit knisternder Spannung ... und einem nahezu unerwartetem Schluß: Der beste Roman, den ich von Charlotte Link bisher gelesen habe.

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  • Wunderbar! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.01.2011

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    Ich habe dieses Buch gelesen und von Anfang an mitgefiebert. Ich finde es grandios geschrieben und man bleibt wirklich bis kurz vorm Schluss in Hochspannungsphase. Charlotte Link hat hier wieder ein Zeichen für hochklassige Literatur gesetzt. Ein Buch für kuschelige Abende, wenn draussen die Welt unterzugehen droht! :) Daumen hoch!

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  • Miträtseln - Bis zum Ende!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von leseratte18, am 29.12.2010

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    Ich habe schon mehrere Bücher von Charlotte Link gelesen, doch ich denke dieses ist einer ihrer besten Bücher!!! Bis zum Ende ist man gespannt darauf, wer der Täter ist und fiebert mit. Meiner Meinung nach ist das Ende sehr überraschend. Auch die Paralelgeschichte von Virginias Vergangenheit, hat sie gut in die aktuelle Situation einfließen lassen. Der Leser versteht die Reaktionen von ihr und kann sie nachvollziehen.

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  • Perfekt für lange Herbstabende Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgit Matthews, am 25.09.2010

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    Ein Wechsel zwischen spannender Kriminalgeschichte bei der 2 Mädchen verschwinden, mißbraucht und getötet werden,
    und einer Beziehungsgeschichte zwischen
    der gut situierten, melancholischen Virginia und dem zwielichtigen Aussteiger Nathan.
    Die Geschichte schlüssig aufgebaut besticht
    durch eine psychologisch starke Handlung,
    bei der man keine Minute des Lesens missen
    möchte.

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  • Fesselnde Lovestory und Krimi in einem Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 09.01.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich hab schon einige Bücher von Charlotte Link gelesen,aber dieses gefällt mir mit Abstand am Besten. Es ist von Anfang an spannend und man weiß bis zum Schluß nicht wer dieser Mörder ist und wie die Liebesgeschichte ausgeht. Toll geschrieben!!

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  • Tolle Geschichte, schön erzählt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 30.07.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch war sehr schön zu lesen und ich konnte eigentlich gar nicht aufhören immerzu weiter zu lesen.

    Die Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen und was den Mörder angeht, da hatte ich ganz andere Theorien! War ziemlich überrascht, wer es dann doch letztendlich war.

    Was die Liebe angeht, hat mir kein Charakter der beiden Männer zugesagt. Irgendwie passen die beide nicht zu Virginia. Hätte ihr ein schöneres Ende gewünscht.

    Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen, der gerne Charlotte Link Bücher liest!

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  • Spannend! Unerwartet! Überraschend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von MissRichardParker, am 18.05.2009

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    Eine spannende Lebensgeschichte, ein Krimi und eine Lovestory in einem Buch.

    Unerwartete Geständnisse, Einblicke in viele Gschichten die alle Figuren zusammenführt.

    Ich fand das Buch sehr spannend, unterhaltsam und überraschend! Ich kann es nur weiterempfehlen

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  • unerwartet enttäuschend... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von IBO, am 06.03.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist enttäuschend!
    C.Link schreibt sonst Spannung pur, wo ist die? Dazu noch eine abgegriffene "Love story " wie aus einem Groschenroman...
    Ich mußte mich durch die ersten 160 Seiten kämpfen, bis es ein wenig spannend wurde - davor gab es endlose Landschaftsbeschreibungen und langatmige Umschreibungen depressiver Stimmungen einiger Romanfiguren, das las sich wie ein Psychologie- Buch.
    Das angekündige Unheil passiert, doch man hat keine spannende Ahnung, wer der Täter sein könnte, es kommt absolut kein "Krimikribbeln" auf, es gibt keinen cleveren Ermittler oder verdächtige Handlungen der Romanfiguren.
    Zum Schluß ist man wenig überrascht, denn das Ganze wird von einer absolut kitschigen, untealistischen Liebesgeschichte verwischt und in arg englische Klischee- Bilder verpackt.
    Schade, ich bin von Charlotte Link anspruchsvollere und spannendere Krimis gewöhnt.

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  • Gelungene Sex'n Crime Stroy Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 19.02.2009

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In diesem Buch laufen quasi zwei Stories parrallel:

    Schiffbruch vor der Isle of Skye. Nach der Kollision mit einem Frachter Meilen vor Schottlands wilder Küste, können die deutschen Aussteiger Livia und Nathan Moor nur noch ihr Leben retten. Virginia Quentin und ihr Mann nehmen die Schiffbrüchigen in ihrem Ferienhaus auf und die Ereignisse nehmen ihren fatalen Lauf ...

    Dann werden zwei kleine Mädchen getötet. Als auch die siebenjährige Tochter von Frederic und Virginia verschwindet, treffen beide Handlungstränge aufeinander. Man ist sehr gespannt, wie sich die Story entwickeln wird.

    Der Plot trifft den Leser unvermutet ...

    Wieder ein tolles Buch von Ch. Link

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April 1995


Im Traum sah er den kleinen Jungen vor sich. Die blitzenden Augen. Das strahlende Lachen. Die Zahnlücken. Die Sommersprossen, die im Winter verblassten und im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen aufblühten. Die dichten dunklen Haare, die so eigenwillig in alle Himmelsrichtungen abstanden.
Er konnte sogar seine Stimme hören. Sehr hell, sehr melodisch. Eine weiche, fröhliche Kinderstimme.
Er konnte ihn riechen. Es war ein ganz besonderer Geruch, der nur zu dem Jungen gehörte. Es war ihm nie gelungen, diesen Geruch genau zu beschreiben, weil er so einzigartig war. Eine Mischung vielleicht aus dem Salz, das der Wind vom Meer her manchmal bis weit ins Landesinnere trug und das nur noch schwach, ganz zart wahrnehmbar war. Und aus dem würzigen Duft, den die Sonnenstrahlen der Baumrinde entlockten. Aus den Gräsern, die im Sommer am Wegrand wuchsen.
Manchmal hatte er seine Nase in den Haaren des Jungen vergraben, um den Geruch tief einzuatmen.
Im Traum nun tat er es wieder und empfand seine Liebe zu diesem Kind fast schmerzhaft.
Dann begann das Bild des strahlenden Jungen zu verblassen, und andere Bilder schoben sich darüber.
Der hellgraue Asphalt einer Straße. Ein lebloser Körper. Ein kalkweißes Gesicht. Sonne am blauen Himmel, blühende Narzissen, Frühling.
Er setzte sich ruckartig im Bett auf, hellwach von einem Moment zum anderen, schweißnass. Sein Herz hämmerte laut und schnell. Es verwunderte ihn, dass die Frau, die neben ihm lag und schlief, nicht wach wurde von diesem Herzschlag. Aber es war in jeder Nacht so, in jeder Nacht seit dem Unglück: Er verstand nicht, dass sie schlafen konnte, während ihn die Bilder quälten und aus den Träumen rissen. Immer die gleichen Bilder von der Straße, dem Körper, dem blauen Himmel, den Narzissen. Irgendwie machte das alles noch schlimmer: dass es Frühling war. Er hegte den völlig irrationalen Gedanken, er würde die Bilder eher ertragen, wären sie von schmutzigen Schneerändern am Straßenrand begleitet. Aber vermutlich stimmte das nicht. Er würde sie so oder so nicht ertragen.


Er stand leise auf, schlich an den Schrank, zog ein frisches T-Shirt heraus. Das völlig verschwitzte, das er trug, streifte er über den Kopf, ließ es auf den Boden fallen. Er musste sein Hemd jede Nacht wechseln. Nicht einmal das bekam sie mit.
Vor dem Schlafzimmerfenster gab es keine Läden, und der Mond schien, so dass er sie recht gut sehen konnte. Ihr schmales, kluges Gesicht, die langen blonden Haare, die sich über das Kopfkissen ausbreiteten. Sie atmete ruhig und gleichmäßig. Er betrachtete sie voller Zärtlichkeit und stellte sich gleich darauf die Frage, die er sich in jeder seiner schlaflosen Nächte stellte: Liebte er den Jungen so sehr, weil er ihre Liebe nicht gewinnen konnte? Hatte er seinen Geruch so begierig eingesogen, weil sie ungeduldig wurde, wenn er mit geschlossenen Augen an ihren Haaren, an ihrer Haut zu riechen versuchte? Hatte er sich vom Lächeln des Kindes verzaubern lassen, weil sie ihm kaum mehr ein Lächeln schenkte?
Vielleicht, dachte er, ist es müßig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Denn der Junge würde sterben. In den Nächten wusste er dies mit glasklarer Gewissheit. Tagsüber schaltete er seinen Verstand ein und sagte sich, dass es nicht so kommen musste, dass er es zumindest nicht vorhersehen konnte. In den Nächten aber, kaum aus den Träumen erwacht, sprach nicht sein Kopf zu ihm, sondern eine Stimme aus seinem Unterbewusstsein, und die ließ sich nicht zum Schweigen bringen.
Der Junge wird sterben.
Und es ist deine Schuld.
Er begann leise zu weinen. Er weinte in jeder Nacht.
Die schöne blonde Frau in seinem Bett vermochte er dadurch nicht zu wecken, sie bemerkte seine Tränen so wenig wie seinen Herzschlag und sein gehetztes Atmen. Sie hatte schon vor so langer Zeit aufgehört, sich für ihn zu interessieren, dass sie kaum in der Lage sein würde, nun damit anzufangen, nur weil eine Katastrophe in sein Leben getreten war.
Irgendwann, ein paar Nächte zuvor, hatte er überlegt, wie es wäre, einfach fortzugehen. Sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen: das Haus, den Garten, seine Freunde, seine vielversprechende Karriere. Die Frau, die sich nicht mehr für ihn interessierte. Vielleicht sogar seinen Namen, seine Identität. Alles, was zu ihm gehörte. Am liebsten auch die Bilder, die ihn so quälten, aber da machte er sich nichts vor: Gerade sie würde er nicht loswerden. Wie sein eigener Schatten würden sie ihm folgen, immer dort sein, wo er gerade war. Aber vielleicht konnte er sie besser ertragen, wenn er stets in Bewegung blieb, sich nie zu lange an einem Ort aufhielt, nirgendwo verweilte, keine Wurzeln mehr schlug.
Man konnte seiner eigenen Schuld nicht davonlaufen.
Aber man konnte versuchen, so schnell zu laufen, dass man ihr nicht ständig in die verzerrten Züge blicken musste.
Vielleicht war es ein richtiger Gedanke.
Wenn der Junge starb, würde er gehen.


Erster Teil


Sonntag, 6. August 2006


Rachel Cunningham sah den Mann, als sie von der Hauptstraße in die kleine Sackgasse abbog, an deren Ende sich die Kirche und unweit davon das Gemeindehaus befanden. Er trug eine Zeitung unter dem Arm, hielt sich im Schatten eines Baumes und schaute sich ein wenig teilnahmslos in der Gegend um. Hätte er nicht am vergangenen Sonntag an genau derselben Stelle gestanden, er wäre Rachel wohl kaum aufgefallen. So aber dachte sie: Komisch. Schon wieder der!
Aus der Kirche konnte sie das Dröhnen der Orgel und den Gesang der Gemeinde hören. Gut, dort war die Messe noch in vollem Gang. Ihr blieb also noch Zeit, bis der Kindergottesdienst anfing. Donald, ein netter junger Theologiestudent, war damit betraut. Rachel schwärmte ein bisschen für Don, wie die Kinder ihn nannten, deshalb war sie gern etwas zu früh dran, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Don hielt seine Gottesdienste im Gemeindehaus ab. Wenn man ganz vorne saß, kam man öfter dran, hatte Rachel herausgefunden, und man durfte mehr Aufgaben übernehmen: die Tafel sauberwischen zum Beispiel, oder helfen, den Diaprojektor zu bedienen. Angesichts ihrer Verliebtheit war Rachel ziemlich begierig auf derartige Bevorzugungen.

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