Das Glück hat einen Ort in mir
Leseprobe

Das Glück hat einen Ort in mir

Inspirationen für ein Leben aus dem Herzen

von Georg Schmertzing

Buch

gebunden (119 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Die Intelligenz des Herzens vertiefen




In 30 einfachen und originellen Impulsen zeigt der Coach und Mediator Georg Schmertzing, wie leicht es ist, kleine und große Lebensentscheidungen aus dem Herzen zu treffen. Denn das Herz kennt den Weg: zu mehr Erfüllung und Freude, zu liebevoller Verantwortung für unsere Umwelt, zu wahrem Lebensglück.


Produktdetails

ISBN-10: 3-466-36830-8
EAN: 9783466368303
Erschienen: 23.02.2009
Verlag: Kösel-Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 119
Länge/Breite: 192mm/133mm
Gewicht: 210 g
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Georg Schmertzing

Georg Schmertzing wurde als Sohn eines Berufsoffiziers am 27. August 1937 in Budapest geboren. Nach einer glücklichen Kindheit flüchtete die Familie 1945 nach Wien. In seiner bewegten Jugendzeit arbeitete der Autor als Zeitungsreporter, absolvierte eine Buchhandelslehre und besuchte nebenbei ein Abendgymnasium, auf dem er das Abitur nachholte. Nach einigen Jahren baute er eine erfolgreiche Werbeagentur auf. Durch das Kennenlernen der Mystikerin Luise Wittmann kam 1984 eine radikale Wende in das Leben des Autors, der seinen Weg hin zur Spiritualität bereits in seinem ersten Buch 'Aufbruch zur inneren Erfahrung' beschrieb und sich bei seiner neuen Aufgabe, dem 'Geheimnis Maria' auf die Spur zu kommen, vertrauensvoll von der großen Frau führen ließ.

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Es ist wichtig, dass du für dein Glück einen Ort hast, zu dem du dich jederzeit begeben kannst: dein Herz. Wir müssen also dieses Herz besser kennenlernen, um Glück begreifen und empfinden zu können. Reine Kopf-Menschen wollen sich bekanntlich nicht auf das Glück verlassen. Herz-Menschen verlassen sich darauf, ihr Herz und damit Glück empfinden zu können.
Es bringt nichts, wenn du denkst, glücklich werde ich sein, wenn ich einen lieben Mann, eine liebe Frau habe; wenn ich Chefin oder Filmstar oder Millionär bin. Bis es überhaupt so weit kommt, bist du unzufrieden, gestresst oder sehr ehrgeizig auf dem Kriegspfad. Und wenn du dein Ziel erreicht hast, ist das Glück schon wieder woanders. Also handelt dieses Buch vom Eintauchen in den Herz-Glückspunkt in dir. Hier und jetzt. Es ist einfach zu realisieren, mit 18 oder mit 80 Jahren, erfordert kein Diplom, nur eine neue Grundeinstellung zum Leben in dir selbst: Du lässt dich vom weiten Herzen inspirieren und verlässt die ängstliche Kopf-Kontrolle, die dich unglücklich macht.
Wenn du bereits ein Glückspilz bist, umso besser, dann nimm diese Anregungen als Beweis, dass du auf dem richtigen Weg bist. Was nämlich wichtig ist für dich, das bestimmst du ganz allein. Die Mitmenschen spiegeln dir zurück, wie weit du auf deinem ureigensten Weg zum Glücklichsein im Vertrauen auf die unendliche Quelle des Lebens bereits gegangen bist.
Mein Vorschlag: Finde dein "Kraftfeld Herz" und du hast die neue Erde und den neuen Himmel in dir. Der Weg dorthin führt nicht über die Anpassung an äußerliche Trends, sondern über die Öffnung des Herzens tief in deiner Brust, weil dort das ganze Universum und die Glückseligkeit zu Hause sind. Das Wachstum des Herzens hat keine Grenzen!
Georg Schmertzing Wien, Herbst 2008


Die Herz-Welt
Hier sind einige Anregungen, um die Welt des Kopfes zu zähmen, die Welt des Bauches zu durchschauen und rechtzeitig in der Welt des Herzens aufzuwachen.
Die Welt des Kopfes liefert Erklärungen, die Welt des Bauches Reaktionen und die Welt des Herzens die Weisheit der Übersicht.
Die Welt des Kopfes gibt uns die Vernunft, die Welt des Bauches den Instinkt, die Welt des Herzens die Entdeckung der Lebensfülle.
Ist das nicht Anregung genug, das neue Herz-Bewusstsein zu entdecken und Glück in unserer Wesensmitte zu finden?


Die Bitte König Salomons
Salomon war noch ein sehr junger Mann, als er König auf dem Throne Davids wurde. Da sagte Gott zu ihm im Traum: "Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll." Und Salomon bat: "Verleihe deinem Knecht ein hörendes Herz."
Diese Bitte gefiel Gott so sehr, dass er zu Salomon sprach: "Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde gebeten hast, werde ich deine Bitte erfüllen. Siehe, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht.
Aber auch das, was du nicht erbeten hast, will ich dir geben: Reichtum und Ehre, sodass zu deinen Lebzeiten keiner unter den Königen dir gleicht." (Nach 1. Buch der Könige 3,5-15)
Wenn sich Gott, der Schöpfer des Lebens, über diese Bitte nach einem hörenden Herz so freut und uns dafür so reichlich beschenkt, dann scheint es nichts Wichtigeres zu geben für unser Lebensglück als dieses hörende Herz.


Unser Körper-Instrument
Der Körper ist uns als materielles Ausdrucksmittel in Verbindung zu Seele und Geist geschenkt, so, wie der Musiker seine Geige oder Flöte braucht, um auf ihr Musik zu spielen. Gelingt es dabei, eine Einheit zu schaffen, sind wir ganz. Wenn wir also da oder dort auf unseren Körper hinweisen, sprechen wir damit einen "Grundton" an, den auch andere sofort wahrnehmen können. Hier drei markante Beispiele, die wir bei einer Gruppenarbeit entdeckt haben:
Wir zeigen auf unseren Kopf und jeder versteht: "Ich denke."
Wir zeigen auf den Bauch, den Solarplexus, und beschreiben so: "Ich fühle instinktiv."
Dann zeigen wir auf die Brust und sagen damit: "Ich bin."
So zeigt es unser Körperempfinden: Die existenzielle Mitte, der Wesenskern, unser Ich-Bin sitzt in der Mitte der Brust, im spirituellen Herzen.
Wenn wir das erkennen, verändert sich unser Bewusstsein grundlegend. Unsere Sicht kommt nicht mehr nur vom stolz erhobenen, kontrollierenden Kopf oder aus der unbewussten Bauchhöhle, sondern aus der bewussten Wesensmitte in der Brust. Eine völlig neue Perspektive!
So können wir in die Herzen der Mitmenschen und aller Dinge schauen, um uns mit ihnen zu verbinden. Durch die innere Einstellung auf den Wesenskern Herz gewinnen wir selbst das nötige Vertrauen zum Leben, um Glück in uns wirken zu lassen.


Die verlorene Mitte
Wir leben in einer Gesellschaft, die den Kopf überbetont und die mit dem Philosophen René Descartes sagt: "Ich denke, also bin ich." Da werden Körper und Gefühle nur als Hilfsmittel gebraucht.
Wir leben auch in einer Gesellschaft, die den verschiedensten Instinkten hilflos ausgeliefert ist und mit Erstaunen feststellt, dass diese sich in erschreckender Weise ungezügelt Bahn brechen: Konzentrationslager, Selbstmord-Terrorismus, Mord und Hinrichtung vor laufender Kamera, Folter, Ausbeutung, Tierquälerei, ethnische Säuberungen, Religionskriege, Naturzerstörung und so weiter. Wir haben diese Instinkte nicht unter unsere Kontrolle gebracht.
Die Verbindung von Kopf-Denken und Bauch-Instinkten ist nicht gelungen. Sie ist jetzt vielfach unterbrochen. Diese Zweiteilung war sicher eine Zeit lang notwendig, um das sich behauptende Ego zu entwickeln. Jetzt fühlen wir uns zerrissen zwischen Kopf und Bauch.
Leider wurde und wird das Herz als natürliche Mitte der Person und als Brücke zwischen Kopf und Bauch abgesetzt, versachlicht und manchmal sogar aus dem noch lebenden Körper herausgeschnitten. Wir verhirnen und sind ratlos.
Unser Problem: Wir haben unsere Wesensmitte verloren. Es ist noch immer gesellschaftlich anerkannt, einseitig nur aus dem Kopf zu leben. Das ist ebenso einseitig, wie nur aus dem Bauch zu leben. Mein Vorschlag: Leben wir aus der alle Teile verbindenden Inspiration des Herzens!


1. Herz-Übung:
"Ja" sagen


Viele Kopf-Menschen - auch mir ging es so - haben zuerst Schwierigkeiten, mit dem Herzen, dem spirituellen Kern, in Verbindung zu treten. Der Kopf redet immer dazwischen.

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