Der Dieb der süßen Dinge. Bastei-Lübbe Taschenbücher, Band 92076

Roman. Aus d. Italien. v. Christiane von Bechtolsheim

von Andrea Camilleri

Buch

Taschenbuch (317 Seiten)

11. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Commissario Montalbano kann sich über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen. Denn in Vigta, dem malerischen Städtchen an der sizilianischen Küste, geschehen gleich zwei Morde: Auf einem Fischerboot wird während einer nächtlichen Ausfahrt
ein Tunesier erschossen, und der sizilianische Geschäftsmann Lapecora wird im Aufzug seines Wohnhauses erstochen aufgefunden. Die beiden Opfer haben, außer der Tatsache, daß sie tot sind, offensichtlich nichts gemeinsam. So scheint es
zumindest, bis Commissario Montalbano ein drittes -Verbrechen? aufklärt: Bei einer überraschenden Polizeiaktion ertappt er auf frischer Tat einen Dieb, der seit ein paar Tagen im Ort für Aufregung sorgt. Der geheimnisvolle Übeltäter bringt
den Commissario auf die Spur der schönen Tunesierin Karima. Und eben diese wie sich herausstellt in Vigta nicht unbekannte Schöne ist das, was die beiden Morde miteinander verbindet ...

Produktdetails

ISBN-10: 3-404-92076-7
EAN: 9783404920761
Originaltitel: Il ladro di merendine
Erschienen: 03.11.2011
Verlag: Lübbe
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 11. Auflage
Seitenzahl: 317
Gewicht: 350 g
Übersetzer: Christiane Bechtolsheim
Reihe: Bastei-Lübbe Taschenbücher
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Andrea Camilleri

Andrea Camilleri wurde 1925 in Porto Empedocle, Sizilien, geboren und lebt heute in Rom. Seine historischen Romane und Krimis lösten in den vergangenen Jahren ein regelrechtes Camilleri-Fieber aus und stürmten sämtliche vorderen Pätze auf den italienischen Bestseller-Listen. Camilleris Hauptfigur, Commissario Salvo Montalbano, gilt inzwischen weltweit als Inbegriff sizilianischer Lebensart und einfallsreicher Kriminalistik.

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Kundenrezensionen

  • Ein Stück Italien in meiner Hand! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.12.2011

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    Es gibt wohl keinen zweiten Schriftsteller, der es schafft, Dinge so zu beschreiben, dass man sie riecht und direkt vor Augen hat! witzige Telefonate, grandiose Denkvorgänge und kulinarische Höhenflüge! Das ist Italianità!

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  • Die Schöne und der kleine Eierdieb Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefan Heidsiek, am 14.05.2009

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    Vorhang auf für Comissario Montalbanos dritten Fall, der gegenüber seinen beiden Vorgängern noch wortwitziger daherkommt und erneut mit einem intelligenten, in sich stimmigen Plot samt typisch sizilianischen Ende aufwartet. Diesmal bekommt der hartgesottene, oftmals brummige und grobe Ermittler einen Mordfall aufs Auge gedrückt, der auf den ersten Blick keinen Sinn zu ergeben scheint.

    In Vigáta, der (fiktiven) malerischen sizilianischen Küstenstadt, wird der Geschäftsmann Lapecora erstochen im Aufzug seines Wohnhauses aufgefunden. Und wie es scheint, ist er in diesem toten Zustand auch ein paar Runden mit dem Lift gefahren. Gleich mehrere Personen kommen für die Tat in Frage, ein Motiv vermag Montalbano doch zunächst nicht zu finden. Bis er auf die Spur der schönen Tunesierin Karima kommt, mit welcher sich der Verstorbene desöfteren zu einem Schäferstündchen im Büro getroffen hat. Die Schönheit ist jedoch spurlos verschwunden. "Cherchez la femme!", heißt es nun für Montalbano, der im Zuge seiner Ermittlungen bald die Untersuchungen seines Kollegen aus Mazàra kreuzt. Dort hat es vor der Küste einen Zwischenfall mit einem tunesischen Patrouillenboot gegeben, in deren Verlauf ein Mitglied der Besatzung eines Fischerboots - auch ein Tunesier - durch die Ladung eines Bordmaschinengewehrs den Tod gefunden hat. Ein Zufall? Als dann auch noch ein Eierkuchendieb die Gegend unsicher macht, scheint nicht nur ein gewaltiger Eisberg des Verbrechens zutage zu treten, sondern auch Montalbanos Privatleben in seinen Grundfesten erschüttert zu werden.

    Wie immer lebt auch dieser Krimi von seiner Hauptperson, von dem man als Leser nie so recht weiß, was man von ihm halten soll. Eigentlich ein trotz seiner zynischen, überheblichen Art ein sympathischer Mensch, neigt er zu Wetterfühligkeit und wird damit nicht selten zum Fluch für all seine Kollegen. Doch unter der harten Schale steckt mehr als offensichtlich ein weicher Kern, ein gerechtigkeitsliebender Mensch, der Falschheit verabscheut und vorgeblich "anständigen" Bürgern gern mal die Fassade wegreißt, um sie vor aller Öffentlichkeit bloßzustellen.

    So sicher er sich aber auch durch seine Ermittlungen windet und dienstliche Situationen zu seinen Gunsten lenkt, auf privater Ebene ist er unsicher wie ein Schuljunge. Seine Wochenendbeziehung mit der schönen Livia mag nicht so recht vorangehen. Ängste vor fester Bindung, Kindern oder viel schlimmer - zukünftig schlechter Küche, lassen ihn in den Armen seiner großen Liebe winden. All das macht Montalbano jedoch zutiefst menschlich und trägt dazu bei, dass die Figur beim Lesen lebendig vor unserem Auge erscheint und wir an seinem Schicksal Anteil nehmen. Auch wenn hier erneut eher selten kriminalistische Feinarbeit geleistet wird: Ein ziemlich spannendes Buch mit einem Ende voller Finesse und Einfallsreichtum, in dem geschickt die zu anfangs parallel laufenden Handlungsstränge miteinander verwoben werden.

    Insgesamt ist "Der Dieb der süßen Dinge" ein absolut lesenswerter Kriminalroman mit bildhafter Sprache, trockenem Humor und schnellen Dialogen, der sizilianischer nicht sein könnte und Montalbano endgültig zur Kultfigur erhebt. Für alle Liebhaber der italienischen Lebensweise und Küche ohne Einschränkung zu empfehlen.

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  • Sizilien versus Tunesien! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von TRIPREPORTER (+JAN98), am 09.02.2008

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    Im dritten Fall Commissario Montalbano´s
    geht es im Vordergrund um politische
    Verwicklungen zwischen Italien und Sizilien.
    Wie passt der Tod einer schönen Tunesierin und eines tunesischen Matrosen auf einem sizilianischen Fischkutter zusammen?. Auf den ersten Blick nicht wirklich.
    Aber Andrea Camilleri schafft es, diese beiden Handlungsstränge zu verknüpfen.
    Das ganze ist nicht so klar und gut gezichnet wie die ersten beiden Titel.
    Hier hat sich der Autor wohl etwas viel vorgenommen.
    Aber insgesamt, mit all den sizilianischen
    Spezialitäten, doch empfehlenswert.

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