Buch
gebunden (504 Seiten)
1. 2008
Sprache: Deutsch
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Was bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun? Wie können normale Menschen dazu verleitet werden, unmoralisch zu handeln? Wo liegt die Grenze zwischen Gut und Böse, und wer läuft Gefahr, sie zu überschreiten?
Der renommierte Sozialpsychologe Philip Zimbardo erläutert in seinem neuen Buch Der Luzifer-Effekt, wie wir alle für die Verlockungen "der finsteren Seite" anfällig sind - und die unzähligen Gründe dafür. Anhand historischer Beispiele sowie seiner eigenen bahnbrechenden Forschungen führt er detailliert aus, wie situative Kräfte und gruppendynamische Prozesse zusammenwirken können, um aus anständigen Männern und Frauen Ungeheuer werden zu lassen.
Zimbardo ist vielleicht am besten bekannt als der Kopf hinter dem Stanford Prison Experiment, einem Meilenstein der psychologischen Forschung. Hier erzählt er, zum ersten Mal und in fesselndem Detail, die ganze Geschichte dieser Studie, in der eine Gruppe freiwilliger Studenten zufällig in "Wärter" und "Häftlinge" aufgeteilt wurde, um dann in einem simulierten Gefängnis zu arbeiten und zu leben. Innerhalb einer Woche musste das Experiment abgebrochen werden, da normale Studenten sich in brutale, sadistische Wärter oder emotional gebrochene Gefangene verwandelt hatten.
Indem er die psychischen Ursachen solcher verstörenden Metamorphosen analysiert, versetzt Zimbardo den Leser in die Lage, vielerlei entsetzliche Phänomene besser zu verstehen, von Straftaten der Wirtschaftskriminalität über organisierten Völkermord bis hin zu den Misshandlungen und Folterungen, die ursprünglich rechtschaffene US-amerikanische Soldaten in Abu Ghraib begangen haben. Die landläufige Vorstellung vom "faulen Apfel" ersetzt er durch das Bild vom "bösen Fass" - also der Hypothese, dass das soziale Umfeld und das System das Individuum pervertieren, und nicht etwa umgekehrt.
Dieses Buch wagt es, der Menschheit einen Spiegel vorzuhalten, der zeigt, dass man vielleicht nicht der Mensch ist, für den man sich halten mag. Es zwingt uns zu hinterfragen, welcher Untaten wir - gefangen im Schmelztiegel der Verhaltensdynamik - fähig sein mögen, doch Zimbardo weckt auch neue Hoffnung: Er ist überzeugt, dass man nicht nur dem Bösen widerstehen, sondern gar selbst heroisches Verhalten entwickeln kann. Der Luzifer-Effekt ist eine schockierende und fesselnde Studie, die unsere Sicht des menschlichen Verhaltens verändern wird.
| Verkaufsrang: | 11.751 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8274-1990-5 |
| EAN: | 9783827419903 |
| Originaltitel: | The Lucifer Effect |
| Erschienen: | 15.07.2008 |
| Verlag: | Spektrum Akademischer Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1. 2008 |
| Seitenzahl: | 504 |
| Gewicht: | 953 g |
| Übersetzer: | Karsten Petersen |
Philip G. Zimbardo ist Professor für Psychologie an der Stanford University. Er hat sich vor allem mit Arbeiten aus dem Bereich der Sozialpsychologie und durch seine außergewöhnlich gute Lehre einen Namen gemacht. Zimbardo wurde mit dem Hilgard Award für seinen Beitrag zur Allgemeinen Psychologie geehrt und zum Präsidenten der American Psychological Association gewählt.
Karsten Petersen, Dr. theol. ist seit September 2003 Vikar der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.
von sabatayn76, am 23.09.2010
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