Der siebte Tod

Thriller. Deutsche Erstausgabe

von Paul Cleave

Buch

Taschenbuch (414 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.


Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der - so wird behauptet - sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.


Produktdetails

Verkaufsrang: 45.402
ISBN-10: 3-453-43247-9
EAN: 9783453432475
Originaltitel: The Cleaner
Erschienen: 02.04.2007
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 414
Gewicht: 382 g
Übersetzer: Martin Ruf
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Paul Cleave

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Neben dem Schreiben renoviert er Immobilien ("Ich kaufe ein Haus, lebe etwa ein Jahr in ihm, während ich es renoviere, und verkaufe es dann"). Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman »Der siebte Tod« auf Anhieb ein internationaler Bestseller, der in Deutschland monatelang vorne auf den Bestsellerlisten stand.

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Kundenrezensionen

  • OH mein Gott! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Regina Nikolic, am 31.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wenn man bedenkt, der Mörder könnte dein Nachbar sein, da wird einem übel.

    Diese Geschichte hat mich echt umgehauen. Wahnsinn pur!
    Wie kann ein Mensch nur so krank sein??? Total genial geschrieben, es reißt einen wirklich mit. Wenn man richtig im Lesen ist, verschwimmt die Welt um einen einfach.
    Für mich war es total schwer, mich wieder los zu reißen. Unbedingt lesen. Aber nichts für schwache Nerven!!

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  • EIN MUSS Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tim Aldermann, am 17.08.2011

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    "Der Siebte Tod" ist ein absolutes MUSS für Thriller - Fans. Ein wirklich genial geschriebenes Buch voller Sarkasmus, Ironie und Spannung bis ins letzte Haar.

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  • Einfach genial! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Natascha Ritzinger, am 30.05.2011

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    Es gibt ja unzählige Serienkillerromane.Dieser hier ist endlich mal was Besonderes, denn er erzählt aus der Sicht des Killers. Joe ist nach außen hin ein netter Kerl, ein wenig zurückgeblieben. Tagsüber putzt er bei der Polizei, alle haben ihn gern, doch nebenbei mordet er. Auch für seine Mutter ist er der gute Sohn, sie weiß nicht, dass er ihren Kaffe regelmäßig mit Rattengift würzt. Nun hat Joe bereits sechs Frauen auf dem Gewissen, doch die Zeitungen sprechen von sieben Toten. Ein Copykiller ist aufgetaucht und Joe macht sich daran, ihn zu finden und ihm die restlichen Morde anzuhängen. Was folgt ist ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei Killern, wie ich es so noch nicht gelesen habe. Was den Roman jedoch so herausragend macht, ist der knappe, schnörkellose Stil von Paul Cleave. Cleave bringt wirklich frischen Wind in die Thrillerszene, vielleicht liegt es daran, dass er aus Neuseeland kommt, wo der Roman auch spielt. Eine echte Entdeckung, bitte mehr davon!

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  • Unbedingt lesen!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.03.2011

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    Dies ist seit langer Zeit das beste Buch was ich gelesen habe. Es beinhaltet Spannung pur, und wird aus der Sicht der Hauptfigur Joe erzählt. Teilweise wird die Handlung witzig aber auch sehr brutal erzählt. Ich konnte das Buch erst wieder aus der Hand legen als ich es fertig gelesen hatte. Teilweise nichts für schwache Nerven, trotzdem unbedingt lesen.

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  • Unbedingt lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bärbel Nusselt-Seibert, am 25.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein spannender Thriller erzählt aus der Sicht eines Mörders. Fazit: Lesen ist ein absolutes Muss für alle, die Thriller lieben.

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  • Auch sie werden ihn mögen,den Killer Joe. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helga Grill, am 22.03.2011

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    Ein netter Kerl,Täter,Opfer und Ermittler in einer Person.Seine Mutter hält ihn für schwul,dabei vergewaltigt und tötet er sechs Frauen.
    Als Reinigungskraft arbeitet er im Polizeirevier.Alle glauben er ist behindert,aber trotzdem ein netter Kerl.
    Besonders die junge Sally sieht Paralellen zu ihrem behinderten Bruder,der tödlich verunglückt ist und möchte ihn besonders umsorgen.
    Da geschieht der siebte Mord.Dieser wurde jedoch nicht von Joe begangen.Mit grosser Intelligenz beginnt er zu ermitteln.Die schöne Meliisa,als nächstes Opfer auserkoren,macht aus ihm das Opfer.
    Kommt der nette Joe aus diesem Schlammassel?

    Ein etwas anderer Thriller!

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  • Der siebte Tod Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Verena Döker-Brockherde, am 03.03.2011

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    Der siebte Tod
    Der Neuseeländer Paul Cleave verbindet Thriller mit Komik bzw. Kabarett. Er schreibt aus der Sicht des Mörders. Das beinhaltet sowohl komische so wie auch ernste wenn nicht sogar grausame Situationen. Ein wirklich gelungenes Debüt. Bitte lesen.

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  • Spannung PUR Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicole Walte, am 13.08.2010

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    Hauptfigur Joe verhält sich ein bißchen so, als ob er nicht ganz richtig tickt.
    Ok, hin und wieder bringt er Frauen um, aber sonst ist er eigentlich fast normal.
    Doch plötzlich wird er aus seiner kleinen Welt gerissen - jemand bringt eine Frau (fast) nach seinem Schema um. Joe begibt sich Systematisch auf die Suche und ...(nur soviel: Es ist bis zur letzten Seite spannend und man muß ihn einfach zu Ende lesen!)
    Geeignet für jeden, der Spannung liebt.

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  • Grandios Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tommy, am 04.06.2010

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    Diese Buch ist für alle zu empfehlen, denen die meisten 0815-Thriller zu langweilig sind. Und gerade im Thiller-Genre gibt es mittlerweile so viel Durchschnitt.
    Allein schon, dass das Geschehen aus der Sicht der bösen Figur geschrieben ist, finde ich großartig und sonst leider viel zu selten.
    Das faszinierende daran ist sich selbst zu beobachten. Eigentlich dürfte man nicht mit so einer Figur mitfiebern, schließlich ist er der Böse, andererseits kann man gar nicht anders.
    Dadurch ist auch das Ende interessant, denn man muss erstmal überlegen, ob man es als Happy End empfindet oder nicht.
    Das einzige, was ich etwas störend finde, ist das Erzählen im Präsens. So etwas finde ich immer beim Lesen etwas störend, aber in diesem Fall trübt es das Lesevergnügen zum Glück nicht.
    Auch wenn Paul Cleave mit seinen weiteren Büchern "Die Stunde des Todes" und "Die Toten schweigen nicht" das Niveau nicht halten konnte, ist ihm mit diesem Buch ein zukünftiger Klassiker des Thriller-Genres gelungen, den man gelesen haben sollte.

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  • gute Durchschnittskost Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Barbara, am 03.05.2010

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    Ich habe das Buch soeben beendet und überlege nun wie ich es am Besten rezensiere...

    Zuerst fand ich es interessant die Geschichte fast ausschließlich aus der Sicht des Mörders zu lesen. Paul Cleave hat der Figur (soweit in ihrer Geisteskrankheit möglich) Tiefe verliehen und ist das ganze Buch über jeden Augenblick authentisch geblieben.
    Wie hier schon ab und zu erwähnt stimmt es, dass die Geschichte oft etwas zu rüde erzählt und etwas ins lächerliche gezogen wird - aber hier kommt genau der vorige Punkt zum Einsatz. Da die Geschichte aus der Sicht des Mörders erzählt wird MUSS es so geschrieben sein. Würde die Geschichte anders erzählt würde sie wiederum nicht zum Charakter passen.

    Also alles in allem fand ich die Geschichte interessant und gut erzählt. Witzig war es auch zu sehen wie sehr Joe sich selbst falsch einschätzt - kann er bei einem Täterprofil der Polizei z.B. nur den Kopf schütteln obwohl für den Leser ersichtlich ist, dass so gut wie alles darin stimmt...

    Wie gesagt - ein recht gutes Buch das jetzt aber nicht unbedingt großartig heraus sticht oder einen noch lange beschäftigen wird.

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  • für schlaflose Nächte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Ponleitner, am 03.02.2010

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    Ein scheinbar ganz normaler Mann, mit scheinbar ganz normal Arbeit und dessen psychische Abgründe.
    Der Zwiespalt von Normalität und Wahnsinn zeichnet diesen Thriller aus!
    Bis zum Schluss kann man die Brutalität nicht fassen.
    Schlaflose Nächte sind hierbei sicher!

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  • Nicht mein Fall Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von sternthaler75, am 04.12.2009

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    Joe, ein junger Mann, arbeitet bei der Polizei als Putzkraft. Er wohnt nicht mehr bei seiner Mutter, wird aber von ihr mächtig unterdrückt. Ab und zu mischt er ihr ein wenig Rattengift ins Essen. Und nebenbei bringt er Menschen um- hauptsächlich Frauen, und zwar auf ziemlich widerliche Art und Weise. Er trägt immer einen Aktenkoffer bei sich, in dem sich alle notwendigen Utensilien befinden. Joe bricht dazu in die Häuser ein, um seine Opfer zu überraschen. Er ist davon überzeugt, dass die Polizei ihn nie kriegen wird, da er sich in der Öffentlichkeit als Behinderter ausgibt, und weil er dort arbeitet, kommt er an ziemlich vielen Informationen, und ist den Ermittlungen immer etwas voraus. Doch dann geschieht ein Mord, mit dem er nichts zu tun hat, er wird ihm aber untergeschoben... und das passt Joe verständlicherweise überhaupt nicht. Er macht sich auf die Suche, bei der es zu einigen unerwarteten Begegnungen kommt.
    Insgesamt recht langatmig geschrieben, das eingebildete Getue von Joe geht mir zwischendurch ziemlich auf die Nerven, man möchte den Typen am liebsten mal schütteln, und ihm sagen, er soll endlich aufwachen.

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  • Mein Name ist Joe... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kati Wascher, am 01.12.2009

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    Nach außen hin wirkt er nicht nur harmlos, man möchte ihn sogar am liebsten unter die Fittiche nehmen. Dabei würzt er nicht nur regelmäßig den Kaffee seiner verhassten Mutter mit Rattengift, sondern hat sogar schon 6 Frauen umgebracht. Doch als ein siebtes Opfer gefunden wird und man ihm den Mord anhängen will, fühlt er sich in seiner Mörderehre angegriffen und macht sich selbst auf die Suche nach dem Täter. Die Idee dieses Thrillers ist nicht nur herrlich schräg, sondern auch schön böse. Für alle Fans schrägen und bösen Humors.

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  • Erfrischend anders! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sven Schloz, am 28.11.2009

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    "Der siebte Tod" ist ein Krimi, der aus der Reihe tanzt.
    Joe, der als geistig zurückgebliebener Putzmann getarnt bei der Polizei "untergetaucht" ist, hat schon sechs Frauen umgebracht. Nun wird eine siebte Tote gefunden. Joe wird diese Tat zugeschrieben aber er war es nicht. Also macht er sich selbst daran, den Täter zu richten.
    Sehr witzig und skurril geschrieben und mit vielen raffinierten Pointen. Ich habe schon viele Krimis gelesen, aber dieser besticht durch seine Einzigartigkeit.

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  • Endlich ein Serienkiller-Roman der aus der Reihe fällt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Chris Steinberger, am 28.10.2009

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    Schon allein der Klappentext weckt die Neugier des geneigten Thriller-Lesers und spätestens nach dem ersten Kapitel ist man gefangen von dem Protagonisten. Besonders schmerzhaft für Männer ist die Mitte des Romans. Selten hatte ich ein Buch so schnell gelesen. Absolute Spitzenklasse!

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  • heftig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Tikva, am 24.08.2009

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    Für Joe ist töten einfach nur Spaß. Er muss nicht zwanghaft töten, er macht es, wenn ihm grad die Lust danach ist. Sozusagen ein ganz spezielles Hobby.

    Die Morde werden nicht ausführlich beschrieben, was allerdings nicht schlimm ist. Dadurch wirkt dafür alles andere drum herum viel extremer.
    Akribisch genau macht er seine Hausaufgaben, auf der suche nach dem anderen Mörder.

    Seine Mutter, die er regelmäßig besucht, nervte mich schon nach kurzer Zeit mit ihren Stimmungsschwankungen.
    Und als ich las dass er auf der Arbeit ein Bild von seinen Goldfischen hat, musste ich lauthals lachen.

    Doch dann wird er selbst zum Opfer und es ist pure Absicht vom Täter. Denn dieser weiß genau, WER er ist.
    Die Situation, in der Joe das Opfer ist und die Sachen, die der Täter mit ihm macht, werden sehr genau beschrieben. Das ist nichts für zartbesaitete Leser...
    Er überlebt und schwört Rache!
    Aber sein eigentliches Ziel behält er dennoch im Blick und dort scheint alles zu seinen Gunsten zu verlaufen.

    Doch nach diesem "Zwischenfall" mit ihm als Opfer, verpuffte die Spannung erst einmal für eine Weile. Er tappt auf der Stelle was den 7. Mord betrifft und wird nun auch noch unter Druck gesetzt.
    Ob er jemals geschnappt wird? Er hat alles so gut eingefädelt...

    Die Kapitel sind unterschiedlich lang. Kapitelweise wird die Erzählperspektive gewechselt, zwischen der Ich-Perspektive von Joe, dem Protagonisten und der Erzähler-Perspektive, wenn es um die Personen um ihn rum geht, wie z.B. Sally, eine Arbeitskollegin.
    Die Kapitel aus Joes Sicht sind meistens länger als die Kapitel aus Sallys Sicht.

    Den Protagonisten lernt man im Laufe des Buches immer besser kennen. Alle anderen Charaktere werden größtenteils nur oberflächlich beschrieben, so dass man nur weiß, auf welcher Seite sie stehen und was für eine Funktion sie haben.
    Nur Joes Arbeitskollegin wird besser dargestellt. Ihre Lebensgeschichte wird gut eingeflochten und sie spielt zum Schluss noch eine wichtige Rolle.

    Fazit:
    Aus der Sicht des Killers zu lesen ist sehr interessant. So bekommt man seine wahren Beweggründe mit. In diesem Fall geht es um einen äußerst hartgekochten und hochintelligenten Killer, der weiß wie er mit seiner Intelligenz umgehen muss.
    Von mir bekommt dieser Thriller 4 Sterne, da der Schreibstil von seiner Härte her teilweise doch sehr an die Nieren geht und nichts für durchschnittliche Thrillerleser ist.

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  • der netteste und lustigste serienmörder lässt mich kalt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lukas Glaser, am 01.06.2009

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    für einen horror- und krimifan ist dies das falsche buch. auch wenn es in der haupthandlung um sieben morde geht, wird dieses thema dem leser nicht gerade sehr spannend vermittelt.
    kurz gesagt, es teniert schon ein bischen in richtung komödie.
    meine bewertung fällt deswegen nur mittelmäßig aus, weil ich mir persönlich von diesem werk einfach mehr shocker erwartet hätte. und ebenso mehr spannendere handlungen, die mich wirklich fesseln. doch das war leider nicht der fall. was dem roman außerdem noch fehlt, ist ein kleiner funken von ernst. hier wird alles ins lachhafte gezogen und konnte nicht einmal mit den sterbenden frauen mitfühlen.
    wenigstens war das buch eine kleine unterhaltung beim bahnfahren.

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  • Hallo mein Name ist Joe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Hütter, am 20.03.2009

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    Joe ist ein ganz netter Kerl. Manchmal tötet er Frauen. Leider gibt es einen Nachahmungstäter, was wiederum Joe gar nicht gefällt. Aus verletzem Stolz heraus beschließt Joe seinen Konkurenten zu finden und ihm die Morde anzuhängen. Wundern sie sich nicht, wenn ihnen Joe plötzlich sympathisch ist. Sein schwarzer Humor ist einfach großartig.

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  • Öfters mal was Neues... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thola, am 21.10.2008

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    Dieses Buch ist einfach genial. Ich hatte noch nie soviel Sympathie und Miteid mit einem Psychopathischem Killer gehabt wie für Joe...
    Joe spielt einen geistig behinderten Putzmann bei der Polizei, somit weiß Joe immer wie der Ermittlungsstand ist.
    Dieses Buch ist aus der Sicht von Joe geschrieben und deshalb sehr interessant zu lesen, weil man die Gedanken eines Serienkillers erfährt warum er z.b. gerade diese Frau umbringt und nicht ne andere...
    Und erschreckend ist die Tatsache wie klug Joe ist und wie er es anstellt, das gegenteil nach aussen zu zeigen...
    Sehr empfehlenswert dieses Buch.

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  • anders!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Schreiter, am 21.10.2008

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    Ich fand es toll mal sone Geschichte von der anderen seite zu erleben.mal aus der sicht des Killers mit all seinen Gedanken.

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Ich steuere den Wagen in die Auffahrt. Lehne mich zurück. Versuche mich zu entspannen.
Ich schwöre bei Gott, heute hat es mindestens fünfunddreißig Grad. Christchurch-Hitze. Schizophrenes Wetter. Schweiß rinnt mir über den ganzen Körper. Meine Finger sind wie feuchter Gummi. Ich beuge mich vor, schalte den Motor aus, greife nach meinem Aktenkoffer und steige aus dem Wagen. Hier in der Gegend funktionieren immerhin die Klimaanlagen. Noch ein paar Schritte bis zur Eingangstür, dann fummle ich am Schloss herum. Und stoße einen Seufzer der Erleichterung aus, als ich eintrete.
Ich schlendere durch die Küche. Wie ich höre, ist Angela oben unter der Dusche. Ich werde sie später stören. Jetzt brauch ich erst mal etwas zu trinken. Der Kühlschrank hat eine Edelstahltür, aus der mich mein Spiegelbild anstarrt wie ein Geist. Ich öffne die Tür, gehe in die Knie und bleibe fast eine Minute lang so hocken, während ich mich mit der kühlen Luft anfreunde. Der Kühlschrank bietet mir Bier und Coke an. Ich gebe dem Bier den Vorzug, drehe den Verschluss auf und setze mich an den Tisch. Eigentlich trinke ich nicht besonders viel, aber diese Flasche schütte ich innerhalb von zwanzig Sekunden in mich hinein. Der Kühlschrank offeriert mir noch eine Flasche. Wer bin ich schon, dass ich dazu Nein sage? Ich lehne mich auf dem Stuhl zurück. Lege die Füße auf den Tisch. Denke darüber nach, die Schuhe auszuziehen. Kennen Sie das Gefühl? Sie arbeiten den ganzen Tag bei glühender Hitze. Acht Stunden Stress. Dann hocken Sie sich mit einem kühlen Bier in der Hand hin, legen die Füße hoch und ziehen die Schuhe aus.
Ein absoluter Hochgenuss.
Während ich der Dusche oben lausche, nippe ich entspannt an meinem zweiten Bier in diesem Jahr. Für das hier brauche ich ein paar Minuten, dann kriege ich Hunger. Zurück zum Kühlschrank und dem Stück kalter Pizza, das ich vorhin erspäht habe. Ich zucke mit den Schultern. Warum nicht? Ist ja nicht so, als ob ich auf mein Gewicht achten müsste.
Ich setze mich wieder an den Tisch. Die Füße hoch. So schmeckt auch die Pizza, nur die Schuhe wäre ich gerne noch los. Bloß hab ich im Augenblick nicht die Zeit dazu. Ich schlinge die Pizza runter, nehme meinen Aktenkoffer und gehe nach oben. Aus der Stereoanlage im Schlafzimmer dröhnt ein Lied, das ich kenne, dessen Titel mir aber nicht einfällt. Ebenso wenig wie der Name des Sängers. Trotzdem ertappe ich mich beim Mitsummen, als ich den Aktenkoffer aufs Bett lege; sicher wird mir die Melodie noch stundenlang im Kopf rumgehen. Ich nehme neben dem Aktenkoffer Platz. Öffne ihn. Hol die Zeitung raus. Auf der Titelseite prangen lauter reißerische Schlagzeilen. Oft frage ich mich, ob die Medien nicht die Hälfte von diesem Zeug erfinden, nur um die Auflage zu steigern. Offensichtlich gibt es einen echten Markt für solche Meldungen.
Ich höre, wie die Dusche abgedreht wird, ignoriere das aber und lese lieber weiter in der Zeitung. Einen Artikel über einen Kerl, der die Stadt terrorisiert. Frauen umbringt. Folter. Vergewaltigung. Mord. Der Stoff, aus dem man Filme macht. Ein paar Minuten vergehen, und ich hocke noch immer da und lese, als Angela, umgeben von weißem Dampf und dem Duft ihrer Körperlotion, aus dem Bad kommt. Sie trocknet sich die Haare mit einem Handtuch.
Ich lasse die Zeitung sinken und lächle.
Sie sieht zu mir rüber.
»Scheiße, wer sind Sie denn?«, fragt sie.


Die Sonne steht hoch am Himmel und blendet sie. Unter ihrem Kleid rinnen ihr Schweißperlen den Körper hinab und befeuchten den Stoff. Der polierte Grabstein aus Granit funkelt, und sie muss blinzeln, doch sie weigert sich, den Blick von den Buchstaben abzuwenden, die vor fünf Jahren dort eingraviert wurden. Das helle Licht treibt ihr das Wasser in die Augen - was nicht weiter ungewöhnlich ist; ihre Augen sind immer feucht, wenn sie hierherkommt. Sie hätte eine Sonnenbrille aufsetzen, ein leichteres Kleid anziehen sollen. Mehr tun sollen, um seinen Tod zu verhindern.
Sally greift nach dem Kruzifix an ihrem Hals, und die vier Spitzen bohren sich in ihre Hand. Sie kann sich nicht daran erinnern, wann sie es das letzte Mal abgenommen hat, und fürchtet, wenn sie es täte, würde sie sich zu einer kleinen Kugel zusammenrollen und bis in alle Ewigkeit nur noch weinen. Sie hatte es bei sich, als die Ärzte in der Klinik ihrer Familie die Nachricht überbrachten. Sie hielt es fest umklammert, als man sie bat, sich zu setzen und ihr mit düsterer Miene mitteilte, was sich wohl schon zahllose andere Familien hatten anhören müssen, deren Angehörige im Sterben lagen und die dennoch die Hoffnung nicht aufgeben wollten. Es hing über ihrem Herzen, als sie ihre Eltern zum Beerdigungsinstitut fuhr, sich mit dessen Inhaber zusammensetzte und bei Kaffee und Tee, den niemand anrührte, Sargbroschüren durchsah. Als sie die Seiten voller Hochglanzbilder umblätterte und versuchte, etwas zu finden, in dem ihr Bruder gut aussehen würde. Die gleiche Prozedur fand dann auch noch für den Anzug statt. Sogar der Tod war modebewusst. Auf den Fotos in den Katalogen hingen die Anzüge an Schaufensterpuppen; es wäre wohl zu geschmacklos gewesen, hätten unbeschwert lächelnde Menschen sie getragen und dabei versucht, sexy auszusehen.
Seither hatte sie das Kruzifix keinen einzigen Tag mehr abgelegt. Es half ihr dabei, Orientierung und Hilfe zu finden; es erinnerte sie immer daran, dass sich Martin jetzt an einem besseren Ort befand; dass das Leben nicht so schlecht war, wie es schien.
Unfähig sich zu rühren, betrachtet sie nun schon seit vierzig Minuten das Grab. Die Schatten der nahen Eichen sind ein wenig länger geworden. Gelegentlich reißt der Nordwestwind eine der reifen Eicheln von den Zweigen und schleudert sie auf einen Grabstein, mit einem knackenden Geräusch, als bräche ein Finger. Der Friedhof besteht aus einer weitläufigen, üppige Rasenfläche, die von Wegweisern aus Zement unterteilt wird und im Augenblick größtenteils verlassen daliegt; vor den Grabsteinen stehen nur eine Handvoll Menschen, alle in ihre eigene, persönliche Tragödie vertieft. Sie fragt sich, ob im Laufe des Tages noch mehr Leute kommen werden, ob es auch auf dem Friedhof eine Art Hauptverkehrszeit gibt. Sie hofft es. Ihr gefällt die Vorstellung nicht, dass Menschen sterben und einfach vergessen werden. In einiger Entfernung fährt ein Kerl auf einem Aufsitz-Rasenmäher um und über die Gräber. Er steuert das Gerät wie einen Rennwagen; wahrscheinlich will er so schnell wie möglich mit seiner Arbeit fertig werden und von hier verschwinden. Der Wind trägt den Lärm des Motors bis zu ihr. Eines Tages wird dieser Kerl, der Hausmeister, auch hier begraben sein. Wer mäht dann den Rasen?
Sie weiß nicht mal, warum sie solche Dinge denkt. Sterbende Hausmeister, Hauptverkehrszeiten, Menschen, die die Toten vergessen. Sie ist immer so, wenn sie hierherkommt. Morbid, völlig durcheinander, als hätte jemand ihre Gedanken in einen Cocktailshaker gesteckt und sie wie verrückt durchgeschüttelt. Sie kommt gerne her, wenigstens einmal im Monat – wenn »gerne« das richtige Wort ist. Immer, absolut immer schafft sie es, an Martins Todestag hierzusein, und der ist heute. Morgen hätte er Geburtstag. Oder hat er Geburtstag. Sie hat keine Ahnung, ob es noch zählt, wenn man unter der Erde liegt. Aus irgendeinem Grund, den sie nicht erklären kann, besucht sie ihn nie an seinem Geburtstag. Das hätte genau die gleichen Folgen, wie wenn sie das Kruzifix abnehmen würde, da ist sie sich sicher. Ihre Eltern waren bereits früher am Nachmittag hier; das sieht sie an den frischen Blumen, die neben ihren eigenen stehen. Sie ist nie gemeinsam mit ihnen da. Das ist auch so was, dass sie nicht erklären kann, nicht einmal sich selbst.
Sie schließt kurz die Augen. Warum bringt dieser Ort sie nur immer dazu, über unlösbare Fragen nachzugrübeln? Sobald sie den Friedhof verlassen hat, wird es ihr wieder besser gehen. Sie kniet sich hin, streicht zärtlich über die Blumen, die vor dem Grabstein stehen, und fährt dann mit den Fingern über die Inschrift. Ihr Bruder war fünfzehn, als er starb. Einen Tag vor seinem sechzehnten Geburtstag. Ein Tag Unterschied zwischen Geburts- und Todestag. Wahrscheinlich nicht einmal das. Eher ein halber Tag. Sechs oder sieben Stunden. Was für einen Sinn hat es, dass er mit fünfzehn, fast sechzehn gestorben ist? Die Leute, die hier begraben liegen, sind durchschnittlich zweiundsechzig Jahre alt. Das weiß sie so genau, weil sie es ausgerechnet hat. Sie ist von Grab zu Grab gegangen, hat die Zahlen in einen Taschenrechner getippt und dann geteilt. Sie war neugierig. Wollte wissen, um wie viele Jahre Martin betrogen wurde. Seine knapp sechzehn Jahre auf dieser Erde waren etwas Besonderes, und die Tatsache, dass er geistig behindert war, in Wahrheit ein Segen. Er hatte ihr Leben reicher gemacht, und auch das ihrer Eltern. Er wusste, dass er anders war, dass viele Dinge eine Herausforderung für ihn waren, aber er empfand sein Anderssein nie als Problem. Für ihn ging es im Leben darum, Spaß zu haben. Was konnte daran schon falsch sein?
Sie hatte nie eine Antwort auf ihre Fragen gefunden, nicht hier, nicht beim Verlassen des Friedhofs. Und daran würde sich wohl auch nie was ändern.
Nach einer Stunde wendet sie sich vom Grab ab. Sie möchte ihrem toten Bruder von dem Mann erzählen, mit dem sie zusammenarbeitet und der sie in mancherlei Hinsicht an Martin erinnert. Er hat ein reines Herz und eine kindliche Unschuld, die derjenigen Martins gleicht. Sie möchte ihrem Bruder davon erzählen, doch sie verlässt den Friedhof ohne ein Wort.
Noch bevor sie ihren Wagen erreicht, hat das Kruzifix begonnen, ihren Schmerz zu lindern.


Die Zeitung interessiert mich nicht mehr. Warum Nachrichten lesen, wenn ich derjenige bin, der sie macht? Also falte ich sie einmal zusammen und lege sie neben mir aufs Bett. Ich habe Druckerschwärze an den Fingern und wische sie an der Tagesdecke ab, während ich Angela mustere. Sie hat diesen bestimmten Gesichtsausdruck, als versuchte sie, eine wirklich schlimme Nachricht zu verdauen, wie etwa, dass ihr Vater von einem Auto angefahren wurde, oder dass ihr das Parfüm ausgegangen ist. Ich beobachte ihr Handtuch. Es rutscht an ihr runter. Sie sieht verdammt gut aus, wenn sie so halbnackt vor mir steht.
»Ich heiße Joe«, sage ich und lange nach meinem Aktenkoffer. Ich wähle das zweitgrößte Messer, das ich darin aufbewahre. Eine Klinge von feinster Schweizer Machart. Ich halte es hoch. Wir können es beide sehen. Für sie sieht es größer aus, obwohl ich näher dran bin. Hat irgendwas mit der Perspektive zu tun.
»Vielleicht haben Sie schon von mir gelesen. Ich bin die Nachricht auf den Titelseiten.«
Angela ist eine große Frau mit endlos langen Beinen. Blondem Haar, offensichtlich naturblond, das ihr bis zum Hintern reicht. Sie hat eine gute Figur mit all den Formen und Kurven, die mich überhaupt erst hierhergeführt haben. Ein attraktives Gesicht, das in Zeitschriften für Kontaktlinsen oder Lippenstift werben könnte. Blaue Augen voller Leben und, im Augenblick, voller Angst. Die Angst in ihren Augen erregt mich. Die Angst in ihren Augen verrät, dass sie in der Tat schon von mir gelesen hat, dass sie im Radio von mir gehört oder die Geschichten über mich im Fernsehen gesehen hat.
Sie fängt an, den Kopf zu schütteln, als beantwortete sie eine ganze Reihe von Fragen mit Nein, obwohl ich sie noch gar nicht gestellt habe. Wassertropfen fliegen nach rechts und links, waagerechter Regen mitten im Zimmer. Ihr Haar wirbelt nach hinten, die nassen Spitzen streifen über die Wände. Es schwingt wieder nach vorn und bleibt auf ihrem Gesicht kleben. Und sie bewegt sich rückwärts, als hätte sie woanders was zu tun.
»Was – was wollen Sie?«, fragt sie. All die selbstsichere Empörung ihrer ersten Frage ist ziemlich genau in dem Augenblick verschwunden, als sie das Messer gesehen hat.
Ich zucke mit den Schultern. Ich kann mir mehrere Dinge vorstellen, die ich gerne hätte. Ein nettes Haus. Ein nettes Auto. Ihre Stereoanlage, die immer noch dasselbe Lied spielt – das jetzt unser Lied ist. Ja. Zu einer netten Stereoanlage würde ich nicht Nein sagen. Aber es steht nicht in ihrer Macht, mich damit auszustatten. Ich wollte, es wäre anders, aber das Leben ist nicht so einfach. Ich beschließe, das im Augenblick nicht zu erwähnen. Wir werden uns später noch unterhalten können.
»Bitte, bitte. Gehen Sie einfach.«
Ich habe das schon so oft gehört, dass ich fast gähne, aber das mache ich nicht, denn ich bin ein wirklich höflicher Mensch. »Sie sind aber eine schlechte Gastgeberin«, sage ich. Höflich.
»Sie sind wahnsinnig. Ich rufe die Polizei.«
Ist sie wirklich so dämlich? Glaubt sie wirklich, dass ich ruhig zusehe, wie sie den Hörer abnimmt und die Nummer eintippt? Dass ich mich auf dem Bett zurücklehne und das Kreuzworträtsel in meiner Zeitung löse, bis sie kommen, um mich festzunehmen? Ich fange an, den Kopf zu schütteln wie sie vorhin, nur dass meine Haare trocken sind.
»Sie könnten es versuchen«, sage ich, »wenn der Hörer noch in der Halterung hinge.« Was nicht der Fall ist. Ich habe ihn rausgenommen, während ich meine Pizza aß. Ihre Pizza.
Sie dreht sich um und rennt in Richtung Bad. Ich bewege mich auf sie zu. Sie ist schnell. Ich bin schnell. Ich werfe das Messer. Klinge über Griff, Griff über Klinge. Der ganze Trick beim Messerwerfen ist einzig und allein die Balance ... wenn man ein Profi ist. Wenn nicht, läuft alles auf pures Glück hinaus. Wir beide hoffen in diesem Moment auf Letzteres. Die Klinge streift seitlich ihren Arm, trifft die Wand und fällt klirrend zu Boden, während Angela hinter der Badezimmertür verschwindet. Sie knallt sie zu, verschließt sie, und ich krache mit voller Wucht seitwärts in die Tür. Sie rührt sich kaum in ihrem Rahmen.
Ich trete ein paar Schritte zurück. Ich kann immer noch nach Hause gehen. Mein Zeug zusammenpacken. Den Aktenkoffer schließen. Meine Latexhandschuhe ausziehen. Verschwinden. Aber so einfach ist das nicht. Ich hänge an meinem Messer und an meiner Anonymität. Das bedeutet, ich muss bleiben.
Sie ruft um Hilfe. Aber die Nachbarn werden sie nicht hören. Ich weiß das, denn ich habe meine Hausaufgaben gemacht, bevor ich hergekommen bin. Das Haus liegt weit zurückversetzt, dahinter beginnt eine Wiese; wir befinden uns im obersten Stockwerk, und keiner ihrer nächsten Nachbarn ist zu Hause. Die Hausaufgaben sind das Entscheidende. Wenn man mit irgendwas im Leben Erfolg haben will, muss man sie ordentlich erledigen. Das kann man gar nicht oft genug betonen.
Ich gehe durchs Schlafzimmer und wähle ein weiteres Messer aus. Es ist das größte. Gerade will ich zum Bad zurückgehen, als eine Katze ins Zimmer kommt. Das verdammte Vieh ist auch noch freundlich. Ich beuge mich runter und tätschle es. Es schmiegt sich gegen meine Hand und fängt an zu schnurren. Ich hebe es hoch.
Zurück an der Badezimmertür rufe ich laut: »Kommen Sie raus, oder ich breche Ihrer Katze das Genick.«
»Bitte, bitte, tun Sie ihr nicht weh.«
»Das ist Ihre Entscheidung.«
Also warte ich. Wie alle Männer, wenn die Frauen im Bad sind. Wenigstens schreit sie nicht. Ich kraule Fluffy unter ihrem weichen Hals. Sie schnurrt nicht mehr.
»Bitte, was wollen Sie?«
Meine Mutter, Gott schenke ihrer Seele Frieden, hat mich immer ermahnt, ehrlich zu sein. Aber manchmal ist das einfach nicht der richtige Ansatz. »Nur mit Ihnen reden«, lüge ich.
»Werden Sie mich umbringen?«
Ich schüttele ungläubig den Kopf. Typisch Frau. »Nein.«
Das Schloss gibt ein deutliches Knacken von sich, als sich die Badezimmertür öffnet. Sie wird also eher ihr Glück mit mir versuchen, als zuzulassen, dass ihre Katze getötet wird. Vielleicht ist die Katze ja wertvoll.
Langsam geht die Tür auf. Ich rühre mich nicht von der Stelle. Ich bin viel zu erstaunt über ihre Dummheit, als dass ich mich bewegen würde. Als die Tür weit genug offen steht, lasse ich Fluffy fallen. Sie landet als wirrer Fellklumpen mit seitlich verdrehtem Kopf und in sämtliche Richtungen abstehenden Beinen, die auf denjenigen zu deuten scheinen, der dafür verantwortlich ist. Angela sieht die Katze fallen, hat aber keine Gelegenheit zu schreien. Ich drücke mit dem ganzen Körper gegen die Tür, und sie ist nicht stark genug, um mich draußen zu halten. Die Tür gibt nach, als Angela das Gleichgewicht verliert. Sie knallt gegen die Duschkabine, und das Handtuch rutscht ihr aus den Händen.
Ich trete ins Badezimmer. Der Spiegel ist noch immer beschlagen. Der Duschvorhang ist mit ein paar Dutzend Gummienten verziert, die mich allesamt anlächeln. Sie sind alle genau gleich ausgerichtet und sehen aus, als zögen sie übers Meer in einen Krieg. Angela fängt wieder mit dem üblichen Gekreische an, das ihr bisher überhaupt nichts gebracht hat und ihr auch jetzt nichts bringen wird. Ich schleife sie zurück ins Schlafzimmer, wobei ich ihr ein paar verpassen muss, um sie zum Mitspielen zu überreden. Sie versucht, mich abzuwehren, aber ich habe mehr Erfahrung damit, Frauen gefügig zu machen, als sie, sich selbst zu verteidigen. Sie verdreht die Augen und besitzt die Frechheit, in meiner Gegenwart ohnmächtig zu werden.
Die Stereoanlage läuft noch immer. Vielleicht werd ich sie mitnehmen, wenn das hier vorbei ist. Ich ziehe Angela hoch, werfe sie aufs Bett und rolle sie auf den Rücken. Dann gehe ich durchs Schlafzimmer, nehme die Fotos ihrer Familie von den Wänden und klappe diejenigen um, die noch auf den Regalen und der Fensterbank stehen. Das letzte Bild, auf das ich einen Blick werfe, zeigt ihren Mann und zwei Kinder. Ich vermute mal, dass er problemlos das Sorgerecht erhalten wird.
Der nächste Schritt unserer Romanze besteht darin, dass ich meine Glock 9 Millimeter Automatik auf den Nachttisch lege, wo ich sie leicht erreichen kann. Ein hübsches Exemplar. Ich habe sie vor vier Jahren gekauft, als ich mit der Arbeit anfing. Hat mich dreitausend Dollar gekostet. Waffen auf dem Schwarzmarkt sind immer teurer, aber dafür anonym. Ich habe das Geld von meiner Mutter gestohlen, die den Nachbarskindern die Schuld gab. Sie ist eine dieser verrückten Frauen, die sich davor fürchten, auf die Bank zu gehen, weil sie den Angestellten dort misstrauen. Die Waffe hab ich für den Fall, dass der Ehemann früher nach Hause kommt. Oder wenn ein Nachbar vorbeischaut. Vielleicht hat Angela ja auch eine Affäre. Vielleicht fährt ihr Liebhaber gerade in diesem Augenblick vor dem Haus vor.

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