Die Bücherdiebin

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Preis der Jugendjury und dem Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle 2008

von Markus Zusak

Buch

gebunden (587 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine unvergessliche Geschichte: lebensfreudig und tragisch, wütend und tröstend


Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte
sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.


1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.


Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem "Handbuch für Totengräber" lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München - und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.


Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend - vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod.


Produktdetails

Verkaufsrang: 54.915
ISBN-10: 3-570-13274-9
EAN: 9783570132746
Originaltitel: The Book Thief
Erschienen: 27.02.2008
Verlag: Cbj
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 587
Gewicht: 943 g
Altersempfehlung: ab 12
Übersetzer: Alexandra Ernst
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Markus Zusak

Der australische Schriftsteller Markus Zusak wurde als jüngster von vier Geschwistern am 23.Juni 1975 in Sydney geboren. Sein Vater stammte aus Österreich und war Maler, seine Mutter kam aus Deutschland. Von ihnen erfuhr Markus Zusak schon als Kind die Geschichten aus dem 2.Weltkrieg, die ihn inspirierten "Die Bücherdiebin" zu schreiben. Sein vorläufiger Kindheitstraum war wie sein Vater Maler zu werden, doch schnell resignierte Markus Zusak und entdeckte eher sein Talent zum Schreiben. Für seinen Jugendroman "The Underdog" aus dem Jahr 1999 erhielt Markus Zusak seine ersten Auszeichnungen. Bekannt wurde der Autor aber vor allem durch sein 2002 veröffentlichtes Buch "Der Joker ? The Messenger", welches 2007 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gewürdigt wurde. Der letztendliche Durchbruch gelang Markus Zusak mit "Die Bücherdiebin". Der Zeithistorische Roman wurde zahlreich geehrt und mit Preisen überschüttet. Durch die Erzählungen seiner Eltern wollte Markus Zusak das damalige Nazi-Deutschland unter den Aspekten der Gegenwehr aufzeigen, welches ihm so gut gelang, dass er einen Bestseller schrieb. Inzwischen sind seine Romane in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Neben seiner Tätigkeit als Autor, lehrt Markus Zusak noch gelegentlich Englisch an einer High School. Seine Freizeit verbringt er mit seiner Familie, geht surfen oder ins Kino. Markus Zusak ist verheiratet und Vater einer Tochter. Wohnhaft ist er mit seiner Familie in Sydney.

Meinung der Redaktion
Markus Zusak hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt. Das ist auch so einer dieser Grenzgänger, die für Kinder wie für Erwachsene schreiben.

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Kundenrezensionen

  • Bücherdiebin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ingrid Führer, am 01.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zusak, ein australischer Autor mit deutschen Wurzeln, lässt in diesem Buch den Tod zu Wort kommen. Ein interessanter Ansatz! Und ein sehr gut geschriebenes Buch über das grausame Nazi-Regime.


    Klassenlektüre!

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  • Dem Tod ein Schnippchen schlagen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michelle Rößner, am 28.08.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie es einem Mädchen gelingt, durch ihre Zuneigung zur Literatur, in einer grausigen Zeit dem Tod beständig auszuweichen, davon handelt Zusaks „Die Bücherdiebin“.
    Als ihr jüngerer Bruder 1939 auf dem Weg zu den Pflegeeltern stirbt, findet Liesel ihr erstes Buch. Mit Hilfe ihres Pflegevaters lernt das Mädchen lesen und stielt fortan immer wieder Bücher, mit deren Hilfe sie aus der Realität fliehen kann und die ihr nicht nur Hoffnung, sondern auch das Leben schenken. Als die Pflegefamilie in dem kleinen Vorort von München einen Juden versteckt und der Krieg mit seinen Bombennächten immer näher kommt, werden die Bücher immer wichtiger....
    Erzählt wird die Geschichte der Bücherdiebin vom Tod höchstselbst, der den Anblick von Überlebenden nach eigenen Angaben nicht ertragen kann; der aber Liesel derart ins Herz geschlossen hat, dass er sie mehrfach entkommen lässt.
    Zeitdokument und Überlebensgeschichte – toll und spannend, dabei mit leichter Ironie erzählt. Kriegt 5 Sterne – ich würde auch zehn geben, wenn ich könnte!

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  • Die Bücherdiebin - Markus Zusak Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Theresa Blank, am 22.09.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Noch nie hat ein Buch es geschafft, solch einen tiefen Eindruck bei mir zu hinterlassen.
    Eine sehr einfühlsame Geschichte, die eigentlich den ganz normalen Alltag eines jungen, heranwachsenden Mädchens beschreibt, wenn das Mädchen nur nicht im 2. Weltkrieg aufwachsen würde und der Tod persönlich der Erzähler dieser Geschichte ist.
    Man braucht sicher einige Seiten Zeit, um in dieses Buch hinein zufinden, da der Erzählstil sehr eigen ist, aber wenn man dann den Dreh hat, legt man diesen Roman nicht mehr aus den Händen. Egal ob lachen, weinen, schmunzeln oder schreien, man durchlebt sämtliche Gefühlslagen beim lesen. Ich meinte die Zeit von damals spüren zu können.
    Wirklich unglaublich gut.

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  • Außergewöhnlich gutes Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Theresa, am 23.04.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Noch nie hat ein Buch solch tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.
    Eine sehr einfühlsame Geschichte, die eigentlich den ganz normalen Alltag beschreibt, das Leben eines jungen Mädchens, was heranwächst und die typischen Dinge eines Kindes durchmacht, wären diese nur nicht im 2. Weltkrieg, und der Erzähler, nicht der Tot persönlich.
    Einfach unglaublich gut!
    Man weiß wie schrecklich es früher gewesen ist aber durch diese Geschichte bekommt man einen so tiefen Eindruck, dass man die ganze Grausamkeit von damals zu spüren meint.

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  • Gelungener, außergewöhnlicher Roman mit historischem Hintergrund! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von D. Möhrke, am 29.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak erzählt eine außergewöhnliche Geschichte,
    tatsächlich wird alles vom Tod selbst erzählt
    und schnell stellt man fest, dass der Tod auch liebevoll sein kann,
    dass er auch Humor hat - und auch andere bisher verkannte Eigenschaften kommen zum Vorschein.
    So erzählt er also vom Leben Liesel Memingers - der Bücherdiebin.
    Im Alter von etwa 10 Jahren muss sie ihre Mutter verlassen und
    kommt zu ihren Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann nach Molching (eine fiktive Stadt!)
    Alles geschieht zur Zeit des 2. Weltkrieges.
    Für Liesel gibt es viele Rückschläge und sie findet Halt in ihren Büchern/im Zauber der Worte.
    So stiehlt sie Bücher, wann immer sich die Gelegenheit ergibt.
    Aber es stehen auch viele Menschen hinter ihr,
    die sie lieben und unterstützen.

    Gerade die Beziehungen der Figuren untereinander und
    deren einzelne Charaktere werden so liebevoll
    und aufrichtig von Markus Zusak beschrieben,
    dass man einfach in den Bann der Geschichte gezogen wird.
    Aber auch ein Spritzer Humor an den richtigen Stellen fehlt nicht.

    Eigentlich ein Thema über das schon viele Bücher geschrieben wurden,
    aber dieses ist doch ganz anders und eindeutig etwas Besonderes.

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Tod und Schokolade


Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.


Eine kurze Bemerkung am Rande
Ihr werdet sterben.


Ich bin nach Kräften bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fröhlich sein. Ich kann angenehm sein. Amüsant. Achtsam. Andächtig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben »A«. Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir völlig fremd.


Reaktionen auf die oben genannte Tatsache


Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inständig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.


Was fehlt?
Natürlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
Ich könnte mich ganz förmlich vorstellen, aber das ist gar nicht nötig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das hängt von einer Reihe von Umständen ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich über euch allen stehen, so freundlich, wie es mir möglich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen Körper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tröpfelt zu Boden. Die einzigen Geräusche, die ich danach hören werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erzählen?
Ich persönlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Schärfe. Und es hilft mir, mich zu entspannen.


Eine kurze Zwischenbemerkung


Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbtönen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbesprühtes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Geschäft habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.


Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese Tätigkeit schon ausübe. Das Problem ist: Wer könnte mich ersetzen? Wer könnte für mich einspringen, während ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
Dennoch fragt ihr euch möglicherweise, warum ich überhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
Was mich zum nächsten Punkt bringt.
Es sind die übrig gebliebenen Menschen.
Die Überlebenden.
Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bemühen, sie nicht anzusehen, versage ich häufig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die Überlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zurückbleibenden zwischen den Puzzlestücken der Erkenntnis, Überraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben zerschlagene Lungen.
Was mich wiederum zu dem Thema bringt, über das ich heute Abend - oder heute Mittag, oder welche Stunde und Farbe es auch immer gerade sein mag - mit euch reden will. Es ist die Geschichte von einer beständig Überlebenden - von einer Expertin im Zurückbleiben.
Es ist eigentlich nur eine kleine Geschichte, und sie handelt unter anderem von:
einem Mädchen
ein paar Worten
einem Akkordeonspieler
ein paar fanatischen Deutschen
einem jüdischen Faustkämpfer
und einer ganzen Menge Diebstählen
Ich sah die Bücherdiebin drei Mal.


Neben den Bahngleisen
Das erste Mal war es weiß. Gleißend.
Einige von euch werden wahrscheinlich denken, dass Weiß gar keine Farbe ist. Völliger Blödsinn. Das stimmt nicht. Weiß ist zweifellos eine Farbe, und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr mit mir streiten wollt.


Ein Wort zur Besänftigung
Bitte bleibt ruhig, trotz dieser offenkundigen Drohung. Ich tue nur so. Ich bin nicht gewalttätig. Ich bin nicht bösartig. Ich bin das Ergebnis.


Ja, es war weiß.
Es war so, als ob der ganze Erdball in Schnee gekleidet wäre. Als ob er ihn angelegt hätte, so wie ihr einen Pullover anzieht. Neben der Bahnstrecke verliefen Fußspuren, eingesunken bis zum Schienbein. Die Bäume trugen Decken aus Eis.
Wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, war jemand gestorben.


Sie konnten ihn nicht einfach auf dem Boden liegen lassen. Im Augenblick wäre das kein Problem gewesen, aber schon bald würde das Gleis geräumt sein und der Zug würde weiterfahren.
Da waren zwei Wachmänner.
Da waren eine Mutter und ihre Tochter.
Und eine Leiche.
Die Mutter, die Tochter und die Leiche verharrten, hartnäckig und still.


»Was willst du denn von mir?«
Die Wachmänner waren groß und klein. Der Große sprach stets zuerst, obwohl er nicht das Kommando führte. Er sah den rundlichen Kleinen an. Den mit dem feuchtroten Gesicht.
»Nun«, lautete die Erwiderung, »wir können ihn doch wohl nicht einfach hier liegen lassen?«
Der Große verlor die Geduld. »Und warum nicht?«
Der Kleinere explodierte beinahe. Er schaute zu dem Kinn des Großen auf und schrie: »Spinnst du?« Die Abscheu auf seinen Wangen wuchs mit jedem Moment. Seine Haut weitete sich. »Komm«, sagte er und stapfte durch den Schnee. »Wir tragen sie alle drei zurück, wenn es sein muss. Und wir melden es der nächsten Station.«


Was mich betrifft, so hatte ich den größten aller Fehler bereits begangen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich von mir selbst enttäuscht war. Anfangs hatte ich alles richtig gemacht:
Ich betrachtete den blendenden, weißschneeigen Himmel, der vor dem Fenster des fahrenden Zuges stand. Ich atmete ihn förmlich ein, aber trotzdem geriet ich ins Wanken. Ich gab nach - mein Interesse war geweckt. An dem Mädchen. Die Neugier siegte, und ich beschloss, so lange zu bleiben, wie es mein Zeitplan erlaubte. Ich schaute zu.
Dreiundzwanzig Minuten später hielt der Zug an, und ich stieg gemeinsam mit ihnen aus.
Eine kleine Seele lag in meinen Armen.
Ich stand zu ihrer Rechten, etwas abseits.
Die tatkräftigen beiden Wachmänner gingen zurück zu der Mutter, dem Mädchen und dem schmächtigen männlichen Leichnam.

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